Antworten
Seite 1 von 8 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 79
  1. User Info Menu

    Denken an das Ende

    Hallo zusammen,

    diese Woche werde ich 37.

    Und ich denke schon seit ein paar Jahren zunehmend an das Ende, also daran, irgendwann sterben zu müssen.

    Mittlerweile beschäftigen mich die Gedanken täglich.

    Ich fühle mich alt und weiß, dass auch beim Erreichen der natürlichen Lebenserwartung, also ohne schwere Erkrankung oder Unglück, ein Großteil der Zeit abgelaufen ist.

    Die Vergänglichkeit steht mir täglich vor Augen. Diese Gedanken belasten mich.

    Dabei ist es das Normalste auf der Welt, zu sterben.

    Hat jemand von Euch eine Idee, woher solche ständigen Gedanken kommen könnten?

    Grüße

    Schönbürzel

  2. Inaktiver User

    AW: Denken an das Ende

    Zitat Zitat von schoenbuerzel Beitrag anzeigen
    Und ich denke schon seit ein paar Jahren zunehmend an das Ende, also daran, irgendwann sterben zu müssen.

    Mittlerweile beschäftigen mich die Gedanken täglich.

    Ich fühle mich alt und weiß, dass auch beim Erreichen der natürlichen Lebenserwartung, also ohne schwere Erkrankung oder Unglück, ein Großteil der Zeit abgelaufen ist.
    Die Vergänglichkeit steht mir täglich vor Augen. Diese Gedanken belasten mich.
    Dabei ist es das Normalste auf der Welt, zu sterben.
    Hat jemand von Euch eine Idee, woher solche ständigen Gedanken kommen könnten?
    Hm eigentlich war mein erster Impuls etwas über den Tod und die Beschäftigung an sich zu schreiben aber ich glaube, das ist gar nicht das primäre Thema, es zeigt sich nur darüber.

    Es geht auch um das Hier- und Jetzt und das macht man nicht wenn man wahlweise in der Vergangenheit oder wie Du in der Zukunft lebst.

    Mit der Zukunft kann man soviel Angst erzeugen, dass man wirklich meint es ist alles vorbei.

    Du lebst also nicht im hier und jetzt sondern in der Zukunft. Und diese Zukunft bereitet Dir Angst.

    In mir kam so ein Gefühl hoch von:
    für was benützt die Frau Schoenbuerzel im besten Alter diese Angst?

    Was musst Du nicht betrachten in der Gegenwart?

    Was lebst Du nicht?

    Hast Du wirklich Angst zu sterben oder ist es eher so, dass Du Angst vorm Leben hast?
    Vielleicht sogar Leben zu schenken?

    Was also macht Dir so eine Angst in der Gegenwart anzuschauen, so dass Du die grösste Angst überhaupt, den Tod, benutzen musst um die Gegenwartsangst zu übertrumpfen?

  3. Inaktiver User

    AW: Denken an das Ende

    Hui Herr Stecher - das hast du aber toll geschrieben!

    Schließe mich der Frage an....manchmal lenkt man sich ja nur ab um nicht direkt auf ein Problem zu gucken...

    Hat sicher auch was mit deiner aktuellen Situation zu tun oder?


    Du bist erst 37 und machst dir über dein Ende Gedanken.... die Hälfte der Zeit?

    Naja ich bin 48 und habe noch 57 Jahre vor mir....DAS ist richtig viel Zeit finde !!

  4. User Info Menu

    AW: Denken an das Ende

    da hat stecher sicher recht ...

    aber es ist vielleicht auch ein bisschen normal, dass einem die endlichkeit der eigenen existenz irgendwann bewusst wird. ich bin zehn jahre älter als du, schoenbuerzel, und bei mir hat es jetzt erst eingesetzt. das bewusstsein, dass die jahre gezählt sind.

    aber im gegensatz zu dir empfinde ich das nicht als belastend, sondern als sehr positiv. ich lebe bewusster, entscheide mich schneller und radikaler, setze mich dingen nicht aus, die ich nicht brauche. und ich gehe bewusster und "nachhaltiger" mit meinem körper und meiner gesundheit um.

    ich arbeite im altenheim und ehrenamtlich als hospizhelfer - ich habe also täglich vor augen, wohin die reise geht. ich habe aber auch vor augen, dass für jene, die ihr leben gelebt und genossen haben, das alter und das ende akzeptabel sind. für die, die ihr leben lang nur auf irgendwas gewartet oder sich von anderen haben umherschubsen lassen, ist es der weltuntergang.

    ich möchte zu den erstgenannten gehören. ich arbeite dran.


  5. User Info Menu

    AW: Denken an das Ende

    Die Gedanken kenne ich, sie kamen etwas später, aber sie kamen. Vor dem Tod selber habe ich keine Angst aber vor dem wie. Ich könnte mir überhaupt nicht vorstellen, gebrechlich in einem Altersheim zu liegen und vollkommen von anderen ab hängig zu sein.

    Um da nicht hinzukommen beuge ich vor - hoffentlich, ich gebe mir Mühe - ich mache viel Sport, ernähre mich gesund. Einige Zeit hat es gedauert bis ich Positives daraus machen konnte: Ich lebe im jetzt, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft, ich versuche mir mein Leben so zu gestalten, dass es mir gefällt. Dinge, die machen möchte mache ich ich, mir ist es auch wichtig alte Träume, die ich bisher nicht machen konnte, zu erfüllen.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


  6. User Info Menu

    AW: Denken an das Ende

    Hallo schoenbuerzel,

    Zitat Zitat von schoenbuerzel Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    diese Woche werde ich 37.

    Und ich denke schon seit ein paar Jahren zunehmend an das Ende, also daran, irgendwann sterben zu müssen.

    Mittlerweile beschäftigen mich die Gedanken täglich.

    Ich fühle mich alt und weiß, dass auch beim Erreichen der natürlichen Lebenserwartung, also ohne schwere Erkrankung oder Unglück, ein Großteil der Zeit abgelaufen ist.

    Die Vergänglichkeit steht mir täglich vor Augen. Diese Gedanken belasten mich.

    Dabei ist es das Normalste auf der Welt, zu sterben.

    Hat jemand von Euch eine Idee, woher solche ständigen Gedanken kommen könnten?
    meine Gedanken dazu:

    -kurz vor Geburtstagen,( insobesondere vor runden Geburtstage, so finde ich) befasst man sich verstärkt mit dem Thema "Zeit, Alter und vielleicht auch Vergänglichkeit, das ist völlig normal.
    Immer, wenn in irgendeinem Lebensbereich eine Veränderung ansteht, wie eben auch ein Geburtstag eine Veränderung bedeutet, dann wirft das eigene Bewußtsein sozusagen ein Schlaglicht auf das Thema und man beschäftigt sich damit.
    - wenn man keine Kinder im eigenen Lebensumfeld hat, dann sieht man nix wachsen und kann sich daher, so finde ich, eher den Gedanken an das Vergehen widmen.
    Als Gegenmittel dafür würde ich empfehlen, verbindlichen Konkakt zu einem Kind in Deiner Verwandschaft oder Bekanntschaft aufzubauen. Denn die tragen die Zukunft in sich, sie repräsentieren die Zukunft und das wird Dich anstecken und positiv stimmen.

    Ansonsten gäbe es noch einige Lösungsansätze, wie z.B.: versuchen, das eigene Leben spannender und interessanter zu gestalten, oder sich einer Glaubenshaltung anzuschließen, die leichter zu ertragen ist als die des Nihilismus`.
    Denn da sowieso keiner weiß, was nach dem Tod ist, kannst Du genausogut auch daran glauben, als schoenbuerzel wiedergeboren zu werden.

    Das nur schnell in aller Kürze, denn ich muß raus hier, meine Mittagspause endet leider.

    LG Kyria

  7. User Info Menu

    AW: Denken an das Ende

    Danke für Euren lieben Antworten .

    Kinder gibt es weder in meiner Familie noch in meinem Umfeld. Ich leben ohne den Einfluss von Kindern.
    Selbst hatte ich auch nie einen Kinderwunsch.

    Ich bin absolut ungläubig.

    Mein Leben besteht zu einem sehr großen Teil aus Arbeit, aber ich denke, das ist für mich in Ordnung, denn ich arbeite gern.

    Träume erfüllen....Ich denke oft daran, ganz von vorn zu beginnen. Das ist irrational, da es mir gut geht. Es ist der Drang zum Perfektionismus, die Unsicherheit, vielleicht das Maximum nicht auszunutzen, das aber irgendwo - wo auch immer - verborgen liegt.

    Ich fühle Stillstand und denke, es "kommt nichts mehr". Es geht immer so weiter: aufstehen, arbeiten, essen, Sport machen, schlafen.

    Ich werde 37. Es ist klar, Familie werde ich nicht haben. Ein Haus werde ich nicht bauen. Wenn ich Glück habe und nicht krank werde, wird es immer so weitergehen.

  8. Inaktiver User

    AW: Denken an das Ende

    Zitat Zitat von schoenbuerzel Beitrag anzeigen
    Danke für Euren lieben Antworten .
    Klingt ziemlich abgeklärt was Du da so schreibst. Ich mein das nicht negativ aber so klar wie es rüberkommen soll passt das nicht zu dem jahrelangen Thema, das Dich ja auch belastet.

    Es gibt Abschnitte im Leben, die einem Rhytmus unterworfen sind, so ca. alle 7 Jahre und da hinterfrägt man sich noch einmal und sein Leben.
    Und das kann auch gut sein, dass es runde Geburtstage sind wo diese Gedanken kommen können aber bei Dir steht ja kein Runder an und es beschäftigt Dich seit Jahren und das jeden Tag.

    Was würde denn Dein Leben bereichern?

    Perfektionismus ist natürlich aus so eine Sache. Anscheinend hast Du privat und beruflich alles erreicht und es gibt keine Aufgabe mehr.

    Wem willst Du etwas beweisen?

  9. User Info Menu

    AW: Denken an das Ende

    Zitat Zitat von schoenbuerzel Beitrag anzeigen

    Ich werde 37. Es ist klar, Familie werde ich nicht haben. Ein Haus werde ich nicht bauen. Wenn ich Glück habe und nicht krank werde, wird es immer so weitergehen.
    Ich werde in einem Jahr 37

    Meine Endlichkeit ist mir schon immer bewusst,
    ich hab sie aber nie als beängstigend, sondern als eben sogar als Antriebsfeder verstanden,
    und ich hab mich in meinem Leben so eingerichtet, dass ich es eigentlich ganz schön fände, wenn es immer so weitergeht.

    Nur- das tut es doch eh nie...

    Ich habe- ohne großartig Pläne dafür zu schmieden- schon sehr viel erlebt, kann auch nicht das Empfinden bestätigen, dass im Alter die Zeit immer schneller vergeht.

    Mein Leben ist ziemlich intensiv und wenn jetzt (erst) die Hälfte rum ist- puuuh!
    Nochmal das ganze wird echt gaaaanz schön anstrengend!!

    Ewig leben, die Vorstellung wär mir ein Graus!

    Es tut mir leid, dass dich das so belastet.

    Warum, solltest du nicht nochmal neu anfangen,
    auch wenn es dir (objektiv) gut geht??
    Das eine schließt doch das andere nicht aus!
    ---

    In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.

    Dalai Lama

    __________________

  10. User Info Menu

    AW: Denken an das Ende

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    Die Gedanken kenne ich, sie kamen etwas später, aber sie kamen. Vor dem Tod selber habe ich keine Angst aber vor dem wie. Ich könnte mir überhaupt nicht vorstellen, gebrechlich in einem Altersheim zu liegen und vollkommen von anderen ab hängig zu sein.

    Um da nicht hinzukommen beuge ich vor - hoffentlich, ich gebe mir Mühe - ich mache viel Sport, ernähre mich gesund. .
    Aber die wenigsten Menschen sterben doch gesund?

Antworten
Seite 1 von 8 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •