nachschlg, später.....ich muss mir das da erstmal durch den Kopf gehen lassen, obwohl ich deinen Text schon verstanden habe.
Aber zum Thema Kinheit und Nachvollzug. Ich habe mich nicht ganz korrekt ausgedrückt. Was ich meinte ist, es ist unmöglich, aus dem Heute nachzuvollziehen, welche Grundlagen wie in meiner Kindheit gelegt worden sind und wie sie auf mich als Kind wirkten. Rückwirkend ist das schwierig.
Gruss
Nichira
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13.10.2010, 18:18
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Niemand ist eine Insel.
John Donne
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13.10.2010, 18:22
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Niemand ist eine Insel.
John Donne
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14.10.2010, 14:54
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Ja, ich weiss.

Das ist lustig ausgedrückt. Ich stelle mir gerade vor, wie das Tier wohl aussehen mag. (Auf jeden Fall ist ein Hase dabei.)mich verwundert angesichts Deiner Schilderungen weder die innere Vorsicht noch das "Hakenschlagen". "Verstecken und totstellen" ist ein ziemlich gängiges Überlebensprogramm.
Und ich könnte ja in mein Übersetzungsprogramm mit aufnehmen, wo das so überall vorkommt. Selbstbeobachtung ist sowieso wichtiger Teil der Bewältigungsstrategie.
Hier verstehe ich dein Insiderdeutsch nicht ganz. Wenn du ein Mann bist und du redest/schreibst innerhalb eines Satzes oder des nachfolgenden Satzes von Charme und Charakter, nehme ich wahrscheinlich zeitweilig mal lieber die Beine in die Hand und such das Weite. Das ist nicht persönlich gemeint, liegt wahrscheinlich daran, dass ich gerade erst eines der besten Exemplare in bezug auf Charakter und Charme studieren konnte.Naja, ich neige innerlich durchaus zum Schwurbeln. Und der Weg zu klarerem Denken und Fühlen, wo es eben notwendig ist, ach, den kenne ich gut.
Übriggeblieben ist dennoch eine gewisse (und wie ich finde, mitunter charmante Art
) Art, in nonlinearen Mustern zu denken und zu fühlen. Also "stoned" von Natur aus, sozusagen. Ich verbuche das mittlerweile unter "Charakter".

Das muss sich erstmal setzen. Ich habe grundsätzlich nichts gegen eine Synthese von beidem. Hab ich aber leider anders kennengelernt. (Das war selbstverständlich nicht gemünzt auf den Mann, der der Grund für diesen Thread ist.)
Solltest du weiblich sein, wie die meisten hier, hoffe ich, dass du mir zu dieser Überschrift vielleicht noch ein paar mehr Schwurbelitäten rüberschickst. Dann wird's nämlich richtig interessant für mich.
Siehe oben, Übersetzungsprogramm. Ich bin sowieso schon dran.Schreiben hat den Vorteil, dass man es nachlesen kann. Damit würde auch jedes Verstecken viel eher offenkundig werden. Also keine Sorge.
Hmm, ist wohl so. Vielen Dank, das war jetzt klar und verständlich ausgedrückt. Ich kann das als Anregung aufnehmen. Es ist mit Sicherheit ein Fühlproblem. Denken kann ich i.A. sehr klar, krieg ich so ab und zu als Rückmeldung. Aber das hat an irgendeiner Stelle auch einen Riss, zumindest mit mathematischer Exaktheit spätestens nach der 99igsten Wahrscheinlichkeit von 100%.NT: Was Deine Gefühls-Ratio-Verbindung betrifft: Ich bin mir sicher, dass Klarheit über die eigenen Gefühle zu entsprechendem Ausdruck verhilft bzw. Dein Nicht-Wahrnehmen-Wollen unangenehmer Gefühle Deinen Ausdruck eben nebulös erscheinen läßt.
Klingt mir also eher als Fühl-Problem, nicht als Denkschwierigkeit.
Das Wahrnehmen-Wollen unangenehmer Gefühle in erdender Interaktion sollte ich mal trainieren. Ich werd mal sehen. Kann ja hier erzählen, wie's klappt.
Na warte!
Du wolltest doch nicht mehr so viel Grübeln - schreib also lieber PN und frag nach, wenn es soweit ist.
Geändert von Nichira (14.10.2010 um 18:04 Uhr)
Niemand ist eine Insel.
John Donne
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14.10.2010, 20:29Inaktiver User
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Guten Abend, Nichira,
ich stelle gerade mal die Zitate um ... Momentchen ...
Oha, daran habe ich gar nicht gedacht! Das Geschlecht kann man meinem Nick ja nu nicht unbedingt entnehmen.
Gibt keinen Grund zu flüchten, ich bin weiblich.
Und wer bin ich denn, dass ich Deine Interessen in irgendeiner Art unterbinden wollte ...
Also, sag an, wozu genau Du mehr Geschwurbel willst - Du kriegst es!
... und ist eine gute Art, nach meiner Erfahrung, sich seiner Innerlichkeiten anzunehmen, wenn man sie noch nicht fühlen kann.Das ist lustig ausgedrückt. Ich stelle mir gerade vor, wie das Tier wohl aussehen mag. (Auf jeden Fall ist ein Hase dabei.)
Ich habe oft Bilder, wie Comics, in mir kreiertt, um bestimmten Verhaltensweisen einen Namen zu geben, sie anzunehmen und kennenzulernen.
Von Schwarzem Ritter über Sirene bis Kobold, Haschmich und der kleinen, wehrlosen Nachschlag war alles dabei.
Gute Vorgehensweise! Das sollte definitiv im Programm auftauchen.Und ich könnte ja in mein Übersetzungsprogramm mit aufnehmen, wo das so überall vorkommt. Selbstbeobachtung ist sowieso wichtiger Teil der Bewältigungsstrategie.
Es freut mich sehr, dass Du mit diesem Bild anscheinend etwas anfangen kannst.
Genau das meine ich. Den Riss. Da wird dann deutlich, wenn selbst Deine Kompensation nicht funktioniert.
Hmm, ist wohl so. Vielen Dank, das war jetzt klar und verständlich ausgedrückt. Ich kann das als Anregung aufnehmen. Es ist mit Sicherheit ein Fühlproblem. Denken kann ich i.A. sehr klar, krieg ich so ab und zu als Rückmeldung. Aber das hat an irgendeiner Stelle auch einen Riss, zumindest mit mathematischer Exaktheit spätestens nach der 99igsten Wahrscheinlichkeit von 100%.
Da möchte dann zu viel Gefühl heraus, als dass Du noch klar denken könntest.
Und es erzählt, dass Du Dich ständig selbst überprüfst. Das ist auch eine Art, nicht fühlen zu müssen.
Du bist viel zu sehr mit Überprüfen beschäftigt, als dass Du im tatsächlich vorherrschenden Fühlen bleiben könntest.
Gib mir einfach Rückmeldung, wenn Du mit meinen Gedankengängen nichts anfangen kannst. Ich erkläre das auch gern ausführlicher.
Gute Idee!Das Wahrnehmen-Wollen unangenehmer Gefühle in erdender Interaktion sollte ich mal trainieren. Ich werd mal sehen. Kann ja hier erzählen, wie's klappt.
Ich finde Putzen, Wände streichen, Aufräumen und Bewegung dann meist ganz prima.
Na warte!

LG nachschlag
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14.10.2010, 22:19
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Hallo Nichira,
ich würde das Problem der Angst vor zwischenmenschlichen Beziehungen als Thema in die Therapie nehmen (wenn es dies nicht schon ist). Denn dein "Geschwurbel", die Mystifizierungen und Vernebelungen sind nichts anderes als Wälle, die du aufbaust, um nicht "fühlen" zu müssen. Sicher spielen da deine Kindheitsmuster stark mit rein - die du aber durchbrechen kannst... nur, du musst es wollen...
Dann würde ich mir meine Position in dieser "Gruppe" ansehen. Du sagst, es macht dir Spass... Fühlst du dich auch ausgenutzt? Ich glaube, dass du so wie du hier schreibst, solche Sachen anziehen könntest ...
Alles Gute,
KittyCoat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
Mae West: Goodness had nothing to do with it...
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15.10.2010, 18:06
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Hallo, da bin ich wiederGenau das meine ich. Den Riss. Da wird dann deutlich, wenn selbst Deine Kompensation nicht funktioniert.
Da möchte dann zu viel Gefühl heraus, als dass Du noch klar denken könntest.
Und es erzählt, dass Du Dich ständig selbst überprüfst. Das ist auch eine Art, nicht fühlen zu müssen.
Du bist viel zu sehr mit Überprüfen beschäftigt, als dass Du im tatsächlich vorherrschenden Fühlen bleiben könntest.
ich habe mal eure für mich wichtigsten Zitate zusammengeklatscht. Es war übrigends nicht mein Geschwurbel, Kitty. Den Begriff habe ich nicht geprägt. Und ich komme jetzt auch ganz durcheinander mit den Begrifflichkeiten...
Ihr sprecht beide von einer Vermeidungshaltung, um nicht fühlen zu müssen. Von der Seite habe ich das noch nicht betrachtet. Mir bleibt da garnichts weiter übrig, als das mal zu überprüfen. Ich habe jede Menge Vermeidungsstrategien jeglicher Art aufgebaut, um mich vor irgendetwas zu schützen. Einen ganzen Wald jedenfalls. War aber der Meinung, dass das schliesslich jeder tut und man könnte es ja auch auf die witzige Art sehen. Andererseits wollte ich nie, dass mir elementare Dinge dabei verlorengehen oder ich sie nie kennenlernen werde.
Ich denke, dass es solche und solche Vermeidungsstrategien gibt und einige von positiven Nutzen sein können. Und auch, dass sie nicht immer nur dem Selbstschutz dienen.
Es ist garnicht so einfach, auf eure Postings zu antworten, merke ich. Natürlich könnte ich hier irgendetwas hinschreiben, aber ich will ja auch Antwort kriegen bzw. mich nicht gerade im Kreise drehen oder euch langweilen.
Berechtigte Frage nach der nebulösen Schilderung. Kann leider die Katze nicht aus dem Sack lassen. Dazu müssten wir ins Forum Gesellschaft (und Demokratie) umziehen. Da wären Fragestellungen, wie, Was ist das für ein komischer Zusammenschluss ?, Warum bin ich dort? Und was tue ich da und wieso? ganz angebracht.Dann würde ich mir meine Position in dieser "Gruppe" ansehen. Du sagst, es macht dir Spass... Fühlst du dich auch ausgenutzt? Ich glaube, dass du so wie du hier schreibst, solche Sachen anziehen könntest .
Um deiner Vorstellung ein bischen auf die Sprünge zu helfen, es ist keine Gruppe, sondern eine Organisation mit regionalen Strukturen und Verantwortlichkeiten. Sie ist auch nicht nur auf meine aktuelle Heimatregion beschränkt. Du hast wahrscheinlich das Bild von einer eng zusammhaltenden Anzahl von Menschen, die sich in (regelmässigen) Abständen in gleicher Zahl treffen und dann nicht aneinander vorbeiblicken dürfen/können/wollen, bei der es möglicherweise eine Oberhirarchie gibt und sowas wie dankbare Nutzer der Ideen derselben. Kalt und weit vorbeigeraten und der Freizeitbeschäftigung dient die Sinngebung derselben auch nicht. Weit gefehlt. Die Möglichkeiten aneinander vorbeizukommen sind deren vielfältigere. Und die Möglichkeiten "ja" oder "nein" zu sagen oder selber was auf die Beine zu stellen, auch.
Ich habe mich dort vom ersten Tag an aktiv mit eingeklingt, deswegen habe ich auch Sachen mitbekommen müssen, die mir weniger gefielen. Ich kann aber selbst entscheiden, was ich dabei tun möchte und wie und auch einen Schritt kürzer treten. Zu meinen Leuten dirket vor Ort habe ich eigentlich ein phantastisches Verhältniss, aber das sind nur ein paar (3 oder 4 Hanseln mit mir zusammen). Doch es kann jederzeit alles auf mich zukommen.
Ausgenutzt fühle ich mich vielleicht durch etwas anderes, das hat nichts mit der Tatsache zu tun, dass ich mich dort rumsiele.
Ich neige dazu, in gewisse Abhängigkeitsverhältnisse zu geraten, die mir nicht gut tun. Über das Thema hatte ich gestern in der Therapiesitzung mit meinem Therapeuten gesprochen. Die machen mir schon Angst. Da wäre Hackenschlagen wirklich angebrachter. Bzw. ein anderes Auftreten meinerseits. Ich habe wirklich Angst, dass diesbezüglich in meiner Therapie zuwenig passiert. Die Situation hatte ich ja kürzlich. Das hat "Alarm" geschrien (Hoffentlich hat das jetzt Klee nicht gehört
) und mir gezeigt, dass das Problem wohl noch existiert. Ich hatte sie in einem meiner ersten Strangpostings erwähnt, nur andeutungsweise.
Zum Schluss würde ich gerne noch fragen, ob unter euch Jemand ist, der sich im Schreiberling-Forum auskennt. Ich bin dabei, eine Geschichte über meine Mutter zu schreiben. Hintergrund ist unsere besch... Kontaktsituation. Ich kann das neutral tun und ich kann das mit surrealer Überhöhung tun und ich kann sie Gott-sei-Dank auch endlich köpfen, was ich im realen Leben nicht kann. Und ich möchte das auch gerne herausgeben, weiss aber noch nicht, wie ich mich da hinhangeln soll. Erstmal bin ich noch am schreiben. Ich würde gern mal von Zeit zu Zeit einige kurze Ausschnitte dort hineinhängen und gern eure Meinung dazu erfahren, wie das auf euch wirkt. Mir gefällt aber nicht, was ich da zur Zeit so lese. Es ist eher enttäuschend.
Gruss
NichiraGeändert von Nichira (15.10.2010 um 18:32 Uhr)
Niemand ist eine Insel.
John Donne
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15.10.2010, 18:29Inaktiver User
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
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17.10.2010, 00:39
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
nee, also Leute, manchmal ess ich auch Rosinenbrot mit Leberwurst drauf, obwohl ich doch eigentlich erklärte Vegetarierin bin ...
Ich verpiss mich erstmal in die anderen Stränge.Geändert von Nichira (17.10.2010 um 00:45 Uhr)
Niemand ist eine Insel.
John Donne
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17.10.2010, 05:23
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
ich lese erstens, dass du einen vorwand brauchst -eine nicht verliebte verliebtheit -um worte poetisch aneinandereihen zu wollen: fang an, diese begabung grundlos zu leben, einfach weil sie da ist!
zweitens bist du in meinen augen zwar empfänglich aber nicht beziehungsreif im sinne von offen für wirklich geradlinigen, verbindlichen austausch mit einem mann. in dem zustand kannst du dir nur wieder einen problembehafteten einfangen.
drittens scheinst du dich in einer elitären"einweihungs- gesellschaft" zu bewegen, die dir deine lebendigkeit raubt.
solange du nicht bereit bist, ohne hundertfaches verschweigen und nur andeuten wollen, offen über ein thema zu reden, wird es auch keine angenehme, aufbauende verständigung für dich geben.
ich würde dir anempfehlen, dich so viel als möglich mit bodenständigem zu beschäftigen, mit menschen, die mehr das tun als das wissen hervorheben. mit menschen, die zu schwächeren einfach natürlich und herzlich sind.lg
legrain
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17.10.2010, 07:39Inaktiver User
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
@legrain

Die Tendenzen der TE sind auch mir bereits lange wohlvertraut.
Und Du hast fantastische Zeilen dazu geschrieben.
Prägnanter geht es nicht.
Dankeschön.
Es ist einfach oft ein zu angestrengtes (leider zunächst automatisiertes) gedankliches Kreisen um sich selbst.
Kombiniert mit ständiger Bewertung und Beurteilung von allem.
(Die TE hat auch häufig die Antworten hier bewertet.)
Dahinter kann auch das Pseudo-Bedürfnis nach "Anpassung um jeden Preis" stehen.
Ob das Vernebeln, Verschweigen, Andeuten, Schwurbeln nun elitären Gedanken entspringt... hm, vielleicht-
aber es kann auch in Mutlosigkeit und Furcht vor Reaktionen begründet liegen (wenn ich dies alles nicht tue, muss ich mich den anderen ja "zumuten", oder ich langweile sie gar womöglich, und dann mag man mich nicht".)
Oder es ist eine Kombination aus überhöhtem / erniedrigendem Selbstbild.Geändert von Inaktiver User (17.10.2010 um 07:50 Uhr)


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