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  1. Inaktiver User

    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Ja echo du darfst fragen

    Mein erstes Aha Erlebnis war die Erkenntnis wie andere Menschen mich sehen.


    Komisch dein Gefühl wenn du in eine Gruppe gehst kenne ich - aber das ist vorbei sobald ich in der Gruppe bin.

    Ich war früher - noch bis 22 etwa - furchtbar schüchtern und hätte nie jemanden angesprochen. Ich kam deswegen arrogant und eingebildet rüber - das war ich aber zu keiner Zeit.

    Gelernt habe ich bei vielen öffentlichen Auftritten in einer großen Firma - das sprechen vor Publikum (Kollegen und Vorgesetzte) hat mir sehr geholfen

    Gut dass ist nun nicht dein Problem - aber auf Menschen zugehen kann man auch lernen - (die meisten beißen auch nicht *g*)

    Nur so wie du schreibst gehst du ja schon Negativ in eine Gruppe - das strahlst du ja auch aus und schon wirst du nicht angesprochen.

    Ich denk noch drüber nach wie du das besser lernen kannst - eigentlich müßtest du mal zu einem Buchladen gehen und dir was über "Positiv denken" in jeglicher Form holen.

    Das Glas ist halbvoll nicht halbleer - der Tag ist schön auch wenn die Sonne nicht scheint, weil es nicht regnet...sowas eben.

    Und du bist ein wertvoller liebenswerter Mensch...daran mußt du auch denken. An dich! Liebe dich selbst und die anderen lieben dich auch.

    Das ist wirklich war - weil man ausstrahlt, dass man mit sich zufrieden ist ...

  2. Inaktiver User

    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur so wie du schreibst gehst du ja schon Negativ in eine Gruppe - das strahlst du ja auch aus und schon wirst du nicht angesprochen.
    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass diese negative Einstellung ein großer Teil des Problems ist.

    Mir geht es leider ähnlich. Ich habe mich mein ganzes Leben als Außenseiterin empfunden, und empfinde mich eigentlich trotz (mittlerweile vorhandenen) langjährigem Partner und stabilem sozialen Umfeld immer noch so.
    Aber gerade dieses Gefühl führt dazu, dass ich mich, bewußt oder unbewußt, separiere und als unnahbar, arrogant oder abweisend wahrgenommen werde. Ich versuche, das zu ändern, aber das dauert.

    Ein anderer Aspekt ist, dass die Dinge, die mich so interessieren, über die ich mich gerne austausche, die so in meinen Gedanken rumschwirren etwas anderes sind als bei den meisten Menschen und ich einfach selten Menschen treffe mit denen ich auf einer Wellenläge bin (in Kombination mit dem oben beschriebenem Problem führt das nicht gerade zu Kontaktflut) .

    Findest du denn schnell gemeinsame Gesprächsthemen, wenn du auf jemanden zugehst?
    Woran machts du fest, dass jemand keine Resonanz zeigt?

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    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    @dharma
    Die Ausstrahlung trägt man mit sich rum, das ist mir mittlerweile bewusst. Man kann das auch nicht überspielen. Ich versuche durch die Therapie etwas daran zu ändern. Bislang bin ich noch auf Spurensuche, es ist ein langwieriger Prozess, aber ich kann dabei nur gewinnen...

    @tamta
    Auf welchem Weg versuchst Du etwas zu ändern?

    Ich finde schon Gesprächsthemen mit anderen, auch wenn ich nicht sehr schlagfertig und spontan bin. Ich lesen gerade das Buch "Aussöhnung mit dem inneren Kind", das "innere Kind" ist auch Thema der Therapie, die ich mache. Ich habe dort erfahren, dass man nur spontan sein kann, wenn man einen guten Draht zu sich (dem inneren Kind) hat.
    Die fehlende Resonanz mache ich daran fest, dass sich in neuen Gruppen ja meist schnell Unter-Grüppchen zusammen finden. Ich bleibe jedoch immer alleine. Auf mich geht nie jemand zu.
    Wenn ich mal jemanden anspreche und den Eindruck habe, man versteht sich ganz gut, dann frage ich schon auch mal, ob man privat etwas zusammen machen könnte. Da höre ich dann immer Ausreden über Ausreden.....Woran machst Du Dein "Außenseiter-Dasein" fest?

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    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Besuche einen Kurs, wo die Teilnehmer in Zweierzimmer untergebracht werden, z.B. ein Yoga-Wochenende.
    Im Doppelzimmer entsteht automatisch ein Wir -Gefühl.

    Ich würde v.a. weniger theoretisch herumdenken, sondern v.a. in der Praxis versuchen Dinge zu bewegen.

    Klar, gerade bei Müttern ist das ja typisch: Ich habe mal Eltern-Kind-Gruppen geleitet.
    Da entsteht schnell eine Gruppendynamik.

    Ich würde gar nicht versuchen, da mitzumischen, sondern, eher Ausschau halten nach Möglichkeiten, wo man automatisch zusammen kommt, so wie auch im Tanzkurs.

    Also nach Aktivitäten, wo immer zwei zusammen gehören.

    Das kann auch im Theaterkurs passieren.

    Kannst du dein Kind mal 1 Wochenende den Eltern/deinem Mann überlassen und z.B. einen Theaterkurs belegen?

    Ich garantiere dir, da "triffst" du Menschen, gerade weil man auch Szenen zu zweit plant/verwirklicht, das bindet sehr und man lernt sich intensiv kannen.
    Es gibt auch fortlaufende Theaterkurse, ich empfehle Improvisationstheater.

    Da lernst du viel über dich selbst, du begegnest automatisch anderen Menschen sehr intensiv, aber auch Humor ist "erlaubt", und das halte ich für ganz wichtig!

  5. Inaktiver User

    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Zitat Zitat von echo90 Beitrag anzeigen
    @tamta
    Auf welchem Weg versuchst Du etwas zu ändern?
    Ich mache seit einiger Zeit eine Gesprächstherapie (bereits die dritte in meinem Leben ). Die Veränderung kommt zwar langsam, aber ich werde mir immer mehr bestimmter Muster bewusst, die ich (zumindest teilweise erfolgreich) versuche, zu durchbrechen.
    Bestimmte Dinge kommen/kamen aber auch einfach mit der Zeit, also quasi durch "Lebenserfahrung" (dieses Konzept ist aber nicht ideal, da sehr langsam).

    Zitat Zitat von echo90 Beitrag anzeigen
    Ich finde schon Gesprächsthemen mit anderen, auch wenn ich nicht sehr schlagfertig und spontan bin. Ich lesen gerade das Buch "Aussöhnung mit dem inneren Kind", das "innere Kind" ist auch Thema der Therapie, die ich mache. Ich habe dort erfahren, dass man nur spontan sein kann, wenn man einen guten Draht zu sich (dem inneren Kind) hat.
    Die fehlende Resonanz mache ich daran fest, dass sich in neuen Gruppen ja meist schnell Unter-Grüppchen zusammen finden. Ich bleibe jedoch immer alleine. Auf mich geht nie jemand zu.
    Wenn ich mal jemanden anspreche und den Eindruck habe, man versteht sich ganz gut, dann frage ich schon auch mal, ob man privat etwas zusammen machen könnte. Da höre ich dann immer Ausreden über Ausreden.....Woran machst Du Dein "Außenseiter-Dasein" fest?
    Das mit der Grüppchen-Bildung kenne ich auch. Oft bin ich noch dabei, mich erstmal in die neue Situation einzufinden, da haben sich schon die ersten Gruppen zusammengetan. Mir ist ein Rätsel, wie das so schnell funktioniert. Und ich bin dann nicht mutig genug, da noch einzusteigen.
    Das führt dazu, dass ich im Kollegenkreis oder auch in Kursen, Gruppen etc. eigentlich immer außen vor bleibe.

    Mir geht es oft so, dass ich mich nett mit jemandem unterhalte, aber irgendwie nicht die Kurve kriege, von nettem Geplänkel zu gewichtigeren Dingen überzugehen. Ich bin leider auch nicht der Typ, der gerne mittel-private Dinge (Beziehung u.ä.) ausführlich bespricht. Das ist gerade bei Frauenfreundschaften glaube ich eher hinderlich.

    Dass mit dem inneren Kind und er Spontanität finde ich interessant. Mit dem von dir erwähnten Buch konnte ich vor ein paar Jahren nicht so viel anfangen, aber vielleicht ist das einen zweiten Anlauf wert.

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    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    @tamta
    Aha, da weiß jemand genau, wovon ich spreche Die Sätze zum Thema Gruppenbildung könnten exakt von mir stammen. Während ich noch im Raum rumschaue sind andere schon dicke Freunde. Ich kriege auch nie die Kurve und wenn ich denn mal den Schritt tue, um mich jemanden zu nähern, stelle ich mich offenbar so "dappich" an, dass alle weglaufen.

    Welche Art von Therapie machst Du bzw. hast Du schon gemacht. Ich habe eine lange Verhaltenstherapie gemacht, die an diesem Punkt sogar noch mehr Schaden als Nutzen gebracht hat.

    @sweetchoclate
    Gute Idee mit der Schauspielerei! In Zweier-Situationen habe ich wesentlich weniger Probleme als in der Gruppe.

    Leider muss man sich im Alltag (besonders Beruf) ja immer wieder der Gruppe stellen und da versage ich immer wieder kläglich.

  7. Inaktiver User

    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Zitat Zitat von echo90 Beitrag anzeigen
    Welche Art von Therapie machst Du bzw. hast Du schon gemacht. Ich habe eine lange Verhaltenstherapie gemacht, die an diesem Punkt sogar noch mehr Schaden als Nutzen gebracht hat.
    Ich mache eine ganz "normale" Gesprächstherapie, einmal die Woche, wo ich normalerweise über das rede, was mich bewegt und meine Therapeutin Kommentare und Hilfestellungen gibt.

    Mir erschien eine Verhaltentherapie nach meinem damaligen Informationsstand für mich persönlich nicht so sinnvoll, muss aber ehrlich gestehen, dass ich nicht so genau weiß, was man da eigentlich macht .

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    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    @tamta
    Wenn ich nicht ganz falsch liege, dann gibt es 3 Arten von Therapien, die bei der Krankenkasse zugelassen sind. Das ist Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologische Gesprächstherapie und Psychoanalyse.

    Ich mache zweiteres, der Schwerpunkt liegt hier mehr auf der Verarbeitung von der Vergangenheit. Bei der Verhaltenstherapie wird eher auf die Gegenwart gesehen und es wird probiert, Ängst zu lösen, indem man immer wieder mit den Ängsten konfrontiert wird. So soll man lernen quasi das "Gehirn umzuprogrammieren". Da ich bei der Konfrontation mit meinen Ängsten aber negative Erfahrung = Ablehnung gemacht hatte, hat das aber leider nicht funktioniert. Jetzt bin auch der Suche nach der Ursache meiner Ängste und hoffe auf diesem Weg mein Problem zu lösen.

    Hilft Dir die Therapie?

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    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    doppelter Post

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    AW: Nicht alleine – aber trotzdem einsam

    Ach ja, echo,
    noch ein Gedanke:

    Ist Einsamkeit nicht auch immer die fehlende Verbindung zu sich selbst?

    Ich denke gerade darüber nach, weil ich (wie immer) Schwierigkeiten mit meiner Beziehung habe.

    Auch mit Freund kann ich mich sehr einsam fühlen...komme aber auch zu dem Schluß, dass das daran liegt, dass ich keinen oder zu wenig Kontakt zu mir selber habe gerade.

    War schon immer ein sehr stiller Mensch, als Kind habe ich nie den Mund aufgemacht in der Schule.


    Ich würde z.B. gerne einen Roman schreiben.Das stelle ich mir gut vor: Die Einsamkeit, die manche Menschen stärker empfinden als andere, und sie ist ja real, (alle Menschen sind auf eine gewisse Art alleine-auch beim Tod sind wir das) zuzulassen.

    Das Gefühl nicht ablehnen sondern mit etwas Positivem besetzen...

    Manche Menschen meditieren auch. Die sind sehr viel alleine. Und irgendwann erleuchtet.

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