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08.09.2010, 23:44
Achtung unter Studienkollegen
Geändert von merci (13.09.2010 um 12:02 Uhr)
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09.09.2010, 11:20
AW: Achtung unter Studienkollegen
Puh, hast du viel geschrieben!
Also, die erste Frage, die ich mir gestellt habe, ist die: Bist du dir wirklich sicher, dass du so von den Anderen betrachtet wirst (als nette blöde Kuh)? Oder ist das nur deine Wahrnehmung? Und gibt es "die Anderen" wirklich? Also kann man diese Leute als Gruppe bezeichnen; auch als Gruppe, die nicht nur oberflächlichen Kontakt zum Zwecke des Studiums hält?
Ich fand die Email deiner Studienkollegin nämlich nicht schlimm. Sie hat für dich zweimal etwas eingescannt. Das hätte sie nicht machen müssen. Schnippisch fände ich die Frage, obs jetzt geht, auch nciht. Ich kenne natürlich nciht die Hintergründe etc., aber ich bin auch kein Emailmensch. Von mir bekommen selbst Freunde auch nur kurz eine Weiterleitung, in der ich auch mal einfach z.K. Meyal schreibe. Das hat aber wenig mit Achtung zu tun. Nur mit meiner kostbaren Zeit.
Kann es sein, dass du auf Grund deiner Unsicherheit sehr sensibel geworden bist?
Ich möchte dir nicht zu nah treten, aber mir scheint es so, wenn ich dich lese.
Ansonsten zum Ausland: Ihr seid alle neu, alle sind außerhalb ihres Umfeldes; ich behaupte mal, dass es dort schon durch diesen Unterschied anders werden wird.
Ich denk nicht, deshalb frag ich ja.
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09.09.2010, 11:35
AW: Achtung unter Studienkollegen
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Geändert von merci (13.09.2010 um 12:02 Uhr)
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09.09.2010, 11:56
AW: Achtung unter Studienkollegen
also, merci - ich hab mich auch mal ne zeitlang unter doktoranden rumgetrieben.
und: "erwachsen" und "zielorientiert" sind da (in den sozialwissenschaften) nicht viele. sie tun alle sehr überzeugend so, müssen sie ja schon, um vor sich selbst nicht die glaubwürdigkeit zu verlieren... aber ganz ehrlich: die kochen alle nur mit wasser. stell sie dir doch mal beim pinkeln vor, da verliert sich eine menge deiner "ehrfurcht". mag ja sein, dass sie sich besser darzustellen wissen als du - das macht sie aber weder schlauer, noch besser als dich. und hey: du bist ja schließlich im programm angenommen worden, das heißt, ein professorengremium geht völlig selbstverständlich davon aus, dass du diesen anforderungen gewachsen bist! DU KANNST WAS!!!
was du beschreibst, habe ich auch erlebt - da wurde in wissenschaftlichen diskussionen darauf hingewiesen, man "dürfe" sich doch zu problem x nicht äußeren, wenn man nicht mindestens artikel tralalala gelesen habe. dass es sich dabei um einen pups-artikel von einem provinz-pd handelt, der nicht wirklich neues zur wissenschaftlichen debatte beitrug... naja. das wurde in jener diskussion nicht erwähnt. was ich dir damit sagen will: ich habe gerade unter "jungdoktoranden" eine unglaubliche hybris und arrogannz erlebt. das hat sich mit der zeit entspannt - und mir hat geholfen, diese leute einfach als menschen zu sehen, die eben auch ihre probleme haben. besonders mit dem selbst-vertrauen...
und vielleicht noch ein gedankenanstoß: wie wichtig ist dir die meinung anderer, so ganz generell? bist du authentisch, bist du bei dir? oder verspannst du dich, weil du schon von vornerherein glaubst, dass du "minderwertig" bist, oder weil du zweifel hast, dass die anderen "dich mögen"?
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09.09.2010, 12:10
AW: Achtung unter Studienkollegen
Okay, kann es sein, dass du selbst ein Problem hast zu dir zu stehen? Weil du nicht so "erwachsen" bist wie die anderen?
Ansonsten hast du im Ausland sicher eine Art Exotenbonus, weil die anderen sich da kennen. Ich würde dir einfach vorschlagen, die Leute, die dir sympathsich sind anzusprechen. Zu fragen, was man in der Stadt so mahcen kann und ob sie dich mal mitnehmen. Also einfach aktiv auf andere zugehen. Außerdem sollte man sich und seine persönlichen Schwächen nicht zu ernst nehmen; steh da einfach drüber und lache über dich.
Vielleicht ist das ein blödes Beispiel, aber mein Fast-Freund hat seine Disseration auch grad hinter sich gebracht; ist wohl auch so ein kluger Karrieremensch; und was er an mir besonders mag, ist einfach meine Art über mich zu lachen. Ich bin auch nicht immer super-schlau oder gar megamäßig erwachsen; aber ich find mich so wie ich bin ganz gut und wenn ich daneben liege, also auch fachlich, dann kann ich mich auch noch prima auf die Schippe nehmen. Ich hab ihn als meinen Seminarleiter kennengelernt und wir hatten dermaßen oft einen Disput darüber, dass ich das doch kann und ich immer darauf verwies, dass ich eigentlich aus einer anderen Fachrichtung komme. Immer mit einem Augenzwinkern; weil ich nunmal schon erfassen konnte worum es geht, aber eine ganz andere Art habe an die Arbeit heranzugehen. Er will fachlich erklären und ich will Lösungen finden.
Und das fand er wohl recht sympathisch. Ich glaube, dass keiner auf die Idee kommt, dass jeder immer alles wissen muss und man deshalb außen vor bleibt. Es geht um die eigene Art damit umzugehen.
Wirkst du evtl. verkrampft?
Vortäuschen wird nichts werden: dann bist du nicht du und das kann nur nach hinten los gehen. Klüger wäre es sich an deiner Einstellung zu dir zu arbeiten, oder?Ich denk nicht, deshalb frag ich ja.
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09.09.2010, 12:18Inaktiver User
AW: Achtung unter Studienkollegen
Du schreibst so oft dass du nett bist - das ich fast schon glaube du bist ZU nett.
Nett sein ist ja okay - aber everybody´s darling sein mußt du deswegen ja auch nicht.
Mir kommt es ein wenig komisch vor dass alle dort - also 14 Leute - dich nicht mögen. Dich ausschließen! Wirklich alle???
Wenn mal einer dabei ist oder zwei wo man sagt die mag ich einfach nicht - aber alle?
Wieso bist du unsicher und ängstlich? Du macht bald deinen Doktor hast dein Diplom schon in der Tasche - so unsicher brauchst du doch in deinem Bereich gar nicht zu sein - du bist schon sehr weit gekommen!
Wie alt bist du? Hast du außerhalb der Uni auch Probleme auf Menschen zu zu gehen? Was sagen deine Freunde?
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09.09.2010, 12:55Inaktiver User
AW: Achtung unter Studienkollegen
Mein Tipp: Such die Sicherheit nicht in den anderen, sondenr in Dir. Wenn Du ein netter Mensch bist, sei das gerne weiter, aber erwarte Dir ncihts von den anderen deshalb. Und Täuschen würde ich gleich mal vergessen.
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09.09.2010, 18:54Inaktiver User
AW: Achtung unter Studienkollegen
Erstmal vorweg: ich habe in meinem Leben kaum eine Umgebung erlebt, an der so viel geblufft wird wie an der Uni.
Ich habe selbst auch lange Zeit Probleme damit gehabt, weil ich mir meiner Schwächen durchaus bewusst war und mich sehr schnell habe einschüchtern lassen, von all den ach so coolen und schlauen Leuten.
In den meisten Fällen war es aber letztendlich so, dass der Ballon der allwissenden Studienkollegen schneller zerplatzt ist, als mir selbst lieb war.
Daher kann ich dir nur empfehlen, dir selbst treu zu sein, zu deinem eigenen Können zu stehen. Mach dich auf keinen Fall davon abhängig, wie andere sich verhalten bzw. wie du dich von ihnen behandelt fühlst.
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10.09.2010, 03:06
AW: Achtung unter Studienkollegen
Hallo Merci!
Es gab vor gut einem halben Jahr einen sehr ähnlichen Thread hier in der BriCom. Warst du das?
Ich frage, weil du (wenn du es denn warst) damals recht interessante Antworten bekommen hast ... unter anderem zu dem Umstand, dass du (zu) vieles im Unterricht nachgefragt hattest - was den anderen Leuten auf die Nerven ging. Falls du eine komplett andere Person bist, entschuldige diesen Kommentar, der Strang könnte für dich aber trotzdem interessant sein, weil die Fragestellung eben so ähnlich war. Vielleicht erinnert sich noch jemand daran?
Ich habe selbst promoviert und war auch nicht gerade die Beste, im Gegenteil, ich hatte IMMER den Eindruck, die anderen wissen mehr - allerdings war unser System damals nicht so verschult, wie du es beschreibst. Wir waren alle eher Einzelkämpfer und dann ganz glücklich, mal in einem Kolleg zusammen zu kommen.
Bevor ich mehr schreibe, warte ich mal deine Antwort ab.
Alles Gute,
KittyCoat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
Mae West: Goodness had nothing to do with it...
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10.09.2010, 09:28
AW: Achtung unter Studienkollegen
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Geändert von merci (13.09.2010 um 12:03 Uhr)


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