@Fruchtzwerg
Absolut! Das kenn ich selbst viel zu gut. So gehts mir meistens mit meinen Erwartungen
Aber wenn ich meine Erwartungen und Bedürfnisse komplett runterschraube, gebe ich mich ebenfalls auf und lass mir zuviel gefallen.
Das eigene Leben leben, bedeutet für mich im Klartext: Die eigenen Bedürfnisse und Erwartungen erstmal anerkennen und dann zu hinterfragen.
Falls diese nicht von anderen Menschen erfüllt werden (erfüllt werden können), habe ich zwei Möglichkeiten:
Erstens für mich selbst besser sorgen und zweitens mich mit den Leuten umgeben, die diese Erwartungen und Bedürfnisse besser, d.h. zur gegenseitigen Zufriedenheit, erfüllen.
Allerdings kann ich nicht ganz ohne andere Menschen und nur mit mir selbst leben.
Versteh ich, ich wollte meine Gedanken über dieses abstrakte "wahre Liebe" ein bisschen philosophisch untermauern, auch für mich schwierig, philosophische Ansätze nicht abstrakt zu formulieren.Sorry mir ist dein Text viel zu abstrakt.
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Thema: "wahre" Liebe
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22.09.2010, 15:43
AW: "wahre" Liebe
Geändert von Elwyn (22.09.2010 um 16:00 Uhr)
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22.09.2010, 15:44
AW: "wahre" Liebe
"hillary", ich kann dich ein Stück weit verstehen! Denn, so wie ich es jetzt in einem anderen Buch verstanden habe, gibt es ja verschiedene Liebesspeicher in uns, und daher kommt wahrscheinlich auch dein Ausgefülltsein und das du dich nicht einsam fühlst. Wir haben einen Liebesspeicher, der durch die Liebe und Unterstützung der Eltern gefüllt wird. Dann gibt es diesen, der durch Familie, Freunde und Freude gefüllt und den, der durch gemeinsame Aktivitäten mit anderen gefüllt wird.
Dann gibt es noch den Liebesspeicher der Selbstliebe, den der Partnerschaft aber auch den, der über die Beziehung zu den Kindern durch diese bedingungslose Liebe gefüllt wird. Auch einen Liebesspeicher, der dadurch gefüllt wird, das wir z.B. ehrenamtlich etwas machen oder eben uns um jemanden kümmern, der uns eben nichts zurückgeben kann, weil er krank ist und auf Hilfe angewiesen ist.
Wenn man das im Zusammenhang sieht, ergibt das evtl. schon einen Sinn!Geändert von sternschnuppe2 (23.09.2010 um 07:48 Uhr)
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22.09.2010, 15:53Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Liebe ist Leben und Leben hat tausend Facetten.
Ist das Leben von jemandem, der keinen Sex und keine Kinder hat sinnlos?
Ich will hier nicht Elternliebe mit partnerschaftlicher Liebe vergleichen, sondern mir geht es darum, das ich persönlich Liebe in vielen Bereichen des Lebens leben kann.
Ich war verheiratet, ich habe Kinder und ich hatte 'ne Menge guten Sex im Leben. Ich bin geschieden, meine Kinder sind erwachsen, Sex - lass mich nachdenken, nee war lange nicht, aber er fehlt mir auch nicht. Bin da anders als andere.
Ich habe also auch diese Seiten der Liebe kennenlernen dürfen.
Das ich bei meinen Eltern, besonders meiner Mutter, immer um Liebe gekämpft habe und bis vor wenigen Monaten noch tat, macht mir vieles verständlicher. Aber diese Einsicht nimmt mir die Verantwortung für mein eigenes Leben und meine Ansichten nicht ab.
Und ich werde mich hüten irgendjemanden zu bekehren.
Auch wenn ich der Meinung bin, ich liebe den Menschen immer um seiner selbstwillen, nicht um meinetwillen. Aber vielleicht verwechsle ich ja auch was.
Wer ist frei von Irrtümern?
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22.09.2010, 15:58
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22.09.2010, 15:58Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
@sternschnuppe2,
vielen Dank, das ist es.
Und ich mühe mir hier wieder so ein geschwurbeltes Zeugs ab.
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22.09.2010, 16:04
AW: "wahre" Liebe
Letztere Aussage ist für mich zeitlebens eine Selbstverständlichkeit gewesen. Für mich ist selbst Einsamkeit aber auch kein Gottesurteil, mit dem das Leben automatisch im Eimer ist. Für Dich offenbar ja? Es sehe auch genügend Beziehungen, in denen beiden gemeinsam einsam sind, oder in denen sich die Partner so behandeln als wäre sie Feinde. Das sieht für mich nicht so aus, als wüssten die beiden , dass sie eines Tages sterben werden und dann doch kein second live wartet.

So wie ich UliF verstehe, schreibt sie ja nicht das Gegenteil, dass man ohne Beziehung einsam ist, sondern dass man ein gewisses Verhalten an den Tag legen muss, um die Chance zu bekommen geliebt zu werden. Und so isses einfach...
Ob in Berlin, Ansbach oder Katmandu.
Vielleicht hast du in deinem Leben so extrem viel gemacht um geliebt zu werden, dass du dich jetzt wunderst, dass du weiter geliebt wirst, obwohl du jetzt etwas oder eine gehörige Portion von deinem Aufwand streichst. Die andere Seite der Medaille ist aber eben zB der Computernerd, der eben nichts macht, der sich in sein Sucht stürzt.Männer sind wie Hunde. Sie erkennen, dass sie ausgeschimpft werden, verstehen aber nicht warum.
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22.09.2010, 16:08Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Weil ich das hier immer irgendwo herauslese. Die Liebe zwischen Mann und Frau, der Sex und die Kinder. Himmelherrgottnochmal, das mach ich doch nicht zum Inhalt meines Lebens.
Und dann lese ich im kennenlernen solche traurigen beiträge, wie - mit 38 wieder auf der Suche,
- er meldet sich nicht,
- er wollte nur Sex
und dann stellen die meisten ihr Leben in Frage.
Ich stell mein Leben nicht in Frage, ich hinterfrage es. Ich bin nicht immer zufrieden und glücklich, aber in großen Teilen und das hat ganz gewiss etwas damit zu tun, das ich mein Leben nicht von einer sexuellen Partnerschaft abhängig mache.
Ich freu mich wie Bolle, wenn ich abends einen Anruf von einer lieben Freundin bekomme, der ich meine ausrangierten Klamotten geschickt habe und alles passt.
Vielleicht hätte als Überschrift "wahres" Glück besser gepasst?
Und das wahre in Gänsefüßchen steht kriegt auch nicht jeder mit...

ok, ich behaupte ja, ich habe keine Erwartungen an meine Mitmenschen (da hab ich mir ja ein Ei gelegt
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22.09.2010, 16:16Inaktiver User
AW: "wahre" Liebe
Auch nicht von der Hand zu weisen.
Und ich habe diesen "Aufwand" nie als Aufwand gesehen, erst jetzt als alles den Bach runterging und ich eine Art Fazit zog, habe ich das so sehen können/müssen. Und ich habe für mich beschlossen, meine Energie nicht mehr so zu verpulvern, sondern auf ein gesundes Mass zu verteilen.
Deswegen hat sich meine Einstellung zu den Arten der Liebe oder wie Sternschnuppe schreibt, den Liebesspeichern. aber nicht grundlegend geändert.
Geändert hat sich meine Einstellung zu mir.
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22.09.2010, 16:23
AW: "wahre" Liebe
Liebe "Elwyn", ich habe mittlerweile gelernt, es wie du zu machen.
Ja, das Jesus sein Leben gab, war zuerst einmal selbstlos von ihm. Es wurde ein Leben gegeben, um viele andere zu retten! Aber er hat es getan, weil dieses Opfer so sehr von ihm "gebraucht" wurde. Also ist das dann selbstlos, das er das für uns getan hat, damit wir nicht mehr mit dieser Schuld leben müssen, damit es uns letztendlich dadurch besser geht? Wenn ich in unsere Gemeinde gehe, und dort die große Dankbarkeit der Menschen erlebe für das, was er für uns getan hat, dann bekommt Jesus sehr viel zurück von uns!!!
Ich kann nur für unsere Gemeinde sprechen, und von uns wird definitiv keine selbstlose Liebe erwartet, sondern das wir aufeinander Rücksicht nehmen und nicht nur unseren eigenen Vorteil im Auge behalten!Geändert von sternschnuppe2 (22.09.2010 um 18:01 Uhr)
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22.09.2010, 16:35
AW: "wahre" Liebe
Hm, also Ehrenamtlichkeit finde ich z.B gar nicht selbstlos. Befriedigt man nicht dadurch den Wunsch gebraucht zu werden?
Vielleicht auch die Welt ein bisschen besser zu machen? Man bekommt doch etwas dafür zurück. Und wenn es nur ein Lächeln ist, das Schwanzwedeln eines Hundes, den man oft ausführt, oder, oder,oder...

Also für mich gibt es keine "selbstlose" Liebe in Reinform.Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm




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