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Thema: "wahre" Liebe

  1. Inaktiver User

    AW: "wahre" Liebe

    Ja, und das nicht als Erwartung zu bezeichnen finde ich seltsam. Was ist es denn dann??

    Und was wäre, wenn der Partner sich so ändert, dass das, was manche nicht als Erwartung, sondern als Voraussetzung definiert haben wollen, nicht mehr zutrifft?

    Liebt man dann weiterhin, weil es ja um ihn als Menschen geht, so wie er nunmal ist und sein will - und ja gar nicht um das, was er einem gibt????

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    AW: "wahre" Liebe

    Also, in einer Freundschaft, ohne sexuelle Beziehung, wenn ich z.B. eine beste Freundin habe, ist das Liebe, die ich für sie empfinde oder ist das nur eine sehr große Sympathie, weil wir auf derselben Wellenlänge liegen, und uns gut verstehen?

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    AW: "wahre" Liebe

    "Mohnblume", so wie du die Liebe zu Kindern beschreibst, das kommt sehr oft vor, und genau das ist es, warum Kinder später dann manchmal unter Minderwertigkeitsgefühlen, Selbstzweifeln und geringem Selbstbewußtsein leiden. Ganz einfach, weil sie den Erwartungen ihrer Eltern nie gerecht werden konnten. Statt dessen haben diese Kinder das Gefühl bekommen:"So, wie ich bin, bin ich nicht gut genug!" "Ich muß mich noch mehr anstrengen, damit mich meine Eltern lieben!" Das Ganze kann sich dann für solche Kinder als Erwachsene dahingehen auswirken, das sie meinen, sie müßten sich die Liebe anderer verdienen, in dem sie viel für andere tun! Das führt jedoch unter Umständen zu einer Selbstaufgabe, aber nicht zu der Selbstliebe, die wir für uns brauchen!

    Das ist genau das Problem, wenn einem Kind eben keine bedingungslose Liebe geschenkt wird. Ein Kind, das sich von seinen Eltern dagegen in seiner Persönlichkeit, mit den Begabungen und Fähigkeiten, das es hat, angenommen fühlt, wird später wohl kaum mal solche Probleme haben. Solche Kinder wissen um ihren Wert und können sich selbst gut annehmen, sich selbst so lieben, wie sie sind! Da sind dann diejenigen, die sich Liebe nicht erarbeiten wollen, sondern die aus freien Stücken Geben und Nehmen können.
    Geändert von sternschnuppe2 (22.09.2010 um 08:32 Uhr)

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    AW: "wahre" Liebe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist das nur da, wenn die Liebe es geweckt hat? Und bleibt es nur, wenn es gewürdigt wird? Das wäre aber jammerschade.
    Also in der Phase der Verliebtheit legt man sich ja mächtig ins Zeug.

    Ja, und ich denke, dass es nur bleibt, wenn es auch gewürdigt wird. Ich brauche eine Rückkoppelung, dass mein Bemühen um den anderen gewürdigt wird.

    Mache ich z.B. Geschenke, so möchte ich spüren, dass ich dem anderen eine Freude gemacht habe - dass mein Bemühen angekommen ist.

    Aufmerksamkeit kann sich zum Beispiel darin äußern, dass der andere es mir noch wert ist fotografiert zu werden. Ich komme darauf, weil ich bei meinem unfreiwilligen Single-Dasein ein passables Foto von mir gesucht habe. Fehlanzeige es gab mich nur im Doppelpack mit meinen Kindern.

    Leda für Deinen Beitrag Nr. 12.

    Kroko

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    AW: "wahre" Liebe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich wird andersherum ein Schuh draus:
    Es gibt einen Menschen in meinem Leben, mit dem ich wahre Liebe erlebt habe. Wir sind nicht zusammen, waren es mal für kurze Zeit als wir sehr jung waren (die berühmte erste große Liebe).
    Bei mir hat sich nach ca. 4 Wochen damals ein Gefühl eingestellt, dass über das sexuelle weit hinausging. Und dieses Grundgefühl, das ich so intensiv bei keinem anderen mehr erlebt habe, ist bis heute gleich geblieben. Unverändert. Das Begehren besteht übrigens nicht mehr.

    Wir sind immer noch in Kontakt und bei keinem anderen Menschen hatte ich jemals das Gefühl, so sehr und einfach ohne über irgendetwas nachzudenken, ICH zu sein. Weil ich WEIß: es ist für immer. Das ist für mich eine mystische Basis. Und die hat nichts mit gemeinsamem Erleben zu tun. Ich kann' auch nicht erklären. Es ist was es ist.
    Und es geht ihm übrigens genauso.
    Wir wollen trotzdem nicht als Paar zusammen sein.

    Achso. Und bei einer bestimmten Freundin habe ich dieses Gefühl ebenfalls.
    Unterschreib

    Ich bin von meiner Herkunftsfamilie schon so geprägt: Wir mögen Dich, weil....meine Falle. Meine erst große Liebe hat mich so genommen, wie ich war, ohne wenn und aber. Das war für mich eine Offenbarung....

    Kroko

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    AW: "wahre" Liebe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sagte ich nicht, dass ich damit Erfahrung habe? Ungesund ist das aber nicht. Das ist nichts weiter als unerwiderte Liebe. Kein Beinbruch, wenn auch sehr traurig.

    Warum ist es ungesund, andere Menschen zu lieben? Wird es nicht erst dann ungesund, wenn ich etwas von ihnen erwartet habe, das ich nun nicht bekomme und ich halte trotzdem daran fest, dass sie mir doch etwas schulden oder so ähnlich?
    Wenn ich liebe, mache ich mich verletztlich. Und ich erwarte, dass mich der andere nicht absichtlich verletzt! In dem Moment ist es dann vorbei mit der Selbstlosigkeit. Das ist ja gerade mein Problem, meine große Toleranz. Ich schlucke sehr viel, bis mir der Hut hochgeht

  7. Inaktiver User

    AW: "wahre" Liebe

    bei keinem anderen Menschen hatte ich jemals das Gefühl, so sehr und einfach ohne über irgendetwas nachzudenken, ICH zu sein. Weil ich WEIß: es ist für immer. Das ist für mich eine mystische Basis

    Ganz selbst sein und das auch selbstl-os.

    Klingt widersprüchlich, ist aber nur so klar.

  8. Inaktiver User

    AW: "wahre" Liebe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und was wäre, wenn der Partner sich so ändert, dass das, was manche nicht als Erwartung, sondern als Voraussetzung definiert haben wollen, nicht mehr zutrifft?

    Liebt man dann weiterhin, weil es ja um ihn als Menschen geht, so wie er nunmal ist und sein will - und ja gar nicht um das, was er einem gibt????
    Es kommt wahrscheinlich darauf an inwieweit sich die Veränderung von der Einstellung des Partners unterscheidet und ob man sie als "Bereicherung" oder als "Ballast" empfindet.
    Eine Beziehung bleibt ja in den seltensten Fällen konstant,sondern entwickelt sich auch weiter.
    Von tiefer inniger Liebe bis einfacher Zuneigung oder vielleicht auch Angst ist dann vermutlich alles drin.

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    AW: "wahre" Liebe

    Zitat Zitat von sternschnuppe2 Beitrag anzeigen
    Jemand meinte mal zu mir, das es keine "wahre Liebe" ist, wenn man" alles" macht, was der andere will! Wenn sozusagen jemand seine Bedürfnisse auf Kosten der Berdürfnisse seiner Partnerin/seines Partners auslebt! "Man soll dem anderen geben, was er wirklich braucht, aber nicht alles, was er will!"

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    AW: "wahre" Liebe

    [QUOTE=Inaktiver User;7483050]Ich finde einfach nicht, dass man das trennen kann.

    Denn trotzdem brauchst du es, dass er so und nicht anders ist - also auch damit gibt er dir ja etwas, dass du brauchst und ohne das du ihn nicht lieben würdest.
    klar, irgendwo muss man ja kompatibel sein

    Vielleicht kannst du diese Erwartung nicht formulieren, und fordern oder erzwingen kann man es auch nicht - aber wenn das nicht zusammenpasst, was dir gefällt und was jemand "bietet" - dann glaube ich nicht, dass Liebe entsteht.
    dito

    Worin diese "Leistung" besteht, wegen der ich mich verliebe, das ist sicher sehr unterschiedlich, beim einen wird es vielleicht die superaufgeräumte Wohnung sein (obwohl ich mir das kaum vorstellen kann) - beim anderen vielleicht gerade die Toleranz in solchen Dingen, die einen anzieht. Bei beiden wird aber die Liebe es auf Dauer schwer haben, wenn sich das nicht mehr ergänzt.
    Das Beispiel Ordnung ist gut. Sicher ist es beim verlieben unerheblich. Kann aber beim "weiterlieben" durchaus eine Rolle spielen, wenn man mit der NEXT verglichen wird, die ja so ordentlich ist - und ich selber bin halt eher chaotisch (phasenweise, nicht immer!)


    Das macht ja gerade die Liebe kaputt, beim einen eben, dass er sich in der Unordnung nicht mehr wohlfühlt, bei dir wär es vielleicht, dass du dich nicht mehr als Person geliebt fühlen wolltest - aber genau das ist deine Erwartung, ohne die du wohl nicht lieben würdest.

    In einen Mann der dir vermittelt, dich wegen deiner Leistungen zu lieben würdest du dich wohl schwer verlieben, denn das widerspricht deiner Erwartung und er kann dir nicht geben, was du brauchst.
    wie gesagt es gibt einen Unterschied zwischen verlieben und lieben. Ich habe mich z.B. in einen Retter verliebt. Ich war extrem bedürftig.


    Einfach nur er zu sein - mit seinem Leistungsdenken - würde dir eben nicht reichen um ihn zu lieben. Er soll so sein und er soll sicher auch so bleiben. Daran scheitern ja auch viele.
    sicher nicht. Aber die Liebe ist ja im Laufe der Jahre gewachsen. Es dreht sich im Kreis Lieben - Verliebtsein

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