Ja, und das nicht als Erwartung zu bezeichnen finde ich seltsam. Was ist es denn dann??
Und was wäre, wenn der Partner sich so ändert, dass das, was manche nicht als Erwartung, sondern als Voraussetzung definiert haben wollen, nicht mehr zutrifft?
Liebt man dann weiterhin, weil es ja um ihn als Menschen geht, so wie er nunmal ist und sein will - und ja gar nicht um das, was er einem gibt????
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Thema: "wahre" Liebe
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22.09.2010, 07:59Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
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22.09.2010, 08:13
AW: "wahre" Liebe
Also, in einer Freundschaft, ohne sexuelle Beziehung, wenn ich z.B. eine beste Freundin habe, ist das Liebe, die ich für sie empfinde oder ist das nur eine sehr große Sympathie, weil wir auf derselben Wellenlänge liegen, und uns gut verstehen?
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22.09.2010, 08:22
AW: "wahre" Liebe
"Mohnblume", so wie du die Liebe zu Kindern beschreibst, das kommt sehr oft vor, und genau das ist es, warum Kinder später dann manchmal unter Minderwertigkeitsgefühlen, Selbstzweifeln und geringem Selbstbewußtsein leiden. Ganz einfach, weil sie den Erwartungen ihrer Eltern nie gerecht werden konnten. Statt dessen haben diese Kinder das Gefühl bekommen:"So, wie ich bin, bin ich nicht gut genug!" "Ich muß mich noch mehr anstrengen, damit mich meine Eltern lieben!" Das Ganze kann sich dann für solche Kinder als Erwachsene dahingehen auswirken, das sie meinen, sie müßten sich die Liebe anderer verdienen, in dem sie viel für andere tun! Das führt jedoch unter Umständen zu einer Selbstaufgabe, aber nicht zu der Selbstliebe, die wir für uns brauchen!
Das ist genau das Problem, wenn einem Kind eben keine bedingungslose Liebe geschenkt wird. Ein Kind, das sich von seinen Eltern dagegen in seiner Persönlichkeit, mit den Begabungen und Fähigkeiten, das es hat, angenommen fühlt, wird später wohl kaum mal solche Probleme haben. Solche Kinder wissen um ihren Wert und können sich selbst gut annehmen, sich selbst so lieben, wie sie sind! Da sind dann diejenigen, die sich Liebe nicht erarbeiten wollen, sondern die aus freien Stücken Geben und Nehmen können.Geändert von sternschnuppe2 (22.09.2010 um 08:32 Uhr)
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22.09.2010, 09:02
AW: "wahre" Liebe
Also in der Phase der Verliebtheit legt man sich ja mächtig ins Zeug.
Ja, und ich denke, dass es nur bleibt, wenn es auch gewürdigt wird. Ich brauche eine Rückkoppelung, dass mein Bemühen um den anderen gewürdigt wird.
Mache ich z.B. Geschenke, so möchte ich spüren, dass ich dem anderen eine Freude gemacht habe - dass mein Bemühen angekommen ist.
Aufmerksamkeit kann sich zum Beispiel darin äußern, dass der andere es mir noch wert ist fotografiert zu werden. Ich komme darauf, weil ich bei meinem unfreiwilligen Single-Dasein ein passables Foto von mir gesucht habe. Fehlanzeige es gab mich nur im Doppelpack mit meinen Kindern.
Leda

für Deinen Beitrag Nr. 12.
Kroko
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22.09.2010, 09:07
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22.09.2010, 09:18
AW: "wahre" Liebe
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22.09.2010, 09:22Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
bei keinem anderen Menschen hatte ich jemals das Gefühl, so sehr und einfach ohne über irgendetwas nachzudenken, ICH zu sein. Weil ich WEIß: es ist für immer. Das ist für mich eine mystische Basis
Ganz selbst sein und das auch selbstl-os.
Klingt widersprüchlich, ist aber nur so klar.
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22.09.2010, 09:22Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Es kommt wahrscheinlich darauf an inwieweit sich die Veränderung von der Einstellung des Partners unterscheidet und ob man sie als "Bereicherung" oder als "Ballast" empfindet.
Eine Beziehung bleibt ja in den seltensten Fällen konstant,sondern entwickelt sich auch weiter.
Von tiefer inniger Liebe bis einfacher Zuneigung oder vielleicht auch Angst ist dann vermutlich alles drin.
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22.09.2010, 09:24
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22.09.2010, 09:34
AW: "wahre" Liebe
[QUOTE=Inaktiver User;7483050]Ich finde einfach nicht, dass man das trennen kann.
Denn trotzdem brauchst du es, dass er so und nicht anders ist - also auch damit gibt er dir ja etwas, dass du brauchst und ohne das du ihn nicht lieben würdest.
klar, irgendwo muss man ja kompatibel sein
Vielleicht kannst du diese Erwartung nicht formulieren, und fordern oder erzwingen kann man es auch nicht - aber wenn das nicht zusammenpasst, was dir gefällt und was jemand "bietet" - dann glaube ich nicht, dass Liebe entsteht.
dito
Worin diese "Leistung" besteht, wegen der ich mich verliebe, das ist sicher sehr unterschiedlich, beim einen wird es vielleicht die superaufgeräumte Wohnung sein (obwohl ich mir das kaum vorstellen kann) - beim anderen vielleicht gerade die Toleranz in solchen Dingen, die einen anzieht. Bei beiden wird aber die Liebe es auf Dauer schwer haben, wenn sich das nicht mehr ergänzt.
Das Beispiel Ordnung ist gut. Sicher ist es beim verlieben unerheblich. Kann aber beim "weiterlieben" durchaus eine Rolle spielen, wenn man mit der NEXT verglichen wird, die ja so ordentlich ist - und ich selber bin halt eher chaotisch (phasenweise, nicht immer!)
Das macht ja gerade die Liebe kaputt, beim einen eben, dass er sich in der Unordnung nicht mehr wohlfühlt, bei dir wär es vielleicht, dass du dich nicht mehr als Person geliebt fühlen wolltest - aber genau das ist deine Erwartung, ohne die du wohl nicht lieben würdest.
In einen Mann der dir vermittelt, dich wegen deiner Leistungen zu lieben würdest du dich wohl schwer verlieben, denn das widerspricht deiner Erwartung und er kann dir nicht geben, was du brauchst.
wie gesagt es gibt einen Unterschied zwischen verlieben und lieben. Ich habe mich z.B. in einen Retter verliebt. Ich war extrem bedürftig.
Einfach nur er zu sein - mit seinem Leistungsdenken - würde dir eben nicht reichen um ihn zu lieben. Er soll so sein und er soll sicher auch so bleiben. Daran scheitern ja auch viele.
sicher nicht. Aber die Liebe ist ja im Laufe der Jahre gewachsen. Es dreht sich im Kreis Lieben - Verliebtsein


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