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    Ich verliebe mich

    in keinen, der sich in mich verliebt. Und es verliebt sich keiner, in den ich verliebt bin. Ich weiß nicht, woran es liegt, es gibt keinen Grund, es gibt kein Wieso, Warum, Weshalb. Es ist, wie es ist. Ich kann nichts dran ändern.

    Ich bin eine liebenswürdige Person, ich habe einen guten Freundeskreis, eine gute Familie aber mit der Liebe zum anderen Geschlecht, blieb mir bisher das Glück verwehrt.

    Ich kann mit meinen 40 Jahren auf zahlreiche Affären, ONS und einige Beziehungsversuche zurückblicken aber gefunkt auf beiden Seiten hat es nie. Ich hatte jahrelang überlegt, woran es liegt aber es gibt keinen Grund, es ist alles ok mit mir. Es ist nunmal, wie es ist. Ich kann nichts dran ändern.

    Ich wollte einfach mal meine Gedanken aufschreiben. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen, dem es genauso geht.

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    AW: Ich verliebe mich

    Hallo Trostpflaster

    Bist du sicher, das du überhaupt eine Beziehung willst? Und, wie stellst du dir diese vor? Was müsstest du geben und was nehmen können?

    LG
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Ich verliebe mich

    Hallo, hab gerade zu dem Thema etwas interessantes herausgefunden. Wir haben wohl sowas wie verschiedene Liebessprachen und Liebesspeicher. Es könnte sein, das, wenn sozusagen irgendwo noch ein Mangel herrscht, z.B. weil wir von den Eltern kaum Liebe bekommen haben, das sich das auswirkt. Erst wenn wir sozusagen andere Liebesspeicher aufgefüllt haben, ziehen wir einen Partner an. Das entscheidende dabei ist aber, das es eben nicht nur den einen Seelen-gefährten gibt, sonder wir mit vielen Menschen eine tolle Partnerschaft führen können. Hast du denn den Männern, die in dich verliebt waren, auch mal die Chance gegeben, sie näher kennenzulernen?

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    AW: Ich verliebe mich

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Hallo Trostpflaster

    Bist du sicher, das du überhaupt eine Beziehung willst? Und, wie stellst du dir diese vor? Was müsstest du geben und was nehmen können?

    LG
    Ich habe ganz einfach nur das Bedürfnis mich zu verlieben Ich tue das ja auch aber es sind Männer, die sich nach ein paar Wochen oder Monaten wieder aus dem Staub machen. Ich schließe daraus, dass sie sich nicht verliebt haben aber ich mich und dann leide ich.

    Zitat Zitat von sternschnuppe2 Beitrag anzeigen
    Hast du denn den Männern, die in dich verliebt waren, auch mal die Chance gegeben, sie näher kennenzulernen?
    Ja, natürlich. Das waren meistens Männer, die in meinem Umfeld waren und man sich öfters gesehen hat. Alles sehr nette, symphatische Männer, die ich auch sehr gerne mag. Aber... es fehlte von mir aus die sexuelle Anziehungskraft. Ich hätte keinen davon küssen können.

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    AW: Ich verliebe mich

    Es schadet sicher nicht, deine Beziehungsmuster mal ein wenig zu hinterfragen.
    Als ich an diesem Punkt war, habe ich das sehr ausgiebig versucht, denn ich hatte einfach die Nase voll von den Fehlschlägen.

    Verliebtheit und spätere feste Beziehung sind nicht immer dasselbe.

    Was wünscht du dir wirklich in einer festen Beziehung?

    Vielleicht verliebst du dich in Männer wegen ganz anderer Eigenschaften, als sie für dich für eine feste Beziehung wichtig wären?

  6. Inaktiver User

    AW: Ich verliebe mich

    Dann überprüft dein Beuteschema!

    Verliebst du dich in Männer du nicht bekommen kannst? Denen du gar nicht zu nah kommen kannst?

    Oder in Männer die keine Beziehung wollen?

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    AW: Ich verliebe mich

    Zitat Zitat von Elwyn Beitrag anzeigen
    Es schadet sicher nicht, deine Beziehungsmuster mal ein wenig zu hinterfragen.
    Als ich an diesem Punkt war, habe ich das sehr ausgiebig versucht, denn ich hatte einfach die Nase voll von den Fehlschlägen.
    Erzählst du mir davon?


    Verliebtheit und spätere feste Beziehung sind nicht immer dasselbe. Was wünscht du dir wirklich in einer festen Beziehung?
    Das weiss ich auch, dass Verliebtheit und spätere Beziehung nicht dasselbe sind. Ich komme aber ja nicht mal zur gegenseitigen Verliebtheit, das ist mein Problem!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann überprüft dein Beuteschema!

    Verliebst du dich in Männer du nicht bekommen kannst? Denen du gar nicht zu nah kommen kannst?

    Oder in Männer die keine Beziehung wollen?
    Nein. Ein Mann, in den ich sehr verliebt war, erwähnte gar, dass er Kinder haben möchte. Ich dachte, wow. Nun ja, nach drei Monaten meldete er sich nicht mehr und ich habe erfahren, dass er eine "neue" Freundin hat.

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    AW: Ich verliebe mich

    hallo trostpflaster,

    vielleicht ein tip:
    dein verhalten kann die reinszenierung einer lebensfalle sein. lebensfallen sind verhaltensweisen, in denen wir uns selbst behindern. ihre muster werden in der kindheit gesetzt. gerade in der wahl der partner kommt häufig die reinszenierung einer lebensfalle zum ausdruck.

    es gibt viele menschen, die einer lebensfalle zum opfer fallen, die durch das fehlen von zuwendung im baby- oder kleinkindalter oder durch überhöhte ansprüche der eltern an das kind, entstanden ist. sie neigen dazu, diese lebensfalle in der wahl der partner oder ihrem beziehungsverhalten zu reinszenieren. beispielsweise suchen solche frauen wie auch männer unbewusst zielsicher nach partnern, die sie enttäuschen, demütigen oder schlicht und einfach unerreichbar für sie sind, weil es der vater oder die mutter waren.

    du kannst den verlust, durch den eine lebensfalle bei dir entstanden ist kompensiert haben durch die sogenannte taktik des gegenangriffs. (in diesem zusammenhang ein begriff aus der psychotherapie) das bedeutet, dass du gelernt hast, dir anerkennung anders zu erarbeiten, die dich in deinem erwachsenenalter den verlust als kind vergessen lies. deine probleme in der partnerwahl können aber ein zeichen dafür sein, das es sich um ein verdrängen dieser probleme handelt, nicht um deren bewältigung. sonst hättest du evt. auch inzwischen eine glückliche partnerschaft kennengelernt.

    ich möchte dir nicht ein therapiebedürftiges verhalten unterstellen, aber deine schilderung klingt symptomatisch. ich habe genau dies auch erlebt und auch entsprechend nachgelesen. mein therapeut und ich arbeiten gerade an diesen lebensfallen. davon abgesehen gibt es keine erziehung, die perfekt verläuft. jeder mensch hat lebensfallen. sie sind nur unterschiedlicher art und ausprägung. und sie werden u.U. das ganze leben lang mitgeschleift, wenn man sie nicht erkennt.

    lieben gruß
    nichira
    Geändert von Nichira (26.09.2010 um 11:20 Uhr)
    Niemand ist eine Insel.
    John Donne

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    AW: Ich verliebe mich

    Zitat Zitat von Nichira Beitrag anzeigen
    hallo trostpflaster,

    vielleicht ein tip:
    dein verhalten kann die reinszenierung einer lebensfalle sein. lebensfallen sind verhaltensweisen, in denen wir uns selbst behindern. ihre muster werden in der kindheit gesetzt. gerade in der wahl der partner kommt häufig die reinszenierung einer lebensfalle zum ausdruck.

    es gibt viele menschen, die einer lebensfalle zum opfer fallen, die durch das fehlen von zuwendung im baby- oder kleinkindalter oder durch überhöhte ansprüche der eltern an das kind, entstanden ist. sie neigen dazu, diese lebensfalle in der wahl der partner oder ihrem beziehungsverhalten zu reinszenieren. beispielsweise suchen solche frauen wie auch männer unbewusst zielsicher nach partnern, die sie enttäuschen, demütigen oder schlicht und einfach unerreichbar für sie sind, weil es der vater oder die mutter waren.

    du kannst den verlust, durch den eine lebensfalle bei dir entstanden ist kompensiert haben durch die sogenannte taktik des gegenangriffs. (in diesem zusammenhang ein begriff aus der psychotherapie) das bedeutet, dass du gelernt hast, dir anerkennung anders zu erarbeiten, die dich in deinem erwachsenenalter den verlust als kind vergessen lies. deine probleme in der partnerwahl können aber ein zeichen dafür sein, das es sich um ein verdrängen dieser probleme handelt, nicht um deren bewältigung. sonst hättest du evt. auch inzwischen eine glückliche partnerschaft kennengelernt.

    ich möchte dir nicht ein therapiebedürftiges verhalten unterstellen, aber deine schilderung klingt symptomatisch. ich habe genau dies auch erlebt und auch entsprechend nachgelesen. mein therapeut und ich arbeiten gerade an diesen lebensfallen. davon abgesehen gibt es keine erziehung, die perfekt verläuft. jeder mensch hat lebensfallen. sie sind nur unterschiedlicher art und ausprägung. und sie werden u.U. das ganze leben lang mitgeschleift, wenn man sie nicht erkennt.

    lieben gruß
    nichira
    Liebe Nichira,

    vielen Dank für deine Gedanken

    "Reinszenierung einer lebensfalle"... ein interessanter Begriff, über den es sich lohnt, nachzudenken. Das Fehlen von Zuwendung im Baby- oder Keinkindalter oder durch überhöhte Ansprüche der Eltern an mich, kann ich nicht bewußt sehen. Ich hatte nach meinem Empfinden eine recht harmonische Kindheit in einem behüteten Umfeld. Aber vielleicht wäre es interessant, da mal ein bisschen in sich nachzuhören.

    Dass ich mir unbewusst zielsicher Partner suche, die mich enttäuschen, demütigen oder schlicht und einfach unerreichbar für mich sind. Hm? Ich frage mich nur, wie ich dem das an der Nasenspitze ansehen kann. Ich lerne Männer kennen, weil sie mir optisch auffallen (das ist ja der erste Sinneseindruck). Wenn ich mit diesen Männern dann ins Gespräch komme, ist das auch immer ganz nett und ich denke "Wow, netter Mann". Nach ein paar Treffen oder nach ein paar Monaten, gehen die dann wieder auf Rückzug. Ich weiss nicht, ob es unbedingt an den Männern liegt, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich so einen Röntgenblick habe und auf den ersten Blick erkenne, dass diese Männer mich enttäuschen, demütigen werden oder bald wieder unerreichbar für mich werden. Ich denke eher, es liegt an mir und meinem Verhalten. Ich bin aber noch nicht dahinter gekommen, was es ist. Hätte ich keinen Freundeskreis oder damit Probleme, Freundschaften aufzubauen, könnte ich mir vorstellen, dass es an Bindungsunfähigkeit liegt und ander Unfähigkeit mit Menschen umgehen zu können. Dies ist aber überhaupt nicht der Fall! Von meinen Freunden und meiner Familie fühle ich mich geliebt und gebe dieses Gefühl auch zurück.

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    AW: Ich verliebe mich

    Liebes Trostpflaster,

    bei mir waren es Prägungen aus der Kindheit, die mich in der Ehe mit einem gewalttätigen Mann zu lange ausharren haben lassen. Dabei war es nicht so, das ich bei ihm geblieben wäre, weil ich seine Liebe haben wollte. Es war dieses falsch vorgelebte Muster einer Mutter, die von ihrem Mann schlecht behandelt wurde, belogen und mit anderen Fauen betrogen wurde und trotz alledem so "stark war", nicht zu gehen. Dazu kam, das ich selbst kaum das Gefühl bekam, geliebt zu werden. Ich hab fast nie ein "Ich liebe dich" zu hören oder durch Berührungen zu spüren bekommen. Später hab ich dann noch erfahren, das mein Vater mal gemeint hatte bei meiner Geburt: "Ist ja nur ein Mädchen!"

    Ich hatte sozusagen gelernt, das man von anderen, selbst von den eigenen Eltern, nichts erwarten dürfte, das man dadurch nur enttäuscht und verletzt würde, wenn man sich von solchen Erwartungen abhängig machen würde. So bestand Liebe für mich unabhängig davon, ob ich gut oder schlecht behandelt wurde. Ich hatte ja gelernt, selbst gut für mich zu sorgen, leider zu gut.

    Als mir das damals bewußt wurde, habe ich angefangen, mich selbst besser kennzulernen, meine Bedürfnisse ernst zu nehmen und bin dabei auf ein interessantes Buch gestoßen:" Die 5 Sprachen der Liebe" von Gary Chapman. Demzufolge gibt es wohl 5 Liebessprachen wie "Lob und Anerkennung", "gemeinsame Zeit und Gespräche", "Berührungen", "prakische Hilfe" und "Geschenke". Dadurch fühlen sich manche von uns geliebt, aber meist geben wir unserem Partner das, war wir eigentlich brauchen und übersehen dabei leicht, das unser Partner evtl. eine andere Liebessprache hat, durch die er sich geliebt fühlt.

    Bei meinem jetzigen Freund ist deswegen die Ehe kaputt gegangen, und nicht nur die. Er bekam große Depressionen, weil er immer nur kritisiert wurde von seiner Ex, und das, obwohl Lob und Anerkennung seine Liebessprache war.
    Da schon sein Vater sehr viel kritisiert hat in seiner Kindheit und auch später, war das natürlich auch sein wunder Punkt. Bei Kritik fühlte er sich nicht geliebt, nicht angenommen und das hat die Beziehung zerstört. Für uns war dieses Wissen eine große Hilfe, um unsere Beziehung so zu gestalten, wie sie jetzt ist. Das hat dazu geführt, das es uns beiden in unserer Beziehung jetzt gut geht. Wir nehmen gegenseitig auf unsere Bedürfnisse und Liebessprachen Rücksicht, so weit es eben geht. Dazu waren und sind eben Gespräche ganz wichtig. Erst wenn der Partner weiß, was ich brauche und was mir gut tut, kann er lernen, darauf Rücksicht zu nehmen. Gedankenlesen können wir nämlich alle nicht!

    Evtl. hilft dir dieser Ansatz ja auch ein bißchen weiter. Evtl. haben sich deine Partner auch nicht geliebt gefühlt von dir, weil du sozusagen eine Fremdsprache gesprochen hast anstatt ihrer Liebessprache! Wenn der Grund nicht in deiner Kindheit liegt, dann evtl. darin, das wir eben von unseren Eltern gewisse Beziehungsfähigkeiten nicht lernen konnten.
    Liebe entsteht nicht durch Automatismus, sondern indem wir aktiv Gelegenheiten schaffen, damit die Liebe wachsen kann.

    Alles Liebe,
    Geändert von sternschnuppe2 (27.09.2010 um 00:52 Uhr)
    Eine erfolgreiche Beziehung besteht nicht darin, den richtigen Partner zu finden, sondern darin, füreinander die richtigen Partner zu sein!

    Beziehung bedeutet Entwicklung zu zweit, denn was beide angeht, können auch nur beide lösen!

    Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollten und das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.

    Wenn wir anderen mit einer Fackel den Weg erleuchten, bleibt es nicht aus, das wir dabei unseren eigenen Weg auch erleuchten.

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