Also nach deinen Schilderungen, die zeigen, dass er doch wirklich ein Mensch ist, der dir wichtig und auch wohlgesonnen ist, hoffe ich wirklich, dass du ihn als einen guten und wieder engeren Freund wiedergewinnen wirst, auch neben der Arbeit. So aussichtslos scheint das ja gar nicht zu sein. Er meldet sich regelmässig und du hast genügend andere Abwechslung, setzt ihn doch überhaupt nicht unter Druck. Das müsste dann ja eigentlich wirklich klappen jetzt nach einer gewissen Verarbeitungszeit.
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25.02.2011, 09:40
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
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25.02.2011, 10:38
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Meinst du? Es ist halt, bei aller gegenseitigen Sympathie, schon ein riesiger Haufen Ballast aus der Vergangenheit, der zwischen uns steht. Die ganzen Nähe-Distanz-Diskussionen und dann, kaum hatten wir einen Weg gefunden, damit umzugehen, seine vorübergehende Beziehung, mit der ich riesige Mühe hatte. Das macht es mir wirklich schwierig, mich ihm locker wieder anzunähern. Vor allem, da unsere Begegnungen immer im Arbeitsumfeld stattfinden, wo wir a) unter ständiger Beobachtung sind und b) ich mich anders gebe als privat.
Aber vermutlich mache ich mir viel zu viele Gedanken, jedenfalls viel mehr als er (wurde hier auch schon diskutiert). Er würde ja nicht zu mir sagen "das machen wir dann mal zusammen", wenn er es nicht so meinen würde. Dass das dann nicht gleich übermorgen zustande kommt, hat viele Gründe und sollte mich nicht belasten.
Bei unserem nächsten Mittagessen werde ich einfach mal versuchen, ihm zu signalisieren, dass ich mich über eine gemeinsame Freizeitaktivität in naher Zukunft freuen würde.
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25.02.2011, 13:34
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Ich habe geschrieben, dass ich es dir von Herzen wünsche, liebe Regenwetter!

Unseren ganzen Geschichten kannst du aber entnehmen, dass es bei uns anderen nicht mehr so geworden ist wie es früher mal war. Natürlich steht da einiges an emotionalen Dingen im Raum, und die kann man nicht wegdiskutieren. Natürlich hast du auch noch ein Nähe-Distanz Problem. Natürlich flackern immer noch Emotionen hoch.
Ich weiss nicht mehr so ganz, was für dich gut wäre. Aber da du dich nicht komplett ablösen kannst und eben auch nicht genügend "Schlechtigkeit" vorliegt, dass dir das über Realismus, Groll und Wut möglich wäre, wird es eben bestenfalls auf eine gute Freundschaft hinauslaufen, in der aber auch eine vorsichtige Distanz herrscht.
Denn: Spätestens wenn er wieder eine Freundin hätte, muss er befürchten, dass dir das wieder sehr nahe geht, und zwar schon dann, wenn er nochmal deutlich weniger Zeit hat. Es sei denn, du kannst mit Fug und Recht so auftreten, dass er merkt, dass du nicht mehr emotional an ihm hängst.
Dann, und das wäre wie für uns auch das Allerbeste, ist es dir egal, wann und wie oft er sich meldet oder was er tut oder welche Laune er dir gegenüber zeigt... mehr kann ich da nicht mehr raten...nur noch trösten oder aufbauen...

Mir selbst gehts übrigens nicht so gut, aktuell sehr schlecht. Das, was ich derzeit aufbaue, Malen und so, funktioniert nicht unbedingt so auf Anhieb. Ich fühle mich in der neuen Gruppe mit Fremden nicht so wohl und bin sehr schnell verunsichert, sicher eine Nachwirkung von der ganzen Angst vor Ablehnung und dem Desinteresse, was natürlich nicht gerade gut für meinen Selbstwert war. Das hat mir der ganze Mist eingebracht!
Trotzdem ein schönes Wochenende!
Geändert von Elwyn (25.02.2011 um 13:43 Uhr)
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25.02.2011, 14:03
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Liebe Elwyn
Danke für Aufbauen!
Letztendlich kann niemand wissen, wie sich die Sache weiterentwickelt, erst die Zeit wird es zeigen. Manchmal wäre es schön, den Lauf der Zeit etwas beschleunigen zu können...
Das tut mir leid!
Das mit der Verunsicherung kann ich gut nachfühlen, ich kenne solche Momente auch, wenn ich mich in Gruppen von nicht so vertrauten Menschen bewege. Aber nicht immer, zum Glück. Bei mir ist das stark von der Tagesform, den Hormonen oder was auch immer abhängig, und auf schlechte Tage folgen immer auch wieder bessere. Ich wünsche dir von Herzen, dass du dein vorübergehendes Tief ebenfalls bald überwindest und dein neues Hobby wieder geniessen kannst!


Auch dir (und allen anderen hier natürlich ebenfalls!) ein schönes Wochenende!
regenwetter
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25.02.2011, 20:05Inaktiver User
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Liebe Regenwetter,
ich denke damit hast Du recht.
Man kann diese Geschichte immer und immer wieder analysieren und von allen Seiten betrachten, im grunde sind die Fakten doch ziemlich klar und einfach.
Tatsache ist (bei mir ist es ja ebenso), dass diese Gefühle nun mal einseitig sind und wohl auch immer bleiben werden. Man kann sich nur damit arrangieren und es akzeptieren. Ebenso wie bei dir gibt es auch bei mir immer wieder bessere und schlechtere Tage, das wird sicher auch noch eine Weile so bleiben.
Es liegt letztlich aber an einem selbst ob man zulässt, dass einen diese Situation zermürbt oder ob man versucht den Ausgang aus dem Gedankenkarussel zu finden.
Natürlich zieht es mich manchmal runter, vor allem wenn wir uns sehen, reden oder rumblödeln und ich dabei denke wie sehr sie doch zu mir passen würde (aus meiner Sicht).
Trotzdem mache ich mir keine Gedanken mehr um "wenn" und "aber", das führt einfach zu nichts.
Jedes weitergehende Gedankenspiel ist nur Selbstquälerei, da lasse ich mich nicht mehr drauf ein.
Nicht aufgeben Regenwetter, wir schaffen das ..
och mönsch Elwyn

Das tut mir jetzt sehr leid das es Dir nicht gut geht, du warst doch auf auf einem so guten Weg.
Vielleicht muß man einfach akzeptieren das es seine Zeit braucht und das Rückschläge ein Teil dieses Prozesses sind.
Aber (das gilt auch für Regenwetter)bedenke eins:
Ablehnung (wenn sie denn tatsächlich stattfindet) ist immer nur die Einschätzung eines anderen Menschen. Es sagt nichts über deinen Wert aus. Das kann daran liegen das der andere dumm, ignorant, egostisch, frauenfeindlich, zickig, grade geschieden oder was auch immer ist.
Es ist "nur" seine Meinung ... selbst schuld. Auf so jemand kannst Du gut verzichten
Du bist Elwyn, freundlich, hilfsbereit, liebenswert und selbstbewusst ... wer dich nicht zu schätzen weiß hat deine Freundschaft nicht verdient, basta.
Genehmigt euch eine gesunde Portion Egoismus, denkt positiv.
Versucht diesen negativen "Autopiloten" abzuschalten, der immer wieder versucht die Kontrolle zu übernehmen. Das ist schwierig, er wird zwischenzeitlich immer wieder das Ruder übernehmen, aber ... niemals aufgeben.
Man muß es nur wirklich wollen !!
ich wünsche euch ein schönes Wochenende
Liebe Grüße
Paul
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27.02.2011, 21:13
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Hallo an alle hier
,
liebe Elwyn, es tut mir leid, daß Du ein Tief hast und das Gefühl, daß Deine Strategien nicht so gut funktionieren. Sei geduldig mit Dir - manchmal haben wir Rückschläge, manchmal fühlen wir uns verwundbarer und verletztlicher. Dein Weg klingt aber sehr gut, ich drück Dir die Daumen, daß es aufwärts geht
Einen Deiner Gedanken fand ich übrigens sehr wichtig: zu schauen, was unser bester Freund uns gegeben hat, was an ihm so attraktiv und relevant war, und diese Eigenschaften dann in unser Leben zu integrieren und aus anderer Quelle, ggf. aus uns selbst, zu holen. Vielen Dank, das hat mir nochmal einen richtigen Kick gegeben.
liebe Regenwetter: ich war auch in meiner Kindheit und Jugend die gehänselte Außenseiterin, und obwohl meine Erfahrungen ab dem Alter von 19 sehr positiv waren und mir eigentlich tonnenweise Selbstbewußtsein hätten geben müssen, dauerte es lange, bis das auch innerlich bei mir angekommen war. Noch heute trage ich viele Narben von dieser Jugendzeit. Das beeinflußt immer wieder meine Beziehungen: Ich ziehe mich ganz schnell zurück, um gar nicht erst abgelehnt zu werden. Ich komme schnell in Kontakt mit Menschen, warte dann aber, bis sie diesen Kontakt intensivieren und mir ihre Freundschaft anbieten. Ich bin sehr schüchtern, wenn ich auf Gruppen von Menschen treffe. Ich habe in allen Arten von Freundschaften das Bedürfnis nach sehr viel Bestätigung, weil ich tief in mir gar nicht glauben kann, daß der andere Mensch mich wirklich mag.
Das alles würde mich quasi beziehungsunfähig machen (und weitgehend unfähig für meinen Beruf) und daher muß ich immer wieder rational dagegen angehen, mich selbst in Beziehungen aus einer gewissen Distanz beobachten. Und diese negativen Gefühle durchleuchten, mir sagen, woher sie rühren: nämlich aus diesen Jugendzeit-Erfahrungen.
Ich denke an Euch und freue mich immer, hier von Euch zu lesen. Allen einen guten Start in die neue Woche,
Alvorada
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01.03.2011, 23:58
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
also, das klingt in meinen ohren total vernünftig. sonst würde man seine mitmenschen ja vielleicht auch "überrennen" oder selber nur immer die beziehung befeuern, ohne zu merken, dass der andere gar nichts tut, um sie weiterzuentwickeln. manchmal muss man sich zurücknehmen, um zu sehen, was von der anderen seite wirklich kommt.
so war ich auch mal als kind, würde mir heute niemand mehr glauben, denn ich fühle diese unsicherheit von damals nicht mehr. ich musste sie überwinden, aber meistens geht es. man sollte sich nie selbst herunterbremsen mit aussagen wie "wahrscheinlich werde ich das nie los", in meinen augen ist es besser, völlig ergebnisoffen an solche sachen heranzugehen und sich lieber zu sagen, ich will das jetzt hinter mir lassen, mal sehen, wie ich das hinkriege und wie es so klappt.Ich bin sehr schüchtern, wenn ich auf Gruppen von Menschen treffe.
das gegenüber merkt das. wenn auch vielleicht nicht auf einer bewsussten ebene, aber jeder bekommt mehr mit als das, was offen gesagt und / oder gezeigt wird, wie ja dieser komplette strang auch beweist. und dann ist es wieder so wie mit dem wald, aus dem es so herausschallt, wie man in ihn hineinruft.Ich habe in allen Arten von Freundschaften das Bedürfnis nach sehr viel Bestätigung, weil ich tief in mir gar nicht glauben kann, daß der andere Mensch mich wirklich mag.
rufen wir doch einfach anders als bisher hinein, einfach mal so als experiment.
alles liebe,
sportsfrau.Jeder von uns hat etwas Unbehauenes, Unerlöstes in sich,
daran unaufhörlich zu arbeiten seine heimlichste Lebensaufgabe bleibt.
Christian Morgenstern, (1871 - 1914),
deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer
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02.03.2011, 00:30
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
ich verstehe dich. ich bin übrigens ausgetreten. das heißt nicht, dass ich christlichen werten gegenüber abgeschworen habe. es ist die institution, der ich den rücken gekehrt habe, weil sie hauptsächlich keine zeitgemäßen antworten mehr auf zeitgemäße probleme findet (meine 5 ct.). und noch zig andere punkte, egal.
mir fällt hier auf,k wie du dich hinter dem schutzschild "ich bin kopflastig" verschanzt. das ist auch keine offene herangehensweise, aber ich weiß, man muss erst mal üben... jeder von uns hat ja seine schutzschilde, die er / sie gegenüber der welt draußen gerne mal hochnimmt, um sich dahinter zu verstecken.
ja, genau.Also ein "reboot" um im EDV Sprachgebrauch zu bleiben?
Ja, da hast du vollkommen recht. Das ist in der Tat der beste Ansatz. Praktisch das löschen nahezu aller verinnerlichten Glaubenssätze, ein aufbrechen der Konditionierung, das hinterfragen des eigenen, automatisierten Verhaltens. Neue Dinge nicht intuitiv abzulehnen, sondern mal völlig neutral und neu zu bewerten. Das ist, wie ich festgestellt habe, verdammt schwierig.
besser hätte ich das konzept "reboot" nicht beschreiben können. ja, es ist schwierig, aber erstens hat niemand gesagt, dass es einfach wäre (ich sage immer gern, dass es auch im leben keine wahren schnäppchen gibt), und zweitens ist es befreiend! und es eröffnet neue chancen abseits der ewig ausgetrampelten und schon seit jahrzehnten zu nichts führenden wege.
ich kann es nachvollziehen, auch wenn es bei mir anders ist. vielleicht besteht der trick darin, sich nicht selbst mit diesem "endgültig" unter druck zu setzen. ja, es ist endgültig, wenn man kinder in die welt setzt, die kann man nicht mehr "zurückschieben", aber es bedeutet auch nicht, dass man auf biegen und brechen in dieser konstellation weiterleben muss. man kann es, wenn es klappt, aber wenn es nicht klappt, muss man neue lösungen finden. nichts im leben ist doch endgültig außer dem eigenen tod.Wie das wäre? komisch, schwer vorstellbar, irgendwie schön, aber auch beengend und endgültig.
ich bin zwar kein entwickler, arbeite aber selber seit 10 jahren in der it-branche.Bei diesem Gedanken wird sofort wieder diese standartisierte Gefühlsvorlage geladen (sorry, schon wieder IT-Slang). Da merkt man z.B. wie eng bestimmte Vorstellungen und Situationen mit dem dazu "passenden" Gefühl verknüpft sind.
ich finde solche bilder immer ziemlich klasse, zumal sie auch einen funken humor beinhalten. in einem anderen strang las ich heute, dass man, wenn man die verletzungen des lebens ein bisschen überwunden hat, die dinge auch mit humor sehen kann, aus einer anderen perspektive. dann hat schon heilung begonnen (inhaltliche wiedergabe).
die standardisierte vorlage wird ja nur geladen, weil das programm noch keine ausflucht kennt. das macht immer, was es kennt. vielleicht sollte mal jemand da eine extraschleife hineinprogrammieren, die nach zufallsprizip eine von z. b. 10 möglichen vorgedachten varianten auswählt. man weiß je durchlauf nie, welche gewählt wird... möglicherweise "passt" das gefühl auch überhaupt nicht, es tritt nur immer parallel zu einer situation / vorstellung auf. man könnte es auch als "konditionierung" verstehen, und zu jeder konditionierung gibt es möglichkeiten der gegenkonditionierung. damit ist man dann wieder auf neutralem boden und hat damit mehr handlungsspielräume.
klingt, als müsste man sich dafür entschuldigen, dass man mal zeit und raum für sich braucht. stimmt aber gar nicht. ich bin jemand, der total gut auf neue leute zugehen kann, ud ich interessiere mich auch wirklich für menschen, wenn die nur irgendeine art von resonanz zeigen, aber das heißt nicht, dass ich immer unter leuten sein will. man erholt sich für die sozialen kontakte, indem man zwischendurch allein und nur sich selbst verpflichtet ist. der sinnvolle wechsel macht's in meinen augen... und sinnvoll ist das, was mir mein "bauch" sagt. meist weiß man doch ziemlich genau, wenn man wieder seine ruhe haben will und einen ein kontakt stresst. ich kann auch meinem partner nicht dauernd auf der pelle hängen. dann gibt's irgendwann "lagerkoller", so nennen wir das. man muss auch mal für sich alleine dahocken können oder sich wieder anregung durch kontakt mit anderen gesichtern holen.Ich diskutiere z.b. gern mit anderen, auch kontrovers. Eigentlich sogar am liebsten kontrovers, solange die Einstellung des anderen nicht so weit "neben der Spur" liegt, dass es gar keine Basis gibt.
Allerdings brauche ich unbedingt mein Rückzugsgebiet, einen Ort nur für mich.
ich weiß, was du meinst. ich sehe die klientel auch direkt vor meinem geistigen auge. ich war vor einiger zeit in indien, um mich einer entgiftungskur zu unterziehen, einfach so aus interesse und um mir was gutes zu tun. an diesem ort geisterten ziemlich viele herum, die dauernd vom "next level" des erleuchtungspfades faselten, dabei aber nichts kapierten. solche gehen mir persönlich extrem schnell auf die nerven und saugen mir die energie ab. sie sind für sich persönlich heftigst auf der suche und ziehen andere bei ihrer sinnsuche in einen strudel negativer empfindungen. einfach energievampire. viele glauben auch, sie hätten bereits das zeug zum guru und belehren subtil andere. wieder andere feiern sich einfach und stellen sich ständig selbst dar. sie sind nur mit der fassade beschäftigt anstatt mit dem, was an inneren eigenen (und nicht zwanghaft breitzutretenden) vorgängen möglich wäre. wiedermal meine 5 ct.Spiritualität ist mir ein wenig zu eng mit Religion und Esoterik verbunden.
Ich möchte diesen Bereich aber auch nicht von vornherein abstempeln.
Auch wenn ich mir derzeit kaum vorstellen kann eine gewisse Zeit im Kloster zu verbringen, finde ich den Grundgedanken ganz sinnvoll.
Vielleicht sollte ich mich ein wenig mit dem Thema Meditation beschäftigen.
an dem ort, an dem ich war, wimmelte es jedenfalls an selbstdarstellern, alt-hippies in auffälligen klamotten und ähnlichen "schauspielern".
ich selbst glaube, dass "echte" spiritualität nur insofern etwas mit religion zu tun hat, als hinter beiden die suche nach etwas höherem, erfüllendem steckt. aber ansonsten ist "spiritualität" in dem sinn, in dem ich sie verstehe, viel neutraler und überhaupt nicht dogmatisch.
das problem sind wahrscheinlich immer die einzelnen menschen, die sich etwas zunutze machen wollen, um es als eigene krücke zu verwenden. ständig gibt es welche, die einen zwanghaft belehren müssen, die einem ihre eigene auslegung von etwas als zwingende wahrheit und unumstößlichkeit verkaufen wollen - für mich ein zeichen eigener schwäche.
unter "esoterik" verstehe ich allerdings auch räucherstäbchen und unbewiesene schein-wissenschaften. aber dazu müsste ich mich noch mal genauer aufschlauen...
berühren die menschen einen immer erst dann, wenn es bereits zu spät ist, wenn sie jemand anderen gefunden haben oder auf sonst eine weise nicht mehr erreichbar sind? dann könnte man es sehr wohl steuern. dann läge der schlüssel sehr wohl in einem selbst. die suche würde nur einiges an energie kosten.Auch ich hatte noch nie diesen berühmten "Blitzeinschlag", sondern habe immer sehr lange gebraucht bis die Frau wirklich mein Inneres berührt hat. Das macht es nicht grade leichter einen Partner zu finden, aber sowas kann man nun mal nicht steuern.
den blitzeinschlag kenne ich auch nicht, und ich kann mir, ehrlich gesagt, auch nicht vorstellen, dass man einen wildfremden menschen schon so genau erfassen können soll. ich denke eher, dass viele menschen eine ganze weile lang im eigenen leben als "statisten" mitlaufen, und plötzlich merkt man dann, dass da was ist. der blitzeinschlag bei völlig fremden ist nach meiner kenntnis die ausnahme.
liebe grüße & gute n8,
sportsfrau.
p.s.: ich bin bislang noch eine pfeife in wirklicher meditation, aber es hört sich gut an, dass du, lieber paul, dich dafür interessierst. ich habe in indien zumindest "wissenstechnisch" erfahren, worum es da geht (und nur ganz entfernt schon gespürt), wie auch bei yoga, das ja auch nicht einfach nur eine körperliche übung in möglichst exakter ausführung ist: es geht allgemein um achtsamkeit und um loslassen, annehmen. jeder muss da einen eigenen weg finden. yoga hat da bei mir schon funktioniert. ich wünsche dir einfach mal viel spaß beim hineinschnuppern in meditation.
vielleicht kannst du mir, falls es bei dir nach einiger zeit "funzen" sollte, ja auch mal deine erfolgsmethode verraten...
Geändert von sportsfrau74 (02.03.2011 um 00:36 Uhr)
Jeder von uns hat etwas Unbehauenes, Unerlöstes in sich,
daran unaufhörlich zu arbeiten seine heimlichste Lebensaufgabe bleibt.
Christian Morgenstern, (1871 - 1914),
deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer
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05.03.2011, 12:30
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Hallo ihr alle hier
Ich hoffe, ihr habe die Woche gut überstanden und könnt euch nun auf ein abwechslungsreiches Wochenende freuen!
Mir geht es eigentlich gut. "Eigentlich", weil mich die Sache mit meinem Freund mal wieder in eine sehr nachdenkliche, eher traurige Stimmung versetzt. Wahrscheinlich liegt das daran, dass sich in dieser Jahreszeit viele Dinge zwischen uns zum ersten, zweiten oder auch dritten Mal jähren. Es sind sowohl sehr schöne als auch sehr schlimme Erinnerungen: der Beginn unserer Freundschaft, unsere ersten gemeinsamen Unternehmungen, unser gemeinsamer Urlaub, aber auch unser grösster Streit und der Korb, den er mir gegeben hat - all dies fand im Spätwinter und Frühjahr statt. Das kommt nun alles bei mir wieder hoch.
Ich zitiere mich mal selber, denn ich habe es nicht geschafft. Irgendwie hätte es im Gespräch nicht gepasst, wäre zu gesucht gewesen. Und ich gebe zu, ich habe eine wahnsinnige Angst davor, dass er nein sagt!
Dazu kommt, dass zumindest etwas, bei dem er explizit gesagt hat "das machen wir mal zusammen", bald nicht mehr möglich ist, da es eine ausgesprochene Winteraktivität ist. Das weiss er ja auch. Und ich hinterfrage mich nun natürlich, weshalb er nicht darauf zurückkommt. Hat er keine Zeit, schon andere Pläne, war das nur so dahingesagt oder ist ihm bewusst geworden, dass er aus irgendwelchen Gründen trotzdem nichts mit mir unternehmen möchte, und spricht das Thema deshalb nicht an?
Ich könnte ihn nun einfach anrufen oder ihm eine SMS schicken "du, ich gehe morgen nach x zum y, kommst du auch mit?". Aber ich glaube, das mache ich lieber nicht, denn ich bin zu wenig locker, meine Angst vor einer Absage ist zu gross. Ich würde mir wünschen, die Initiative käme von ihm, denn dann wüsste ich, dass er mich aus freien Stücken und weil er wirklich Lust hat, was mit mir zu unternehmen, fragt.
Soviel von meiner Seite, ich werde diese Stimmung wohl einfach aussitzen und hoffen, dass es bald wieder vorbei geht. Vielleicht fällt ja jemandem von euch etwas dazu ein?
Liebe Grüsse
regenwetter
Noch ein Nachtrag zur Sache mit der oben angsprochenene gemeinsamen Aktivität: Es war sogar so, dass er einmal im Nachhinein gesagt hat, er hätte mich deswegen fast angerufen, aber aus den und den Gründen hätte es dann doch nicht geklappt. Ich dachte also, es ist ihm wirklich ernst.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich, dass es mir gar nicht wichtig ist, dass wir das diesen Winter unbedingt noch zusammen machen. Es war sein Vorschlag, und wenn es zustande kommt, freue ich mich, und wenn nicht, klappt es vielleicht nächsten Winter. Ich kann da morgen auch allein hingegeh, das habe ich auch bisher so gehandhabt. Hingegen stresst es mich, dass er nicht einfach sagen kann "Du, wir wollten das doch gemeinsam machen, und der Winter ist bald vorbei, wann hättest du noch Zeit?". Oder: "Ich hatte zwar wirklich vor, das mit dir diesen Winter mal zu unternehmen, aber aus den und den Gründen sehe ich leider, dass es nicht mehr zustande kommt. Aber ich hoffe, dass wir es nächsten Winter dann schaffen". Wieso ist er nun nicht zu einer klaren Ansage fähig, wenn er schon mit dem Thema angefangen hat? Das ist es, worüber ich mir mal wieder den Kopf zerbreche, und solche Situationen hasse ich!Geändert von regenwetter (05.03.2011 um 13:22 Uhr) Grund: Ergänzt
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06.03.2011, 10:41
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
@Liebe Regenwetter
für mich ist es unübersehbar, dass der Kontakt zwischen euch schlichtweg oberflächlicher geworden ist, genauso wie bei fast allen anderen hier, einschliesslich mir.
Dahinter steckt - bei ihm - kein Problem, keine Ablehnung, keine konkrete emotionale Gefühlslage mehr - meiner Meinung nach - sondern ein einfaches Auseinanderdriften, eine Hinwendung zur Normalität und Spontanität, weg von eurer exklusiven Verbindung, die mal da war - und kleiner Trost: es ist doch eigentlich weniger hart als es klingt oder als du es dir im Kopf ausmalst. Du lebst ja bereits dein unabhängiges Leben.
Bei dir spielen aber immer noch die Enttäuschung, die Erinnerung an mehr Gemeinsamkeiten und die Emotionen eine Rolle und ich weiss auch nicht mehr, wie dir dabei zu helfen wäre.
Mir geht das doch exakt genauso, es wurden immer noch richtig tolle schriftliche Ansagen gemacht, "man müsste, könnte, sollte mal wieder telefonieren, öfter schreiben...der Kontakt sei wichtig und man habe Lust drauf....", ohne dass ich noch darauf gedrängt hätte. Und dann kam ausser oberflächlichem, sehr freundlichen Geplauder eben doch nichts mehr. Und ein direktes Fragen ist für mich mittlerweile auch blöd, weil ich das erstens früher (ist aber schon lange her) schon getan habe und sich zweitens dennoch dieses Muster wiederholt.
Als oberflächlichen Kontakt ohne irgendwelche Hintergedanken oder Ablehnung kann ich das wenigstens wohlwollend verarbeiten, aber meine Quintessenz ist natürlich gerade deswegen, dass andere Dinge zunehmend wichtiger sind/werden und mir mehr "bringen". Die Einseitigkeit stört mich auch ganz gewaltig...Fazit: mehr als oberflächlich ist es nicht mehr...egal wie ich es drehe und wende. Und es liesse sich auch nur ein Kontakt oder klarer Termin quasi "erzwingen", wenn ich jedesmal die Initiative ergreife.
Ja, das hasse ich auch...und habs jetzt auch gefressen: Ich suche diese Situation nicht mehr, weil es sich im Kreis dreht, und mach schlichtweg was anderes - übrigens klappt es jetzt doch ganz gut mit meiner Malgruppe. Ich muss mich nur erstmal an die Methodik und an die Gruppendynamik dort gewöhnen - aber für mein Malen bringts was (und direkte Freundschaften auf engerer Ebene such ich auch nicht).Das ist es, worüber ich mir mal wieder den Kopf zerbreche, und solche Situationen hasse ich!
Bei dir klappt "was anderes" doch sowieso ganz gut - tritt dann nicht langsam eine Art Gewöhnungseffekt ein, dass andere Sachen nun mal mehr in dein Leben gehören und dir auch mehr geben?
Ich bin diese Kämpferei wirklich satt (und um was denn...) - andere Freundschaften von mir bestehen ohne diese mühsame Kämpferei um Kontakt und Gemeinsamkeiten über das Banale hinaus. Mag sein, dass ich aufgegeben habe, aber das hat die andere Seite schon lange - daher finde ich das ganz gesund, es jetzt einfach auch so stehen zu lassen.
Ausserdem habe ich einige gesundheitliche Probleme, die demnächst viel Zeit fressen werden - daher muss ich ich sagen, ich habe für ein mühsames Aufrechterhalten von engerem Kontakt und für die endlosen Gedankenspiele ebenfalls keine Zeit mehr. Dafür ist es wirklich auch für mich zu oberflächlich geworden.
@Liebe Regenwetter
Wenn du es schaffst, diese gegebene, normal-freundlich-oberflächlichere Ebene zwischen euch einfach mal zu realisieren, dann könnte es wieder lockerer im Umgang werden, wenn auch nicht unbedingt so wie früher, oder wieder enger. Aber dann hast du endlich einen gewissen Seelenfrieden, oder nicht? Warum wünscht du dir immer noch mehr Aufmerksamkeit oder eine Art Rehabilitation von ihm - wenn du soviele interessante andere Dinge hast. Das brauchst du eigentlich gar nicht mehr! Welche Lücke füllt er noch?
Den Seelenfrieden wünsche ich dir und weiss dabei auch selbst, wie schwer das ist!

Geändert von Elwyn (06.03.2011 um 11:00 Uhr)



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