Ich wollte Euch allen ein wunderschönes Wochenende wünschen - vielleicht können wir uns alle ein wenig Frühlingsluft um die Nase wehen lassen.... das tut bestimmt gut.
Vielen lieben Dank für den Zuspruch Elwyn. Ich fühle mich noch nicht so gut und finde mich emotional noch ziemlich schwach.
Alles Liebe Euch!
June
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04.02.2011, 19:04
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
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05.02.2011, 10:28
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Muß mich auch mal wieder bei euch ausquatschen.
Gestern hat eine Freundin Geburtstag gefeiert - ich dachte so im kleinen Kreis. Als ich ankam war es eine ziemlich große Party. Habe mich mit ein paar Freunden unterhalten und auf einmal stand mein "Freund" mit dabei. Hab ich schon irgendwo befürchtet, dass er auch eingeladen ist.
Irgendwann habe wir uns zwangsläufig unterhalten. Und es war so wie immer. Auch wirklich über alles mögliche ausgetauscht - so wie bei unserem Kaffeetrinken letztens.
Eigentlich war es mir egal- es waren auch sehr liebe andere Freunde da - und ich habe sicherheithalber nur aufgehört, Alkohlisches zu trinken.
Denn ich traue dem scheinbaren "Frieden" zwischen uns nicht so recht und wenn ich etwas getrunken habe, bin ich noch leichter zu beeinflussen.
Es war eine eigenartige Situation. Ich habe mich mit den unterschiedlichen Leuten unterhalten und er hat die ganze Zeit meine Nähe gesucht. Es verwirrt mich nach wie vor unendlich. Ich habe mir gesagt, lass es einfach. Einfach nichts dagegen und nichts dafür tun. Und wenn ich diese Einstellung habe - dann klebt er an mir, wie ein Kaugummi am Schuh.
Irgendwann nach Mitternacht - ich war in der Küche ein paar Sachen wegräumen, steht er vor mir. Wir waren allein. Ein Blick, als würde er mich gleich anfallen. Ich war zum Glück absolut nüchtern und habe nur kurz aufgeschaut und gefragt, was los sei.
Er: Nichts. Nur so.
Ich: Dann ist ja gut.
Stille. Er blickt weiter zu mir.
Ich: Sag mal, wie wär's mit helfen - oder soll ich Eintritt verlangen?
Er: Ich würde gerne mit dir reden.
??
Ich: Ja was gibt es?
Und er fängt an mir alles mögliche zu erzählen, von den Freunden mit denen er in Skiurlaub war, was dort so alles passiert ist, etc. blabla, blubb, blubb.
Ich konnte ihn ca. 3 Minuten nur entgeistert anschauen, hab seine Worte angehört, hab kurz überlegt, ob ich ihn fragen soll, ob dieses "Reden" sein ernst sei? Habs aber gelassen und nur gesagt:" Aha... Du ich muß jetzt mal langsam los."
Er hat dann wieder kurz gezögert - und ich hab ihm und allen eine schöne Nacht gewünscht und bin heim gefahren.
Ich habe ihm wirklich oft genug die Möglichkeit gegeben sich mitzuteilen, ich habe ihm aufrichtig und ehrlich mitgeteilt wie es um meine Gefühlslage betimmt ist und er kommt mit so larifari Scheiß daher.
Sorry - aber er macht mich wütend.
Ich weiß ja, um die Problematik und ich brauch auch keinen Rat - ich musste das nurmal loswerden.
Danke
für's hier Auskot*en können
Oh man, warum muß ich mit ihm in einer Stadt leben - Warum war er wirklich mal mein bester Freund und warum haben wir den gleichen Freundeskreis! So ein Scheiß.
Auf der Party, bei unserem ersten Gespräch kam eine Freundin dazu und meinte: "Ach wie schön - ihr zwei redet wieder miteinander" (Oha- also ist es doch aufgefallen, das irgendwas los ist zwischen uns) und ein paar Gesprächsfetzen weite meinete sie zu uns beiden: "....Ach ihr zwei passt einfch so gut zusammen - warum seid ihr eigentlich nicht schon längst ein Paar?"
Ich merke ja auch, er würde gerne wieder zur früheren Normalität zurück, aber das geht irgendwie nicht. Und an seinen Blicken merke ich auch, es geht ihm was die "anderen" Gefühle betrifft genauso. Aber das macht es nicht gerade leichter. Wenn er die Möglichkeit hat, will er nicht, wenn er die Möglichkeit nicht mehr hat, will er.
So: Aber ich will das alles nicht mehr!
Dann ist da auch noch der wieder enger werdende Kontakt zu meinem "Mann", wenn mein Freund weit weit weg ist, ist alles gut. Habe ich ihn wieder öfter gesehen, so wie in der letzten Zeit, verblassedn die angenehmen Momente mit meinem "Mann" plötzlich wieder total.
Es liegt dann an meiner innneren Einstellung. Bin ich mir sicher - aber auch aus diesem Grund, muß ich endlich von diesem "Freund" wegkommen.
Mensch, mensch. Kann man Gefühle wirklich steuern? Beeinflussen - verlernen - oder kann man nur damit umgehen lernen. Es tut so weh. Es wühlt mich so auf. Er fehlt mir sehr. Aber ich will ihn nicht mehr nur als Freund- es ist, als gehört er einfach zu mir.
Und er will nicht freiwillig gehen. Wenn er doch nur endlich eine feste Partnerin hätte. So wäre es leichter für mich. Dann könnte ich sagen: Bester Freund (endlich frisch) verliebt - ich bin froh...
Ganz liebe Grüße,
June.
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05.02.2011, 14:16
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Hallo ihr lieben,
nach einigen Tage Ruhe melde ich mich nun auch mal wieder zurück. Als ich all das hier gelesen habe, dachte ich nur upps das kommt mir alles so bekannt vor.
Genau hier liegt glaube ich unser "Problem": Die Wünsche/ Hoffnungen von uns allen passen einfach nicht mit denen unserer Freunde zusammen. Wir selbst müssen lernen damit umzugehen und es schaffen hier einen Weg raus zu finden. ICh denke genau deswegen ziehen sich einige unserer Freunde zurück. Sie wollen nicht mehr und fühlen sich überfordert von uns. Ziehen wir uns jedoch zurück, merken Sie wir sind ihnen schon wichtig und sie wollen uns keinesfalls verlieren-nur eben findet für sie alles auf einer anderen Ebene statt. Ich merke immer mehr, dass ich bei Annäherungen von Seiten meines Freundes auch nicht mehr zwischen Freundschaftlich oder doch mehr unterscheiden kann. Wir wünschen uns so sehr, dass es klappt, das wir wohl auch viel zu viel interpretieren und grübeln wo nix ist.
Liebe June,
mir fällt immer mehr auf, wie sehr mein bester Freund und deiner sich ähneln. Als ich deine Beschreibungen las, dachte ich erst: hmm die redet wohl von dem Meinen. Es ist echt haargenau gleich.
Auch mein bester Freund hat genau das gleiche Verhalten. Man verabredet sich zum Essen oder kaffeetrinken und schwupps : Was machen wir jetzt? HAst du noch was vor? Wir wärs mit Kino oder Theater oder oder oder...? Doch geht es hierbei wirklich um meine Gesellschaft und um mich? Also mittlerweile denke ich, wir sind einfach nur Mittel zum Zweck. Ein gutes Mittel um die Langeweile zu vertreiben, um Spaß zu haben. Wir sind greifbar wenn sie uns wollen und das wissen alle unsere Freunde hier und sie nutzen es für sich.Als ich meinen Freund das erste und einzige Mal gesehen habe dieses Jahr war diese Vertrautheit auch sofort wieder da. Ganz ruhig und sanft schlich sie sich an unseren Tisch. Wir haben uns eigentlich auch nur schnell auf einen Kaffee getroffen und hatten gleich bezahlt - doch als die Tasse leer war, ist keiner aufgestanden, um zu gehen.
Ganz im Gegenteil. Er hat da gesessen und wollte nicht aufstehen. Immer weiter reden. Ruhig, sanft, vertraut. Und als er merkte, ich will gehen, hat er wieder eine Möglichkeit gesucht weiter den Tag mit mir zu verbringen.
Oh ja genau so läufts bei mir auch. Auch wenn ich drei Uhr nachts nachhause lauf, kommt keine Nachfrage ob ich gut daheim angekommen bin. Kein NAchfrage nix. Auch wir haben letztens telefoniert und wollten eigentlich am nächsten Tag etwas trinken. ICh meinte ich melde mich dann an diesem Tag, habe es aber dann doch nicht mehr getan, da mir etwas dazwischen gekommen ist. Auch am nächsten TAg kam keine NAchfrage von ihm, was los ist und wann wir nun nen KAffee trinken. Also in all meinen anderen Freundschaften gibt es diese Fragen. Da hat es bei mir richtig pling gemacht: Da ist kein wirkliches Interesse für mich als Person. Und das muß ich echt nicht haben.Wir haben dann noch etwas getrunken - also weil wir Durst hatten - nicht der Gesellschaft wegen - und er wollte gerne noch den Abend mit mir verbringen - aber ich habe ihm gesagt, wir sollten ja nicht gleich wieder übertreiben und seitdem herrscht Funkstille. Nichts. Kein Piep. Kein"Bist Du gut nach Hause gekommen?" Also denke ich mir - das war nur Langeweile totschlagen seinerseits. Und kein Versuch der freundschaftlichen Annäherung.
Allerdings merke ich auch wie ich immer klarer denke. Und ich muß mich dafür echt einmal bei euch allen Bedanken!!! Durch eure Denkanstöße ist mir einiges klarer geworden.
Ich habe Klartext mit meinem (Beziehungs)Freund geredet. Auch wenn es nicht einfach war, so weiß er nun wenigstens warum ich manchmal so drauf bin wie ichs eben bin. Er hat es eigentlich ganz gut aufgenommen und gemeint: Und nun gibst du mir eine reale Chance zu zeigen wer ich bin und das ich dich wirklich will?..Es hat mir gezeigt, dass ich die ganze Zeit in so einem Gefühlswirrwarr war, dass ich ihn einfach nie wirklich zu mir durchdringen lassen habe.
Na gut, ihn darüber fahren zu lassen oder nicht darauf habe wir nicht wirklichen Einfluss. Wir müssen irgendwann nur merken, dass wir an einer Wunschfigur festhalten. Unser Kopf und unser Herz müssen feststellen, dass dieser Mensch den wir so unbedingt wollen, nicht dem entspricht was wir wirklich wollen. Es ist diese Vertrautheit des Moments, die uns glauben läßt er ist es. Doch je mehr wir darüber nachdenken, desto mehr negative Dinge fallen uns an ihnen auf. Dinge die wir in einer Beziehung nie akzeptieren würden. Warum wir uns trotzdem so von ihnen beeinflussen lassen weiß ich allerdings auch nicht. Vielleicht ist es wirklich diese Hoffnung, dieser Reiz nicht gleich zu bekommen was man will?Dabei war alles so schön geworden. Ich habe mich wieder mit dem Vater meiner Kinder angenähert. Es war schön. Ein ganz zartes grünes Pflänzchen auf meiner Gefühlswiese- und dann fährt mein "Freund" an einem Nachmittag wieder mit seinem (Gefühls)Panzer drüber.
Na gut - ich habe ihn über meine Gefühlswiese fahren lassen
Es war ein Versuch der Freundschafts-Rückführung. Auf seine Initiative hin. Aber:Geht nicht. Ich habe meine Gefühle nicht so gut im Griff wie sie mich.....aber wird noch. War ja schon ganz gut die Richtung in die ich losgelaufen bin.
Also Rückschläge wird es immer wieder geben. Wir werden nur besser damit umgehen lernen.
Ich habe nun eine Entscheidung getroffen und zwar für meinen Freund. Einen Freund, dem ich vertrauen kann, der mich als Person wahrnimmt und liebt. Der kiene Spielchen mit mir spielt und sich ernsthaft um mich bemüht. Das ist es was ich will und ich merke immer mehr, dass ich einfahc die ganze Zeit einer Illusion hinterhergerannt bin. Eine Illusion, die mein bester Freund glaube ich gern aufrecht hält. Doch mir egal.
Und das er mir so langsam wirklich nicht mehr der wichtigste ist, hat mir sein letzter Anruf gezeigt: Er fragte ob wir uns treffen und ich habe einfach keine Lust darauf gespürt. Keine Lust gehabt ihn zu sehen. Alles in mir sagte: och nee lass mal. Spiel deine Spiele auf deiner Wiese. ...Ich finde, es ist ein gutes Zeichen keine Lust mehr zu haben ihn zu sehen.
Vieles findet sich einfach doch von selbst.
Danke nochmal euch allen

Lieben Gruß,
Trinyi
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06.02.2011, 09:51
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Hallo zusammen
Auch von mir ein kurzer Gruss aus dem Wochenende! Ich bin derzeit auf der Suche nach dem Schnee, der immer weniger wird. Hier ist Frühling
, das ist zwar einerseits schön, aber anderseits einfach noch ein paar Wochen zu früh...
Mit meinem Freund versuche ich mich gerade wieder wirklich "anzufreunden". Also wieder einen regelmässigen und unverkrampften Umgang hinzukriegen, wenigstens bei der Arbeit und vielleicht mittelfristig auch wieder darüber hinaus. Es läuft nicht schlecht, auch wenn es bei mir nach wie vor emotionale Hochs und Tiefs gibt. Gerade wenn man sich immer wieder über den Weg läuft, gehört es wohl einfach dazu, dass durch eine Begebenheit plötzlich wieder das Gedankenkarussel angeworfen wird (June und Trinity, so fasse ich auch eure Beiträge auf).
Mein aktuelles Problem sind meine Verlustängste. Ich leide unter der fixen Idee, dass mich mein Freund nach eine Woche ohne Kontakt bereits vergessen hat. Und wenn dann die Bestätigung, dass er mich noch wahrnimmt, zu lange ausbleibt, schiebe ich die Krise - vor allem dann, wenn meine Stimmung sonst nicht so gut ist . Momentan ist er häufig im Urlaub, das bedeutet für mich immer wieder Abschied und Wiederannäherung. Das empfinde ich als anstrengend.
Das mit den Verlustängsten ist bei mir generell ein Problem. Ich habe rasch Angst, dass sich Menschen von mir entfremden und abwenden, wenn der Kontakt nicht regelmässig ist. Wobei regelmässig ein dehnbarer Begriff ist - es gibt Freundinnen, mit denen ich mich nur 2-3 Mal pro Jahr treffe. Aber diese Kontakte haben sich über Jahre so eingependelt, dass ich hier die Sicherheit habe, dass es weitergeht.
Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Sonntag, und geniesst die Sonne!
regenwetter
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06.02.2011, 10:09
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Ja, Regenwetter! Das ist bei mir absolut genauso - aber wie bei dir auch nur in den Fällen, in denen diese seltsame Unsicherheit besteht, nicht in allen Fällen!


Da stellt sich für uns die Frage, ob wir das sind, die nicht locker genug sind, oder ob die andere Seite sich eben wirklich immer wieder sprunghaft entzieht und annähert und uns damit ständig (unbewusst) unsere Sch....Knöpfe drückt.
Nachdem ich mein riesiges Geschenk um Weihnachten bekam, habe ich ganz normal geantwortet. Daraufhin kam wieder dieser Vorstoss ganz allein von ihm, wir müssten mal wieder richtig lange telefonieren, es gäbe viel zu erzählen, Fotos zu zeigen, er könne zwar jetzt direkt keinen Termin nennen, aber ich soll schon mal sagen, wann ich denn mal länger Zeit hätte.
Gesagt, getan, habe ich nach also angemessener Zeit (ner guten Woche) geantwortet, was ich wann so mache und dass ich so und so sicher Zeit hätte, wir bis dahin aber auch gerne nochmal schreiben können.
Das war vor jetzt drei Wochen und wieder nichts - obwohl der bombastische Vorschlag von ihm kam.
Da werd einer draus schlau? Und das wirft bei mir wieder irgendwie ein negatives Gedankenkarussell an. So kompliziert oder ängstlich bin ich nun auch nicht - mit einem normalen Antworten, einem normalen Interesse ohne grossartige Versprechungen käme ich ja nun wirklich klar. Und komme auch in allen anderen Freundschaften und Bekanntschaften damit klar!
Soviel zu den Ängsten, liebe Regenwetter.
Und ganz abgeschlossen kann ich auch nicht...irgendwie nicht...ich finds immer noch schade. Was soll ich da denn tun, ohne innerlichen Groll, ich mag das nicht negativ beenden?
Das Einzige was ich tu, ist mich wirklich positiv beschäftigen, das klappt immer besser - und mein neuer ständiger Malkurs ist wenigstens ein neues tolles Highlight mit einer netten Gruppe.
Danke fürs Weiterschreiben hier, es hilft mir echt auch immer noch!
Und allen einen wundervollen Vorfrühlingstag!

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06.02.2011, 18:27
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Liebe Elwyn
Danke für dein Mitdenken und deine Anregungen!
Ich weiss, frau macht oft den Fehler, die Verantwortung allein bei sich zu suchen. Aber im aktuellen Fall ist meine Arbeitshypothese tatsächlich, dass es an mir liegt. Er reagiert positiv auf meine (eher seltenen) Kontaktaufnahmen, weicht nicht aus. Und er ergreift ebenfalls ab und zu die Initiative.
Mein Freund und ich sind in diesem Punkt sehr verschieden. Ich neige zu Verlustängsten, er hingegen fühlt sich rasch vereinnahmt und unter Druck gesetzt. Das Problem ist uns beiden bekannt, wir haben schon ausführlich darüber geredet, weil es in der Vergangenheit zu Spannungen geführt hat. Allerdings ist das Thema zuletzt in den Hintergrund getreten, da ich wegen seiner vorübergehenden Partnerschaft auf Rückzug geschalten hatte.
Die Voraussetzungen sind also nicht so, dass wir uns in dem Punkt blind verstehen. Aber im positiven Fall können wir beide voneinander lernen, und ich denke, die Bereitschaft ist bei beiden da.
Damit hätte ich auch so meine Mühe
. Grosse Versprechungen, die dann nicht eingelöst werden - nein, das wäre nicht mein Ding!
Hast du schon mal versucht, ihn einfach spontan anzurufen? Und dann nicht zu sagen "warum meldest du dich nie", sondern einfach loszuplaudern? Wie reagiert er da?
Er scheint mir ein spontaner, begeisterungsfähiger Mensch zu sein, der stark im Augenblick lebt. Vielleicht liegt ihm diese Art der Kontaktaufnahme mehr als planen? Wäre evtl. mal einen versuch wert. Wenn dann allerdings bloss kommt "keine Zeit, ich melde mich später" und er sich dann trotzdem nie meldet, dann würde ich es lassen...
Was du über ihn erzählst, erinnert mich etwas an die Probleme, die eine Freundin von mir mit einer anderen Freundin hat, und sie löst das für sich so ähnlich. Daher der Gedanke.
Das ist doch toll!
Immer wieder vorwärts schauen, auch wenn es zwischendurch einen Rückschlag gibt. Das tue ich auch und stelle fest, dass die Rückschläge immer weniger werden und vor allem weniger lange anhalten.
Ich wünsche euch allen hier einen guten Start in die Woche!
regenwetter
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07.02.2011, 08:47
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Auch wenn ihr verschieden seid, so reagiert er ja auf die derzeitige Frequenz anscheinend positiv - in diesem Punkt machst du/macht keiner also etwas "falsch".
Es klingt für mich definitiv recht ausgewogen - mit dem einzigen Knackpunkt, dass du noch nicht ganz verarbeitet hast, dass derzeit im Moment keine Beziehung zu ihm möglich ist.
Für diese Verlustängste ist er also nicht mehr der unmittelbar direkte Auslöser - ich glaube, dass du die wie ich eher allgemein mit dir herumträgst. Sie werden zwar ausgelöst durch "Rückzüge" wichtiger Menschen, aber in diesem Fall ist ja seit Wochen kein Rückzug von ihm erkennbar, eher von dir. Aber auch dann spürst du das - ich glaube das sitzt tiefer. Du wirst allenfalls durch ihn daran "erinnert", dass du keine Beziehung hast, aber auch dagegen tust du viel und bist ja rundum eingebunden mit Job und anderen Menschen.
Meinst du, du könntest das Gefühl der Verlustängste vielleicht von ihm abkoppeln? Ich glaube, das täte der Freundschaft zwischen euch gut, denn dann könntest du das, was da ist, besser geniessen und insgesamt spannungsfreier gestalten.
Ob er grundsätzlich der "Richtige" wäre, würde ich nach dem, was du über Nähe-Distanz schreibst, noch mal hinterfragen. Ich habe für mich selbst vor Jahren erkannt, dass ich in Punkto Partnerschaft einen verlässlichen und gewissenhaften Menschen brauche, dem "Nähe" nicht - sagen wir mal "auf die Nerven geht". Das hat nichts mit Klammern oder ständiger Rückversicherung zu tun - beides ist, wenn das Nähe-Distanz-Bedürfnis ganz grundsätzlich übereinstimmt, dann nämlich auch für mich überflüssig.
Mag ja sein, dass man sich weiterentwickeln kann, aber im Grundsatz sollte es so halbwegs stimmen, sonst gibt es ständig Spannungen.
Das ist - glaube ich mittlerweile - die einzige Möglichkeit, den Kontakt aufrechtzuerhalten. Ja, der ist begeisterungsfähig, reagiert auf so etwas tatsächlich sehr locker (es sei denn, er hat gerade wirklich keine Zeit), kein bisschen genervt und nimmt das alles spontan. Das hab ich ja schon bei dem letzten, eher positiven Telefonat Anfang Dezember genauso erfahren.Hast du schon mal versucht, ihn einfach spontan anzurufen? Und dann nicht zu sagen "warum meldest du dich nie", sondern einfach loszuplaudern? Wie reagiert er da?
Er scheint mir ein spontaner, begeisterungsfähiger Mensch zu sein, der stark im Augenblick lebt.
Wovon ich aber nicht ausgehen darf, ist, dass er sich auch nur irgendeinen Kopf drüber macht, was andere (sprich ich) sich vielleicht wünschen, womit er mir etwas Gutes tun könnte. Ich glaub, so richtig empathisch ist er nicht. Und damit ist er unterm Strich recht egozentrisch. Dieses Verhalten hat er allgemein, auch gegenüber anderen Freunden drauf. Er hat damals zu Anfang seiner Beziehung einen anderen Freund sehr hängenlassen, mit dem er täglich etwas unternommen hatte. Und den nannte er dann ein Weichei, weil der sich ziemlich alleingelassen fühlte und ihm etwas "vorgejammert" hat (wohlgemerkt: ein Mann hat ihm etwas vorgejammert, was normalerweise wohl eher selten vorkommt - der Freund fühlte sich also ziemlich verletzt!). Es zählt doch meistens das, was er im Moment, im Augenblick braucht und wenn das mit dem, was andere brauchen, grad zufällig passt und ihm was bringt (wie jetzt seine Freundin), dann tut er auf sehr charmante, ja vehemente Art etwas dafür. Sonst nicht.
Da es aber realistischerweise auch wiederum nicht direkt böswillige Absicht ist, kann ich das vielleicht so hinnnehmen. Ich glaube aber, es ist gesund, wenn ich mich nach und nach innerlich auch noch weiter entferne. Es hilft ja nichts, er wird niemals ein verlässlicher Typ sein, auch wenn er sich selbst gerne so sieht und das verspricht. (In der Haut der Freundin möchte ich übrigens nicht stecken - ich wünsche es ihr, dass sie besser damit klarkommt, was ja für sie zu funktionieren scheint!)
Ich möchte (für mich selbst) nur das negative Gedankenkarussell loswerden (ich fühle mich immer noch ein bisschen ausgenutzt und hingehalten) - dann könnte ich verinnerlichen, dass dieser Kontakt auf einem niedrigen Level ganz locker weiterbesteht - und wenn man mal einen Fremdenführer braucht
(er wohnt ja weiter weg), dann wäre er sicher mit Begeisterung dabei.
Ohmann, ganz soweit bin ich eben noch nicht, obwohl es ja doch sooooooo offensichtlich ist...sorry...
Geändert von Elwyn (07.02.2011 um 09:17 Uhr)
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07.02.2011, 09:09
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Ja, das ist so - und es war harte Arbeit - aus der ganzen Sache lernt man...

...es gibt immer mehr Dinge, die mir hier und jetzt guttun, auf die ich mich hier und jetzt freue - das drängt das andere mehr und mehr in den Hintergrund! Alles eine Frage der Zeit!
Letzendlich kommen wir ja alle zu demselben Schluss - auf sich und seine Bedürfnisse achten und das täglich ohne auf die ganz grossen Highlights von aussen zu vertrauen! Für die ist man dann "gewappnet"!

@Triniy
Ich habe nun eine Entscheidung getroffen und zwar für meinen Freund. Einen Freund, dem ich vertrauen kann, der mich als Person wahrnimmt und liebt. Der kiene Spielchen mit mir spielt und sich ernsthaft um mich bemüht. Das ist es was ich will und ich merke immer mehr, dass ich einfahc die ganze Zeit einer Illusion hinterhergerannt bin. Eine Illusion, die mein bester Freund glaube ich gern aufrecht hält. Doch mir egal.
Und das er mir so langsam wirklich nicht mehr der wichtigste ist, hat mir sein letzter Anruf gezeigt: Er fragte ob wir uns treffen und ich habe einfach keine Lust darauf gespürt. Keine Lust gehabt ihn zu sehen. Alles in mir sagte: och nee lass mal. Spiel deine Spiele auf deiner Wiese. ...Ich finde, es ist ein gutes Zeichen keine Lust mehr zu haben ihn zu sehen.
Diese Entscheidung finde ich super! Und das Einzige, was zählt, ist doch, als Person wahrgenommen zu werden mit den Bedürfnissen, die man hat.
Auch diese gesunde "Egal-Haltung" finde ich gut - ich bin früher iiiiiiiiiiiiiiiiirgendwann auch immer zu dieser Haltung gekommen, ob nun Freundschaften oder Beziehungen. Die war dann sogar völlig ohne Groll - in dem Moment, in dem ich mich und mein Gegenüber habe realistisch einschätzen können. Dann hört man auf, aktiv zu kämpfen - und das tut sehr gut und ist ein Weg aus der Ohnmacht.
Ich könnte mir denken, dass gerade das sehr positive offene Gespräch mit deinem Freund dir gezeigt hat, dass in deiner Beziehung viel mehr Perspektiven liegen (und nicht die seltsame Sprachlosigkeit, das "Um-den-Brei-Reden" deines Kumpels da ist), die ihr gemeinsam angehen könnt!

Geändert von Elwyn (07.02.2011 um 09:20 Uhr)
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11.02.2011, 10:42
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Hallo allerseits
Es ist ruhiger geworden hier! Aber ich werte das als gutes Zeichen, denn ich hoffe, dass die Ruhe im Strang widerspiegelt, dass in all unsere Geschichten etwas Ruhe eingekehrt ist. Bei mir ist das jedenfalls so. Dies liegt auch daran, dass mein "Strangthema" mal wieder Urlaub macht und damit sowieso temporär aus meinem Leben verschwunden ist. Also gibt es auch nichts zu erzählen.
Auch abgesehen davon geht es mir gut. Ich führe ein ausgefülltes Leben, habe für die nächsten Monate diverse Pläne und vermisse es überhaupt nicht, dass es keine Beziehung in meinem Leben gibt.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und freue mich, wenn ihr euch ab und zu hier blicken lasst, auch wenn es keine dramatische Wende in eurer Geschichte gibt!


Alles Liebe
regenwetter
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13.02.2011, 21:33
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Liebe Regenwetter und alle anderen,
ja, ich melde mich seltener, weil es in der Tat ruhiger geworden ist. Einerseits haben Eure Beiträge der letzten Monate mir sehr viel weiter geholfen, andererseits haben mein bester Freund und ich auch gerade so etwas wie ... eine Ruhepause? Das heißt nicht, daß wir uns nicht sehen, aber nach dem wohl beiderseitigen Schock der "Trennung" um Weihnachten herum gehen wir sehr, sehr behutsam und vorsichtig mit einander und mit unseren jeweiligen Gefühlen um. Keine großen Themen und Fragen aufwerfen, kein Ausdiskutieren, keine kleinen Flirts - ich glaube, wir freuen uns gerade über jede Woche, die wir mit ruhigen Telefonaten verbringen und in denen wir uns ab und zu mal (wenn er in meiner Stadt ist) auf einen Kaffee treffen.
Regenwetter, ich habe noch eine off-topic-Frage - und bitte lache nicht zu laut darüber, weil Du es eventuell für eine Frage des 19. Jahrhunderts hältst. Du schriebst
Das geht mir genau so ... aber ich frage mich immer wieder, ob das "richtig" ist. Alle Erwartungen von außen an mich (Freunde, Familie, Kollegen) gehen immer dahin, wieder einen Partner zu finden. Fast alles in unserer Gesellschaft scheint mir auf Paare ausgerichtet zu sein. Und dann habe ich immer noch die Bilder von meiner Mutter vor Augen, die nach der Scheidung von meinem Vater 30 Jahre alleine lebte und zu einer ganz verbitterten, einsamen und sehr spleenigen Person wurde.
Eigentlich denke ich, daß es mir (zur Zeit) mit dem Alleineleben sehr gut geht und ich im Gegenteil meine Wohnung und mein ausgefülltes Leben nicht gerne mit jemandem teilen würde - zumindest nicht 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Mir fallen lauter Situationen ein, in denen ich schon als Kind immer am liebsten alleine war, und das zog sich durch mein Leben durch. Manchmal denke ich, meine Ehe war eher ein Irrweg - sicher habe ich meinen Mann geliebt, aber ich dachte auch, es sei der "normale" Weg zu heiraten und zusammen zu leben ... und als braves Mädchen habe ich diesen Weg gewählt und mich dann in der Ehe häufig eingeengt und begrenzt und erstickt gefühlt.
Fazit: Ich bin mir manchmal sehr unsicher, ob das Alleineleben (das ich zur Zeit genieße) der richtige Weg ist oder ob ich wieder aktiver einen Partner suchen sollte. Bist Du Dir bei Dir immer klar darüber ... oder ergibt sich das einfach und Du machts dann das Beste daraus?
An Euch alle viele liebe Grüße und einen guten Start in die Woche,
Alvorada


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