Hallo chrissielein,
Gibt es Menschen , die dir sagen, das es ihnen auf die Nerven geht, das du so passiv bist? Oder hast du "nur" das Gefühl?
Zu dem "Man muss sich nicht verbiegen"
Nein, aber man sollte auch nicht erwarten, das alle sich stets freuen, für einen anderen Menschen (mit)verantwortlich zu sein...
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Thema: Zu passiv
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05.09.2010, 12:18
AW: Zu passiv
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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05.09.2010, 13:51
AW: Zu passiv
Ja, punto, manchmal ist da Versagensangst da oder besser formuliert, es eben nicht richtig (perfekt?) hinzubekommen.
Ich möchte es ja gut machen!
Bin dann immer froh, wenn es anderwertig eine Lösung gibt bzw. wenn sich jemand anderes freiwillig anbietet und das Ganze in die Hand nimmt.
Okay, das hilft mir letztendlich nicht wirklich weiter...Hauptsache gemütlich.
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05.09.2010, 13:57
AW: Zu passiv
@ Lilith
Nein, direkt auf die Nerven gehe ich wohl keinem.
Zumindest hat noch niemand so eine deutliche Aussage getroffen.
Meistens sagt es mir "mein Gefühl". Also ich ziehe meine Schlüsse aus Hinweisen und Bemerkungen.
Vielleicht interpretiere ich da einfach nur zu viel rein...Hauptsache gemütlich.
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05.09.2010, 14:09
AW: Zu passiv
Ja, wenn es nach mir ginge, hätte ich es gerne immer so gemütlich und bequem wie es nur geht.

Denn dann fühle ich mich wohl!
Meine Umgebung, insbesondere mein zu Hause, spiegelt das recht gut wieder.
Für Andere mache ich es natürlich auch sehr gerne gemütlich, habe aber gemerkt, dass die dann meistens irritiert sind...
Sie brauchen wohl Herausforderungen und Action, ich hingegen nur dosiert.
Probleme und Schwierigkeiten sind gar nicht mein Ding.
Und ich strenge mich auch nicht gerne an - es sei denn, etwas ist mir wirklich sehr wichtig.Hauptsache gemütlich.
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05.09.2010, 14:12
AW: Zu passiv
doch, natürlich!
ich denke dass dein problem nicht passivität ist (wie du es beschrieben hast), sondern eher angst. vielleicht davor zu versagen, nicht akzeptiert zu werden, als weniger "gut" gesehen zu werden, usw...
das passive ist dann eher eine folge, aus angst es falsch zu machen macht man nichts, was dann am ende wohl erst recht das am meisten falsche ist ;)
ein tipp zum thema arbeit (weil du das als bespiel gebracht hast):
versuch deine aufgaben zu unterteilen in die teile die du bereits kannst u. die die wo du dir noch nicht sicher bist. arbeite mal soweit wie es dein wissen erlaubt u. frag erst dann andere. frag sie aber nicht ob sie es fertig machen können, sondern nur ob sie dir soweit helfen bis du selber wieder weiter kommst. erstens werden die anderen dann sehen dass du gewillt bist es zu tun, aber eben nur etwas unterstützung brauchst, zweitens wirst du viele eher erfolgserlebnisse haben, welche dir wiederrum mut geben auch mal mehr alleine anzugehen.
versuch den anderen, die dich unterstützen müssen, auch mal aktiv deine hilfe anzubieten bei den dingen die auch du machen kannst. damit zeigst du ihnen dass ihre hilfe dir etwas bedeutet u. du auch etwas davon zurückgeben möchtest.
wenn sich somit ein nehmen u. geben einpendelt, dann werden dir deinen kollegen viel eher gerne unter die arme greifen, weil sie wissen dass du es für sie bei bedarf auch machen wirst (im rahmen deiner möglichkeiten).
hab keine angst etwas falsch zu machen, denn dass macht jeder. man muß sogar fehler machen um zu lernen, es gehört dazu. solange man dazu stehen, etwas draus lernen u. nachher davon profitieren kann sollte man auch das gute dran sehen.
niemand erwartet dass du alles kannst od. alles hinbekommst, aber es zumindest zu versuchen, wenn es etwas wichtiges für dich ist, solltest du es.
ich helfe z.B. jedem gerne, wenn ich sehe er müht sich aber bekommt es nicht hin (vorausgesetzt ich kann helfen). wenn ich aber sehe jemand versucht es erst garnicht, sondern sagt nur "das kann ich ja ohnehin nicht", dann hab ich kaum das bedürfnis demjenigen zu helfen. es kommt dann eben so rüber als würde der andere mich für etwas ausnutzen dass er auch selber machen könnte, wie faulheit.
"wenns er macht, dann brauch ich mich nicht anzustrengen".
lg
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05.09.2010, 14:42Inaktiver User
AW: Zu passiv
chriss- du solltest du mal von einer einstellung trennen:
wenn ich mich anpasse- werden mich die andern mögen.
neeeee. wenn du mit dir im reinen bist- dann mögen dich die andern.
verbiegen geht nur ins kreuz.
und du bekommst gar keine klaren ansagen: du interpretierst.
nun, das hat was mit angst zu tun. kennst du die geschichte mit dem mann und dem hammer?
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05.09.2010, 14:55
AW: Zu passiv
nichts zwangsläufig, nicht jeder mag ja-sager od. mitläufer als freunde, eigenständigkeit ist schon ok

stimmt grundsätzlich, aber wenn alles nur mehr als "verbiegen" empfunden wird, dann hat man entweder die falschen freunde od. man ist wirklich passiv u. stinkefaul, dass mag jeder in dem fall für sich rausfinden. jedenfalls finde ich "bleib dir selbst treu" zwangsläufig als "mach nichts was du nicht in dem augblick willst" etwas einfach od. sollt ich sagen egoistisch. würde jeder nur machen was er wollte würde die welt schlimm aussehen od. glaubst dass alle die anderen helfen dass nur tun weil sie in dem moment total heiß drauf sind. auch etwas dass einen in dem moment anstrengt kann später als positiv empfunden werden, man muß sich aber eben ab u. an mal aufraffen. allerdings nur wenn man weiß dass man etwas auch grundsätzlich tun möchte, in dem moment aber grade etwas träge ist.
jein, wer sagt einem schon ins gesicht "du bist ne faule sau die alles anderen überlässt"? die anderen machten doch laut ihrer aussage andeutungen, sie hat ja gründe so zu denken, gründe die sie an richtigkeit ihres tuns zweifeln lassen.
die meisten sagen solche dinge nicht so direkt, sie schränken einfach den kontakt ein od. lassen ihn irgendwann ganz einschlafen.
mit klaren ansagen kann auch nicht jeder umgehen, meißt bewirkt es das gegenteil, nämlich das derjenige sich dann angegriffen od. bedrängt fühlt etwas tun zu müssen.
lg
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05.09.2010, 14:56Inaktiver User
AW: Zu passiv
punto- an welchem punkt, oder habe ich es überlesen gab es im fall von chriss klare ansagen?
wer etwas falsch verstehen will- wird das immer tun.
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05.09.2010, 15:00
AW: Zu passiv
Ich denke, zum Verbiegen oder sich-selbst-treu-bleiben kommt es immer darauf an, dass man für sich selbst den richtigen Punkt austariert - zwischen stur sich selbst für perfekt und nicht veränderungsbedürftig ansehen und sein Fähnchen in den Wind halten.
Jeder Mensch hat ja in seiner Persönlichkeit gewisse Variablen, um es mal so zu formulieren. Und auch Veränderung hat ihre Grenzen.Avatar made by Betsi!
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05.09.2010, 15:16
AW: Zu passiv
das hier:
natürlich lässt es offen ob nun sie od. die anderen eine "falsche" sicht der dinge haben, aber wenn sie selbst schon an ihrer art die dinge zu machen zweifelt, dann heißt dass für mich dass sie nicht zufrieden od. überzeugt davon ist.
keiner sagt dass sie nicht einfach alles in den wind schlagen u. sagen kann "so wie ich bin ist es ok u. ich ändere mich nicht", wenn sie damit glücklich ist, keine frage. sie muß dann aber auch anderen das recht zugestehen zu sagen "so möcht ich aber nicht länger mit dir zu tun haben, weil das nicht meiner sicht von freundschaft entspricht".
ich würd sagen jeder muß sich täglich mehr od. weniger verbiegen, denn wer kann schon jeden tag nur das machen was ihm spass macht od. was er möchte? die frage ist wie biegsam kann u. will ich sein bzw. wie biegsam sind umgekehrt diejenigen die von mir verlangen mich zu biegen.
das ist für mich meist der springende punkt, so wie man i.d. wald hineinruft so kommt es zurück. jemand der immer nur indirekt fordert (indem er sagt er kann od. will es nicht) u. damit andere in den zwang bringt es zu machen (denn sonst wird wohl garnicht gemacht) wird sehr bald niemand mehr haben der was für ihn tut.
was macht er dann eig.? doch selbst was tun? dann ists aber wesentlich schwerer als vorher, denn dann muß er es gänzlich selbst machen weil keiner mehr da ist der helfen könnte. od. er lässt es, tut einfach garnichts mehr, aber wohin führt das dann?
lgGeändert von punto30 (05.09.2010 um 15:19 Uhr)


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