"hillary", genauso geht es mir mit meinen Kindern, genauso liebe ich sie! Meine Erfahrungen aus der Kindheit zumindest haben bewirkt, das ich meinen Kindern diese bedingunslose Liebe geben konnte. Leider konnte das ihr eigener Vater das nicht. Für ihn waren sie eben nicht gut genug und ich hatte auch noch Schuld daran!
Genau dieses Motte war das beliebteste in der Familie meines Ex, bei meinen Ex-Schwiegereltern. Leider hatte er das übernommen, obwohl er dadurch, das er eben das gemacht hat, was seine Eltern für das Beste für ihn hielten, Berufsmäßig nicht glücklich war. Nur leider wollte er das auch unseren Kindern antun. Die Große sollte unbedingt auf das Gymnasium, um später zu studieren etc. Dafür, das die Kinder aber ihren Begabungen entsprechend und ihrer Persönlichkeit entsprechend die Schulbildung aussuchen konnten, habe ich mich eingesetzt und wurde dafür noch als schlechte Mutter von ihm, seinen Eltern bezeichnet und auch bestraft. Trotzdem war es das Wert, für die Kinder einzutreten.
Antworten
Ergebnis 131 bis 140 von 470
Thema: "wahre" Liebe
-
22.09.2010, 21:52
AW: "wahre" Liebe
Geändert von sternschnuppe2 (23.09.2010 um 07:47 Uhr)
-
22.09.2010, 21:56Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Für mich kommt noch was hinzu: ich habe eine Vorstellung davon, wer ich gern sein möchte - und tue daher Dinge, die zu meinem Bild von mir selbst passen. Ich glaube, es tut einem gut wenn man dieses Idealbild von sich mit den realen Wesen einigermaßen in Einklang bringt - ich fühl mich wohl weil ich jemand sein will, der anderen eine Freude macht.
Das ist also auch eine eher egoistische Motivation - von außen kann das selbstlos scheinen, ist es für mich aber nicht wirklich.
-
22.09.2010, 21:56
AW: "wahre" Liebe
Meine Mutter liebt uns Kinder und meinen Vater selbstlos.
Sie kann locker lassen, uns laufen lassen, uns frech sein lassen und nimmt uns immer wieder an.
Sie ist sich unserer Liebe ganz sicher, darüber denkt sie gar nicht nach, das ist für sie einfach klar. SIe hat nie Froderungen gestellt. Sie hat nur vorausgesetzt, dass wir das Richtige und Gute tun.
Sie würde sich für uns umbringen lassen.
Das empfinde ich als wahre Liebe.
Wenn man verliebt ist, neigt man dazu, zu glauben, man liebt den anderen wahrhaft, weil man von der Heftigkeit der eigenen Gefühle (Hormongau) überwältigt wird. Macht man mit dem Lieben, aber nicht selbstlos! Das merkt man dann, wenn der andere uns enttäuscht oder verlassen will.
Die selbstlose Liebe würde doch sagen "Gehe doch und werde glücklich. Wenn Du es mit mir nicht sein kannst, so möchte ich, dass du jemanden findest, mit dem du es kannst!"
Die Liebe, die nicht selbstlos ist und gepaart mit Eigenliebe, zetert, schreit und weint.
Tja, meine Kinder liebe ich wie meine Mutter uns liebt. Meinen Partner nach der zweiten Variante.
-
22.09.2010, 22:10Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
ich finde den Strang sehr berührend.
@sternschnuppe,
hmhm... so in etwa kenne ich das, aber als Kind nahm ich das nicht so wahr.
Ich durfte viele Sachen nicht, ich sollte von der Pike auf lernen, damit ich nicht hochnäsig werde.
War ja sicher nicht verkehrt gedacht und ich profitiere heut davon, mich in jeder Arbeitsebene zurechtzufinden.
Es stört mich nicht, das ich aus einer Entscheiderposition in die eines Hilfarbeiters gekommen bin, Hauptsache Arbeit. Manchmal fehlt mir der alte Verdienst, aber man kann auch mit einem Drittel dessen leben. Ich bin nicht unglücklich, weil ich sehe, meine Arbeit wird gebraucht.
@dani,
so habe ich mich von meinem letzten Partner getrennt.
"wenn du mit mir nicht mehr glücklich sein kannst, dann geh und werde mit einer anderen glücklich."
Es hat meinen Schmerz nicht leichter gemacht, aber ich liebe diesen Mann so sehr, dass es mir wichtig ist, das er glücklich wird. Er hats in meinen Augen einfach verdient.
-
22.09.2010, 22:13
AW: "wahre" Liebe
Hallo "Dani", wenn ein Kind bedingunslose Liebe bekommt, braucht es nicht darum betteln und Aufmerksamkeit suchen.
Das ist eben der Unterschied, wenn die Bedürfnisse eines Kindes einfach so befriedigt werden. Nur, als Erwachsener tragen wir irgendwann eben die alleinige Verantwortung, uns um unsere Bedürfnisse zu kümmern, um das zu bekommen, was wir brauchen. Da wird es uns meist nicht mehr einfach bedingunslos wie von den Eltern geschenkt. Es wäre zwar sehr schön, doch die Realität sieht oft anders aus. Wenn wir von unserem Partner genau das bekommen würden, was wir brauchen, eben bedingunslos, das brauchte es deine zweite Variante gar nicht mehr.
Daher ist es wirklich ein Geschenk, einen Partner zu haben, der sowohl auf seine Bedürfnisse Rücksicht nimmt, aber auch die seiner Partnerin wichtig nimmt und auch darauf von sich aus Rücksicht nimmt! So, wie deine Mutter eben. Du hast aber nicht erzählt, wie das mit deinem Vater aussieht. Ist da auch diese selbstlose Liebe da?
@ "hillary" "Du verdienst es auch, geliebt zu werden und glücklich zu sein!!!!" Dadurch hast du ja auch dir die Chance gegeben, irgendwann in einer Partnerschaft glücklich zu werden! Nämlich dann, wenn du einen Mann kennenlernst, der dich so zu schätzen weiß, wie du bist!
Aber wir alle hier verdienen es vor allem, das wir uns selbst lieben!!!Geändert von sternschnuppe2 (23.09.2010 um 07:46 Uhr)
-
22.09.2010, 22:17Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Ich hab genau das erlebt, so gehandelt und jemanden aus Liebe gehen lassen.
Aber ich würde nicht sagen, dass das selbstlos war - dafür war mir zu bewußt, dass ich so nicht leben will, mit jemand, der zwar nicht wirklich bei mir ist, aber es auch von sich aus nicht schafft zu gehen. Ich möchte dass jemand freiwillig bei mir bleibt, aus ganzem Herzen, und das hab ich nicht gespürt und das wollte ich mir nicht antun.
Von außen hat das sicher auch sehr großherzig und selbstlos ausgesehen, keine Kämpfe, keine Vorwürfe - loslassen. Aber meine Motivation war einfach, dass das für mich so keine Perspektive hatte (die ich mir sehr sehr gewünscht habe, das war schon sehr traurig und verletzend) - und mit ein bisschen Nachdenken muss man da doch draufkommen, dass eine Beziehung keine Zukunft hat, wenn einer wegen Druck oder schlechtem Gewissen bei einem bleibt - das kann doch niemand wirklich wollen?
-
22.09.2010, 22:53Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Und trotzdem tut es schweineweh...
für mich brach echt alles in mir zusammen, weil ich es nicht bemerkt hatte, das es ihm neben mir nicht mehr gut ging.
Als er ging, habe ich nichts sagen können.
Mir war die Kehle wie zugeschnürt.
Ich hielt mich für die unempathischste Frau der Welt.
-
22.09.2010, 22:59Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Natürlich.
Ich kapier nur nicht warum Du Dich mir gegenüber ständig von einer Partnerschaft distanzieren musst.
Denkst Du ich will Dir eine verkaufen oder ICH schreibe ständig von einer Mann-Frau-Liebe????
Mitnichten.
Alles was ich geschrieben habe, incl. dem Bsp. eines "geliebten Menschen", meinte ich im weitesten Sinne. Das kann ein Partner sein - muss aber nicht - kann andere Familie, können Kinder, Freunde, kann die Natur, kann das Leben an sich sein.
-
22.09.2010, 23:16Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Puh, du bist schon sehr sehr streng und kritisch mit dir!
Hilly - das war ein erwachsener Mann, wenn er nicht sagt, dass es ihm nicht mehr gutgeht mit dir - woher sollst du es denn wissen?? Du kannst doch nicht hellsehen, und ich denke schon, man muss in einer Beziehung darauf vertrauen können dass alles in Ordnung ist, solange einem das auch noch bestätigt wird. Wie soll es anders gehen? Soll man stündlich nachfragen, ob sich was geändert hat???
Und was das "nicht mehr gutgehen mit dir" betrifft: klingt so als ob das dein Fehler, dein Unvermögen, dein Versagen war.
Ich seh das mittlerweile nicht mehr so. Es hat nicht gepasst, es hat nicht gereicht - das ist aber niemandes Schuld, seine nicht und deine nicht.
Vielleicht geht es ihm mit keiner Frau auf Dauer gut? Kann ja auch sein...
Und wenn er was anderes braucht, als was du ihm geben konntest, heißt das nicht, dass das was du gegeben hast zu wenig oder nicht gut genug war - es war einfach das Falsche für ihn. Vielleicht war es ihm auch zu viel oder zu gut, wer weiß???
Ich hab ja auch so eine Trauma-Trennung gehabt, von meiner "großen Liebe" - inzwischen seh ich, es war maximal die große Illusion und ich hab durch nichts im Leben so viel gelernt wie durch diese Trennung und ich bin froh, dass ich mich von diesem Mann lösen konnte. Dazu hab ich Jahre gebraucht, aber es hat so kommen müssen. Und - so sauweh es getan hat - letztendlich hat es mir gutgetan.
-
22.09.2010, 23:32


Zitieren

