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    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    echo - Wahnsinn... ich finde mich in deinen Beiträgen sehr wieder, hätte vieles genauso schreiben können! Seit Wochen und Monaten treibt mich dies um. Habe mich noch nicht aufraffen können, einen eigenen Strang zu eröffnen.

    Ich finde den "Gruppen-Aspekt" sehr interessant; dies ist eine Situation, die ich auch immer wieder erlebe. Lange Zeit hat mich dies nicht sooo gestört. Jetzt möchte ich es aus verschiedenen Gründen aber angehen.

    Eine Therapie habe ich noch nie gemacht, ich glaube ich war in meinem Leben immer zu beschäftigt. Habe immer viel (und recht erfolgreich) gearbeitet, Kinder bekommen, beruflich umgesattelt... Erst jetzt ist ein wenig Ruhe reingekommen und mir ist aufgefallen - ich habe glaube ich vieles verdrängt, aber seit dieser "Erkenntnis" verfolgt mich dies regelrecht - dass ich auch nicht besonders "gut" bei anderen ankomme (ist wohl noch untertrieben...) Umso mehr ich sensibel hierfür bin und auf bestimmte Dinge achte ("lauere" wäre wohl eher angebracht), umso mehr fühle ich, dass ich alleine nicht da raus komme.

    Du hast sehr richtig geschrieben, dass man wohl Einsamkeit, mit sich im Unreinen sein usw., ausstrahlt. Im Grunde will ich wissen, wie ich auf andere wirke, und das von einer "neutralen" Person. Ob da ein Therapeut der richtige ist?

    Sorry, wenn ich deinen Strang jetzt missbraucht habe - auch wenn ich momentan nichts zu dir beitragen kann, wollte ich mich doch mal melden - und werde verfolgen, wie es mit dir weitergeht.

  2. Inaktiver User

    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Zitat Zitat von PrinzessinLiSi Beitrag anzeigen
    Im Grunde will ich wissen, wie ich auf andere wirke, und das von einer "neutralen" Person. Ob da ein Therapeut der richtige ist?
    So etwas habe ich mir auch mal überlegt. Ich kriege zwar ab und zu Feedback von Leuten (Freunden, Mann, Kollegen), aber die sind natürlich nicht neutral und das Feedback ist sicherlich wenig systematisch und auch „weichgespült“. Darüber hinaus wäre es eigentlich auch gut, nicht nur Feedback zu bekommen, sondern auch Tipps, wie man gewisse Dinge überwinden kann.

    Aber zumindest meine Therapeutin ist auch nicht der richtige Mensch für Feedback. Zumal es wahrscheinlich in einer Stunde pro Woche in einer Zweiersituation schwer ist, jemanden einzustufen.
    Wahrscheinlich wäre eine Therapiegruppe das Richtige – aber da habe ich ziemlichen Bammel vor.

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    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich wäre eine Therapiegruppe das Richtige – aber da habe ich ziemlichen Bammel vor.
    Ja, ich auch! (Beruflich bin ich schon einiges gewohnt, da gehts auch viel um Feedback, Wirkung usw., allerdings immer auf einer professionellen Ebene. Im beruflichen Umfeld habe ich auch wenig Probleme, da setze ich meine professionelle Maske auf. Aber irgendwie fällt es mir schwer, gute Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Mir geht es auch so, dass ich mich wundere, wie eng manche Leute in einer Gruppe werden, wenn ich noch ganz am Anfang stehe. Aber ich bin wohl eher distanziert.)

    Es ist wohl wahrscheinlich, dass ein Therapeut, der ja eher über Fragen lenkt und mich "alles selbst rausfinden lässt" (so stelle ich mir das vor) nicht der Richtige ist. - Es gibt ja auch immer den Tipp, gute Freunde zu befragen. Die habe ich zwar (nicht so zahlreich, aber immerhin...), es ist aber definitiv nicht mein Ding, mich so weit zu öffnen, diese Probleme "zuzugeben". Habe ich in letzter Zeit erwogen, mich aber dagegen entschieden.

    Wie könnte man an eine solche Therapiegruppe kommen? Es sollten ja "ähnlich gelagerte Fälle" sein, oder?

  4. Inaktiver User

    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Zitat Zitat von PrinzessinLiSi Beitrag anzeigen
    Wie könnte man an eine solche Therapiegruppe kommen? Es sollten ja "ähnlich gelagerte Fälle" sein, oder?
    Es gibt einige Therapeuten, die auch Gruppen anbieten. Wahrscheinlich muss man einfach mal hingehen, um zu sehen, ob einem eine Gruppe liegt und einen weiterbringt.

    Freunde fragen finde ich auch sehr schwierig - zumal die ja bei ihrer Beurteilung unter Umständen nicht frei von eigenen Problemen sind.

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    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    @elwyn
    Und hast Du die Facebook-Freunde genommen. Ich finde die sozialen Netzwerke sind ein Auswuchs unserer Zeit. Möglichst unverbindlich alles zu lassen. Viel Quantität, wenig Qualität.

    @PrinzessinLIsi
    Oft habe ich den Eindruck, ich bin die einzige auf dieser Welt mit diesen Gefühlen. Aber wahrscheinlich liegt es einfach nur daran, dass es keiner zugibt. (Mich eingeschlossen).

    Das mit dem "Lauern" kenne ich genauso. Ich habe quasi schon einen Beobachtungsdrang, dass sich immer die gleichen Muster wiederholen. Immer "rotten" sich die Menschen zusammen und lassen mich außen vor - so kommt es mir vor. Und so ist auch. Es ist kein Zufall - wie ich lange Zeit immer dachte.

    Mein erster Therapeut hat mir schon mal ein Feedback gegeben wie ich wirke. Kühl und distanziert. Das war keine Überraschung für mich. DASS ich so wirke, das ist für mich inzwischen klar. Aber wie kann ich diese Wirkung nur verändern?

    Ein Therapeut kann Dir (neutrales) ein Feedback geben wie Du wirkst, aber eigentlich ist es Dir doch auch schon klar, oder?

    Eine Gruppentherapie kommt für mich im Moment nicht in Frage. Es ist für mich schon ein großer Schritt mich vor der Therapeutin zu offenbaren. Noch nie habe ich mit jemanden darüber gesprochen und ich dass ich es könnte, davon bin ich Lichtjahre entfernt.
    Therapiegruppen findet man über Therapeuten, meine Therapeutin macht auch Gruppentherapien. Es gibt verschiedene Suchmaschinen für Psychologen, bei einigen kann Therapierichtungen wie Gruppentherapien auswählen. Muss man allerdings immer selbst zahlen.

    Wie kommst Du denn beruflich klar? Eine Maske trage ich ja auch immer, aber ich habe seit einiger Zeit massive Probleme mit Kollegen (Mobbing), deshalb habe ich mich überhaupt für Therapie entschieden. Ich bin froh, diesen Schritt gegangen zu sein. Endlich spüre ich Bewegung und erkenne viele Dinge, die ich schon seit Jahrzehnten mit mir rumtrage. Ich weiß bei mir MUSS sich jetzt etwas tun. Es war der "Point of no return".

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    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Hallo echo90,

    finde deinen Strang sehr interessant.
    Eingige Dinge kenne ich auch aus eigener Erfahrung, wie z.b. die Sache mit der Gruppendynamik.

    Nach deinen Erfahrungsberichten habe ich da eine Idee, die dir vielleicht weiterhelfen könnte.

    Magst du mir dazu noch ein paar Fragen beantworten?


    * hast du die negativen Erfahrungen mit Gruppen schon in deiner Kindheit gemacht? Wie war das denn in den Schulklassen, in denen du warst? Wurdest du da auch mal gemobbt oder ausgeschlossen?

    * Hast du Schwierigkeiten Blickkontakt herzustellen und aufrechtzuhalten, mit Leuten mit denen du sprichst? Oder ist dir das mal von jemanden gesagt worden?

    * Bist du gerne alleine mit irgendwas beschäftigt? Hast du bestimmte Interessen, in die du dich gerne alleine total vertiefst, so dass du alles um dich herum und die Zeit vergisst?

    * Bist du hypersensitiv, dh. bist du sehr empfindlich für bestimmte Sinnesreize (Geräusche, Gerüche, Lichter, Stimmengewirr, Berührungen), so dass du den Eindruck hast, das ist bei dir extremer als bei den meisten anderen Leuten.



    Bin mal neugierig...
    * * Lottofee * *

  7. Inaktiver User

    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Zitat Zitat von Lottofee Beitrag anzeigen

    * Bist du hypersensitiv, dh. bist du sehr empfindlich für bestimmte Sinnesreize (Geräusche, Gerüche, Lichter, Stimmengewirr, Berührungen), so dass du den Eindruck hast, das ist bei dir extremer als bei den meisten anderen Leuten.
    @TE
    Falls Du bei dieser Frage etwas Hilfestellung benötigst dann kannst Du auf dieser Seite Die Seite für Hochsensible Menschen HSP einen online Test darauf machen. Der gibt eine gute Orientierung vor.

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    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    @ Klar beantworte ich die Fragen. Bin gespannt, ob Du damit etwas anfangen kannst

    * hast du die negativen Erfahrungen mit Gruppen schon in deiner Kindheit gemacht? Wie war das denn in den Schulklassen, in denen du warst? Wurdest du da auch mal gemobbt oder ausgeschlossen?

    In der Kindheit/Jugend ging es noch. Ich war schon immer schüchtern, nie im Mittelpunkt. Aber trotzdem kein Außenseiter. Ich war Mitglieder einer kleineren Clique und hatte sogar zwei beste Freundinnen, die sogar manchmal um meine Gunst stritten. Hinzu kam, dass ich bei Jungs sehr gut ankam. Das gab mir in dieser Zeit einiges an Selbstbewusstein. Kritsch wurde es bei mir im Studium. Ich habe an einer Massenuni studiert und nie Anschluss gefunden. Ich habe es damals aber noch nicht so schmerzlich vermisst wie heute. Ich hatte meinen Freund - und gut war. Heute habe ich wesentlich mehr Kontakte, fühle mich aber viel einsamer als damals.

    * Hast du Schwierigkeiten Blickkontakt herzustellen und aufrechtzuhalten, mit Leuten mit denen du sprichst? Oder ist dir das mal von jemanden gesagt worden?

    Eigentlich nicht. In 1:1 Situation habe ich nicht so große Probleme. Vorstellungsgespräche z.B. habe ich immer ganz gut gemeistert. Habe auch noch nie eine Rückmeldung erhalten, dass es daran mangelt.

    *Bist du gerne alleine mit irgendwas beschäftigt? Hast du bestimmte Interessen, in die du dich gerne alleine total vertiefst, so dass du alles um dich herum und die Zeit vergisst?

    Nein, ich habe leider kein richtiges Hobby. Wenn ich alleine bin, dann treibt mich eine regelrechte Unruhe. Ich kann mich schlecht auf etwas konzentrieren. Manchmal lege ich mich in Badewanne oder ich stelle die Glotze an, dann "komme ich etwas runter". Das war in der Kindheit/Jugend nicht so. Da war ich gerne mal alleine.

    * Bist du hypersensitiv, dh. bist du sehr empfindlich für bestimmte Sinnesreize (Geräusche, Gerüche, Lichter, Stimmengewirr, Berührungen), so dass du den Eindruck hast, das ist bei dir extremer als bei den meisten anderen Leuten.

    Nein, aktuell ist das nicht mehr so bei mir. Ich weiß aber was Du meinst. Ich habe mal an Panikatttacken gelitten. In dieser Zeit konnte ich oft nicht mal das Ticken einer Uhr ertragen. Gott sei Dank habe ich das wieder halbwegs in der Griff bekommen. Es gibt hin und wieder mal Situationen, in denen alles auf mich einstürmt - aber im großen und ganzen geht es.

    Was sagen Dir meine Antworten???

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    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Zitat Zitat von echo90 Beitrag anzeigen
    Was sagen Dir meine Antworten???
    ... dass die von mir gefragten Dinge nicht zutreffen.

    Das ist gut zu wissen.

    Es ist wichtig für eine effektive Therapie, die Gründe für die Symptome genau zu analysieren. Ganz besonders da du ja schon mal eine Therapie gemacht hast die nichts gebracht hat.

    Und für die von dir beschriebenen Gruppendynamik-Probleme kommen eben nicht nur psychologische Gründe in Frage, sondern auch zb. neurologische (wird gerne übersehen).

    Da ja Gruppensituatonen in der Regel auch Situationen sind, in denen viele Reize gleichzeitig auf einen einprasseln (Stimmen, Bewegungen, unvorhergesehene Berührungen, Lichter etc.) könnte es sein - WENN du hypersensitiv wärst - dass allein aus diesem Grund du schon so überfordert von der Situation bist, dass du zu keiner vernünftigen Kommuniktion in der Gruppe fähig bist. Da würde es dann nichts nützen die Sache rein psychologisch zu sehen.

    Das scheint bei dir aber nicht der Fall zu sein. Dann hättest du auch schon in der Schulzeit massiv drunter leiden müssen, denn da geht das ja gewaltig los mit dem Gruppengedöns.
    Es ist eben wichtig das auszuschliessen.


    Ich denke, es kann dir schon viel nützen, Feedback von Leuten zu bekommen, damit du ein Gefühl bekommst wie genau du auf Leute wirkst. Das kann schon mal viel helfen, auch wenn du zunächst nicht weisst, wie du's ändern kannst.
    Was sagen denn die Menschen, die dich sehr gut kennen? Hast du mit deinem Mann über deine Probleme schon gesprochen?

    Hast du dich schon mal selbst auf Video gesehen? Das kann erstaunliche Erkenntnisse liefern.
    Film dich doch mal in verschiedenen Situationen, wie du mit deinem Kind spielst, euch beim Abendessen usw. und sieh es dir dann an.
    Sowas wird auch in einigen Therapien angewandt.



    Ansonsten kann ich dir alles empfehlen, wo es auch um Bewegung geht, der Körper mit einbezogen wird.
    Meditation wurde schon erwähnt, Yoga, Autogenes Training.

    Und tanzen.
    Am besten Gruppentänze - Circle dance, Biodanza usw.
    Da kannst du mal Gruppenerfahrungen machen, die nicht auf dem Verbalen basieren und die durch den Tanz strukturiert sind.
    Das könnte eine gute Ausgleichserfahrung für dich sein.

    Alles Gute
    * * Lottofee * *

  10. Inaktiver User

    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Wahnsinn....HSP - das ist ja super interessant!

    Habe den Test gemacht und befinde mich in diesem Level. Das hätte ich nie gedacht, da ich selber eher *stark* wirke, und mich selber als *robust* und *durchhaltefähig* empfinde.

    Neugierig gemacht hat mich übrigens Lottofees Frage nach dem Blickkontakt. Das finde ich sehr anstrengend... beim Sprechen mit anderen ist es für mich einfacher und natürlicher, ins Leere zu schauen. Den Blickkontakt zu halten erfordert von mir sehr viel Konzentration.


    Wow. Und was mach ich jetzt mit dem Ergebnis ?

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