Danke für die Rückmeldung.
Nein, ich habe kein Spiel gespielt, von Anfang an nicht. Ich wollte auch nicht seinen Jagdinstinkt provozieren, eigentlich eher das genaue Gegenteil. Der Mann gefiel mir ja anfangs überhaupt nicht. An ein Spiel war überhaupt nicht zu denken, schon garnicht an ein Machtspiel. Das zweite Beispiel schlussfolgerte ich aus einer Konversation, die wir bereits gehabt hatten. Die hatte mir etwas über ihn gesagt, ohne dass er das direkt tun musste.
Er hatte keine Verantwortung für mich. Unsere Gespräche hatten zwar die Situation zum Gegenstand, dennoch eine gewisse Distanz dazu.Es geht nicht wirklich um den Menschen. Weder für Dich um ihn, noch für ihn um Dich: Es geht um den gesamten Kontext, um getarnte Machtspielchen, die sich unverfänglich Verantwortung nennen, um Funktionalisierung, um Psychogramme. Das ist keine offene, wohlgesonnene zwischenmenschliche Begegnung von zweien, die sich wirklich kennenlernen wollen, für mich liest sich das wie zwei Tarnkappenaufklärungsflieger, die Fang-mich-kriegst-mich-nicht spielen. Und wenn sie nicht aufpassen gibt's einen Crash.
Wir waren bisher lediglich freundlich zueinander, einschliesslich einiger besonderer Blickwechsel. Da hat sich bis jetzt überhaupt nichts Schattenverfängliches abgspielt. Das war auch garnicht möglich in unserem pragmatischen Kontext.
Ich verstehe aber deine Logik und wie du zu ihr gekommen sein musst.Das ist sehr gut dargestellt, zielt aber am Kern vorbei. Diese Konstellation war bei uns garnicht möglich. Wie hätten wir die herstellen sollen? Dein Eindruck ist richtig in bezug auf die mögliche Gefahr, aber deine Einschätzung der Umstände, in denen wir uns befinden ist verständlicherweise sehr unvollkommen. Du hast dich da in den Bereich der Wahrscheinlichkeit begeben, doch dies muss sich nicht zwangsläufig so entwickeln. Leda, du denkst ein bischen zu schnell.
Schade, dass du dich jetzt ausklingst. Deine Kommentare sind sehr wertvoll.![]()
Antworten
Ergebnis 31 bis 40 von 66
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12.10.2010, 16:30
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Geändert von Nichira (12.10.2010 um 16:38 Uhr)
Niemand ist eine Insel.
John Donne
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12.10.2010, 16:44
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Ich Zitiere dieses Statement aus deinem Post nicht weil ich die Reaktion deines Bruders angemessen finde - ich kann auch verstehen, dass Du dich zurückziehst. Aber es waren klare Worte!
Ich nehme Dich in diesem Thread als jemanden war, den man nicht unbedingt als Freund klarer Worte bezeichnen kann.
Du übergehst Posts, die gerade diese Klarheit fordern um etwas Struktur bekommen.
Ich denke es entspricht nicht deiner Art zu denken - meiner Meinung nach findet man eben meist dann eine Lösung, wenn man seine inneren Trampelpfade verlässt.
LG
Schneeflocke
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12.10.2010, 16:54
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Das wusste ich auch. Diese Einsicht half mir in diesem Falle nicht weiter.
Das muss niemand unbedingt sein, es ist ein Bemühen, das nicht sehr leicht fällt.Ich nehme Dich in diesem Thread als jemanden war, den man nicht unbedingt als Freund klarer Worte bezeichnen kann.
Ich habe - soviel ich weiss - jedes Posting beantwortet. Bitte sag mir, was ich übergangen haben soll? Davon weiss ich nichts und das wollte ich auch garnicht. Für meine Begriffe hast du gerade eins meiner Postings übergangen.Du übergehst Posts, die gerade diese Klarheit fordern um etwas Struktur bekommen.
Mag sein, dass es nicht meine Art zu denken ist. Dann ist ja dein Einwand hier richtig platziert. Ich nehme ihn zumindest als Denkanstoss war.Ich denke es entspricht nicht deiner Art zu denken - meiner Meinung nach findet man eben meist dann eine Lösung, wenn man seine inneren Trampelpfade verlässt.
LG
Schneeflocke
Andererseits: Ich bin niemandem Rede und Antwort schuldig. Ich poste immernoch freiwillig hier.Geändert von Nichira (12.10.2010 um 17:04 Uhr)
Niemand ist eine Insel.
John Donne
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12.10.2010, 17:14Inaktiver User
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Ne, Du verstehst gerade gar nicht, Nichira. Oder Du willst nicht verstehen und fängst an, haarscharf am Punkt vorbeizuquasseln und Luftblasen zu machen.
Zitat von Nichira
Mit Verantwortung, Machtspielchen und Kontext meinte ich z.B. das hier:
Er hatte länger eine Art Verantwortungsfunktion in diesem unserem gemeinsamen Umfeld - äääh Dunstkreis inne und war schicht und einfach frustriert und angeekelt, möglicherweise auch gestresst. Er hatte gute Gründe. Ich habe selber einige Dinge mitbekommen, die ich daneben fand von einer gewissen Person aus selbigem Verantwortungsbereich. Die hat sich auch nie entschuldigt. Hier ging es ganz offensichtlich um eine böswillige Unterstellung. Den Anlass kenne ich auch, ich war selbst dabei, wusste also sicher, dass es sich um eine Unterstellung gehandelt hat und war empört darüber wie einige andere auch.
DU schriebst, wenn wir Dein Kopfkino kennen würden, würden wir Dich reif für die Klappsmühle halten.
- Das ist also doch etwas, was Du über Dich denkst.
Auch da hast Du etwas nicht verstanden.Aha. So ähnliche Worte habe ich früher auch schon gehört. Ich scheine damit nie fertig zu werden.
Ich meine keineswegs, dass Du nie damit fertig werden wirst, sondern, dass Du an Deinen Gedanken und Bewertungen über Dich selbst ansetzen musst - das ist die Voraussetzung um aus einem selbst-unterdrückenden Kreislauf herauszukommen, der sonst ständig die Biochemie im Hirn blockiert und damit brauchst Du nur eine nächste mittlere Enttäuschung abzuwarten, die Du nicht mehr wegsteckst sondern die Dich nochmal umhaut.
Was Du über Deine Brüder schreibst, ist erschreckend.
Auch Teil der Geschichte ....
Ich kann Dir nur raten:
Mach Dich auf den Weg raus aus dem Schlamm.
Ständig nur komplex zu denken, ist auch Vernebelungstaktik, man ist damit so schön beschäftigt.
Hilft aber nicht unbedingt raus.
Dann ist Vereinfachung gefragt - auf den Punkt zu kommen.
Und vielleicht ist das hier interessant für Dich:
Institut für Achtsamkeit: MBSR-MBCT_Verband
Kannst auch googeln nach MBSR /MBCT / Achtsamkeit / Jon Kabat-Zinn
Oder Deinen Therapeuten danach fragen.
Meiner Auffassung nach, wäre mehr einfach nur mehr.Schade, dass du dich jetzt ausklingst. Deine Kommentare sind sehr wertvoll.
Mehr Worte, mehr BlaBla, von Hölzchen auf Stöckchen.
- Weit weg von der Vereinfachung und vom Wesentlichen.
Ich kann auch komplex - aber in Deinem Fall macht mir das Bauchschmerzen und ich werde aggressiv dabei - weil es Methode hat. Weg von der Lösung, weiter in den Schlamm rein.
Diese Richtung mag ich nicht und Du betreibst das für mein Gefühl selbst systematisch.
Wie gesagt: Man kann da umlernen und Du kannst Deine Richtung selbst bestimmen.
Alles Gute!
Geändert von Inaktiver User (12.10.2010 um 17:17 Uhr)
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12.10.2010, 17:18Inaktiver User
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Oha!
Später wird es meist schwierig, weil die Abwehr- und Schutzmechanismen proportional zum Alter gewachsen sind. Und damit meine ich nicht nur äußere, sondern auch innere Mechanismen.
Das Selbst weiß sich meist ziemlich gut gegen weitere schmerzhafte Erfahrungen zur Wehr zu setzen.
Und schirmt damit ziemlich gut "sich selbst von sich selbst" ab.
Der eigene Schutz verhindert sozusagen, dass man sich selbst erkennen kann.
Schwierige Lage, aber nicht unmöglich!
Ich empfinde Dich als einen Menschen mit sehr vorsichtigen und komplexen Gedankenwelten, in der sich Ratio anscheinend stark mit emotionalen Bildern vermischt.Das seh ich auch so. Mich verunsichern allerdings einige Reaktionen der Poster, aber dazu komme ich noch.
Mag sein, dass das als "nebulös" empfunden wird.
In jedem Fall ist es Deine Art, Dich auszudrücken.
Das wird schon einen guten Grund haben - auch, wenn andere Poster das Ratschläge geben dadurch als schwieriger empfinden mögen.
Als ausgemachten "Drückeberger" vor Deinen inneren Befindlichkeiten nehme ich Dich nicht wahr.
Aber das hier:
finde ich sehr bedenklich und erschreckend.Es gibt Leute, die fangen dann an zu heulen, wenn andere lachen würden.
Woher rührt eine derart fatalistisch-schlechte Einstellung zu Dir selbst?
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12.10.2010, 17:36
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Leda, ich glaube auch, das führte zum Punkt. Mehr muss nicht sein. Damit kann ich was anfangen.
Das war mir aber so nicht bewusst. Ähnlich Gedankenansätze hingegen, wie "Komplexität bringt hier nichts", hatte ich schon, in anderen Situationen. Vielleicht muss ich das nur übertragen.- Weit weg von der Vereinfachung und vom Wesentlichen.
Ich kann auch komplex - aber in Deinem Fall macht mir das Bauchschmerzen und ich werde aggressiv dabei - weil es Methode hat. Weg von der Lösung, weiter in den Schlamm rein.
Diese Richtung mag ich nicht und Du betreibst das für mein Gefühl selbst systematisch.
Und was du da mit Machtspielchen meintest, das sehe ich genauso, dass sieht vermutlich auch der Mann so, wegen dem ich hier poste.
Danke für den Link!
Niemand ist eine Insel.
John Donne
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12.10.2010, 18:03
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Weia! Das hast du ziemlich gut getroffen.
Du musst einen Draht zu mir haben.
Ich empfinde Dich als einen Menschen mit sehr vorsichtigen und komplexen Gedankenwelten, in der sich Ratio anscheinend stark mit emotionalen Bildern vermischt.
Mag sein, dass das als "nebulös" empfunden wird.
Das erklärt übrigends auch meine Interessen und meinen Beruf.
Mein Therapeut sagt genau das. Nur er sagt es mit umgekehrten Vorzeichen. So ähnlich wie Leda.In jedem Fall ist es Deine Art, Dich auszudrücken.
Das wird schon einen guten Grund haben - auch, wenn andere Poster das Ratschläge geben dadurch als schwieriger empfinden mögen.
Ein Drückeberger bin ich nicht, eher das Gegenteil. Muss zwangsläufig so sein. Ich hätte sonst einen Teil meiner Interessen nicht. Dennoch gibt es Dinge, von denen man sich proportional je weiter entfernt, je mehr man sich mit ihnen beschäftigt. Das ist mir an mir auch schon aufgefallen.Als ausgemachten "Drückeberger" vor Deinen inneren Befindlichkeiten nehme ich Dich nicht wahr.
Das war ein bischen Sarkassmus. Ich meinte das weniger todernst. Ich kann jetzt nicht sofort auf deine Frage antworten. Darüber muss ich eine Weile nachdenken, bevor ich da vielleicht zuviel Irritierendes schreibe, was die Gemeinde verunsichert.Woher rührt eine derart fatalistisch-schlechte Einstellung zu Dir selbst?
Weisst du, was das Gute an solchen Strängen ist? Die Resonanz ist meisstens sehr vielfältig, ääh - komplex.
Niemand ist eine Insel.
John Donne
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12.10.2010, 18:35Inaktiver User
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Nun, das Gute daran: du bist diesen Mechanismen nicht ausgeliefert.
Meistens werden die Grundlagen für diese Art zu denken, sich in sich selbst zu bewegen, in der Kindheit gelegt - und wachsen dann weiter, so sie nicht aufgelöst werden.
Du kannst das ändern. Du bist nämlich schon groß.
(Was das Ausformulieren betrifft: öhm, ich verweise unauffällig auf den Mittelteil meiner Signatur. Deine Art ist mir teilweise nicht ganz unbekannt.
)
Ja, Klarheit ist das angestrebte Ziel.Mein Therapeut sagt genau das. Nur er sagt es mit umgekehrten Vorzeichen. So ähnlich wie Leda.
Da Leda das so zielgenau geschrieben hat, muss ich nichts weiter dazu sagen.
Ich verfolge eher noch den anderen Ansatz, der meiner Meinung nach parallel laufen sollte.
Zu wissen, wo Du hin musst, ist das eine. Der andere ist, dich genauso anzunehmen, wie Du gerade bist.
Es scheint da wenig Verbindungen von Deinen "nebelverursachenden" Anteilen zu Deinem Verstand zu geben.
Da solltest Du Dir Dein eigenes Übersetzungsprogramm für Dich selbst schreiben.
Und das geht am Besten, wenn Du neben "Klar sein"-Üben auch Deine inneren Fluchtspiralen anschaust.
Na, das ist wie mit der Schultafel: Wenn man zu dicht davor steht, sieht man die Lösungswege nicht.Ein Drückeberger bin ich nicht, eher das Gegenteil. Muss zwangsläufig so sein. Ich hätte sonst einen Teil meiner Interessen nicht. Dennoch gibt es Dinge, von denen man sich proportional je weiter entfernt, je mehr man sich mit ihnen beschäftigt. Das ist mir an mir auch schon aufgefallen.
Du darfst dich ruhig einen Schritt von Dir selbst entfernen.
So schnell geht niemand verloren.
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12.10.2010, 18:43Inaktiver User
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Hm, noch eine andere Überlegung: Könnte es sein, dass Du lieber bestimmte Schwierigkeiten gedanklich repetitiv zerkaust, als das Gefühl darin wahrzunehmen?
Weil das Gefühl Dir schmerzhaft, verboten - oder sonstwie negativ erscheint?
Das könnte Deinen Hang zum Mystifizieren erklären.
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12.10.2010, 18:54Inaktiver User
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Schicksalsgläubig? Ja geht auch - frau kann warten was passiert und am Leben vorbeirauschen oder dafür sorgen, dass das Schicksal genau den Lauf nimmt den sie will.
Ich persönlich mag das Wort "Seelenfreundschaft" oder auch "Seelenverwandschaft" nicht. Der Mann den ich liebe den will ich auch begehren - mit Verwandschaft und Freundschaft paßt das für mich nicht. Da ist mir zu wenig Erotik in beiden Wörtern - aber gut.
Ihr "nebelt" doch zusammen in eurem "Dunstkreis" wo immer das ist und was immer das ist - da wirst du ihn doch mal wieder sehen oder nicht?
Und mit "ran an den Mann" meine ich - verabrede dich mit ihm, lerne ihn kennen abseits von euren "Nebelaktionen" - und dann noch eins so aus meiner langen Lebenserfahrung: die meisten Menschen die man aus welchen Gründen auch immer für etwas total besonderes hält kochen auch nur mit Wasser und gehen zu Fuß zum Klo...
Jemanden auf ein Podest stellen macht es nur einem selbst schwer...
So, und nun steige ich wieder auf mein Podest zurück



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Ich mag nämlich den Nebel, wenn er morgends noch zwischen den Bergen hängt...........ich wohne in einer landschaftlich idyllischen Umgebung.
