Hey, das ist toll - ja man kann das Bett auch mal von der anderen Seite aus verlassen.
Ansonsten halt ich es mit Lizzie64:
Kommunikation lernen durch Kommunikation.
Du könntest Dir zum Beispiel im Alltag kleine "Aufgaben" stellen.
Es ist schön, wenn man, das was einen bewegt und ausmacht, (mit)teilen kann.
Für Dein Gegenüber ist es sozusagen immer ein Gewinn, weil er Dir gegenübersteht und nicht einem gedachten, gewünschten zussammengereimten Wesen.
Selbst, wenn ihm das Zusammengereimte eher zusagen würde.
Liebe Grüße,
Matratze
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11.11.2010, 18:12
AW: Ich kann nicht kommunizieren - gibt's Abhilfe?
Now, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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12.11.2010, 02:22
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12.11.2010, 08:46
AW: Ich kann nicht kommunizieren - gibt's Abhilfe?
Ja, ich bin mit dem Auto hingefahren. Da ich aber hier arbeite, kenne ich mich ein bisschen aus und wusste, wo ich hin musste. Aber ist schon ein bisschen vertrackt, an der Stelle nicht auf die Brücke zu fahren...
Matratze, sowas in der Art meinte mein Gesprächspartner gestern. Seit seiner Trennung, bei der ihm gesagt wurde, dass seine Partnerin die ganze Beziehung völlig anders wahrgenommen hat als er selbst, ist er total unsicher und weiß nicht mehr, wie jemand anders etwas empfindet - genauso wie er oder doch anders... Ich habe ihm auch geraten, da einfach nachzufragen. Schadet nie und zeigt dem Anderen gegenüber ja auch Wertschätzung, wenn es einem wichtig ist zu wissen, wie derjenige etwas empfindet und dass man Missverständnisse vermeiden will.
Coryanne, ich würde gerne noch ein Semainr zur gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg belegen. Dieses Jahr hab ich aber keine Zeit mehr dazu, ich schaue Anfang nächsten Jahres mal danach...
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18.11.2010, 10:02
AW: Ich kann nicht kommunizieren - gibt's Abhilfe?
@Bienchen
Das klingt ja wirklich gut.
Ich war ehrlich gesagt etwas skeptisch, dass sich das so rasch und so positiv umsetzen lässt, selbst als du so begeistert von dem Seminar zurückkamst. Naja, ist sicher auch 'ne Typfrage und wie gut eben das Seminar selbst ist.
Wirst du denn jetzt oder später auch nochmal mit deinem ehemaligen Freund sprechen?
Wer hat sich da eigentlich genau getrennt? Er sich? Du dich? Oder ihr euch?
Liebe Grüße
ataraxasDesire is in men a hunger, in women only an appetite. — Mignon McLaughlin, The Neurotic’s Notebook
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18.11.2010, 10:37
AW: Ich kann nicht kommunizieren - gibt's Abhilfe?
Hallo ataraxas,
im Moment durchlebe ich warum auch immer sowieso einen gewaltigen Entwicklungsschub. Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht selbst überhole
Von daher passt das schon, dass ich das so schnell umsetzen kann. Wobei das in einem Gespräch mit meiner Mutter nicht so gut ging. Sie kann das halt nicht, zeigt im Gespräch anklagend mit dem Finger auf einen, spricht immer in der Du-Form (Du machst dies und jenes), ist grundsätzlich immer unschuldig und der andere macht alles falsch... Da ist es dann schwierig, bei den "Regeln" zu bleiben... Aber ich hab's versucht und in dem Gespräch immerhin erkannt, woran es krankt. Und ihr auch mehrfach gesagt, dass ich nicht in so einem Ton angesprochen werden will, dass sie bitte ihren Finger unten lassen soll usw.
Mein Ex-Freund hat sich getrennt. Im Nachhinein betrachtet war das besser, er hat mir nicht gut getan. Beim Versuch, so zu ticken, wie er sich das wünscht und so zu sein, wie er sich eine Frau vorstellt, hab ich mich selbst verloren und ständig an mir gezweifelt. Ich kam mir vor wie der letzte Trostpreis, weil alles an mir falsch war und ich alles falsch gemacht habe... Ich habe auch nicht vor, mit ihm nochmal zu sprechen, das nutzt ja eh nichts. Er macht ja nichts falsch, sieht nichts ein. Und wenn ich sage, dass mich irgendetwas verletzt hat, dann bin ich empfindlich oder humorlos. Von daher sehe ich da keinen Sinn drin, mich mit ihm nochmal zu unterhalten...
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18.11.2010, 10:48
AW: Ich kann nicht kommunizieren - gibt's Abhilfe?
Liebes Bienchen,
da habe ich ja Glück, das sich das bei mir ganz anders entwickelt und mein Freund jetzt noch mehr auf einiges, was mir wichtig ist, Rücksicht nimmt.
Habe vor kurzem etwas gelesen: Liebe + Konflikt = Wachstum und Weiterentwicklung
Meiner Meinung nach ist da schon etwas dran, und ein Gegenüber zu haben, hat mir geholfen, mich auch weiterzuentwickeln. Aber das muß ja auch nicht ausschließen, das ich mich auch ggf. alleine weiterentwickeln und dazulernen kann.
Das es schwer ist, von diesen "Du"-Botschaften wegzukommen, kann ich gut verstehen. Das ist einfach ein Lernprozeß, und so etwas braucht eben Zeit. So etwas verankert sich eben erst bei uns, wenn wir es viele Male erfolgreich fertiggebracht haben. Ich weiß nicht mehr genau die Zahl, aber die lag so zwischen 200 - 300 Mal. Wenn wir etwas so oft immer wieder auf dieselbe Art gemacht haben, dann haben wir es geschafft, ein Verhalten auf Dauer erfolgreich zu verändern. Dann erst haben wir unser altes Muster, zu reagieren und zu handeln, sozusagen erfolgreich verlernt.
Ich wünsche dir viel Erfolg, vor allem viel Geduld dabei!
Alles Liebe für dich, ***sternschnuppe***Eine erfolgreiche Beziehung besteht nicht darin, den richtigen Partner zu finden, sondern darin, füreinander die richtigen Partner zu sein!
Beziehung bedeutet Entwicklung zu zweit, denn was beide angeht, können auch nur beide lösen!
Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollten und das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.
Wenn wir anderen mit einer Fackel den Weg erleuchten, bleibt es nicht aus, das wir dabei unseren eigenen Weg auch erleuchten.
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18.11.2010, 13:15
AW: Ich kann nicht kommunizieren - gibt's Abhilfe?
Hm, in deinem Eingangspost las sich das noch anders. Da hast du es nicht ausschließlich so empfunden, dass er dich ständig und überall bemängelt und dich zurechtbiegen will. Da trafen sich seine Wahrnehmungen und Bedürfnisse zumindest teilweise mit deinem eigenen Wunsch nach Veränderung:
Am Anfang klang es auch so, als würdest du es so empfinden, dass er sich mit deiner Schweigsamkeit auch nicht so ganz wohl fühlt. Dass er in gewissem Sinne darunter leidet. M.a.W.: Dass auch du ihm nicht gut getan hast. Und das du gerade nicht gesagt hast, wenn dich irgendwas verletzt hat. Dass du nicht mit ihm geredet hast.
Wie kam oder kommt es zu dieser Verschiebung oder sogar diesem Perspektivwechsel bei deiner Wahrnehmung euer damaligen Beziehung?
Wünschst du dir (mittlerweile) einen Freund, der gerne über 'alles', einschließlich deiner Wünsche und Bedürfnisse reden möchte, oder lieber einen, der auch generell nicht so viel redet. Einen, der von sich aus das Gespräch sucht, oder einen, der wartet, bis du von selbst sagst, dass du etwas auf dem Herzen hast? Einen, der dich fragt, oder einen, der dir von den Augen abliest?
Gruß
ataraxasDesire is in men a hunger, in women only an appetite. — Mignon McLaughlin, The Neurotic’s Notebook
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18.11.2010, 13:52
AW: Ich kann nicht kommunizieren - gibt's Abhilfe?
Ataraxas, das passt aber schon alles zusammen. Er hat ständig an mir herumkritisiert, nicht nur was das nicht-reden-können angeht, sondern generell. Ich war zu groß, zu blond, zu dick, hab für eine Frau zuviel gegessen, Sportlerinnen sind sowieso total unweiblich, irgendwann hatte ich auch zu große Füße... (nur mal zur Verdeutlichung: ich bin 1,75 m groß, wiege um die 66 kg, laufe Marathon und mache Triathlon, habe blonde lange Haare und Schuhgröße 40 und esse dreimal am Tag normale Portionen - also in meinen Augen völlig normal!). Meine Vorstellungen vom Leben waren unmöglich, die meisten Verhaltensweisen auch... Es war ja nicht nur das Nicht-Reden... Und ich habe mich anfangs versucht zu verbiegen. Mein Wunsch nach Veränderung kam daher, dass ich so werden wollte, wie er sich eine Frau wünschte. Ich kam mir wertlos und seiner nicht würdig vor, weil an mir ja alles schlecht ist. Mein Selbstbewusstsein war total im Keller dadurch.
Sein größter Punkt war aber schon, dass ich (seiner Meinung nach) nicht reden kann. Wir haben das öfter versucht. Heraus kam siehe oben. Und von ihm wurde das alles immer so kommuniziert, dass ich total blockiert war. Mit Du-Botschaften und mit Superlativen wie unmöglich, unglaublich usw. Und immer wieder wurde eingestreut, dass MAN sich so nicht verhält wie ich, dass JEDER das aber anders sieht wie ich, dass er sowas noch nie erlebt hat usw. Ich habe mir diese Schuhe anziehen lassen und habe mich entsprechend gefühlt und mich dann auch nicht getraut, etwas dagegen zu sagen. Nach dem Seminar weiß ich das alles. Vorher dachte ich, es liegt wirklich an mir, dass wir es nicht hinkriegen, über Probleme und Bedürfnisse zu reden...
Inzwischen hat sich einiges relativiert. Mein Selbstbewusstsein ist wieder da, wo es hingehört. Bei mir und ganz groß. Und deshalb weiß ich, dass er mir nicht gut getan hat. Weil er es geschafft hat, mich ganz klein zu machen und mich zu verbiegen und es auch anzunehmen, dass alles, was falsch lief, ausschließlich an mir lag.
Im Augenblick genüge ich mir völlig selbst, ich habe gar kein Bedürfnis nach einem neuen Partner. Vom nächsten Partner wünsche ich mir aber schon, dass er offen über alles redet. Aber nicht so, wie mein Ex das getan hat, sondern schon respektvoll und zielführend. Aber ich glaube, ich kann jetzt auch besser auf mich aufpassen, so dass ich das gar nicht mehr zulassen würde. Hoffe ich jedenfalls...
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18.11.2010, 14:16
AW: Ich kann nicht kommunizieren - gibt's Abhilfe?





Toll Bienchen, wie Du an Dir gearbeitet hast und wie toll das funktioniert! Mir kommt vieles bekannt vor aus Deiner Exbeziehung! Ich hoffe ich komme auch bald dahin wo Du schon bist!
LGVon nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!
Liebe ist nix für Feiglinge!!!
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18.11.2010, 16:54
AW: Ich kann nicht kommunizieren - gibt's Abhilfe?
Sunnwell, das schaffst Du schon... Ich arbeite ja auch viel an mir. Ich habe schon seit Februar eine Psychotherapeutin, die richtig klasse ist. Und ich lese viele Bücher zu Themen, die mich berühren und hinterfrage vieles. Dabei entwickele ich mich und bekomme auf viele Dinge eine ganz andere Sicht...



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