Es gibt da noch etwas, wie man es sehen könnte: Empathisch = Hochsensibel !
Dazu gibt es auch Info´s im Internet. Gerade hochsensible Menschen haben oft ein Problem damit, sich von solchen Dingen abzugrenzen und bei sich zu bleiben.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 84
Thema: Zu empathisch? Profillos?
-
17.09.2010, 13:13
AW: Zu empathisch? Profillos?
-
17.09.2010, 14:26Inaktiver User
AW: Zu empathisch? Profillos?
Zu dieser Sache kann ich nur folgendes sagen: Wenn ein Mensch etwas glauben möchte, kannst Du nicht dagegen argumentieren. Der Mensch glaubt, was er will. Du mußt sie auch nicht überzeugen. Gut finde ich, daß Du gesagt hast, daß Du das nicht findest. Wenn sie allerdings überzeugt werden will (?ich kenne die genaue Situation nicht), dann könnte ihr Jammern nur den Zweck verfolgen, von Dir die Gegenargumentation hören zu wollen, sich also auf diese Art ihre Bestätigung zu holen.
Also, arbeite Dich daran nicht so ab. Wie gesagt, ich diskutiere mit meiner Freundin auch nicht mehr. Ich fordere sie zu einer anderen Haltung auf. Sie macht es nicht, nicht schlimm, aber das Jammern macht dann auch keinen Spaß mehr
und hört schneller auf als früher.
Geändert von Inaktiver User (17.09.2010 um 15:59 Uhr)
-
17.09.2010, 15:53
AW: Zu empathisch? Profillos?
Unter Empathie verstehe ich nicht, Probleme anderer zu lösen bzw. immer Lösungsvorschläge anzubieten.
Empathie ist nach meinem Verständnis zunächst mal die Fähigkeit, sich in die GefühlsLAGE des anderen hineinversetzen zu können und das Problem des anderen wertfrei zu VERSTEHEN und zuzuhören.
"GefühlsLAGE des Anderen" ist ein ganz wichtiger Punkt, denn die kann bei anderen Menschen eben aus vielerlei Gründen ganz anders sein als bei mir selbst. Andere Erfahrungen, andere Ängste, andere Probleme.
Das kann MIR völlig widersinnig vorkommen, ist aber für den anderen seine Realität.
Empathie ist die Grundvoraussetzung, um überhaupt eine Lösung (und das verstehe ich nicht als Empathie) anzubieten, die dem anderen entspricht und für ihn (den anderen) gangbar wäre.
Wenn der andere diese Lösung nicht gehen kann oder will, dann ist es ebenfalls ein Zeichen von Empathie, dies stehen zu lassen und zu akzeptieren. Das kann man freundlich vermitteln und sagen:
Ich kann dir im Moment leider mit meinen Ratschlägen wohl nicht weiterhelfen!
-
17.09.2010, 16:01
AW: Zu empathisch? Profillos?
Elwyn:
Nichts anderes meinte ich
.
Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
-
17.09.2010, 16:42Inaktiver User
AW: Zu empathisch? Profillos?
*mitdemkopfnick* Sehe ich auch so. Aber gerade wenn ich dann spüre, wie sehr beispielsweise diese Freundin unter ihrer Situation leidet, will ich eben doch Lösungen anbieten. Mit-Leiden ist schwierig für mich... Vielleicht ist aber genau das das Gebot der Stunde. Unabhängig von der von mir beschriebenen Situation (bei der die Freundin noch eine Menge Möglichkeiten hätte, es zu verändern) gibt es ja Lebenssituationen, in denen es keine Lösungen gibt. Wo eher ein Da-Sein angesagt ist.Das geht ja - aus einer anderen Ecke kommend - in die ähnliche Richtung, die auch Uli_F aufgezeigt hat. Ich knabbere immer noch ein wenig an dem, was hinter meinem Wunsch steht, Lösungen anzubieten, auch wenn es "besserwisserisch" ist, das Gegenüber eben nicht da stehen lassen will, wo es gerade steht (und möglicherweise auch gar nicht weg will)...
-
17.09.2010, 16:55Inaktiver User
AW: Zu empathisch? Profillos?
Hallo,
zuerst mal scheinst Du sehr zu Mit-leid zu tun zu haben
Mit-leiden.....bedeutet ja, daß das Leid des anderen Deines wird!
Sowas hat nichts mit Empathie zu tun......die zwar voraussetzt, daß man mit dem anderen mitfühlen kann- ihn verstehen.....- aber ganz sicher die Abgrenzung von dem anderen zu sich selber bedeutet!
Wenn einen ein Thema des anderen so antickt- dann hat das auch immer mit einem selber zu tun.....- also bliebe da eher die Frage für Dich, was das mit DIR zu tun hat??
Natürlich kann es sehr schwer sein bei jemandem zuzuhören, der leidet....und das kann einen auch durchaus ein STück "mitnehmen".
Aber es sollte halt nicht soweit gehen, daß man richtig in den Sumpf des anderen hineingerät- es sind und bleiben die Probleme des anderen!
Du sagst "profillos"......das sehe ich gar nicht bei Dir!
Du hast eine Einstellung- eine Meinung.....und wenn man Dir zuhören WOLLTE....könnte man die doch auch erfahren, oder???
Klar ist man nicht immer ganz sicher.....warum dann nicht schweigen und dem anderen zuhören??
Muss man denn seine Meinung auf biegen und brechen denn notfalls rumschreien- in der Hoffnung man wird gehört??.....wird man dann genausowenig
Du kannst durchaus später bei solchen Gesprächen anrufen und sagen, daß Du Dir dazu GEdanken gemacht hast und meinst......****
Dann sieht man, daß Du Anteil nimmst- Dir Gedanken machst....und wenn die Person immer noch nciht zuhören will.....dann lass sie.....
Man muss zuhören wollen- Hilfe wollen.......- wenn einen die andere Seite der Medaille interessiert, dann diskutiert man zusammen über Sachen/Probleme......und redet nicht nur über seinen STandpunkt!!
Also...schweige ruhig, wenn Du unsicher bist....- in dem Fall wärst Du eh nicht gehört worden
kenzia
-
17.09.2010, 17:12Inaktiver User
AW: Zu empathisch? Profillos?
Hallo Kenzia,
danke - Du hast mir ein paar tolle Gedankenanstösse gegeben!
Jetzt aber mal weg von der Geschichte mit der Freundin, es diente nur als Beispiel. Ich erlebe es ganz "außerhalb" von Themen, die vielleicht auch mit mir zu tun haben, dass ich mich in die Gedanken/Gefühle/Dynamiken des Gegenübers hineinziehen lasse. Manchmal - das ist aber stimmungsabhängig - vermische ich es mit meinen eigenen Gefühlen zu diesem Thema, aber es kann auch passieren, dass ich einfach "drin" bin in dem, was das Gegenüber mir erzählt.
Ja klar habe ich meine Meinung, nicht zu allem, weil mir da manchmal zu viele Informationen fehlen, um mir eine Meinung zu bilden (da halte ich es mit Dieter Nuhr: "Wenn man mal keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse halten."
). Und wer will, kann sie hören. Ja, es stimmt, was Du schreibst: Wer es WILL.
Hmmmm...
-
17.09.2010, 18:03Inaktiver User
AW: Zu empathisch? Profillos?
Hallo daani,
also- ich finde es ja überhaupt nicht schlimm, wenn man in einem Thema "drin" ist, was ein Gegenüber erzählt!
Im Gegenteil.....damit wirst Du ein Zuhörer sein, den jeder will- nämlich total aufmerksam und zuhörend!!- besser geht es nicht!
Die Kernfrage ist IMMER nur....wie FÜHLST Du Dich dabei???
Und....geht es nur um Themen, die negativer sind-- oder reissen Dich positive Sachen genauso mit??
Die Frage...würde mich mal interessieren...
lieben Gruss
kenzia
-
17.09.2010, 18:13
AW: Zu empathisch? Profillos?
Du leidest mit.
Das ist quasi das Gegenteil von Emphatie.
Was hast Du davon? Hörst Du es so gerne dieses: Du verstehst mich! ?
Ich persönlich habe durch Konfliktmanagement-trainings und Kommunikationskurse mein Gefühl für mich selbst analysiert und mein Kommunikationsmuster verändern gelernt.
Im Übrigen passiert das auch Coaches und Therapeuten immer mal wieder.Manchmal - das ist aber stimmungsabhängig - vermische ich es mit meinen eigenen Gefühlen zu diesem Thema, aber es kann auch passieren, dass ich einfach "drin" bin in dem, was das Gegenüber mir erzählt.
Das ist einfach Menschlich.
Erkennen und zu sich zurückgehen ist in solch einem Moment wichtiger als zu hadern mit sich.
Hab Geduld mit Dir. Das kann dauern
-ND-Das Glück gehört denen die sich selber genügen." Aristoteles
.
-
18.09.2010, 06:54Inaktiver User
AW: Zu empathisch? Profillos?
Hallo -ND-,
tja, was habe ich davon? Gute Frage...
Ja, in der Tat, ich werde "schneller gemocht", weil ich ja so verständnisvoll bin. Ich muss mich weniger reiben.
Und - um damit auf Kenzias Frage einzugehen: Interessanterweise kann ich mich bei positiven Dingen zwar mitreissen lassen, schaffe es aber viel eher, so bei mir zu bleiben, dass ich meine Meinung/Sichtweise etc. anbringen kann. Bei negativen Dingen, v.a. wenn ich kritisiert werde, springt der Tunnelblick an. Ich muss das Thema dann schon im Voraus kennen und mich gut vorbereitet haben, um dann "gegenhalten" zu können. Sonst ist es sehr Tagesform-abhängig.
-ND-, dieses "Erkennen und zu sich zurückkehren" ist ja genau das, was ich in diesem Momenten gerne können möchte. Es ist "nur" die Frage, wie...


Zitieren

