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Thema: Zu passiv

  1. Inaktiver User

    AW: Zu passiv

    was mir bei dieser diskussion fehlt wie genau, chriss willst du wie sein?

    warst du schon immer mehr der zurückhaltende typ?

    entscheidungsfreudiger- kannst du für dich üben. im kleinen. fang mit der auswahl der marmelade an und vertraue für dich auf deine entscheidungen.

    für mich liest sich das so: du triffst keine entscheidungen- du lässt immer die andern machen.

    im privaten bereich auch?

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    AW: Zu passiv

    @punto
    Danke für deine aufmunternden Worte!

    Ich werde sie mir und natürlich auch die anderen Beiträge noch einmal ganz in Ruhe durchlesen.

    @brighid
    Ja, ich war immer schon zurückhaltend und vor allem unsicher.
    Auch im privaten Bereich.
    Wenn ich - wichtige - Entscheidungen zu treffen habe, dann brauche ich immer eine Art Rückversicherung von anderen.
    Früher habe ich mich immer auf meine Eltern verlassen, später dann auf meinen Exmann. Die haben sich um die unangenehmen Dinge gekümmert.
    Na ja und jetzt ist alles "neu" und ich muss selbst gucken und zurecht kommen.
    Muss das Aktivsein erst lernen...
    Geändert von chrissilein (05.09.2010 um 20:05 Uhr) Grund: Ergänzung
    Hauptsache gemütlich.

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    AW: Zu passiv

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    was mir bei dieser diskussion fehlt wie genau, chriss willst du wie sein?
    Die Frage habe ich mir auch gerade gestellt. Ich lese aus chrissileins Postings einerseits den Wunsch nach Anerkennung, vor allem im beruflichen Umfeld, dem ihre Passivität entgegensteht. Und auf der anderen Seite fühlt sie sich mit ihrer Passivität, bzw. ihrem mangelnden Wunsch nach Action und Herausforderung ganz wohl.

    Ich denke, es gibt ja auch einen Mittelweg. Man muss ja nicht in allen Lebensbereichen zum wagemutigen Hans Dampf in allen Gassen werden, wenn man das eigentlich gar nicht will. Ich bin auch ein Mensch, der viel Ruhe braucht und manchmal träge ist. Und privat gönne ich mir das auch, wenn es mir gefällt.

    Im Beruf hingegen raffe ich mich schon meistens auf und geh die Dinge aktiv an, versuche, meine Aufgaben allein zu lösen oder nur mit minimaler Hilfe. Da zieh ich dann aber auch Befriedigung raus, wenn ich merke, ich habe ein Problem gelöst, eine Aufgabe erledigt, ohne fremde Hilfe. Fremde Hilfe zu beanspruchen, bedeutet ja auch immer, die anderen von ihrer Arbeit abzuhalten. Und dass das nicht immer gut ankommt, kann ich schon verstehen.

    Also warum nicht beruflich die Dinge mal stärker angehen, immerhin winkt als Belohnung die Anerkennung von Kollegen und Vorgesetzten und auch Stolz auf die eigenen Leistung. Und im Privatleben darf man nach Lust und Laune passiv sein. Schließlich muss das niemandem gefallen außer einem selbst.

    Chrissilein, wie ist es denn, wenn Du Dich tatsächlich mal einer Herausforderung stellst und sie meisterst? Macht Dich das stolz und zufrieden? Und wenn ja, wünschst Du Dir dieses Gefühl öfter?

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Zu passiv

    Ja, natürlich, Malina.
    Wenn ich eine Herausforderung angenommen und sie zudem sehr gut gemeistert habe, bin ich sehr stolz auf mich!
    Und dieses Gefühl würde ich schon gerne öfter haben, denn es halt bei mir leider nicht sehr lange an/vor.

    Ich habe da wohl auch eine etwas verquerte Sicht auf die Dinge.
    Anstatt all die Dinge, die ich schon gemeistert habe, zu "sehen" (und das sind ja ganz schön viele), konzentriere ich mich viel zu sehr auf das, was (noch) nicht so gut gelaufen ist/läuft.
    Und ich vergleiche mich wohl auch zu sehr mit anderen.
    Hauptsache gemütlich.

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    AW: Zu passiv

    ich fände eine analyse deiner signatur, und was du damit ausdrücken willst, sehr spannend


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    AW: Zu passiv

    Hmh, Lizzie, meine Signatur ist wohl die mehr als zutreffende Zusammenfassung all meiner Beiträge zum Thema...
    Hauptsache gemütlich.

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    AW: Zu passiv

    tja, dann lautet die nächste frage: wenn gemütlich die hauptsache ist, ist also alles andere nebensächlich?

    ich meine das durchaus ganz ernst. wo ist der antrieb für die veränderung in die richtung, die du vermisst?


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    AW: Zu passiv

    Hallo chrissilein,

    ich kann Dich irgendwo ganz gut verstehen. Es gibt in meinem Leben auch einige Dinge, die ich eigentlich gerne machen würde, oder bei denen ich mir das zumindest glaubhaft einrede. Aber ich raffe mich nicht dazu auf. Und dann frage ich mich, ob Dinge, auf die ich nicht wirklich brenne, zu denen ich mich regelrecht überwinden muss, überhaupt richtig für sind, selbst wenn sie mir am Ende dann doch Spaß machen oder mir gut tun. Ist der Preis der Selbstüberwindung nicht vielleicht doch zu hoch dafür?

    Z.B. überlege ich seit Jahren, dass ich gerne eine größere Wohnung haben möchte. Aber allein die Suche, der Umzug, der dann anstünde, die tausend organisatorischen Dinge, das alles erschien mir wie ein Berg, den ich in meiner Trägheit nie überwinden werde, und am Ende sterbe ich dann hier in dieser Wohnung, weil ich nie zum Umzug aufgerafft habe. Und dann auf einmal habe ich von einem Neubauprojekt erfahren, dass mich total angefixt hat. Und da wusste ich, ich krieg das alles locker hin und habe auch richtig Lust darauf. Und nun ist das mein neues Projekt.

    Daraus habe ich gelernt, dass ich mich tatsächlich nur noch aufraffe, wenn ich finde, dass es sich lohnt, nicht um andere Erwartungen zu erfüllen.

    Was spricht gegen Deine Signatur? Klar ist es schön, wenn sich Stolz und Zufriedenheit nach einer gemeisterten Herausforderung einstellen. Aber deshalb muss ich trotzdem nicht jedem Kick nachrennen. Wenn eine Herausforderung kommt, die mich anspricht, die mich reizt, auf die ich Lust habe, dann nehme ich sie an. Aber das muss nicht andauernd sein. Und umso seltener, je mehr Herausforderungen ich gemeistert habe. Mindestens genauso sehr schätze ich ein behagliches, vor sich hinplätscherndes Leben.
    Und um so mehr, je sicherer ich weiß, dass ich grundsätzlich Herausforderungen meistern kann, aber nicht meistern muss.

    Gut, das gilt eben nicht für alle Lebensbereiche. Die Sehnsucht nach Gemütlichkeit darf nicht dazu führen, dass man sie auf Kosten anderer auslebt, indem man grundsätzlich die machen lässt, statt sich selbst dranzugeben. Da würde ich versuchen, tatsächlich eine positive Einstellung gegenüber Herausforderungen zu bekommen. Und man kann sich Dinge ja auch einmal zeigen lassen oder Tipps abholen, statt vollkommen allein rumzuwurschteln. Das hilft ja auch schon oft, sich aufzuraffen. Manchmal mag man ja auch nicht, weil man nicht weiß, wie und wo man anfangen soll. Und wenn man diesen Anfang dann hat, geht es ja auch oft erstaunlich gut.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Zu passiv

    Der Antrieb für Veränderungen?
    Ein Stück von meiner Gemütlichkeit abrücken - zumindest im Job - um die Anerkennung meiner Kollegen zu erlangen.
    Das ist für mich DER Antrieb.
    Hauptsache gemütlich.

  10. User Info Menu

    AW: Zu passiv

    Malina, in deinen Zeilen habe ich mich wiedererkannt.
    Hauptsache gemütlich.

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