Gut.
Vielleicht nochmal stellvertretend an Deinem Thread-Titel festgemacht:
Du nennst ihn Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst Du, wenn Du das (unsichtbare) Ego an erster Stelle stellst und nicht nur hintendran hängst:
Wir alle brauchen Ego. Zwar nicht überhöht - aber in gesunder Balance - so dass man für die eigene seelische, geistige und körperliche Gesundheit ausreichend sorgen kann. In unserer Welt.
Ego ist nichts Schlechtes, sondern notwendig - in unserer Welt.
Ganz ohne Ego ist nur etwas für Erleuchtete.
Für nicht Erleuchtete, die nicht den ganzen Tag auf dem Berg sitzen und meditieren ist das nix.
Insofern: Stell das vorne dran und kümmer Dich darum.
- MIT Ego sieht es mit der "Seelenfreundschaft" nämlich schon ganz anders aus. Die Bewertung läuft ganz anders.
Wenn jemand grundsätzlich mit einem "Ihr seid alles A*******-Gesicht" herumrennt, dann hat der ein grundsätzliches Problem, da muss man keine Angst vor haben. Dem geht man am besten aus dem Weg und sucht sich besser einen förderlichen Umgang.
Deshalb bin ich der Auffassung - mach das mal erst mit Deinem Ego klar, dann guckst Du, ob Du an so jemandem überhaupt noch einen Funken Interesse hast und ob er Dich wirklich noch adeln kann durch einem exclusiven Handshake vor versammelter Mannschaft.![]()
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 66
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11.10.2010, 21:53Inaktiver User
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
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11.10.2010, 21:58Inaktiver User
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11.10.2010, 23:21
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
ich denke, dass nichira die geschichte so mystisch darstellt, weil sie für sie eine große, nicht so alltägliche bedeutung hat.
wenn jemand etwas sehr besonderes zu sein scheint, denke ich, neigt man dazu.
du hast irgendwo gefragt, ob du in diese geschichte auch alltägliche fragen und wünsche hineinbringen solltest? ich denke schon. denn ER oder die ganze sache, so besonders auch immer er sein mag, bringt dir im endeffekt nur was, wenn sie auch der realtität standhält und wenn auch in der realität mit dieser person reale dinge passieren.
was anderes ist das, wenn man es verkraftet, jemanden ad infinitum als schöne wunschfantasie zu erleben, ohne dabei unglücklich zu werden.
aber im allgemeinen sollten irgendwann reale dinge, mit diesem besonderen menschen passieren. ansonsten ist er nur eine fantasiefigur.
ich denke,wenn jemand etwas besonderes zu sein scheint, ist man äußerst vorsichtig, weil man dieses besondere ja nicht verlieren will. man geht "besonders" mit diesem besonderen menschen um. ich kann das verstehen. ich für meinen teil möchte den menschen aber irgendwann wirklich erleben, denn ich denke, es tut der liebenswertheit und der ganzen besonderheit eines menschen keinen abbruch, wenn realität mit dazu kommt.
was bringt es dauerhaft ein rohes ei, wie ein rohes ei zu behandeln. irgendwann verletzt nichtaktion mehr, als eine ganz normale "realweltaktion" - ist meine derzeitige ansicht. könnte aber auch ganz anders sein :)Geändert von ellisa (11.10.2010 um 23:28 Uhr)
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12.10.2010, 14:03
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Hallo Karla, schön dich wieder zu treffen.
Wie geht's denn so?
Du musst nicht alles verstehen, du musst auch nicht alles verstehen wollen und du musst schon garnicht alles verstehen müssen, was nicht in deinen Kopf hineinpasst. Davon ausgehend, dass der sonst warscheinlich platzen würde.
Wenn du den Dunstkreis im A. meinst, geht es leider auch um andere Dinge. Ich meinte aber diesen Begriff nicht abwertend. Ich hätte ihn natürlich auch gepflegter wählen können. Leider ist mir kein passendes Wort dazu eingefallen.Es scheint um Anziehungskraft zu gehen?
LG KarlaNiemand ist eine Insel.
John Donne
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12.10.2010, 14:05Inaktiver User
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
aha - nur schlauer bin ich deswegen noch immer nicht.
Vielleicht sagst du uns noch was genau du möchtest?
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12.10.2010, 14:38
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Hallo Kitty und Lizzie,
Zu deiner letzten Frage: Eindeutig ja, ist so ein komisches Hobby von mir. Ich war auch schon traurig darüber, dass ich meine Untertassen nicht selbsttätig zum Fliegen veranlassen konnte.
Aber im Ernst, ich erscheine euch mystifizierend? Im bezug auf nichtprofane Dinge neige ich eigentlich eher nicht dazu. Ich brauchte ein bischen Zeit, um über die ersten Postings nachzudenken und darüber, wie ich diese Frage beantworten könnte.
Ich versuche es mal. die Geschichte begann ja damit, dass da garnichts war, jedenfalls nicht bei mir. Wahrscheinlich hatte er einen anderen Film, aber das weiss ich nicht, das müsste ich herausfinden.
Hier passiert eine Entwicklung. Ich komme nachher in Beantwortung eines anderen Postings noch dazu.
Bis jetzt habe ich andere Kennenlerngeschichten erlebt. Und jetzt wird's peinlich. Ich führte Beziehungen mit Männern, die eigentlich eher auf sich schauten, als auf mich. Meisstens bin ich da so nebenhergelaufen. Inzwischen weiss ich, dass es falsch ist, die Schuld dafür (ausschliesslich) den Männern zu geben. Es gab einen Grund dafür, dass ich ihnen erlaubte, so zu sein und so mit mir zu verfahren. Nicht zuletzt auch deswegen bin ich momentan tatsächlich in einer Langzeitherapie. Aber dies ist nicht der einzigste Grund. Das zweite Peinliche an der Geschichte war meine starke Fixierung auf das, was in einem anderen Strang als chemische Attraktion bezeichnet wurde. Ich war einmal bereit gewesen, mich für so einen Mann wegzuwerfen.
Zur Erhaltung des Gleichgewichts - von wegen "ach wir armen Frauen" - muss ich ehrlichkeitshalber bemerken, dass das früher andersherum lief. Damals war ich noch zu jung und zu blöd . Nein zumindest war ich in diesen Beziehungen gut aufgehoben, habe sie aber nie zu schätzen verstanden. Ich habe auch nie ernsthaft überhaupt eine Beziehung gewollt. Der Spiess hatte sich lediglich umgedreht. Ich komme inzwischen nichtmehr so ganz ohne Hilfe da raus.
Zwischen keinem dieser Männer und mir, hat es eine so lange Kennenlernphase gegeben, wie das hier der Fall ist. Dieses Langsame Sich-Abtasten habe ich so noch nicht kennengelernt. Und dieses Nicht-Wissen, wie geht das weiter. Zwangsläufig geht es weiter, weil wir beide nebeneinander existieren und uns nicht aus dem Weg gehen können, es sei denn, einer verlässt die Bühne. Bei den anderen konnte ich praktisch immer sofort erraten, was da folgen würde.
Aber um jetzt diese Mystifizierung zu erklären: Doch sie hat ihren Grund. Ich muss mich jetzt mit meinen Altlasten auseinandersetzen. Warum lassen Menschen zu, dass andere an ihnen ihre Bedürfnisse stillen aber es niemals wirklich zu einem miteinander auf gleicher Augenhöhe kommt. Der Satz: "Nicht der Mörder ist schuldig, sondern der Ermordete", trifft in sofern den Nagel auf den Kopf, dass es eben immer Zweie gibt, die dazugehören. Und so, wie die eine Seite tickt, tickt mit umgekehrten Vorzeichen wahrscheinlich auch die andere, heisst, eine so unglückliche Symbiose funktioniert nur solange, wie beide das aus irgendwelchen Gründen brauchen. Schliesslich und endlich stellt man fest, dass man nicht sein Leben, sondern das eines Anderen gelebt hat. Wie komme ich da raus, denn dies hat mich ja auch geprägt, meinen Umgang mit Gefühlen? Kann ich überhaupt noch unterscheiden, zwischen einem Gefühl (emphatischer Natur) und einem Gefühl, das sich nach der Erfüllung einiger Bedürfnisse in Nacht und Nebel auflöst? Übrigends diese Selbstreflexion habe ich völlig ohne meinen Therapeuten hingekriegt. Ich bin froh, dass ich ab und zu wenigstens noch halbwegs logisch denken kann. Das klingt sicher alles so, als wäre ich Zeit meine Lebens eine Egomanin gewesen, was insofern nicht stimmt, dass ich vieles allein machen musste, dass ich ein Einzelgänger gewesen bin, der ich heute Gott-sei-Dank nichtmehr so sehr bin und dass ich niemals soetwas kennngelernt habe wie einen gesunden Rückhalt im Elternhaus. Ich hatte praktisch mit zwanzig Jahren keine Eltern mehr, die ich besuchte oder die mich besuchten, obwohl ich die hatte. Und ich habe einige Jahre meinem jüngeren Bruder sowas wie die Mutter ersetzen wollen, obwohl wir beide damals schon zu alt dafür waren. Natürlich konnte ich ihm nicht die Mutter ersetzen. Leider hat dieser von mir sehr geliebte Bruder mit 26 Jahren seinem Leben ein Ende gemacht und ich bin nie damit fertiggeworden.
Na ja, ich wollte eigentlich jetzt noch mehr zum Thema Mystifizierung einer nicht realen Beziehung schreiben, aber ich glaube, dies Posting wird zu lang.Geändert von Nichira (12.10.2010 um 14:43 Uhr)
Niemand ist eine Insel.
John Donne
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12.10.2010, 14:42
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12.10.2010, 14:43
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12.10.2010, 14:52
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
Würde ich ja gerne. Blos dazu muss ich ihn wiedersehen. Ich will das aber nicht forcieren sondern dem Schicksal überlassen, weil ich so schicksalsgläubig bin.

Wieso nicht? Was hast du gegen Seelenfreundschaften? Aber stimmt, ich finde ihn auch geil. Jedenfalls inzwischen. Ich will's mir nur nicht eingestehen.Wozu dieses Gefasel von Seelenfreundschaft?
Yes, eeeeeeigentlich hast du ja recht, aber uneigentlich gibt es Ungereimtheiten im Andersundsosein.....ja ne, vielleicht wäre das ja Thema eines neuen Strangs. Ich wäre dabei.Er ist anders als andere? Na und? Die meisten Menschen sind anders als andere....
Yes, es ist viel viel Nebel dort.Komischer "Dunstkreis" in dem du dich bewegst - so nebulös
Ich mag nämlich den Nebel, wenn er morgends noch zwischen den Bergen hängt...........ich wohne in einer landschaftlich idyllischen Umgebung.
Niemand ist eine Insel.
John Donne
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12.10.2010, 14:58
AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego
tust du doch aber gerade. du gestehst es dir ein, du gestehst es uns.
ich weiß ja nicht, ob ehrliche, deutliche worte mal helfen, aber mir kommt das vor wie sehr viel lärm um relativ wenig rätelhaftes. ich sehe eine menge selbstdarstellung, aber wenig bereitschaft zu was konstruktivem.




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