zusammen mit Ueberlegenheitsgefuehl vermitteln, Schuldgefuehl haben (sprich Depression) ist das Gefuehl vermittelt zu bekommen dem anderen Gleichgueltig zu sein mit das schlimmste, ein konstantes Gedankenkarussel verursachende Gefuehl das destruktiv ist und sehr viel Unfrieden in die Welt bringt anstatt Versoehnung.
Von daher ist die Aussage eines Partners: "ich habe dich nie geliebt" nach Jahren des Zusammenseins eben sehr verletzend und daraus resultiert auch dann die Resignation und das immerwaehrende Gedankenkarussel aus dem man nicht mehr rauskommt: ich bin nicht gut genug etc. und haette ich nur nie die Liebe / diesen Mann kennengelernt. Man steckt im Moment dieser Aussage noch mitten in der Verletzung. Wer hat das nicht schon erlebt oder traegt das mit sich oder hat das latent in sich weil schonmal erlebt...
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Ergebnis 71 bis 80 von 426
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25.07.2010, 14:30
AW: ...dann würde ich auf die Liebe verzichten.

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25.07.2010, 15:28
AW: ...dann würde ich auf die Liebe verzichten.
Du findest, weil er zwei Jahre später eine andere Frau geheiratet hat, beweist dies, dass er meine Bekannte verlassen hätte, wenn sie nicht von sich aus gegangen wäre?
Ich finde es völlig normal, nachdem man verlassen wurde (meine Bekannte hat den Mann ja verlassen) sich anders zu orientieren und damit kein Jahrzehnt zu warten. Schließlich wollte er auch Kinder und war einige Jahre älter als sie. Auch wenn Männer immer zeugungsfähig bleiben, möchte nicht jeder Mann damit bis Ende 40 warten.
Eigenartig finde ich es, wenn ein neuer Partner nach wenigen Wochen oder einigen Monaten einzieht. Aber eine Hochzeit nach 2 Jahren? Hm.
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25.07.2010, 15:33
AW: ...dann würde ich auf die Liebe verzichten.
Ehrlich gesagt, nein, so lange wir eine gute, harmonische Beziehung führen.
Bei allem, was mein Freund für mich tut, wie interessiert er ist und wie er mir auch in allen schwierigen Situationen beisteht, käme ich mir regelrecht albern vor, ihn zu fragen, ob er mich liebt.
Umgekehrt könnte ich mir die Frage schon eher vorstellen, da er sich weitaus mehr einbringt als ich. So muss ich entscheiden, ob ich im September mit ihm zusammen ziehe, denn da zieht meine Untermieterin aus. Aber ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass alle seine Tiere in meiner Wohnung leben (er hat rd. zwei Dutzend Papageien und züchtet). Ich habe zudem zwei Katzen. Womöglich wird sich die Frage auftun, wie ernst es mit MEINEN Gefühlen ist.
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26.07.2010, 10:05Inaktiver User
AW: ...dann würde ich auf die Liebe verzichten.
das ist mir zu negativ - er wollte Kinder mit ihr (so habe ich es zumindest verstanden - sie hat sich ja getrennt, nicht er - das ist nicht nur zur Überbrückung.
und die Kategorie "gerade nichts besseres" ist mir auch fremt - keiner ist der/die einzige, der infrage kommt.
schließlich ist das immer eine Sache der Entscheidung - und nirgends steht, dass er sich nicht für sie entscheiden wollte.
ich finde das nicht schlimm, wenn es so wäre.
es ist doch ein elementarer Wunsch, wenn jemand "als Familie" leben möchte. Und da sind mit 36 die Aussichten anders als mit 20.
klar bleibt frau nicht bei irgendjemandem, nur um nicht alleine zu sein oder um ein Kind zu haben. Aber er war ja nun nicht irgendeiner - sondern jemand Besonderes. Und sie war für ihn auch nicht "irgendeine".
Sie hat mit dem Mann 4 Jahre lang eine Beziehung geführt, harmonisch, sie war glücklich, "Anziehung" gab es offensichtlich auch - aber anstatt das Gespräch mit ihm zu suchen, ist sie weggelaufen - und jetzt ist sie alleine.
schließlich ist das eine Optimierungsaufgabe - und sie hätte wesentlich Schöneres haben können als derzeit. Auch im Erwartungswert - denn dass sie keine Kinder haben wird, war zu Trennung ziemlich klar. Ein sehr sehr hoher Preis.
geht mir genauso.
Liebe ohne Beziehung geht nicht.
was ist also, wenn der Idealfall nicht eintritt?
so ist es - aber da waren sie sich ja einig. So schreibt schönbürzel zumindest - mehr wissen wir und sie ja nicht.Aber davon jetzt mal ab - es geht in einer Beziehung, gerade in den entscheidenden Jahren zwischen 30 und 40, weiß Gott nicht nur um romantische Momente, sondern auch um Lebensplanung, Kinder oder nicht, Karriere oder nicht und wenn ja wie und wo...ich glaube, da ist nicht nur ein gegenseitiges Sich-Öffnen in Liebesfragen dran, sondern auch: Zähne auseinander, wenns um die Zukunft geht.
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26.07.2010, 11:23
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26.07.2010, 12:43Inaktiver User
AW: ...dann würde ich auf die Liebe verzichten.
Du Richtigtuer! Wenn mir jemand durch Taten das Gefühl gibt, geliebt zu werden, muß er das nicht in Amerikanischer-Spielfilm-Manier notariell beglaubigt abliefern.
Jeder Jeck ist anders, Du scheinst es ausgesprochen zu brauchen und verurteilst den, der sich das nicht sagen lässt, warum er denn dann geglaubt hat. Selbst dran schuld, gell. Nett der Typ ist der Arsch, der so tut als ob, sondern sie, weil sie es sich nicht hat sagen lassen ... *tststs*
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26.07.2010, 12:45Inaktiver User
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26.07.2010, 12:51Inaktiver User
AW: ...dann würde ich auf die Liebe verzichten.
Ich verurteile niemand, aber eben auch nicht den Mann, ich sag hier meine Meinung, wie du auch.
Was sollen denn die maßlosen Übertreibungen? Darüber zu reden wie man seine Beziehung sieht hat doch nun wirklich nichts mit Hollywood-Kitsch oder mit notarieller Beglaubigung zu tun. Sondern schlicht mit Interesse am Gegenüber.
Liebe ist für mich wissen zu wollen, wer der andere ist. Das ist für mich eine Holschuld. Alles andere ist Projektion und keine Liebe zu einer realen Person.
Und wie man nach vier angeblich glücklichen Jahren, wo man am Verhalten des anderen nichts auszusetzen hatte einfach hinschmeisst, ohne das zu klären hat für mich auch weniger mit Liebe auf ihrer Seite zu tun.
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26.07.2010, 13:20Inaktiver User
AW: ...dann würde ich auf die Liebe verzichten.
So ist es - und ich denke, da ist es nur zu normal, dem "Spatz in der Hand" hinterherzutrauern, wenn die "Taube vom Dach" nicht herunter kommen mag.

Ich habe im Freudeskreis solche Beziehungen übrigens auch schon erlebt .... Irgendwo und an irgendwas äußert sich die Kühle, die einer der Partner empfindet - der andere möchte es halt nicht wahrhaben.
Ein anderer Freund von uns hat sich auf eine Art Vernunftehe eingelassen .... Da sehen es aber beide relativ pragmatisch und sind eben vom Typus nicht so die ober-romantischen .... Das klappt gut, inzwischen auch mit Kind.Geändert von Inaktiver User (26.07.2010 um 13:31 Uhr)
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26.07.2010, 13:20
AW: ...dann würde ich auf die Liebe verzichten.
Ohne jetzt alles gelesen zu haben:
die drei berühmten Worte finde ich überbewertet.
Ich habe sie schon gesagt, ohne sie wirklich zu empfinden,
zumindest in dem Bedeutungsumfang, den sie "eigentlich" für mich haben.
Weil ich im Gefühlschaos war, weil ich wuuste dass das jetzt im Gegenzug "erwartet" wird, um nicht zu verletzen,
weil ich jung war und dachte, dass man das nach zeitraum x jetzt langsam mal "sagen sollte"...etc.
Ich habe sie auch schon gehört, ohne dass (wie ich rückblickend behaupte) die Empfindung dahinter stand,
die dahinter stehen sollte.
Diese Worte waren schon oft Mittel zum Zweck, und manche tun sich leicht damit,
andere schwer. Zu leicht und zu schwer, mitunter.
In meiner Partnerschaft wird mit verbalen Zuneigungsbekundungen gespart.
Mein Mann steht nachts um halb zwölf nochmal leichtfüßig auf und kocht mir Nudeln Putanesca,
wenn mich der Heißhunger packt oder wühlt mit meiner kleinen Schwester eine Stunde lang in einem hüfthohen Dornen-Brennesselbusch um den Wohnungsschlüssel wiederzufinden,
den ihr bescheuerter Kerl im Zorn und Beziehungsstreit da reingefeuert hat.
Er hat Probleme damit es auszusprechen, und darüber bin ich in Kenntnis,
aber er wenig Probleme es zu zeigen, und das finde ich viel elementarer.
Zweimal hab ich's bisher gehört, und da war er ausgesprochen betrunken.
Ich selbst sage es nicht, um ihn nicht in die Verlegenheit einer Entgegnung zu bringen.
Da gibt's vlt. mal ein kleines zugestecktes Zettelchen, oder so ;)
Liebe hat viele Gesichter.
Sie auszusprechen ist nur eine winzig kleine,
für mich nicht entscheidende Facette davon.
In meinen Augen wird viel zu infaltionär damit herumgeschleudert,
wirklich liebevollen Umgang hingegen sucht man oft vergeblich.
Mir ist zwieteres, müsste ich wählen, deutlich lieber.---
In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
Dalai Lama
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