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Thema: "wahre" Liebe

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    AW: "wahre" Liebe

    Selbstlose Liebe versteh ich auch nicht. Man zieht doch immer etwas aus einer Verbindung für sich heraus!?

    Ich liebe Menschen, aus, nennt es, Egoismus. Er kann sicher unangenehme Eigenschaften haben, ABER wenn der Mensch mir NICHTS gibt ( emotional ) dann liebe ich ihn auch nicht.

    Bin ich jetzt kalt und egoistisch?
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: "wahre" Liebe

    Nein, Lilith, ein Egoist ist ja jemand, der meist nur immer nimmt, aber dafür nichts gibt!

    Das, was du lebst, ist Selbstliebe mit gegenseitigem Geben und Nehmen!

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    AW: "wahre" Liebe

    Jemand meinte mal zu mir, das es keine "wahre Liebe" ist, wenn man" alles" macht, was der andere will! Wenn sozusagen jemand seine Bedürfnisse auf Kosten der Berdürfnisse seiner Partnerin/seines Partners auslebt! "Man soll dem anderen geben, was er wirklich braucht, aber nicht alles, was er will!"
    Geändert von sternschnuppe2 (22.09.2010 um 01:13 Uhr)

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    AW: "wahre" Liebe

    Zitat Zitat von sternschnuppe2 Beitrag anzeigen
    Nein, Lilith, ein Egoist ist ja jemand, der meist nur immer nimmt, aber dafür nichts gibt!

    Das, was du lebst, ist Selbstliebe mit gegenseitigem Geben und Nehmen!
    Danke, lieb von dir

    Ehrlich, wenn ich das Wort "selbstlos" im Zusammenhang mit Liebe lese, bin ich doch etwas verunsichert.

    Wenn einzig DAS "wahre" Liebe wäre, hätte ich nämlich noch nie geliebt
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: "wahre" Liebe

    Evtl. besteht ja diese Selbstlosigkeit darin, das ich von meinem Partner nicht "jederzeit erwarte", das er mir "sofort" mein Bedürfnis erfüllt, sondern darauf "warten" kann, bis er sich die Zeit dafür nimmt und auch nicht "erwarte", das mir "jedes Bedürfnis" von meinem Partner erfüllt wird. Sondern das ich mir auch einige meiner Bedürfnisse selbst oder durch andere erfüllen lasse!

  6. Inaktiver User

    AW: "wahre" Liebe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich erwarte von dem Menschen, den ich liebe, gar nichts. Ich erwarte von niemandem etwas. Aber ein Mensch, den ich um seiner selbst willen lieben kann, der bringt halt von vornherein gewisse Dinge mit.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich erwarte wirklich gar nichts. Niemand muss sich für mich zum Prinzen wandeln, damit ich ihn lieben kann. Es muss sich auch nicht ein Spalier von Menschen für mich auftun, die immer schon Prinzen waren.

    Mein Leben wartet nicht auf die Liebe. Wenn sie mir jedoch begegnet, finde ich das wunderbar.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, das ist schwer, finde ich auch. Ich verstehe die anderen Haltungen hier gut, sie sind auch sehr verbreitet. Dagegen meine anscheinend ziemlich unkonventionellen Erfahrungen zu setzen und sie verständlich zu machen, das gelingt mir nicht immer so gut.
    Orlando, genau das habe ich gestern versucht auszudrücken und konnte mich nur annähern. Du hast sehr treffend meine Erfahrungen in Worte gefasst. Vielen Dank.

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    AW: "wahre" Liebe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Nachbarstrang
    >Zu empatisch? Profillos?< kamen wir vom Hölzchen aufs Stöckchen und landeten denn dann bei der Liebe.
    Während einige unter Liebe, die mit dem sexuellen Begehren zwischen zwei Menschen verstehen, ist für mich der Begriff viel viel weiter gefasst.
    Für mich ist mit Liebe das Leben verbunden, weil ich als Mensch in irgendeiner Form immer Liebe lebe. Ich brachte die Elternliebe, die Liebe zu den eigenen Kindern, die Liebe zum Job, Tierliebe in die Runde.
    Bei der partnerschaftlichen Liebe zucke ich, weil ich da ein gebranntes Kind bin und sie eben nicht als Lebensinn sehe.
    Ich hatte da irgbendwie immer das Gefühl kämpfen und erarbeiten zu müssen und wenn das Energiereservoir erschöpft war, wurde ich ausgetauscht.
    In dem Zusammenhang erwähnte ich die "selbstlose" Liebe. Jemanden so zu lieben wie er ist und nicht irgendwelche Erwartungen oder Ansprüche, die meine Lebenssituation betreffen zu stellen.
    Ich liebe jemanden, weil er ist und nicht, weil er mir vielleicht etwas geben könnte, was ich brauche. Zumindest empfinde ich das so.
    Das ist meine persönliche Einstellung und ich benutze dafür den Begriff "wahre" Liebe.

    Als Beispiel bringe ich dafür meine Kinder. Die liebe ich sehr, vermeintlich ohne jegliche Anspruchshaltung.
    Ich liebe auch meine Eltern eigentlich einfach so.

    Wo ist jetzt mein Denkfehler?
    Danke Hillary für die Eröffnung dieses Strangs. Da hast damit auf den Punkt gebracht, was mich momentan umtreibt. DANKE

    Ich liebe jemanden, weil er ist und nicht, weil er mir vielleicht etwas geben könnte, was ich brauche. Zumindest empfinde ich das so.
    Das ist meine persönliche Einstellung und ich benutze dafür den Begriff "wahre" Liebe.

    Auch ich möchte geliebt werden o h n e das ich dafür etwas leisten muß, sei es die superaufgeräumte Wohnung, dass ich es nicht schaffe das Rauchen aufzugeben, mit sportlicher Kondition mithalten zu können, damit der "Freizeitspaß" gewährleistet ist etc.....

    Aber jetzt werde ich mich ersteinmal ans Lesen machen...bin gespannt.

    Kroko

  8. Inaktiver User

    AW: "wahre" Liebe

    Zitat Zitat von krokodilo Beitrag anzeigen
    Ich liebe jemanden, weil er ist und nicht, weil er mir vielleicht etwas geben könnte, was ich brauche.
    Ich finde einfach nicht, dass man das trennen kann.

    Denn trotzdem brauchst du es, dass er so und nicht anders ist - also auch damit gibt er dir ja etwas, dass du brauchst und ohne das du ihn nicht lieben würdest.

    Vielleicht kannst du diese Erwartung nicht formulieren, und fordern oder erzwingen kann man es auch nicht - aber wenn das nicht zusammenpasst, was dir gefällt und was jemand "bietet" - dann glaube ich nicht, dass Liebe entsteht.

    Worin diese "Leistung" besteht, wegen der ich mich verliebe, das ist sicher sehr unterschiedlich, beim einen wird es vielleicht die superaufgeräumte Wohnung sein (obwohl ich mir das kaum vorstellen kann) - beim anderen vielleicht gerade die Toleranz in solchen Dingen, die einen anzieht. Bei beiden wird aber die Liebe es auf Dauer schwer haben, wenn sich das nicht mehr ergänzt. Das macht ja gerade die Liebe kaputt, beim einen eben, dass er sich in der Unordnung nicht mehr wohlfühlt, bei dir wär es vielleicht, dass du dich nicht mehr als Person geliebt fühlen wolltest - aber genau das ist deine Erwartung, ohne die du wohl nicht lieben würdest.

    In einen Mann der dir vermittelt, dich wegen deiner Leistungen zu lieben würdest du dich wohl schwer verlieben, denn das widerspricht deiner Erwartung und er kann dir nicht geben, was du brauchst.

    Einfach nur er zu sein - mit seinem Leistungsdenken - würde dir eben nicht reichen um ihn zu lieben. Er soll so sein und er soll sicher auch so bleiben. Daran scheitern ja auch viele.

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    AW: "wahre" Liebe

    "einewiekeine", das seh ich genauso! Dieses "Angenommensein" in seiner Persönlichkeit, ist ja auch etwas, das man grundsätzlich "braucht" von seinem Partner, um sich geliebt zu fühlen. Gerade dieses geliebt fühlen ist noch ein sehr interessanter Aspekt!

    Wodurch fühle ich mich denn eigentlich geliebt? Da gibt es sicher einiges. Ich habe mal ein Buch entdeckt, da ging es um unsere "Liebessprachen". Also, darum, das sich manche durch "Lob und Anerkennung" geliebt fühlen. Manche jedoch fühlen sich dann geliebt, wenn der Partner mit ihnen "gemeinsame Zeit" verbringt, andere wiederum fühlen sich durch "Berührungen", also Umarmungen etc. geliebt. Dann soll es manchen wichtig sein, "praktische Hilfe" im Alltag zu bekommen, währenddessen andere sich durch "Geschenke" geliebt fühlen.

    Also, es kann durchaus sein, das mir mehrere Liebessprachen das Gefühl geben, geliebt zu werden. Aber evtl. eben in unterschiedlicher Priorität. Probleme ergeben sich in Beziehungen meist wohl daraus, das wir eben eine Fremdsprache für unseren Partner sprechen. Einem Mann, dem Lob und Anerkennung wichtig sind, bringt es nicht viel, wenn ich mir immer nur Zeit für ihn nehme. Mir bringt es dagegen nicht viel, wenn ich immer wieder ein Dankeschön bekomme, mein Partner aber vor lauter Arbeit, Freunden und Hobby´s keine Zeit für mich hat. Liebe zeigt sich eben auch durch Taten, nicht nur durch Worte.
    Geändert von sternschnuppe2 (22.09.2010 um 07:58 Uhr)

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    AW: "wahre" Liebe

    warum verbinden so viele generell den Begriff Liebe mit Partnerschaft?

    Ich habe schon Partner geliebt, aber was ist "wahre" Liebe?
    Wirklich wahre Liebe habe ich nur in ganz freien Situationen erfahren. Dieses Gefühl war kurz, vergänglich.
    Da war Liebe für eine Situation, ein Ort, einen Moment, auch für einen Menschen, manchmal auch für mich. Ich habe auch schon Menschen geliebt - und das aus vollen Herzen, die meine Liebe nicht erwidert haben.

    Liebe ist für mich was ganz unabhängiges, dass ich immer wieder mal empfinde und genau das ist für mich wahre Liebe. Es ist was, dass in mir drin ist, ohne jegliche Erwartung.
    Die kann für einen Partner sein, aber auch für alles andere. Aber auch in einer Partnerschaft kam bisher das Gefühl der WAHREN Liebe auch immer nur mal immer wieder in bestimmten Momenten auf - sonst war es eben Liebe.

    Die Eltern-Kind-Beziehung sehe ich da ein bisschen anders. Ich kenne keine Art von Liebe, die an mehr Erwartungen gebunden ist. Ja, Eltern lieben ihre Kinder, aber sie sehen in ihnen auch, was sie sehen wollen und möchten sie nach ihren Wünschen formen/erziehen. Und Kinder haben oft ein schlechtes Gewissen, es den Eltern nicht recht zu machen.

    Gernell finde ich aber schon, dass man wahre Liebe von Beziehungen losgelöst sehen kann. Ich liebe auch, wenn ich keine Beziehung habe, mich, das Leben, manche Menschen, Freunde. Ich würde das sogar eher als wahre Liebe bezeichnen, wie die Menschen mit denen ich lebe und mich arrangieren und Kompromisse schließen muss.
    viele Grüße
    Mohnblume

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