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    AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig

    Zitat Zitat von junebug71 Beitrag anzeigen
    Ich schicke Dir als unsere "Strang-Mutter" mal einen großen Blumenstrauß

    Und ihr anderen alle seid fest gedrückt. Paul, ich glaube Du bist auch auf einem guten Weg und wirst sicher irgendwann auch wieder unbeschwerter.

    @Elwyn.

    @Destiny

    @Sportsfrau Danke für deine tollen Ausführungen.

    @Alvorada: Viel Glück und "Standhaftigkeit". Vielleicht sehe ich dich ja in Zukunft mal auf dem Flughafen?

    und an alle :

    Habt einen schönen Tag und alles Gute!

    Eure June
    *schnief* danke, june! das lese ich jetzt erst. ich habe lange keine zeit gefunden, hier hineinzusehen.

    ich bin total begeistert, über die positive entwicklung von vielen von euch zu lesen. june, das war ja ein richtiger "reset"! super, dass es funktioniert hat. du bist echt tapfer, und ich finde es großartig, dass du dich sogar mit ihm (vor einiger zeit nicht möglich gewesen) zum gemeinsamen essen getroffen und es sogar ganz lässig überstanden hast.
    und paul, du liest dich auch ganz anders als noch vor einiger zeit. du bist zwar noch traurig, aber du klingst für mich sehr stabil, ruhiger und deutlich unabhängiger als zuvor. ich habe ja den verdacht, dass einfach ein anderer "richtiger" deckel für dich vorbeikommen muss, und dass die welt für dich dann auf einmal anders aussieht...
    und regenwetter (die "strangmutter"), du bist so tapfer, und ich bewundere deine ausdauer und deine entschlossenheit, das, was du als für dich richtig erkannt hast, zu verfolgen. für dich gilt möglicherweise dasselbe wie für paul (und interessanterweise hattest du dir das ja zu brausepauls situation auch mal gedacht) ... ich wünsche es dir sehr, weil du es dir nach all der zeit sowas von verdient hast. ich gebe mal eine bestellung für dich beim universum ab! (beschwerden werden aber nicht entgegengenommen ).

    alvorada, ich wünsche dir, dass du einfach mal abtauchen und dich erholen kannst. (p.s.: zu deinem -etwas säuerlichen - kommentar von vor einiger zeit: du hast recht, ich bin nicht in eurer lage, das hatte ich aber irgendwo zuvor auch geschrieben. mich hat aber das, was hier beschrieben wurde, so enorm an meinen ex erinnert, dass ich mich damals hier eingeklinkt habe. die trennung war damals gottlob schon vollzogen, aber noch nicht so furchtbar lange her. ich bin sehr glücklich, dass der beziehungswunsch mit ihm ein für alle mal abgeheilt ist. ich bin geheilt. leider funktioniert freundschaft im nachhinein auch nicht mehr, weil er sich einredet, ich wäre doch diejenige - seit 1,5 jahren, seit denen ich sowas von sicher weg bin! auch ein mensch, der sich selbst vor zu viel einlassung schützt und dafür im notfall über leichen geht und zum klotz mutiert... oder genau dann zurückkommt, wenn man ganz sicher weg ist - keine einzige sekunde zu früh, perfektes timing.)

    und die hier sind für elwyn und destiny:
    (ich hoffe, ich habe niemanden übersehen)

    liebe grüße,
    sportsfrau.
    Jeder von uns hat etwas Unbehauenes, Unerlöstes in sich,
    daran unaufhörlich zu arbeiten seine heimlichste Lebensaufgabe bleibt.

    Christian Morgenstern, (1871 - 1914),
    deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

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    AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig

    Zitat Zitat von regenwetter Beitrag anzeigen
    Denn auch wenn Elwyn und Destiny hier das Gegenteil gepredigt haben, so haben wir doch in den letzten Wochen einen neuen freundschaftlichen Weg zueinander gefunden. Ich hoffe sehr, dass dieser nun von Dauer ist. Denn auch wenn viele hier es nicht glauben - ich habe aus den Erfahrungen der vergangenen Monate durchaus gelernt.
    Ich freue mich, dass du einen guten Weg gefunden hast, diese Freundschaft wirklich beizubehalten. Ich habe das leider nicht verwirklichen können, obwohl ich alles dafür getan habe, auch "Raum lassen".

    Aber trotzdem möchte ich sagen, dass ich niemals eine bestimmte Richtung und schon gar nicht "gepredigt" habe. Es war dir lange Zeit nicht möglich, zu einem neutralen Weg mit ihm zu finden, und an dem Punkt habe ich mit verschiedensten Analysen und Vorschlägen angesetzt. Ich war immer der Meinung, dass er einen neutralen freundschaftlichen Weg mit dir sucht und habe das auch sehr oft geschrieben. Mal unabhängig davon, ob diese Rationalität von dir gewünscht war oder nicht, finde ich es wirklich gut, dass dir das nun auch gelungen ist, sogar mehr als mir. Und natürlich glaube ich das dir, wenn du es selbst glaubst. Wir sind hier ja nicht in einem Wettbewerb, wer es besser macht.


    Ja, manches sitzt man auch einfach aus, was nutzen Analysen, wenn die Zeit eventuell sowieso die "Wunden heilt".

    Trotzdem:

    "Ratschläge sind auch Schläge"
    ...klingt hart!

    Bedauerlich, wenn tatsächlich manche meiner Analysen bei dir so ankam - gut, dass du das jetzt endlich offen hier schreibst!

    Dennoch ist das ein offenes und dazu schriftliches Forum für alle Meinungen, in dem die nonverbale Kommunikation fehlt! Und vergiss nicht, dass auch in unseren Äusserungen eigene Betroffenheit und Verletzlichkeit steckt, die jeder anders ausdrückt.
    Geändert von Elwyn (05.05.2011 um 14:16 Uhr)
    Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.

    Bertrand Arthur William Russell

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    AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig

    Mir hat dieser Strang sehr geholfen, eine Enttäuschung zu überwinden.

    Leider bin ich für mich nicht zu einer Lösung gekommen, die es erlaubt hätte, diese Freundschaft weiterzuführen. Sie ist auseinandergegangen, weil wir als Menschen nicht mehr auf einer gemeinsamen und für beide zufriedenstellende Basis zusammenfinden konnten. Das ist ja nicht selten im Leben. Aber ich habe mich entschieden, diese belastende Situation nun komplett zu verlassen, auch von mir aus. Die Gegenseite hat das schon, wenn auch auf andere Weise, getan.

    Damit geht es für mich eher um die Frage einer Verarbeitung dieses Verlustes und der empfundenen Ablehnung. Ich setze mich damit auseinander, wie ich zukünftig besser Grenzen setze und mit Menschen umgehe, bzw. solche rechtzeitig erkenne, die mir im Endeffekt nicht gut tun.



    Euch, Brausepaul, Alvorada, Regenwetter und Junebug geht es hier eher darum, eine noch bestehende Freundschaft für euch emotional in ein angenehmes "Fahrwasser" zu bringen. Mit Menschen, die noch an euch interessiert und in eurer Nähe sind und auch vorläufig bleiben werden.

    Dabei wünsche ich euch viel Glück, egal wie die Lösung aussieht, ob sie nun "Loslassen und Abstand" oder "gute gemeinsame Basis" heisst. Natürlich hoffe ich, dass ihr die beste, individuelle Lösung für euch findet.

    Geändert von Elwyn (05.05.2011 um 10:50 Uhr)
    Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.

    Bertrand Arthur William Russell

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    AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig

    Zitat Zitat von Alvorada Beitrag anzeigen
    .......

    Heute abend ist mir klar geworden, daß ich überhaupt keine Kraft mehr habe, mich dauernd gegen ihn und gegen meine Gefühle für ihn zu wehren (ich könnte jetzt lautstark losheulen). Dauernd zwinge ich mich zum logischen Denken und kämpfe per Ratio meine Bauchgefühle nieder.


    Konsequent wäre es, jetzt alle Treffen abzusagen, seine Mails nicht zu lesen, nicht ans Telefon zu gehen. Wieder mal scheint der Versuch gescheitert, eine Balance zu finden. Er sendet doppeldeutige Signale und ich habe meine Gefühle nicht im Griff. So ein Sch ...

    ........
    Liebe Alvorada,

    bloß nicht aufgeben. Auch diese Phasen habe ich heute noch. Manchmal unglaublich traurig, weil doch da auch irgendwas schönes ist - etwas besonderes. Aber es bringt nichts. Ich habe zukünftig hauptsächlich die Angst ihn immer wieder von mir wegschieben zu müssen, weil er ja von montags bis freitags die gleiche Arbeitsstätte hat.

    Der Nachteil von Abstand ist wirklich der, das man vieles wieder relativiert..... Vielleicht ist es gut ihn regelmäßig wieder zu sehen, um ihn nicht zu idealisieren???? Na ja - eigentlich will ich ihn gar nicht mehr sehen.

    Einfach mal viele für Dich!

    Schön von Euch (fast) allen zu lesen

    Vielleicht habe ich nachher nochmal Zeit (- muß jetzt noch Vokabeln abhören - morgen Klassenarbeit )

    Bis bald?!

    June

    P.S. Elwyn: Deine Fußnote gefällt mir sehr!!!!
    Geändert von junebug71 (05.05.2011 um 20:31 Uhr)

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    AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig

    Hallo an alle!

    und erst mal liebe Regenwetter: ich kann mich Elwyn in gewisser Weise anschliessen, niemals sollten Worte Schläge oder Predigten sein. Elwyn und ich mögen versucht haben, mit unserer jeweiligen Situation abzuschliessen, was mal besser mal schlechter gelingt. In Deinem Fall war bei mir oft das Gefühl da, dass sich die Hoffnung, dass aus Freunschaft eben doch noch mehr werden könnte, immer wieder einschlich. Ich verstehe das sehr sehr gut, denn in der Siutation war ich auch lange Zeit, bis mir einfach aufgrund des immer wieder längeren Kontaktabbruchs gar nichts anderes übrig blieb, als zu versuchen abzuschliessen. Bei Dir ist es ganz anders, Du siehst ihn jeden Tag und ich kann und konnte mir immer gut vorstellen wie schlimm das teilweise sein muss.

    Wenn eine Seite signalisiert, dass sie eigentlich nicht mehr möchte als Freundschaft und auf der anderen Seite aber immer noch starke Gefühle da sind, dann finde ich mich genau in meiner Situation wieder und das machte mir halt bei Dir Sorgen, weil da eine Zwischenlösung und ein Weg so schwierig sind. Nichts freut mich aber mehr, wenn Du für Dich einen Weg findest oder gefunden hast, der Dich selbst nicht quält.

    Alvorada, ich drück Dich mal....Gefühlskarussel das ist Mist...ich schick Dir ganz viel

    In meinem Fall gibt es eine neue Entwicklung. Vor zwei Wochen bekam ich nach fünf Monaten wieder eine lange Mail. Er entschuldigte sich, dass er sich so lange nicht gemeldet hat, hat nun seine Diss (oh Wunder) tatsächlich abgegeben. Dann ging es noch um den Punkt der Selbständigkeit, die mal im Gespräch zwischen uns war. Vor einem Jahr wäre es das vernünftigste gewesen, sich selbständig als Musiker zu machen, ich hatte ihn an einen Kollegen wegen der staatliche zuschüsse vermittelt, damit das finanziell abgesichert ist. Nun bekam ich zu hören, dass er sich damals nicht selbständig gemacht hat, weil es so klang, als hätte ich ein Opfer bringen müssen, und das meine Unterstützung nicht von Herzen gekommen wäre. Ausserdem sei die Situation zwischen uns so schwierig gewesen, dass er zu unserem Büro keinen Kontakt mehr wolle (das kann ich sogar nachvollziehen), letztlich läge es aber in seiner Verantwortung, dass er nun finanziellen Schaden genommen habe. Na wie schön!

    Dann plötzlich eine Lawine von Danke, Danke, Danke dass er mich kennenlernen dürfte und wie toll und wundervoll ich wäre, dankt mir dafür, dass ich immer ehrlich bin und dass ich ich bin, dass ich so geduldig bin, dass ich ihm beigebracht habe, manche Dinge anders zu sehen und bitte mich um Verzeihung für so manches. Tausend liebe Grüße, alles, alles Liebe, er denkt an mich, hat mich nie vergessen können, fährt erst mal in den Urlaub und meldet sich bald wieder...ach ja und wie es mir im einzelnen geht, wollte er auch noch wissen.

    Und nun? Was hat das in mir ausgelöst....ich sass verwundert vorm PC, überrascht, dachte...häää? Warum gesteht er mir eine so unmöglich große Rolle bei seinen Entscheidungen zu...entschuldigt sich, übernimmt mal selbst Verantwortung und findet dann auch noch nette Worte....alles etwas komisch, wirr...und so sieht es in meinem Kopf aus.

    Kontakt also nicht abgebrochen...bzw hat er ihn für mich unerwartet wieder aufgenommen. Noch vor einem Jahr in einer totalen Ausnahmesituation, scheint er zwar etwas klarer zu denken. Damals, nachdem er die Freundschaft und die Gefühle so massiv forciert hatte, wollte er keinen Kontakt mehr, alles wurde ihm zu viel, erst recht meine Gefühle. Da es ja um seine Existenz ging, waren andere Baustellen wichtiger, für ein klärendes Gespräch nie Zeit, alle paar Monate kam dann dennoch eine belanglose Mail.

    Was soll das nun werden? Das Eingeständnis, dass ich ihm doch wichtig bin? Die Hoffnung seinerseits, dass man diese Freundschaft doch weiterführen kann? Ich bin etwas überfordert. Natürlich kamen Erinnerungen hoch an schöne Momente, die ich gleich wieder verdrängt habe. Skepsis bleibt aber, ob hier eine normals Basis möglich ist.

    Gut ist allerdings die lange Zeit die vergangen ist, die Emotionen kochen nicht mehr ganz so hoch.
    Dennoch bin ich etwas ratlos.

    Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende, liebe Grüße an June und Elwyn, von der ich viel gelernt habe und an alle anderen!

    Eure Destiny
    Geändert von Destiny68 (14.05.2011 um 14:45 Uhr)
    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar - Antoine de Saint-Exupéry

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    AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig

    Gut ist allerdings die lange Zeit die vergangen ist, die Emotionen kochen nicht mehr ganz so hoch.
    Dennoch bin ich etwas ratlos.
    Hallo liebe Destiny,

    leider ist schon etwas Zeit vergangen seit deinem letzten Eintrag, doch ich wollte dir gerne etwas dazu schreiben.

    Wie hat sich denn die Kontaktaufnahme durch deinen "Freund" entwickelt? Geht es Dir gut? Hat sich deine Ratlosigkeit gelegt.

    Ich lese mantramäßig hin und wieder in meinem - ich nenne es liebevoll "mein kleines-schlaues-Psycho-Buch", um mich seelisch ein wenig zu wappnen - und es hilft mir sehr. Ich habe darin einen Abschnitt gelesen, den ich zumindest für mich sehr treffend finde:

    Es geht um die Aufrichtigkeit in Beziehungen. Ich zitiere:
    (....)
    Wir können aufrichtig und direkt umgehen mit unseren Grenzen in Beziehungen und den grundsätzlichen Voraussetzungen einer bestimmten Beziehung. Vermutlich spiegelt kein anderer Lebensbereich unsere Einzigartigkeit und Individualität stärker wider als unsere Beziehungen.
    Manche von uns befinden sich in einer festen Zweierbeziehung. Andere sind im Begriff, eine Beziehung aufzubauen. Wieder andere haben keine Beziehung. Manche leben mit jemandem zusammen oder haben den Wunsch danach. Manche würden gerne neue Menschen kennenlernen. Manche gehen später neue Beziehungen ein. Manche bleiben in Beziehungen, in der sie seit langem sind.

    Wir haben auch Freundschaften, Beziehungen zu Kindern, zu Eltern und zu anderen Verwandten. Wir haben berufliche Beziehungen - Beziehungen zu Kollegen am Arbeitsplatz.

    Bei all diesen Kontakten müssen wir aufrichtig und direkt sein. Die grundsätzlichen Voraussetzungen unserer Beziehungen sind der Bereich, den wir aufrichtig und direkt behandeln wollen. Wir können unsere Beziehungen klar definieren und wir können von den anderen verlangen, dass sie ihre Vorstellungen von einer Beziehung ehrlich und unmittelbar zum Ausdruck bringen.

    Es verwirrt uns, wenn wir nicht wissen, wo wir stehen - ob im Beruf, in einer Freundschaft, mit Verwandten oder in einer Liebesbeziehung. Wir haben das Recht in unserer Definition direkt zu sein - offen zu sagen, was wir von unserer Beziehung erwarten.

    Eine Beziehung verbindet zwei gleichwertige Menschen, die jeweils fähig sein müssen, die Beziehung für sich zu beschreiben. Beide haben das Recht auf umfassende Information.

    Aufrichtigkeit ist ein Grundprinzip.

    Wir können Grenzen setzen. Wenn jemand eine engere Beziehung wünscht als wir, können wir uns klar und aufrichtig äußern, bis zu welchem Grad wir beteiligt sein möchten. Wir können dem anderen sagen, was er von uns erwarten kann, was wir zu geben bereit sind. Wie der andere damit umgeht, ist seine Sache. Ob wir uns in diesem Punkt dem anderen öffnen oder nicht, ist unsere Sache.

    Wir können Grenzen setzen und Freundschaften definieren, wenn hierüber Unklarheit herrscht.
    (...)
    Wir müssen unsere Liebesbeziehungen definieren und zum Ausdruck bringen, womit die beiden Beteiligten zu tun haben werden. Wir haben das Recht klare Antworten zu verlangen und sie zu erhalten. Wir haben das Recht, unsere eigenen Definitionen zu geben und unsere eigenen Erwartungen zu haben. Genau wie der andere auch.

    Aufrichtigkeit und Direktheit sind die einzig mögliche Verfahrensweise. Manchmal wissen wir nicht, was wir in einer Beziehung wollen. Manchmal weiß es der andere nicht. Doch je früher wir eine Beziehung mit Hilfe des anderen definieren können, desto früher können wir uns für einen richtigen Kurs entscheiden.

    Je klarer unsere Definition einer Beziehung ausfällt, desto sorgsamer können wir in dieser Beziehung mit uns selber umgehen. Wir haben ein Recht auf unsere Grenzen, Wünsche und Bedürfnisse. Genau wie der andere. Wir können niemanden in eine Beziehung drängen, niemanden zwingen, sich in einem von uns gewünschtem Maß daran zu beteiligen. Wir alle haben das Recht, uns keine Zwänge auflegen zu lassen.

    Information ist ein wichtiges Mittel; und die Information über das Wesen einer Beziehung - ihre Grenzen und Definitionen - befähigt uns, in dieser Beziehung Sorge zu tragen für uns selbst.

    Beziehungen bauen sich allmählich auf, doch an einem bestimmten Punkt können wir eine klare Definition erwarten, welche Bedeutung diese Beziehung hat und wo ihre Grenzen liegen. Wenn die Definitionen der Beteiligten zu weit voneinander abweichen, steht es uns frei, aufgrund neuer Informationen neue Entscheidungen über unser künftiges Verhalten zu treffen, damit es uns gutgeht. (...)


    *geschafft* Liebe Grüße,

    June
    Geändert von junebug71 (19.05.2011 um 00:01 Uhr)

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    AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig

    Schön und sehr eindringlich geschrieben, liebe Junebug!

    Über das, was uns überhaupt gut tut sowie über die genaue Ambivalenz einer Beziehung muss man sich dennoch erstmal klarwerden. Und dann den Schritt zu machen, trotz einiger vermeintlicher Vorteile etwas überwiegend Belastendes loszulassen, beziehungsweise zu entscheiden, wann es soweit ist, ist noch mal ein sehr schwieriger Schritt.

    Ich glaube, an dem Punkt fängt die eigentliche "Arbeit" an.
    Geändert von Elwyn (19.05.2011 um 09:58 Uhr)
    Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.

    Bertrand Arthur William Russell

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    AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig

    Zitat Zitat von Elwyn Beitrag anzeigen
    Schön und sehr eindringlich geschrieben, liebe Junebug!

    Über das, was uns überhaupt gut tut sowie über die genaue Ambivalenz einer Beziehung muss man sich dennoch erstmal klarwerden. Und dann den Schritt zu machen, trotz einiger vermeintlicher Vorteile etwas überwiegend Belastendes loszulassen, beziehungsweise zu entscheiden, wann es soweit ist, ist noch mal ein sehr schwieriger Schritt.

    Ich glaube, an dem Punkt fängt die eigentliche "Arbeit" an.
    Hmm,

    Ich glaube an dem Punkt sind wir doch schon alle - das uns irgendetwas belasted in einer Beziehung....oder?! Wir sind verunsichert - ratlos - merken das irgendetwas nicht so ist, wie es sein sollte......

    Ich musste erkenne, dass es eigentlich gar keine "Arbeit" ist, wenn man plötzlich erkennt, was einen belastet und man merkt, man kann es loslassen. Ich dachte auch immer: Mensch, wo liegt denn der Knackpunkt - was hab ich nicht gerafft? Aber es ist eigentlich ganz einfach.....

    Es ist einfach so, wie es ist!

    Sicher gibt es auch Menschen, die wirklich irgendwelche tiefgreifenden "Erlebnissse" hatten, und ihre Sozialkontakte daraufhin immer "falsch" auswählen - aber gehen wir mal davon aus, dass jeder von uns so O.K. ist, wie er ist ..... dann liegt es einfach nur daran, dass unser Gegenüber einfach andere Vorstellungen, Wüsche, Probleme hat - für die wir nichts können , und der Gegenüber auch nicht- wie sehr wir uns auch bemühen - es liegt nicht in unserer Hand. Aber wir können erkennen, dass uns diese Personen irgendwie "blockieren" und sie mit anderen Augen sehen. Oder eben auch unsere Schlüsse daraus ziehen.

    Liebe Grüße,



    June

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    AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig

    Hallo !

    Es ist ein wenig Zeit vergangen und da es heute regnet (Hai regenwetter!) wollte ich mal nachfragen, wie es euch so ergangen ist?

    Haben sich eure besten Freunde /Freundin mal wieder gemeldet? Und wie geht es euch so damit?

    Ich habe wieder und wieder Kontakt zu meinem "ehemaligen Freund". Er ist ja nun mein neuer Kollege. Es lief erstaunlich gut - d.h. er respektiert(e) meinen Abstand zu ihm. In den letzten Tagen hatten wir mehrere Veranstaltungen und haben uns auch abends (geschäftlich) öfter gesehen.

    Jetzt fängt er wieder an meine persönlichen Grenzen zu verletzen und ich muß aufpassen, ihn nicht wieder zu nah an mich heranzulassen. Er forciert wieder private Treffen - er macht das sowas von geschickt - um mich alleine ohne Kollegen zu treffen. Ich habe ein wenig das Gefühl, er ist wieder auf der "Jagd" und fühle mich unangenehm unruhig dabei.....

    Die anfängliche Traurigkeit über unsere verlorene Freundschaft, Beziehung/Affaire weicht langsam einer Wut, die mich beunruhigt.

    Irgendwie lernt er einfach nicht dazu und versucht wieder und wieder den persönlichen Kontakt zu mir herzustellen. Warum kann er einfach nicht wegbleiben? ER wollte doch nicht mehr und dann doch wieder - oder dann doch wieder nicht.... sein Problem!

    Ihr seht - das wird wohl noch eine wenig so weitergehen - aber es macht mich müde.

    Das wirkt sich so langsam auf meine Beziehungen aus und as beunruhigt mich. Ich habe eigentlich gar keine Lust mehr auf andere (insbesondere Männer) und würde am liebsten auf einer einsamen Insel mein Privatleben verbringen. Dabei habe ich in den letzten Monaten die Beziehung zu meinem (Ex)Mann wieder intensiviert und es war/ist wirklich schön. Doch je mehr "mein ehemaliger Freund" wieder in mein Leben drängt, desto schwerer fällt es mir die Beziehung zu meinem "Mann" normal weiterzuführen. Das liegt allein an mir und das besorgt mich.

    Die Gefühle kann ich einfach nicht in den Griff bekommen. Das finde ich Schade - ich würde so gerne wieder eine normale Beziehung führen - aber sobald mein "Freund" wieder anfängt mir zu signalisieren, dass da Interesse von seiner Seite für mich da ist. komme ich aus dem Tritt....

    Kennt das jemand? Warum ist das so ?

    Es wird noch ein langer Weg für mich, - weg von ihm.....

    Ein schönes Wochenende euch allen!


    June

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    AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig

    Liebe June,

    ach ja ...tiefer Seufzer ... natürlich kenne ich das auch. Ein Mensch beschäftigt uns gedanklich und emotional stark und die Ressourcen, die wir darauf verwenden, haben wir nicht mehr für andere Beziehungen (Interesse, Geduld, Einfühlung). Und unbewußt vergleichen wir die anderen Menschen, unsere anderen Freunde, mit diesem einen spezifischen Menschen.
    Eine auf Dauer ungute und auch gefährliche Situation, weil wir unsere Freunde und Bekannten vernachlässigen bzw. eine ganz eigentümliche, wankelmütige, zerrissene Ausstrahlung nach außen bekommen.
    Zitat Zitat von junebug71 Beitrag anzeigen
    Ihr seht - das wird wohl noch eine wenig so weitergehen - aber es macht mich müde. [...] würde am liebsten auf einer einsamen Insel mein Privatleben verbringen.
    Diese "Müdigkeit" hatte ich vor einigen Wochen auch - ständig mit dem Kopf, mit der Vernunft arbeiten, um die Situationen und das eigene Verhalten zu analysieren. Hilft nix, da müssen wir durch: Entweder den Kontakt ganz vermeiden oder immer wieder die Situationen von außen betrachten und durchdenken. Die ganz naive Unschuld, uns in eine Situation, in eine Freundschaft einfach hineinfallen zu lassen, haben wir in diesen Fällen leider verloren.

    Hier ist im Moment alles stabil. Ich war in den letzten drei Monaten wieder viel im Ausland, hatte (beruflich) viele, intensive und lange Begegnungen mit Menschen und daher meist nicht viel Zeit, mir Gedanken um meinen besten Freund zu machen. Ich versuche, ihn so zu nehmen, wie er ist, mit all seinen wunderbaren, strahlenden Seiten und all seinen tiefen Abgründen. Mit seinem uneindeutigen Verhalten und den vielen völlig widersprüchlichen Seiten seiner Persönlichkeit. Mal ärgere ich mich etwas über ihn, aber meistens überwiegen die bereichernden, schönen, warmen Seiten dieser Freundschaft.

    Noch ein Detail (und man könnte an ein Schicksal mit Sinn für Ironie denken) : Wir versuchen ja immer, Abstand und Nähe auszubalancieren. In zwei verschiedenen Städten, jetzt in einer Stadt ... und ab Juli arbeitet er eventuell für seine Firma in einem Gebäude, dessen Rückseite an mein Büro grenzt. Es ist, als ob man uns mit den Nasen aneinander stoßen würde. Nun ja, wir haben so viele bizarre Situationen überstanden, da werden wir das auch hinbekommen.

    Ich hoffe, es geht Euch allen gut und Ihr genießt den Sommer,
    Alvorada

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