Hallo daani,
das schaffst Du- indem DU Dir klarmachst, was das mit DIR zu tun hat!
Uns tickt immer nur das an, was mit uns zu tun hat.......
Dazu gehört natürlich ein Ansehen von Dir selber
Wenn Dir klar ist, daß Sachen Dich anticken, weil DU damit mit DIR in Berührung kommst-- dann kannst Du das besser differenzieren und Dir ganz deutlich immer wieder sagen "das ist DEIN Problem- nicht meines"....."ich lass es bei Dir" (was man innerlich zu sich sagt!)
Man ist auch kein guter "Helfer", wenn man sich so in die Themen "reinlegt"- da man dann selber plötzlich wie Betroffener ist-- man dann auch nciht merh wirklich von aussen helfend argumentieren kann.
Du hast die Verantwortung für DICH.....inwiefern Du dann mit Dir arbeitest bleibt ganz Dir überlassen- Deine Freiheit!
Genauso- lass die Verantwortung dann aber auch bei den anderen.....es ist ihre Freiheit was an sich zu tun oder es so zu lassen.
Das Du vermutlich auch immer weniger sagst, wenn Du Dich so mitbetroffen fühlst-- ist schon verständlich, denn Du lässt Dich vermutlich dann verunsichern in Deinem Denken.....- weil Du Dir selber für Dich nicht soo ganz klar bist (was vom Kopf schon sein kann, aber das Gefühl kann was anderes "sagen")
kenzia
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Thema: Zu empathisch? Profillos?
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18.09.2010, 11:59Inaktiver User
AW: Zu empathisch? Profillos?
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20.09.2010, 10:27Inaktiver User
AW: Zu empathisch? Profillos?
Danke, Kenzia!

Ich kenne eigentlich meine "Trigger". Alte Glaubenssätze, die da heißen "Sei angenehm für andere", "Mach deine Sache perfekt", "Fall nicht zur Last". Dazu kommen Erfahrungen: In unserer Familie waren/sind Konflikte bzw. Kritik schnell Grundsatzthemen: Das nicht aufgeräumte Zimmer war Indiz dafür, eine "schlechte Tochter" zu sein. Streit bei meinen Eltern führte oft zu der Aussage meines Vaters, sich scheiden zu lassen - damit war meine Mutter mundtot.
All das weiß ich. Und ja, ich schaffe es immer mal wieder, mir dessen bewusst zu werden. Aber beispielsweise mein Chef hat einen ähnlichen Habitus drauf wie mein Vater - das kann mich aus den Socken hauen. Nicht immer, aber immer mal wieder. Hui, wie nachhaltig solche Erfahrungen sein können... Ich ärgere mich immer mal wieder darüber, mir das oft nicht bewusst zu machen und wieder in die gleiche Schleife zu geraten...
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20.09.2010, 10:59
AW: Zu empathisch? Profillos?
Hallo Daaani,
Jetzt aber mal weg von der Geschichte mit der Freundin, es diente nur als Beispiel. Ich erlebe es ganz "außerhalb" von Themen, die vielleicht auch mit mir zu tun haben, dass ich mich in die Gedanken/Gefühle/Dynamiken des Gegenübers hineinziehen lasse. Manchmal - das ist aber stimmungsabhängig - vermische ich es mit meinen eigenen Gefühlen zu diesem Thema, aber es kann auch passieren, dass ich einfach "drin" bin in dem, was das Gegenüber mir erzählt.
Das kenne ich gut. Ist vlt. ein Problem, sich nicht genügend abgrenzen zu können
Ja klar habe ich meine Meinung, nicht zu allem, weil mir da manchmal zu viele Informationen fehlen, um mir eine Meinung zu bilden (da halte ich es mit Dieter Nuhr: "Wenn man mal keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse halten."
). Und wer will, kann sie hören.
Ist doch gut, wenn man kein Dampfplauderer ist........
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20.09.2010, 11:02
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20.09.2010, 11:19
AW: Zu empathisch? Profillos?
Ich kenne eigentlich meine "Trigger". Alte Glaubenssätze, die da heißen "Sei angenehm für andere", "Mach deine Sache perfekt", "Fall nicht zur Last".
everybodies darling ????
Dazu kommen Erfahrungen: In unserer Familie waren/sind Konflikte bzw. Kritik schnell Grundsatzthemen: Das nicht aufgeräumte Zimmer war Indiz dafür, eine "schlechte Tochter" zu sein.
Liebe muss man sich verdienen?
Streit bei meinen Eltern führte oft zu der Aussage meines Vaters, sich scheiden zu lassen - damit war meine Mutter mundtot.
All das weiß ich. Und ja, ich schaffe es immer mal wieder, mir dessen bewusst zu werden.
Warum kommt mir das alles nur so wahnsinnig bekannt vor
Aber beispielsweise mein Chef hat einen ähnlichen Habitus drauf wie mein Vater - das kann mich aus den Socken hauen. Nicht immer, aber immer mal wieder.
Hui, wie nachhaltig solche Erfahrungen sein können... Ich ärgere mich immer mal wieder darüber, mir das oft nicht bewusst zu machen und wieder in die gleiche Schleife zu geraten...
Gefahr erkannt - Gefahr gebannt - Du kennst doch Deine Baustellen
Kroko
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20.09.2010, 11:20
AW: Zu empathisch? Profillos?
Kenzia
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20.09.2010, 12:23Inaktiver User
AW: Zu empathisch? Profillos?
Ich kenne das, daß ich nicht schnell genug umschalten kann von der gut Zuhörenden, um dann auch meine Sichtweise zu erläutern. Bis ich soweit wäre, ist die Situation längst rum.
OT: Mir ist hier eine Bemerkung aufgestossen. "Liebe muß man sich verdienen" Ich finde es immer erstaunlich, mit welcher Selbstverständlcihkeit so getan wird, als wäre das so abwegig. Wenn ich mich genau umschaue, finde ich traurig wenige Beispiele, in denen sich "Liebe" nicht durch "Passgenauigkeit" verdient wird.
Schaut euch dieses Forum an. Es wimmelt nur von, wie muss ich, kann ich, soll ich sein.
Wenn man durch bloßes Sein die Liebe erleben will, pokert man verdammt hoch und der volle Einsatz heißt Einsamkeit.
Als wäre hier die ganze Welt nur liebend unterwegs ...
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20.09.2010, 13:09Inaktiver User
AW: Zu empathisch? Profillos?
Wer sich abhängig macht von der Meinung der anderen, wer Liebe erkämpfen, erarbeiten oder kaufen will, der ist einsam.
Zu oft wird in meinen Augen Alleinsein mit Einsamkeit gleichgesetzt. Das ist es aber nicht.
Vielleicht überlegt jeder mal, was er unter Liebe versteht und dann kann man überprüfen, was einen wirklich einsam macht.
Ich bin viele Jahre meines Lebens allein gewesen, aber nie einsam. Definiere ich Liebe über Sex haben, dann habe ich jahrelang nicht geliebt.
Aber ich habe aus meiner Kurzehe 2 Kinder, die ich sehr liebe und ich bekomme Feedback.
Ich habe einen Haufen Trouble mit meinen Eltern, aber ich liebe sie sehr.
Ich habe meinen Job verloren, habe nichts adäquates gefunden und mache nun was ganz anderes, nicht besonders gut bezahltes. Aber ich liebe meine Arbeit, ich liebe das Gefühl etwas leisten zu können.
Ich habe viele gute Bekannte, und auch gute Freunde.
Mittlerweile schaffe ich es auch immer öfter klar und deutlich NEIN zu sagen und siehe da, die Spreu trennt sich vom Weizen,
Und ich bin kein Stück einsamer.
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20.09.2010, 13:46Inaktiver User
AW: Zu empathisch? Profillos?
Ich betone, ich meinte Einsamkeit. Und nicht alleine sein.
Es gibt verschiedene Arten der Liebe. Kinder oder Eltern anzuführen, wenn es um das Sein geht, ist nicht passend. Denn Verwandtschaft ist Verwandtschaft. Und die Liebe von und zu diesen ist nicht mit einer partnerschaftlichen Liebe zu vergleichen. Das sind verschiedene Paar Schuhe und das eine ersetzt nicht das andere.
Ich will damit sagen, man kann durchaus einsam sein, auch wenn man liebende Verwandtschaft hat.Geändert von Inaktiver User (20.09.2010 um 13:51 Uhr)
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20.09.2010, 14:53Inaktiver User
AW: Zu empathisch? Profillos?
@uli_F-2009,
ich bin also nicht, wenn ich keine partnerschaftliche, geschlechtliche Liebe habe?
Oder habe ich jetzt was falsch verstanden? *kopfkratz*
Ich glaube das es im großen und ganzen schon darum geht, wie man von der Umwelt anerkannt wird.
Ich bin die überwiegende Zeit meines Lebens partnerlos, aber eben nicht einsam.
Ist schon richtig, das man auch in der Verwandtschaft einsam sein kann, weil eben eine der vielfältigen Formen der Liebe nicht gegeben ist.
Wahre Liebe ist immer selbstlos, alles andere ist keine.
Natürlich kann es sein, das meine Liebe nicht angenommen, abgelehnt oder noch schlimmer ausgenutzt wird.
Der Grundstein zum Umgang mit der Liebe, vorallem mit der Liebe zu mir selbst wird in der Kindheit, in der Familie gelegt. Erlerne ich dort, das Liebe verdient oder vorgeheuchelt werden muss, dann schleppe ich das oft mein ganzes Leben lang mit.
Und hier liegt unter anderem auch das Dilemma der TE.
Du lernst als Kind, dass du anerkannt, gemocht und wahrgenommen wirst, wenn du dich so verhältst, wie es deine Eltern wünschen. Logisch oder?
Das Gefühl gemocht, geliebt zu werden ist einfach zu schön. Und dann plötzlich merkst du, dir ist aber nicht immer nach Sonnenscheinchen. Nun kannste dich entscheiden. Gehe ich das Risiko ein, dass man mich nicht mehr mag, weil ich eine eigenständige Persönlichkeit bin oder glaube ich nur, dass man mich vielleicht nicht mehr mag?
Es heißt doch nicht für umsonst sich lieb Kind machen. Als Erwachsener stelle ich mir damit aber ein Bein.
Ich selber habe noch nie eine langjährige glückliche Partnerschaft führen dürfen, Gründe diverse.
Ich bin also Geschlechtlich gesehen allein, aber durch meine Beziehungen in mein Umfeld, nicht unbedingt zu meinen Eltern, bin ich nicht einsam.
Im schlimmsten Liebeskummer, die ersten Wochen nach der Trennung, da fühle ich mich schon einsam, aber nicht als Grundgefühl des Lebens.
Ich kann geben und bekomme.
Und ich kann auch loslassen und mich anpassen ohne mich zu verbiegen. Kostet Energie und strengt an.
Aber es gibt immer, immer eine Hand, die sich uns entgegenstreckt, nicht ständig und nicht sofort. Und wir entscheiden ob annehmen oder nicht.
Das ist Menschlichkeit - die allumfassende Form von Liebe.
Vor lauter Hektik und Gedöns übersieht man sie aber oft, leider.





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