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    AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen

    Zitat Zitat von HasiII Beitrag anzeigen
    Komischerweise will ich gar nicht mehr Everybody's Darling sein. Aber "the most bodies' Darling" dann irgendwie doch schon.
    Ich finde man kann es doch ruhig zugeben, dass man lieber beliebt ist als unbeliebt. Und das machst du ja auch -irgendwie doch schon-

    Es kommt mir so vor, als ob es als besonders cool gilt zu sagen "ich muss nicht überall beliebt sein". Wenn jemand so etwas sagt, dann frage ich mich, warum jemand so etwas sagt.

    Einem weiteren Kennenlernen ist das doch nicht förderlich, oder? Ich ziehe mich dann zurück, wenn jemand sagt, er brauche nicht überall beliebt sein. (dann schmor halt im eigenen Saft)

    Aber deine Frage ist ja, wie man diese Selbstzentrierung los wird.

    Indem man feststellt, dass man sie hat? Sich dessen bewußt wird?

    Demzufolge müsste sich deine Selbstzentrierung eigentlich gerade in Luft aufgelöst haben.

    Oder?
    Wer bei mir Streit sät, kann die Ernte gleich mitnehmen.

  2. Inaktiver User

    AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen

    Zitat Zitat von polilla Beitrag anzeigen
    ....und soooo interessant sind wir auch wieder nicht, dass wir ständig Gesprächsthema sind.
    Da hast du wohl recht , das sollte man sich immer mal wieder vor Augen halten.

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    AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen

    Zitat Zitat von Sittsam1 Beitrag anzeigen
    Es kommt mir so vor, als ob es als besonders cool gilt zu sagen "ich muss nicht überall beliebt sein". Wenn jemand so etwas sagt, dann frage ich mich, warum jemand so etwas sagt.
    Dieser Satz irritiert mich.

    Heißt das im Umkehrschluss, dass Du mit jedem Menschen in Deiner Umgebung befreundet sein kannst? Gibt es keine Eigenschaften, die Dir nicht liegen?

    Oder möchtest Du auch bei den Leuten, deren Einstellung Du eigentlich nicht so toll findest, beliebt sein?
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

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    AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen

    Gute Frage, Anne dingsda :-)

    du gehst, wenn ich das richtig verstehe, umgekehrt an das "Problem" heran. Eine Freundschaft ist für mich wieder etwas anderes als eine lockere Bekanntschaft. Mit richtigen Freunden kann man sich aussprechen oder ihnen etwas anvertrauen und sicher sein, es wird nicht weitergetratscht.

    Jetzt beschäftigt mich die Frage aber sehr. Ich bin da mal in mich gegangen und frage mich gerade ob ich es aushalten würde wenn ein, z.B. Neo-Nazi, um meine Bekanntschaft oder Freundschaft sich bemühen würde.

    Da würde ich wahrscheinlich jede Minute nutzen, um ihm die Gehirnwäsche wieder auszutreiben. Jetzt wo ich so darüber nachdenke fällt mir ein, es gibt so jemandem im weiteren Bekanntenkreis. Dort habe ich mein Unverständnis über gewisse weltanschauliche Äußerungen auch kundgetan und tatsächlich hält sich derjenige in meinem Beisein seitdem auch zurück.

    Wenn ich bei Leuten, deren Einstellung ich nicht toll finde, beliebt bin, dann habe ich doch die Chance, die Einstellung der Leute zu hinterfragen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ob ich nach näherem Kennenlernen dann immer noch beliebt bin wird sich herausstellen. Also gibt die Option möglicherweise beliebt zu sein mehr Handlungsspielraum.

    Ob ich beliebt bin oder nicht, darauf habe ich nur wenig Einfluss. Was mich ja eher stört sind Äußerungen wie "ich bin nicht auf der Welt, um von jedem gemocht zu werden." So ganz pauschal. Sowas ist in meinem Augen schon eine Kampfansage und gleichzeitig kommt eine Verletzlichkeit zum Ausdruck, indem man schon vorbeugend sagt "ihr müsst mich nicht mögen, ich will das gar nicht".

    Im Grunde sitzen wir doch alle im gleichen Boot. Oder? Soziale Kontakte gehören zur Natur des Menschen. Ohne sie geht man ein oder wird "komisch". Man kann doch einfach zugeben, dass man sich innerhalb eines Grüppchens zugehörig fühlen möchte. Das ist doch keine Schwäche, sondern ganz normal.

    Aber ich meine manchmal herauszuhören, dass es als Schwäche ausgelegt wird, andere zum Leben zu brauchen. Klar, kann man auch alleine leben, die Frage ist nur auf welchem Level und was ist der Sinn? DAS ist das worauf ich hinauswill.

    Verständlich geworden?

    Falls nicht, dann einfach weiterfragen. *lach*
    Wer bei mir Streit sät, kann die Ernte gleich mitnehmen.

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    AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen

    Grundsätzlich ist das ja eine sehr vernünftige Einstellung, zu wissen, dass man nicht von allen gemocht werden kann. Wenn man das nicht will, dann ist das ja grundsätzlich eine andere Sache, aber vielleicht auch nur unklar ausgedrückt.

    Ich finde aber auch solche Menschen, die das so plakativ vor sich hertragen, etwas seltsam. Wenn ich das ständig sagen muss, dann ist es mir doch nicht so ganz in Fleisch und Blut übergegangen? Als ich angefangen habe, mich aus meiner pubertären Markenfixierung zu lösen, weil ich dachte, das kommt schlecht an, habe ich das auch allen Menschen ständig gesagt. Weil es mir eben doch noch nicht so ganz egal war, und ich immer die Bestätigung gebraucht habe, dass das so richtig ist.

    Wär schön, wenn man Macken (Selbstzentrierung) dadurch los wird, dass man sie erkennt. Aber wie sagt man immer so schön: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Leider aber eben erst der erste

    Habe heute jedenfalls schon daran gearbeitet, mich um andere gekümmert und einen Outdoor-Event mit behinderten Kindern gemacht (mit anderen zusammen).
    Avatar made by Betsi!

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    AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen

    Zitat Zitat von Sittsam1 Beitrag anzeigen
    Gute Frage, Anne dingsda :-)

    Verständlich geworden?
    Ja, dankeschön

    Dem stimme ich unbedingt zu
    Zitat Zitat von Sittsam1
    Aber ich meine manchmal herauszuhören, dass es als Schwäche ausgelegt wird, andere zum Leben zu brauchen. Klar, kann man auch alleine leben, die Frage ist nur auf welchem Level und was ist der Sinn? DAS ist das worauf ich hinauswill.

    Zitat Zitat von HasiII
    Grundsätzlich ist das ja eine sehr vernünftige Einstellung, zu wissen, dass man nicht von allen gemocht werden kann. Wenn man das nicht will, dann ist das ja grundsätzlich eine andere Sache, aber vielleicht auch nur unklar ausgedrückt.
    Ich glaube, das ist keine Frage des Wollens sondern eine Unmöglichkeit.

    Ich habe eine Zwillingsschwester und wir sind vom Charakter her sehr unterschiedlich. Wir mögen uns, hatten aber jeweils unterschiedliche enge Freunde, die mit dem anderen Zwilling meist nicht so viel anfangen konnten.

    Es gibt so viele Möglichkeiten bei anderen "beliebt" zu sein und Du kannst nicht alle Eigenschaften abdecken.
    Ein paar Beispiele:
    Jemand ist beliebt,
    weil er jede Party in Schwung bringt,
    weil er zurückhaltend ist,
    weil er gut aussieht,
    weil er nicht so gut ausieht (das Gegenüber fühlt sich dann überlegen)
    weil er hilfsbereit ist,
    weil er auch mal NEIN sagen kann
    weil er oft verrückte Ideen hat,
    weil er ein ausgleichendes Wesen hat

    und und und ...

    Zitat Zitat von HasiII
    Habe heute jedenfalls schon daran gearbeitet, mich um andere gekümmert und einen Outdoor-Event mit behinderten Kindern gemacht (mit anderen zusammen).
    Das finde ich toll
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

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    AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen

    Zitat Zitat von HasiII Beitrag anzeigen
    Weil es mir eben doch noch nicht so ganz egal war, und ich immer die Bestätigung gebraucht habe, dass das so richtig ist.
    Da erkenn ich mich auch wieder und das zog sich wie ein roter Faden durch mein Leben.

    Aber wenn man wirklich zu dem stehen will, was einen selbst ausmacht, sich selbst ehrlich gegenüber bleiben und sich nicht verbiegen will, dann muss man davon ausgehen, das man irgendwo aneckt...und man muss lernen damit zu leben....

    Ein bisserl extrem, aber:
    Ich war "gefallsüchtig" - Süchtig, anderen zu gefallen. Dafür hab ich mich verbogen ohne Ende, immer die "nette", höflich, gut gelaunt, immer zur Stelle, hilfsbereit- Letzendlich ist das auch mein (anerzogener) Charakter, ich bin auch heut noch "nett im Umgang", und auf jeden Fall der extrovertierte Typ ,aber ich pass einfach mehr auf mich und meine Energien auf und umgebe mich bewußt mit Menschen, die mich nicht aussaugen.

    Schlicht und einfach aufgrund ner Reihe schlechter Erfahrungen

    UND: ich steh dazu, mich muss man nicht auf Anhieb mögen, aber jeder sollte einfach bei seinen Mitmenschen näher hinsehen.

    polilla

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    AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen

    Zitat Zitat von HasiII Beitrag anzeigen

    Habe heute jedenfalls schon daran gearbeitet, mich um andere gekümmert und einen Outdoor-Event mit behinderten Kindern gemacht (mit anderen zusammen).
    Das finde ich toll


    Ich auch !

    polilla

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    AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen

    Danke Dieses Wochenende (ist jedes Jahr im Herbst) gibt einem auch immer einige Tage das wohlige Gefühl, dass im eigenen Leben doch alles mehr als in Ordnung ist - man ist gesund, hat alle seine Sinne zusammen Auch wenn die Kinder im Vergleich zu manch nicht behindertem Exemplar in dem Alter oft echte kleine Sonnenscheine sind

    Ich habe zu diesen ganzen Sachen - Unsicherheit anderen gegenüber, Gefallsucht - auch die letzten Tage ein recht interessantes Buch angefangen, nämlich "Miteinander reden" von Friedemann Schulz v. Thun. Hochinteressant, auf welchen Ebenen man miteinander kommunizieren kann und wie oft Missverständnisse entstehen können!

    Was denkt ihr, wo kommt das her, wenn ein Mensch mehr Bestätigung, mehr Zuwendung braucht? Aus der Kindheit? Also, sprich: Elternfehler? Oder gibt es einfach Menschen, die so sind und die das nie "wegbekommen"?
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    AW: Gegen das Gemocht-werden angehen/schaffe es immer, mich unbeliebt zu machen

    Zitat Zitat von Sittsam1 Beitrag anzeigen
    Ob ich beliebt bin oder nicht, darauf habe ich nur wenig Einfluss.
    Wir haben sehr viel Einfluss darauf, ob wir gemocht werden. Mit unserem Verhalten.

    Was mich ja eher stört sind Äußerungen wie "ich bin nicht auf der Welt, um von jedem gemocht zu werden." So ganz pauschal. Sowas ist in meinem Augen schon eine Kampfansage und gleichzeitig kommt eine Verletzlichkeit zum Ausdruck, indem man schon vorbeugend sagt "ihr müsst mich nicht mögen, ich will das gar nicht"..... Klar, kann man auch alleine leben, die Frage ist nur auf welchem Level und was ist der Sinn?
    Nun, es ist doch klar, dass niemand, wirklich niemand, von allen gemocht wird. Warum sollte man der Realität nicht ins Auge sehen?
    Wenn man sich von dem Wunsch befreit hat, immer gemocht zu werden, beliebt zu sein bei allen, dann kann man entspannt leben.

    Findest Du nicht?

    Level? Alleine leben? Vielleicht auf dem Level der Selbsterkenntnis?

    Bei Dir klingt das so negativ, verächtlich.

    Zitat Zitat von HasiII Beitrag anzeigen
    Habe heute jedenfalls schon daran gearbeitet, mich um andere gekümmert und einen Outdoor-Event mit behinderten Kindern gemacht (mit anderen zusammen).
    Jetzt machst Du das, was Du im Realleben wahrscheinlich auch machst: schnell etwas Positives berichten, eine Monstranz des Guten vor Dir hertragen, damit Dich alle total toll finden und Dir sagen, wie gut Du bist.

    Oder?
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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