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    AW: Denken an das Ende

    Bei mir war es immer so, wenn ich gesucht habe, habe ich was gefunden.

    Zwischen aufstehen und schlafen gehen passiert aber doch noch eine Menge. Es sind die Kleinigkeiten, die das Leben ausmachen, jedenfalls für mich. Jetzt im Herbst kommt die Zeit, in der der Himmel in tollen Wolken und Farben ist usw. Ich habe mir z. B. überlegt 2 Jahre früher mit der Arbeit aufzuhören, wenn das Geld stimmt! Alleine mir das zu überlegen fand ich spannend. Vor einer Woche war ich Sonntags im Internetcafe, weil ich einen Staubsaugerschlauch suchte. Habe keinen gefunden aber dafür meinen Urlaub nächstes Jahr auf meiner Lieblingsinsel gebucht , war schon 6 Jahre nicht mehr da (Korsika ) und dabei wollte ich nur nachsehen, ob schon die Termine auf der Homepage drin sind, ob ich dann Urlaub bekomme, wusste ich auch nicht, hatte allerdings die Vermutung, dass es klappen würde. Jetzt freu ich mich auf nächstes Jahr . Im April da gibt es noch Schnee und Eis in den Bergen und das strahlend blaue Meer unten und jetzt gucke ich mal was ich dort noch nicht kenne und machen möchte. Alleine die Planung ist schon ein Vergnügen für mich. Das mal so als Beispiel, was das Leben für mich ist und ich habe einen grottenlangweiligen Job, aber dafür ist er sicher und ich brauche diese Sicherheit.

    Was wäre denn das Maximum? Ich habe keine Ahnung.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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    AW: Denken an das Ende

    Eigentlich sterben wir doch ununterbrochen und werden auch ununterbrochen neu geboren. Du bist heute nicht derselbe Mensch wie auf Deinen Kinderbildern und Du wirst morgen auch wieder ein ganz anderer Mensch sein. Körper, Gefühle und Gedanken verändern sich dauernd. Das ist bedrohlich, aber auch die einzige Ursache dafür, dass sich Neues entwicklen kann. Du schreibst, dass Du nicht spirituell bist. Du bist es, weil Du über das Sterben nachdenkst. Und das ist ein guter Anfang, glaube ich.

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    AW: Denken an das Ende

    Ich liebe Tiere und Natur, bin in einem Verein für Vogelkunde.

    Habe ein Gnadenbrotpferd und bin im Radsport aktiv.

    Bin sowas wie die "Chefspendeneintreiberin" einer größeren, gemeinnützigen Organisation.

    Und habe zwei Katzen.

    Mache schon recht viel.

    @ stecher

    Beruflich und privat alles erreicht. Na ja, was ist "alles". Ich bin kein Single, ja. Und ich habe mich von Qualifikation zu Qualifikation hoch geschraubt. Bisher hatte ich keinen Monat, wo ich nicht neben dem Job promoviert oder weiter studiert hätte. Werde Ende September mit einem weiteren Studiengang fertig und überlege schon, was dann als nächste große Hürde kommen könnte.

    Ich möchte gerne noch viele Studiengänge machen, komplett andere Dinge: Medizin, Bio, Umwelttechnik und, und, und.

    Es ist eben so: ein Leben reicht eben nicht dazu. Damit muss man sich einfach abfinden.

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    AW: Denken an das Ende

    Zitat Zitat von schoenbuerzel Beitrag anzeigen
    Danke für Euren lieben Antworten .



    Mein Leben besteht zu einem sehr großen Teil aus Arbeit, aber ich denke, das ist für mich in Ordnung, denn ich arbeite gern.

    Träume erfüllen....Ich denke oft daran, ganz von vorn zu beginnen. Das ist irrational, da es mir gut geht. Es ist der Drang zum Perfektionismus, die Unsicherheit, vielleicht das Maximum nicht auszunutzen, das aber irgendwo - wo auch immer - verborgen liegt.

    Ich fühle Stillstand und denke, es "kommt nichts mehr". Es geht immer so weiter: aufstehen, arbeiten, essen, Sport machen, schlafen.

    Ich werde 37. Es ist klar, Familie werde ich nicht haben. Ein Haus werde ich nicht bauen. Wenn ich Glück habe und nicht krank werde, wird es immer so weitergehen.
    Wnn Du Glück hast geht es so weiter, sagst Du. Immer den selben Trott, tagein tagaus.... Und das nennst Du Glück?

    Bist Du wirklich sicher dass Du das geschilderte für Glück hältst?

    Grüße

    türkis

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    AW: Denken an das Ende

    Zitat Zitat von schoenbuerzel Beitrag anzeigen
    Es ist eben so: ein Leben reicht eben nicht dazu. Damit muss man sich einfach abfinden.
    Nein, muss man nicht, du hast jetzt die Chance zu erkennen was wirklich wichtig für dich ist.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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    AW: Denken an das Ende

    @ türkis

    Was soll kommen?

    Kinder und Ehe wird es nicht geben.

    Arbeiten müssen wir alle, falls wir nicht reich erben.

    Ich würde eben so gerne so viel machen.

    Interessiere mich für 1000 Themen, wäre auch gerne Försterin geworden, ebenso Anwältin oder Genetikerin.

    Ich beherrsche seit meiner Jugend eine Form des Schnelllesens und verschlinge seit jeher Fachbücher über unzählige Themen in riesigen Mengen.

    Egal ob es der Weinbau, die Koi-Zucht oder der Flugzeugbau ist.

    Und ich merke eben, dass die Zeit fehlt. Das macht mir Angst.

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    AW: Denken an das Ende

    Mhhh, aber ist das echte Leben denn in Faktenwissen versteckt? Findet es in Büchern statt? Wie und wo willst Du das Wissen anwenden?

  8. Inaktiver User

    AW: Denken an das Ende

    Zitat Zitat von schoenbuerzel Beitrag anzeigen
    @ stecher

    Beruflich und privat alles erreicht. Na ja, was ist "alles". Ich bin kein Single, ja. Und ich habe mich von Qualifikation zu Qualifikation hoch geschraubt. Bisher hatte ich keinen Monat, wo ich nicht neben dem Job promoviert oder weiter studiert hätte. Werde Ende September mit einem weiteren Studiengang fertig und überlege schon, was dann als nächste große Hürde kommen könnte.

    Ich möchte gerne noch viele Studiengänge machen, komplett andere Dinge: Medizin, Bio, Umwelttechnik und, und, und.

    Es ist eben so: ein Leben reicht eben nicht dazu. Damit muss man sich einfach abfinden.
    Für mich hört sich das getrieben an und wie Ablenkung. Wann findet da bei Dir noch Leben statt, ausserhalb von Arbeit und Studium?

    Kannst Du das erreichte überhaupt geniessen?

    Der Mensch ist nicht für diese Beschleunigung gebaut. Versteh mich nicht falsch, ich interessiere mich auch für vieles und habe auch einen zweiten Beruf neben meinem gemacht.
    Wissen zu erweitern und neugierig zu bleiben halte ich auch für erstrebenswert nur sollte das im Rahmen bleiben.

    Mich wundert es nicht, dass Du glaubst, das Leben wäre zu Ende und ein Leben reicht nicht aus für das was Du noch alles erreichen möchtest.
    Die Beschleunigung aus höher, weiter und schneller kann dazu führen, dass Du Dich komplett überforderst und weil Du es nicht selber merkst äusserst sich das in Dir mit diffusen Ängsten.

    Entschleunigen wäre meiner Meinung nach das richtigere, zur Ruhe kommen!

    Di
    Geändert von Inaktiver User (14.09.2010 um 16:01 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Denken an das Ende

    Ich finde, kein Lebender weiß, wie es ist zu sterben. Das ist eine Situation, vor der wir alle das erste Mal stehen werden, wenn es soweit ist. Und neue Situationen machen nunmal Angst. Ist normal. Den Tod, also die eigene Sterblichkeit nicht auszublenden, sondern anzunehmen wie die eigene Geburt, die eigentlich auch unvorstellbar ist, ist für mich der Kontrapunkt im Leben. Beides bildet den Spannungsbogen und es ist sehr wertvoll, darum zu wissen und die Zeit dazwischen zu gestalten, zu genießen oder auch mal streckenweise zu ertragen. Ne völlig gesunde Sache. Und hat meiner Meinung nach keine ablenkende Funktion von irgendwas.
    Das ist 'ne ernste Sache, die man mit Maßen ernst nehmen soll.

    Und alles hat seine Zeit und es ist absurd zu glauben, alles geht immer und überall. Der Tod erinnert uns daran, das wir unserem Leben gebührend Beachtung schenken und es leben und nicht vertrödeln, als gäbe es immer ein morgen.

  10. gesperrt

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    AW: Denken an das Ende

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    Bei mir war es immer so, wenn ich gesucht habe, habe ich was gefunden.

    Zwischen aufstehen und schlafen gehen passiert aber doch noch eine Menge. Es sind die Kleinigkeiten, die das Leben ausmachen, jedenfalls für mich. Jetzt im Herbst kommt die Zeit, in der der Himmel in tollen Wolken und Farben ist usw. Ich habe mir z. B. überlegt 2 Jahre früher mit der Arbeit aufzuhören, wenn das Geld stimmt! Alleine mir das zu überlegen fand ich spannend. Vor einer Woche war ich Sonntags im Internetcafe, weil ich einen Staubsaugerschlauch suchte. Habe keinen gefunden aber dafür meinen Urlaub nächstes Jahr auf meiner Lieblingsinsel gebucht , war schon 6 Jahre nicht mehr da (Korsika ) und dabei wollte ich nur nachsehen, ob schon die Termine auf der Homepage drin sind, ob ich dann Urlaub bekomme, wusste ich auch nicht, hatte allerdings die Vermutung, dass es klappen würde. Jetzt freu ich mich auf nächstes Jahr . Im April da gibt es noch Schnee und Eis in den Bergen und das strahlend blaue Meer unten und jetzt gucke ich mal was ich dort noch nicht kenne und machen möchte. Alleine die Planung ist schon ein Vergnügen für mich. Das mal so als Beispiel, was das Leben für mich ist und ich habe einen grottenlangweiligen Job, aber dafür ist er sicher und ich brauche diese Sicherheit.

    Was wäre denn das Maximum? Ich habe keine Ahnung.

    Ich finde deinen Beitrag sehr treffend und die letzten beiden Sätze haben es dann nochmal in sich.

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