sternschnuppe,
für mich sind beide Beiträge nicht widersprüchlich - ich kann sowohl Verständnis und Mitgefühl für traumatisierte Menschen aufbringen als ihnen auch deutlich machen, dass das Argumentieren mit schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit die eigene Entwicklung hemmt.
Das Akzeptieren der Vergangenheit ist ein wichtiger Schritt um Loslassen zu können. Das Zurückblicken bindet Energie für Gegenwart und Zukunft - nicht selten äußert sich das in Nackenbeschwerden (psychosomatisch), der Blick und der Geist sind nicht auf das Jetzt gerichtet, wie denn auch, der Mensch schaut zurück.
Ich erlebe zum Beispiel Menschen, die traumatische Erfahrungen erlebten und auf diesen aufbauend die Meinung vertreten, das Leben und die Menschen, die ihnen im Jetzt begegnen, sind ihnen etwas schuldig, weil sie diese traumatischen Erfahrungen haben.
Ich bin es mir schuldig, gut für mich zu sorgen, auf mich zu achten - niemand anders ist für mein Leben und mein Glück, was immer ich darunter verstehe, verantwortlich oder gar zuständig.
Auch nicht mein Partner.
Nach meinem Verständnis liebe ich mich selbst, wenn ich akzeptiere, dass es Verletzungen in meinem Leben gab, die mich geprägt haben. Ich akzeptiere, dass auch ich meine Schattenseiten habe, mit denen ich Menschen verletzte. Ich erkenne diese, meine Schattenseiten an, sie machen mit all den lichten Seiten meine Person rund - sie sind auch für das Gleichgewicht meiner Seele wichtig.
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Thema: "wahre" Liebe
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16.11.2010, 17:06Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
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16.11.2010, 17:26
AW: "wahre" Liebe
@Sariana
Du kluge Frau
Kann man Stunden bei Dir nehmen
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16.11.2010, 17:48
AW: "wahre" Liebe
Liebe Sariana,
da kann ich dir nur zustimmen. Auf der anderen Seite hatte ich ja auch Verständnis und Mitgefühl für meinen Ex. Trotzdem hat die Liebe zu mir selbst eben bedingt, das ich die Grenzen ziehen und mich schützen mußte.Eine erfolgreiche Beziehung besteht nicht darin, den richtigen Partner zu finden, sondern darin, füreinander die richtigen Partner zu sein!
Beziehung bedeutet Entwicklung zu zweit, denn was beide angeht, können auch nur beide lösen!
Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollten und das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.
Wenn wir anderen mit einer Fackel den Weg erleuchten, bleibt es nicht aus, das wir dabei unseren eigenen Weg auch erleuchten.
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16.11.2010, 18:06Inaktiver User
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16.11.2010, 19:11Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
@Luna
Du fehlst
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16.11.2010, 20:39
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17.11.2010, 07:49Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
das liest sich so als du dich immer anstrengst bzw. meinst es tun zu müssen.
Vielleicht weil du es als das Natürlichste auf der Welt findest, deine Gefühle zu zeigen und tief im Innern doch dein Prinzessinnenbefürfnis verleugnest.
Ich finde "simply the best" schon die beste Ausgangsposition, aber zum Fan tauge ich nicht.
wining-girl
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17.11.2010, 12:51Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Sagen wir mal so, ich erledige zuerst das was ich für meine Pflicht halte, dann schaue ich, was die anderen brauchen und dann gucke ich mal was für mich übrig bleibt.
Aber ganz sicher verleugne ich das Bedürfnis, auch mal Prinzessin zu sein.
Ich habe nach meiner Scheidung vor 20 Jahren mein Frausein komplett verdrängt.
Viele Jahre war ich ein Neutrum. Eins das für die Kinder, ihre Eltern und dann mal sich gesorgt hat. Damit bin ich jahrelang gut gefahren.
Ich bin mit dem Spruch aufgewachsen, wenn du etwas haben möchtest, dann tu was dafür.
Was tut eine Prinzessin außer Lächeln und huldvoll winken?
Wenn du in einem kommunistischem Haushalt aufwächst ist eh nix mit Prinzessin. Ich war auch nie eine zum Fasching.
Matrose, Indianer, Zirkusdirektor.
Konsequenterweise bin ich bei der Erziehung meiner Kinder völlig anders verfahren als meine Eltern mit mir. Ich liebe alle beide so wie sie sind.
Ich habe sie ihre Wege gehen lassen ohne mich großartig einzumischen, Korrekturen erfolgten ohne Drohungen oder drastische Strafen. Sie gehen ihren Weg, auch mit Umwegen, aber sie gehen in vollem Vertrauen auf sich.Geändert von Inaktiver User (17.11.2010 um 12:58 Uhr)
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17.11.2010, 14:05Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Das geht vielen Frauen so. Ob ein kommunistischer Haushalt da eine Rolle spielt weiß ich nicht zu beurteilen. Aber, die Paula aus "Paul und Paula" gabs ja wohl auch.
Ich schreibe hier auch aus eigener Intention. Ich weiß keine richtigen Antworten, nur Ahnungen, Vermutungen - und greife Gelesenes und Gehörtes oder Gesehenes auf was ich mich weiterbringen könnte.
In einem Brigitte-Interview sagte eine Psychologin, dass die Beziehungen in denen der Mann "mehr" liebt am besten und haltbarsten sind und der Interviewering fiel als einzigste glückliche Beziehung dier ihrer Großeltern ein - wo es auch eine solche Konstellation gab.
Das ist aber kein Rezept, vielleicht eine Zutat.
Die Prinzessin haste ja gut beschrieben, lach.
Die Fortsetzung ist die Göttin.
Auf 3-Sat gabs mal einen Bericht im Rahmen der Serie 37 Grad. Da wurde eine Frau auf Partnersuche begleitet, 5 Kinder groß gezogen und hatte sich gütlich vom Mann getrennt. Sie hat es richtig so deutlich ausgesprochen, dass sie ihr Frausein aus den Augen verloren hatte. Die hatte wirklich noch ihren Traumprinzen gefunden bzw. er sie. Er hat gesagt, dass er der Richtige wäre.
Sorry, ich find die Geschichte so schön, hoffentlich langweile ich nicht.
Sie hatte wohl eine Vision im Kopf, auf der Suche eigentlich nur Schrott erlebt und als sie kapitulierte den Richtigen auf einer Feier bei Freunden gefunden.
Huldvoll lächelnd verschwindend wining-girl
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17.11.2010, 14:14


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Dankeschön.

