Oder schon vorher der Gruppe nicht allzu viel Wichtigkeit gibt ...
Hattest du das Problem schon vorher bei anderen Gruppen?
Siehst du diese Leute nach deinem Auslandsaufenthalt wieder? Sonst würde ich vorschlagen: Greif dir einen/eine heraus, die/der eigentlich ganz nett ist, und frag ihn oder sie, was die Gruppe eigentlich gegen dich hat ... kann vielleicht ganz informativ sein.
Kitty
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Ergebnis 21 bis 30 von 57
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11.09.2010, 02:07
AW: Achtung unter Studienkollegen
Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
Mae West: Goodness had nothing to do with it...
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11.09.2010, 04:43
AW: Achtung unter Studienkollegen
deine fragen entstehen wahrscheinlich, weil der grösste teil in deiner gruppe nach dem motto: "dienst ist dienst und schnaps ist schnaps" lebt, du dagegen behandelst die leute wie deine grossfamilie, die dir im kurs private interaktion schuldet.
dazu kommt noch deine unsicherheit, wie man sich wo verhält, dir fehlt das training der noblen distanz, du gehst über den small talk hinaus.
versuche, dein privatleben bewusst nicht mehr mit deiner (vor)beruflichen arbeit zu verbinden, das lässt viele probleme erst gar nicht enstehen.lg
legrain
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11.09.2010, 12:09
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11.09.2010, 15:40
AW: Achtung unter Studienkollegen
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Geändert von merci (13.09.2010 um 12:04 Uhr)
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11.09.2010, 18:19
AW: Achtung unter Studienkollegen
Vielleicht kannst Du den Auslandsaufenthalt auch erstmal auf Dich zukommen lassen? Du zergrübelst Dir hier ja unendlich den Kopf, ohne überhaupt zu wissen, ob Probleme auftauchen werden. Ich habe in meiner Doktorandenzeit zwei Auslandsaufenthalte gehabt, und je nach Land war der Umgang sehr unterschiedlich (alledings beide nett). Die Lern- und Arbeitskulturen unterscheiden sich je nach Zielland ja sehr.
Allerdings habe ich die von Dir empfundene Arroganz und Aufgeblasenheit auch in Deutschland nur selten erlebt. Wir hatten wenige Kandidaten dieser Art in unserer Gruppe, und die konnte man gut ignorieren. Und mit manchen Leuten kann ich einfach nicht, egal wie nett sie sind. Da stimmt die Chemie einfach nicht. Das finde ich auch normal, man kann ja nicht jeden mögen.
Ich gehöre allerdings auch zu denen, die Job und Privatleben nicht trennen. So wie Legrain es vorschlägt, könnte ich nicht arbeiten. Aber das sind eben unterschiedliche Einstellungen, ich kann mir nicht vorstellen, daß man seine Persönlichkeit so verbiegen kann.
Wenn es aber gar nicht klappt, dann hilft nur die Augen zu und durch. ZUm Glück währt ja die Doktorarbeit nicht ewig - auch wenn es Dir mit Sicherheit häufig so erscheinen wird.
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11.09.2010, 19:01
AW: Achtung unter Studienkollegen
hm merci,
nix für ungut...
du promovierst, "Kollegen" - schon mal was von Kommilitonen gehört?
Ich kann es nicht genau benennen, aber du machst einen sehr hilflosen Eindruck.
Und ja, man ist definitiv erwachsen, wenn man seinen Doc macht.
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11.09.2010, 22:05
AW: Achtung unter Studienkollegen
DAS würde ich nun keinesfalls unterschreiben. Ich habe eine Kollegin (nicht Kommilitonin), die als Doktorandin immer noch eine Tigerente am Kinderrucksack trägt und mit Mutti zu WG Zimmer Besichtigungen geht.

Ihre erste Science Publikation hat sie aber schon. Manche können also offensichtlich erfolgreiche Wissenschaftler, aber nur bedingt erwachsen sein.
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11.09.2010, 22:09
AW: Achtung unter Studienkollegen
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Geändert von merci (13.09.2010 um 12:04 Uhr)
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11.09.2010, 22:55
AW: Achtung unter Studienkollegen
Hey, das ist jetzt aber zu schwarz-weiß. Erwachsen oder nicht... darum geht es nicht. Auch nicht darum, dass man nicht man selber sein darf. Es geht nur um gesunde Abgrenzung!
Du kannst auch in deinem Berufsleben Freundschaften schließen. Obwohl es das Berfusleben ist. Aber es geht um eine gesunde innerliche Distanz. Du musst nicht mit jedem gut Freund sein. Du musst mit ihnen auf einer höfflichen Schiene klar kommen und dich auch mal durchsetzen können. Mehr aber nicht.
Ich hab ein halbes Jahr gearbeitet, bevor ich wieder an die Uni entschwunden bin (zum Zweitstudium, nicht zur Promotion) und ich habe immer noch einen freundschaftlichen Kontakt zu zwei meiner damaligen Mitarbeiter. An der Uni habe ich andererseits auch nicht zu jedem eine enge Beziehung; viele Studis gehen mir einfach auf den Wecker. Warum soll ich da freundschaftliche Kontakte pflegen oder versuchen aufzubauen? Da fahr ich auf der Smalltalkebene besser. Aber mich stört das nicht. Ich bin auch (fast) immer höflich und nett, aber nicht, weil man mich mögen soll, sondern weil das mein Naturell ist. Gleichzeitig ist mir die Mehrzahl meiner Mitstudierenden mit Verlaub einfach scheißegal. Ohne Böswilligkeit.
Deshalb: Es geht nicht darum, dass du jetzt per se keine Freundschaften schließen darfst, weil sich das nicht gehört. Es geht darum, dass du jetzt in einem Umfeld agierst, wo du nicht erwarten kannst, dass sich Freundschaften entwickeln und gewünscht sind. Was man sich entgegen zu bringen hat, ist ein Mindestmaß an Respekt und Achtung. Und ich behaupte mal, dass du das von deinen Studienkollegen erfährst, denn du bekommst ihre Mitschriften etc.
Kannst du so einigermaßen verstehen, was ich meine?Ich denk nicht, deshalb frag ich ja.
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12.09.2010, 12:02
AW: Achtung unter Studienkollegen
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Geändert von merci (13.09.2010 um 12:04 Uhr)



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