Selbstlose Liebe versteh ich auch nicht. Man zieht doch immer etwas aus einer Verbindung für sich heraus!?
Ich liebe Menschen, aus, nennt es, Egoismus. Er kann sicher unangenehme Eigenschaften haben, ABER wenn der Mensch mir NICHTS gibt ( emotional ) dann liebe ich ihn auch nicht.
Bin ich jetzt kalt und egoistisch?
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Thema: "wahre" Liebe
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21.09.2010, 23:28
AW: "wahre" Liebe
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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21.09.2010, 23:35
AW: "wahre" Liebe
Nein, Lilith, ein Egoist ist ja jemand, der meist nur immer nimmt, aber dafür nichts gibt!
Das, was du lebst, ist Selbstliebe mit gegenseitigem Geben und Nehmen!
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21.09.2010, 23:35
AW: "wahre" Liebe
Jemand meinte mal zu mir, das es keine "wahre Liebe" ist, wenn man" alles" macht, was der andere will! Wenn sozusagen jemand seine Bedürfnisse auf Kosten der Berdürfnisse seiner Partnerin/seines Partners auslebt! "Man soll dem anderen geben, was er wirklich braucht, aber nicht alles, was er will!"
Geändert von sternschnuppe2 (22.09.2010 um 01:13 Uhr)
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21.09.2010, 23:54
AW: "wahre" Liebe
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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22.09.2010, 00:47
AW: "wahre" Liebe
Evtl. besteht ja diese Selbstlosigkeit darin, das ich von meinem Partner nicht "jederzeit erwarte", das er mir "sofort" mein Bedürfnis erfüllt, sondern darauf "warten" kann, bis er sich die Zeit dafür nimmt und auch nicht "erwarte", das mir "jedes Bedürfnis" von meinem Partner erfüllt wird. Sondern das ich mir auch einige meiner Bedürfnisse selbst oder durch andere erfüllen lasse!
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22.09.2010, 05:51Inaktiver User
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22.09.2010, 07:18
AW: "wahre" Liebe
Danke Hillary für die Eröffnung dieses Strangs. Da hast damit auf den Punkt gebracht, was mich momentan umtreibt. DANKE

Ich liebe jemanden, weil er ist und nicht, weil er mir vielleicht etwas geben könnte, was ich brauche. Zumindest empfinde ich das so.
Das ist meine persönliche Einstellung und ich benutze dafür den Begriff "wahre" Liebe.
Auch ich möchte geliebt werden o h n e das ich dafür etwas leisten muß, sei es die superaufgeräumte Wohnung, dass ich es nicht schaffe das Rauchen aufzugeben, mit sportlicher Kondition mithalten zu können, damit der "Freizeitspaß" gewährleistet ist etc.....
Aber jetzt werde ich mich ersteinmal ans Lesen machen...bin gespannt.
Kroko
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22.09.2010, 07:42Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Ich finde einfach nicht, dass man das trennen kann.
Denn trotzdem brauchst du es, dass er so und nicht anders ist - also auch damit gibt er dir ja etwas, dass du brauchst und ohne das du ihn nicht lieben würdest.
Vielleicht kannst du diese Erwartung nicht formulieren, und fordern oder erzwingen kann man es auch nicht - aber wenn das nicht zusammenpasst, was dir gefällt und was jemand "bietet" - dann glaube ich nicht, dass Liebe entsteht.
Worin diese "Leistung" besteht, wegen der ich mich verliebe, das ist sicher sehr unterschiedlich, beim einen wird es vielleicht die superaufgeräumte Wohnung sein (obwohl ich mir das kaum vorstellen kann) - beim anderen vielleicht gerade die Toleranz in solchen Dingen, die einen anzieht. Bei beiden wird aber die Liebe es auf Dauer schwer haben, wenn sich das nicht mehr ergänzt. Das macht ja gerade die Liebe kaputt, beim einen eben, dass er sich in der Unordnung nicht mehr wohlfühlt, bei dir wär es vielleicht, dass du dich nicht mehr als Person geliebt fühlen wolltest - aber genau das ist deine Erwartung, ohne die du wohl nicht lieben würdest.
In einen Mann der dir vermittelt, dich wegen deiner Leistungen zu lieben würdest du dich wohl schwer verlieben, denn das widerspricht deiner Erwartung und er kann dir nicht geben, was du brauchst.
Einfach nur er zu sein - mit seinem Leistungsdenken - würde dir eben nicht reichen um ihn zu lieben. Er soll so sein und er soll sicher auch so bleiben. Daran scheitern ja auch viele.
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22.09.2010, 07:52
AW: "wahre" Liebe
"einewiekeine", das seh ich genauso! Dieses "Angenommensein" in seiner Persönlichkeit, ist ja auch etwas, das man grundsätzlich "braucht" von seinem Partner, um sich geliebt zu fühlen. Gerade dieses geliebt fühlen ist noch ein sehr interessanter Aspekt!
Wodurch fühle ich mich denn eigentlich geliebt? Da gibt es sicher einiges. Ich habe mal ein Buch entdeckt, da ging es um unsere "Liebessprachen". Also, darum, das sich manche durch "Lob und Anerkennung" geliebt fühlen. Manche jedoch fühlen sich dann geliebt, wenn der Partner mit ihnen "gemeinsame Zeit" verbringt, andere wiederum fühlen sich durch "Berührungen", also Umarmungen etc. geliebt. Dann soll es manchen wichtig sein, "praktische Hilfe" im Alltag zu bekommen, währenddessen andere sich durch "Geschenke" geliebt fühlen.
Also, es kann durchaus sein, das mir mehrere Liebessprachen das Gefühl geben, geliebt zu werden. Aber evtl. eben in unterschiedlicher Priorität. Probleme ergeben sich in Beziehungen meist wohl daraus, das wir eben eine Fremdsprache für unseren Partner sprechen. Einem Mann, dem Lob und Anerkennung wichtig sind, bringt es nicht viel, wenn ich mir immer nur Zeit für ihn nehme. Mir bringt es dagegen nicht viel, wenn ich immer wieder ein Dankeschön bekomme, mein Partner aber vor lauter Arbeit, Freunden und Hobby´s keine Zeit für mich hat. Liebe zeigt sich eben auch durch Taten, nicht nur durch Worte.Geändert von sternschnuppe2 (22.09.2010 um 07:58 Uhr)
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22.09.2010, 07:58
AW: "wahre" Liebe
warum verbinden so viele generell den Begriff Liebe mit Partnerschaft?
Ich habe schon Partner geliebt, aber was ist "wahre" Liebe?
Wirklich wahre Liebe habe ich nur in ganz freien Situationen erfahren. Dieses Gefühl war kurz, vergänglich.
Da war Liebe für eine Situation, ein Ort, einen Moment, auch für einen Menschen, manchmal auch für mich. Ich habe auch schon Menschen geliebt - und das aus vollen Herzen, die meine Liebe nicht erwidert haben.
Liebe ist für mich was ganz unabhängiges, dass ich immer wieder mal empfinde und genau das ist für mich wahre Liebe. Es ist was, dass in mir drin ist, ohne jegliche Erwartung.
Die kann für einen Partner sein, aber auch für alles andere. Aber auch in einer Partnerschaft kam bisher das Gefühl der WAHREN Liebe auch immer nur mal immer wieder in bestimmten Momenten auf - sonst war es eben Liebe.
Die Eltern-Kind-Beziehung sehe ich da ein bisschen anders. Ich kenne keine Art von Liebe, die an mehr Erwartungen gebunden ist. Ja, Eltern lieben ihre Kinder, aber sie sehen in ihnen auch, was sie sehen wollen und möchten sie nach ihren Wünschen formen/erziehen. Und Kinder haben oft ein schlechtes Gewissen, es den Eltern nicht recht zu machen.
Gernell finde ich aber schon, dass man wahre Liebe von Beziehungen losgelöst sehen kann. Ich liebe auch, wenn ich keine Beziehung habe, mich, das Leben, manche Menschen, Freunde. Ich würde das sogar eher als wahre Liebe bezeichnen, wie die Menschen mit denen ich lebe und mich arrangieren und Kompromisse schließen muss.viele Grüße
Mohnblume


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