Genau "Lilith", das ist es, was der Autor beschrieben hat, als er diesen Liebesspeicher genannt hat. Das z.B. durch Ehrenamtlichkeit oder was auch immer, wo wir anderen in dieser Form helfen, auch ein Bedürfnis von uns erfüllt wird. Und meist bekommen wir da ja auch etwas zurück, auch wenn wir es nicht erwarten.
Antworten
Ergebnis 111 bis 120 von 470
Thema: "wahre" Liebe
-
22.09.2010, 16:46
AW: "wahre" Liebe
-
22.09.2010, 16:49Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
@lilith,
du erwartest das bewußt, dass etwas zurückkommt?
Das Menschen mit ausgeprägtem Helfersyndrom eigentlich süchtig nach dem Feedback sind, kann ich nachvollziehen aber tun die das im vollen Bewußtsein?
Ich fahre grundsätzlich bei jedem Warndreieck langsam auf die Unfallstelle und die Verunfallten zu, ich halte auch an. Und ich schaue und frage, ob ich helfen kann.
Klar, eigentlich ne Selbstverständlichkeit, aber ist es scheinbar nicht mehr.
Hatte selber vor kurzem Unfall, kein Schwanz hat sich drum geschert. Nun gut, bin ja auch heil rausgekommen und nur Blechschaden. Aber der war nicht zu übersehen.
Verhalte ich mich demnächst genauso? Oder halte ich wie sonst an und frage, weil's mein Gewissen ruhiger macht?
-
22.09.2010, 16:52Inaktiver User
-
22.09.2010, 16:55Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Aber in einer Beziehung schon - egal ob Kind, Eltern, Freundin, Geliebtes Wesen?
Wir hatten es im Nachbarstrang schon:
Das ist Erpressung.Niemals käme mir ein " wenn Du mich liebtest, dann würdest Du ... " über die Lippen, das die Liebe so unselig mit Forderungen verbindet.
Hat nichts mit Liebe zu tun.
Aber in der Liebe nicht geben und nehmen gleichermaßen zu werten (um jetzt mal nicht das Wort "fordern" zu benutzen) kommt mir seeeeehr komisch vor. Und ich kann es auch nicht glauben.
Eigentlich ist dieses Thema kein Thema.
Wir besetzen die Worte nur anders.
-
22.09.2010, 16:59Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Es ist eine gute, für alle tragbare und sinnvolle Konvention, dass man sich im Notfall hilft, auch wenn man sich nicht kennt.
Das ist nicht selbstlos, sondern vernünftig.
(Eben weil es einem selbst ja mal passieren könnte)
Jede Versicherung arbeitet nach diesem Prinzip.
Dass eine solche Konvention ins Wanken kommt, ist zutiefst bedauerlich.
Ein Beispiel für "Selbstlosigkeit" ist dies aber nicht.
Zurück zum Nicht-Thema: Selbstlosigkeit ist einfach ein unseliger Begriff. Wie soll man ohne sein Selbst sein?
-
22.09.2010, 17:04
AW: "wahre" Liebe
Hm, bewusst??? Weiß ich nicht. Ich versuche es verständlicher zu machen....
Du möchtest jemandem helfen. Der will aber gar nicht und mault dich nur an.
Du wirst unglücklich.
Du möchtest jemandem helfen, der nimmt die Hilfe an und bedankt sich.
Du bist glücklich.
Könntest du bei erstem wirklich "selbstlos" lieben und macht das einen Sinn?Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
-
22.09.2010, 17:09Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Was ist Liebe und inwiefern ist sie selbstlos?
Darin kann man sich natürlich verlieren - und in der Diskussion über das letzte Zipfelchen jeder Bedeutung.
Vielleicht ist es viel einfacher wenn man sich zwei ganz unterschiedliche Lebenserfahrungen ins Gedächtnis ruft und sich nochmal hinein versetzt.
- Als Kind etwas zu machen "um zu gefallen". Vielleicht sogar sich extra anzustrengen einem Lehrer gegenüber, für den man schwärmte.
- Als Erwachsener einen geliebten Menschen von weitem zu sehen und ihn für einen Moment ganz warm in sich aufzunehmen und keinerlei Zweifel an der Liebe zu haben.
Mehr muss ich im Grunde zu meiner Orientierung nicht "wissen".
-
22.09.2010, 17:14
AW: "wahre" Liebe
Hallo "hillary", das Buch ist von John Gray und hat den Titel: "So bekommst du, was du willst, und willst, was du hast!" Laß dich von dem Titel nicht täuschen. Es geht darum, herauszufinden, was wir selbst für uns brauchen, um ein zufriedenes Leben für uns führen zu können!
Also, es scheint wohl so zu sein, das es auch ein Grundbedürfnis der Seele ist, für andere verantwortlich zu sein. Wenn man sich bis Mitte 30 kaum Möglichkeiten schafft, bedingunslos zu geben, gerät die persönliche Entwicklung ins Stocken. Diese Verantwortung für jemand übernehmen, den man liebt, gilt z.B. für Kinder oder eine andere Person, die man liebt. Dies bedeutet, ein Opfer zu bringen und zugunsten anderer auf etwas zu verzichten. Das gilt aber nur für eine Eltern-Kind-Beziehung oder eine andere, nicht für eine Partnerschaft. Denn es ist normal, das irgendwann Ärger entsteht, wenn man immer mehr gibt, als man zurückbekommt. Man kann nur eine Zeit lang unbedingt geben, ohne etwas zurückzubekommen, bis man schließlich doch wieder an der Reihe ist. Dies darf allerdings nicht Jahre dauern, denn ansonsten wacht man eines Morgens völlig leer, zornig und verschlossen auf. Man hat dann einfach nichts mehr zu geben. Deswegen tut man sich selbst nichts Gutes, wenn man von anderen nichts erbittet oder annimmt.
"Hillary", auch Haustiere oder ein Garten können diesen Liebesspeicher füllen, wenn man keine Kinder hat. Haustiere und Pflanzen sind nämlich etwas Lebendiges, und sind darauf angewiesen, das wir sie gut versorgen. Hoffe, das dir meine neuen Erkenntnisse auch ein bißchen weiterhelfen. Fazit des Ganzen: Man kann auch durchaus ohne einen Partner ein zufriedenes Leben führen!
Liebe Grüße, sternschnuppeGeändert von sternschnuppe2 (23.09.2010 um 07:48 Uhr)
-
22.09.2010, 18:51Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
danke Sternschnuppe2.
es hilft.
ok, nächste These
Liebe ist immer ein Geschenk, man kann sie sich nicht verdienen.
Aha, ich verschenke etwas und knüpfe eine Erwartung daran...?
-
22.09.2010, 18:55
AW: "wahre" Liebe
Meine Motivation diesbezüglich ist, dem anderen eine Freude zu machen, ihm etwas Gutes zu tun! Allerdings, diese Freude zu sehen oder ein Dankeschön zu bekommen, ist wiederum ein Geschenk für mich! Ich erwarte es im eigentlichen Sinn nicht, es ist aber schön, das zu bekommen!
Geändert von sternschnuppe2 (22.09.2010 um 19:02 Uhr)


Zitieren


