So, langes Thema, aber ich denke, ich hab das, was mich gerade bewegt, ganz gut in Worte gefasst:
Einmal - und das zieht sich durch mein ganzes Leben - schaffe ich es, nach einer gewissen Zeit (sagen mir mal, zwischen 6 und 12 Monaten), mich unbeliebt zu machen, egal, wo es ist (na ja, es gibt Ausnahmen).
Und außerdem beschäftigt mich das auch so total! Wenn ich genau weiß, da gibt es jemanden, der mich nicht mag, der schlecht über mich redet, dann ist das wie ein Stich in die Magengegend. Auch wenn mein Verstand genau weiß, dass das sowieso nicht klappt, schaue ich mich immer in meiner Umgebung habe und habe das Gefühl, alle sind irgendwie beliebter, haben mehr "sozialen Erfolg", kommen besser an.
Vor allem denke ich mittlerweile, dass ich immer selbst schuld bin, dass ich vielleicht ein wenig im Abseits stehe - mit unbedachten Bemerkungen, einem zu lebhaften Auftreten, vielleicht auch ein bisschen zu viel Sendungsbewusstsein...
Hat irgendjemand Erfahrungen mit so etwas? Eigentlich bin ich es auch leid, immer auf alles achtgeben zu müssen, aufzupassen, das ich mich nicht soundso verhalte, was ich wem gegenüber sage. Aber andererseits bringt es mir eben auch Nachteile...
Und ich mag nicht immer meine Zelte abbrechen müssen, wenn es irgendwo nicht geklappt hat, eine neue Gruppe suchen, in der Hoffnung, dort länger mal Gruppenmitglied sein zu können.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 70
-
16.09.2010, 21:59
Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen
Avatar made by Betsi!
-
16.09.2010, 22:09
AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen
Sc hreib doch mal, wie Du Dich verhältst, wenn Du glaubst, dass Du immer nach einem halben Jahr unbeliebt bist.
Wenn das in allen Gruppen so ist, kann es ja nicht an den Gruppen liegen.
Oder ist das evtl. nur Deine Wahrnehmung, dass Du unbeliebt bist? Was sagen denn Andere, die Dich in den entsprechenden Gruppierungen erleben?Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
Aber macht!
ausgeborgt von Uli_F-2009
-
16.09.2010, 22:14
AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen
-
16.09.2010, 22:22
AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen
beschreib mal möglichst neutral, wie du dich so verhältst, hasi, möglichst ohne entlarven zu wollen, wodurch du dich unbeliebt machst. da könnten viele hinweise drin sein.
-
16.09.2010, 22:37
AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen
Also, gesagt hat mir das noch keiner, dass ich unbeliebt bin. Vielleicht sehe das nur ich so.
Aber es kann ja auch nicht jeder Mensch gleich beliebt sein, sonst gäb es da ja keine Abstufungen mehr.
Wie ich mich verhalte? Ich glaube, es gibt da keine herausragende Verhaltensweise, so nach dem Motto: es ist genau diese und jene Eigenschaft. Ich bin halt, wie ich bin.
In der Gruppe, um die es jetzt geht (das sind meistens so Gelegenheiten wie Klassen, Kollegenkreise usw), hab ich eine Bemerkung losgelassen, die man zweideutig verstehen kann. Davon fühlen sich Leute betroffen, die ich damit gar nicht gemeint habe, und die meinen jetzt, ich hätte sie bei einem anderen Kreis diskreditieren wollen. Wollte ich aber nicht und diese Gruppe hat das auch gar nicht so verstanden, sondern genau so wie ich es gemeint habe.
Das fühlt aber natürlich jetzt zu Getuschel und man sagt mir nach, ich wär ne Intrigantin und wollte ihnen was Böses... wie auch immer.Avatar made by Betsi!
-
16.09.2010, 22:46
AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen
Ich weiß leider auch nicht immer, woran es liegt. Irgendwie scheine ich wohl anders zu sein.
Oft hängt das ja bei mir auch mit Beruflichem/Schulischem zusammen. In rein privaten Gruppen passt das oft bei mir, aber wo irgendwie Menschen hinzukommen, die das Gleiche machen beruflich wie ich, wird es schwierig (Schule/Ausbildung/Job)Avatar made by Betsi!
-
16.09.2010, 23:26Inaktiver User
AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen
Weißt du: Das ist auch so eine Art von Allmachtsphantasie, so zu denken. Dann bist du enorm mächtig. Zwar im Negativen, aber trotzdem enorm mächtig.
Mach es doch mal - versuchsweise - alles ein wenig kleiner. Du könntest zum Beispiel denken: Ich bin zwar ein Volltrottel, aber nur ein kleines bisschen volltrotteliger als alle Anderen. Dann kriegt das wieder ein menschliches Maß.
Cheers.
-
16.09.2010, 23:45
AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen
Hmmm, sehr interessant. So habe ich das noch nie gesehen.
Ich wurde irgendwie so erzogen, davon auszugehen, dass alles, was schief läuft, meine eigene Schuld ist. Das sitzt drin. Ich hab das immer in einem ganz anderen Licht gesehen, aber noch nie als Allmacht. Eher als All-Dummheit. Oder an allem schuld.
Aber stimmt schon irgendwie.
Ich schrecke total davor zurück, zu denken: da hab nicht ich was falsch gemacht, sondern die haben mich falsch verstanden.Avatar made by Betsi!
-
17.09.2010, 06:56Inaktiver User
AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen
Hasi, das passt grad nicht so ganz zum Thema, weil wir ja keine berufliche Gruppe sind. Aber ich "kenn" dich nun auch schon eine Weile und mag dich immer noch ganz doll!

Wollte ich nur mal hier lassen.
Und ehrlich gesagt glaube ich, dass das oben im Zitat vermutlich das Hauptproblem ist. Kann es sein, dass du nach einer Bemerkung, die irgendwie "schräg" angekommen ist, denkst, dass dich ja nun alle "blöd" finden müssen? Und dann reagiert man auch schnell übersensibel auf jedes Zeichen und interpretiert jede Regung als "da bin ich nun unten durch".Ich schrecke total davor zurück, zu denken: da hab nicht ich was falsch gemacht, sondern die haben mich falsch verstanden.
Mein Gedanke am Morgen dazu.
-
17.09.2010, 07:24Inaktiver User
AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen


Zitieren

