Sicher, den Vorwurf höre ich auch öfter.
Ich rede es mir nicht unbedingt schlecht, sondern ich analysiere das (bis zum Erbrechen) und komme nach Wut irgendwann sogar eher zu einer wohlwollenden Erkenntnis der Situation.
Im Endeffekt ist es in deiner Situation so, dass dein Freund dir nicht dasselbe Verliebtheits-Gefühl entgegenbringt wie du. Das ist für mich nach langem Analysieren eventueller Gründe auch im besten Falle ein Grund, davon auszugehen, dass die Bedürfnisse nicht zusammenpassen. Oder sagen wir: Allein das wäre der Grund am Ende, eine Beziehung als unmöglich einzuschätzen. Das kann ich jemandem nicht übelnehmen - aber auch nicht weiter erhoffen - , dass jemand das von mir gewünschte "Gefühl" nicht entwickelt. Das ist irgendwann ein Totläufer, eine Sackgasse, "sinnlos", verstehst du...
klar tut das weh, und wie, aber es macht dann irgendwann Plopp und ich erkenne das Sinnlose!
Meine besagte Freundin erkennt das ziemlich schnell und akzeptiert das...mit eigenem Abstand natürlich! Und viel schneller als ich, glaub mir...
Trotzdem nochmal: Den Weg an sich mit den neuen Inhalten schlagen wir ja beide ein!
P.S. Du wolltest eine Gehirnwäsche!![]()
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14.01.2011, 15:05
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Geändert von Elwyn (14.01.2011 um 15:12 Uhr)
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14.01.2011, 16:25
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Das war überhaupt nicht als Vorwurf an dich gedacht, sondern auf meine konkrete Situation bezogen! Ich sehe an meinem Freund im Augenblick nichts, was gegen einen freundschaftlichen Kontakt spricht. Ausser, dass er meine Gefühle, die über Freundschaft hinausgehen, nicht erwidert, aber das ist nicht ihm vorzuwerfen, sondern da liegt das Problem bei mir.
Genau, aber es geht mir nicht um Beziehung, sondern ich frage mich im Moment, ob ich mit diesem Menschen, der genau meine Wellenlänge hat und den ich regelmässig sehe (sehen muss!), freundschaftlichen Kontakt pflegen soll oder ob ich ihn links liegen lassen soll ausschliesslich aus dem Grund, weil er nicht auf mich steht. Unsere Bedürfnisse sind mindestens zum Teil die gleichen, und den Teil kann man doch ausleben?
Hinzu kommt, dass mich auch das "aus dem Weg gehen" viel Energie kostet bzw. kosten würde, da ich ihn fast täglich vor der Nase habe. Wäre er ein Bekannter aus dem Internet oder ein Ferienflirt, hätte ich ihn schon längst abgehakt, aber so?
Hm, wirkt noch nicht so richtig...P.S. Du wolltest eine Gehirnwäsche!





Liebe Grüsse
regenwetter
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15.01.2011, 12:19
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Hallo zusammen
Ich bins nochmal mit einer konkreten Frage...
Ich habe festgestellt, dass ich noch weit davon entfernt bin, über der Sache zu stehen, was meinen Freund betrifft. Die Gefühle und Gedanken schwanken, und dies nicht ganz unabhängig davon, wie der Kontakt zu ihm gerade ist. Das merkt man sicher auch meinen Beiträgen hier an!
Meine Gedanken drehen sich darum, wie ich den Kontakt zu ihm in Zukunft gestalten soll und vor allem, ob ich mit ihm darüber reden soll, wie er das sieht, oder besser nicht.
Ich schätze ihn so ein, dass ihm etwas an mir und unserem Kontakt liegt. Er hat in den letzten Monaten Initiative gezeigt, von mir kam nichts mehr. Ich weiss auch, dass er verunsichert ist (oder es zumindest vor einigen Montagen war), wie er sich mir gegenüber verhalten soll. Hinzu kommt, dass unsere Freundschaft immer sehr stark von verschiedenen Phasen geprägt war, von sehr engem Kontakt über Streit und Kontaktabbruch bis zur Wiederannäherung. Ein stabiler Status quo hat sich zwischen uns (noch?) nicht entwickeln können.
Ich weiss, dass ich ein Mensch bin, der in zwischenmenschlichen Beziehungen relativ viel Sicherheit und Bestätigung braucht (Tendenz zu Verlustängsten). Im Prinzip gibt er mir die Bestätigung, dass ihm etwas an mir liegt. Er hingegen bekommt von mir im Moment keine Bestätigung, ich reagiere nur auf seine Signale (wenn auch positiv). Trotzdem wäre es mir wohler, direkt aus seinem Mund zu hören "mir liegt etwas an dir, und ich stelle mir unseren Kontakt so und so vor". Das würde meine Kopfkino stoppen, weil ich mich dann an Tatsachen festhalten könnte. Aber vermutlich will ich zuviel...
Denn: Man kann die Dinge auch zerreden! Und: Er ist ein Mann, und die mögen es nicht so, endlos über die selben Themen zu diskutieren (oder, Paul?). Ich weiss auch von ihm, dass er es nicht schätzt, immer wieder über die selben Punkte zu diskutieren.
Wir hatten in der Vergangenheit immer mal wieder klärende Gespräche über unsere "Beziehung", oder ich habe ihm lange E-Mails geschickt. Zuletzt im Herbst, als ich ihm geschildert habe, wie schwer es mir fällt, über die Tatsache, dass er liiert ist, wegzukommen und was das in mir ausgelöst hat. Das ist zwar noch nicht so lange her, aber trotzdem schon wieder weit weg...
All dies macht mich unsicher: Ansprechen oder nicht? Was würdet ihr in meiner Situation tun?
Liebe grüsse, und geniesst die
!
regenwetter
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15.01.2011, 13:39
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Liebe Regenwetter,
Deine Frage hat mich so direkt berührt, daß ich gleich mal eine Antwort versuche.
Das kann ich für mich genau so unterschreiben - und auch was Du über Euren Kontakt, über Aktion - Reaktion schreibst, kenne ich zwischen meinem besten Freund und mir sehr gut. Und als Frau
und Kulturwissenschaftlerin
bin ich natürlich auch immer für die Variante "Ausdiskutieren".
Nun hatte ich im Dezember diese verfahrene Situation und den Streit mit meinem besten Freund.
Und schon seit Spätsommer tickte eine ähnliche Zeitbombe zwischen meinem Lieblingskollegen und mir: Wir arbeiten täglich sehr eng zusammen und sind gut befreundet (zum Glück komplett ohne die "problematische" Komponente, die wir hier im Strang diskutieren). Nun häuften sich immer mehr ungelöste Konflikte, immer mehr Mißverständnisse. Wir konnten die Situationen zwar klären, aber es blieb etwas Störendes zwischen uns zurück.
Mein Vorhaben für das neue Jahr war es, sowohl mit meinem besten Freund als auch mit dem Kollegen jeweils an einem ruhigen Abend mal zu reden, die vergangenen Situationen nochmal aufzurollen und zu klären.
Inzwischen bin ich davon aber abgekommen: Die konkreten Probleme haben wir angesprochen und weitestgehend gelöst. Beide Männer bemühen sich, mir Sicherheit und Kontinuität zu vermitteln - sie sagen es nicht explizit, aber zeigen es in Worten und Taten, betonen unsere Gemeinsamkeiten etc. Beide zeigen mir, wie viel ihnen an der jeweiligen (völlig unterschiedlichen) Freundschaft liegt - das können kleine Gesten sein, wie in der Mittagspause Kaffee mitzubringen (Kollege) oder ein Foto von etwas schicken, was ihn gerade bewegt (bester Freund). Sie zeigen, daß sie meine Kritikpunkte verstanden haben und verhalten sich entsprechend.
Fazit: Ich belasse es jetzt mal dabei, genau aus dem Gedanken heraus, die jeweilige Freundschaft nicht zu zerreden. Ich bin strikt dagegen, Probleme zuzukleistern und heile Welt zu spielen. Aber wenn man die Dinge angesprochen und die konkreten, "faßbaren" Konflikte gelöst hat, ist es vielleicht auch ok und man kann die Sache ruhen lassen. Das ist für mich ein neuer Weg, ich gebe also keine Garantie dafür ab ... ich merke nur, daß diese Ruhe in beiden Freundschaften mir dieses Jahr sehr, sehr gut tut.
Wahrscheinlich gibt es da keinen Königsweg - probier es einfach mal aus, zum Reden zurückkehren kannst Du ja immer noch
Viel Erfolg und Kraft für Dich
Alvorada
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15.01.2011, 17:34Inaktiver User
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Liebe Regenwetter
Nun ist es schwierig eine allgemeingültige Aussage über jemanden zu treffen, auch wenn er ein Geschlechtsgenosse ist
Grundsätzlich stimme ich Dir aber zu. Frauen haben aus meiner Erfahrung heraus häufig die Neigung, ein Thema immer wieder auf den Tisch zu bringen.
Die meisten Männer nervt das tatsächlich. Sie sind da eher lösungsorientert. Anderes ausgedrückt, es macht für sie keinen Sinn erneut darüber zu diskutieren, wenn es keine neuen Fakten gibt und die Standpunkte sich ohnehin nicht geändert haben. Ich gestehe, dass mich dieser Punkt in früheren Beziehungen auch häufig genervt hat.
Im übrigen drücken Männer ihre Zuneigung oder Verbundenheit ohnehin eher durch Taten als durch Worte aus. Wie wir ja alle wissen haben es Männer nicht so damit ihre Gefühle in Worte zu kleiden
An Deiner Stelle würde ich derzeit nicht versuchen ihn "festzunageln". Lass es laufen und nimm es an wenn er Dir entgegenkommt. Er weiß ja auch so wie es um deine Gefühle ihm gegenüber steht.
Liebe Grüße
Paul
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15.01.2011, 17:56
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Liebe Alvorada
Danke für deine Rückmeldung und deinen Erfahrungsbericht. Du bestätigst meinen Verdacht, dass ich es vielleicht einfach mal auf sich beruhen lassen sollte. Was mir natürlich schwer fällt, als Frau und als Geisteswissenschaftlerin.
Denn mir macht es Spass, die Dinge zu "zerreden", das heisst aus möglichst vielen Blickwinkeln zu betrachten und versuchen, möglichst genau zu formulieren, was ich empfinde. Aber ich fürche, ich laufe bloss Gefahr, bei ihm damit wieder in der Schublade "kompliziert" zu landen.
Alles Liebe
regenwetter
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15.01.2011, 18:07
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Lieber Paul
Danke auch für dein Statement aus männlicher Sicht!
Genau so, fast mit den selben Worten, hat das mein Freund in einer unserer früheren Diskussionen auch schon formuliert! Könnte also doch geschlechtsspezifisch sein?
Mir ist es tatsächlich wichtig, ein Thema immer wieder auf den Tisch zubringen und von allen Seiten zu beleuchten, um auch ja sicher zu sein, dass ich richtig verstanden wurde und mein Gegenüber richtig verstanden habe. Schliesslich ist menschliche Kommunikation immer voller Missverständnisse. Aber euch Männer scheint das tatsächlich zu nerven!
Ok, auch du bestätigst mich, mal ruhig abzuwarten. Es ist für mich halt manchmal schwierig, weil ich das Gefühl habe, dass auf meinen "Wortschwall" (mündlich oder schriftlich) jeweils so wenig von ihm zurück kommt. Ich frage mich dann immer, ob er überhaupt verstanden hat, was ich ihm sagen wollte. Aber wahrscheinlich muss ich einfach mal darauf vertrauen, dass er schon verstanden hat.
Auch dir alles Liebe und einen schönen Abend
regenwetter
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15.01.2011, 23:02
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Hallo Brausepaul,
wollte mich mal nach dem Stand Deines Nachdenkens über den Sinn des Lebens und etwas konkreter über Deine Reisepläne erkundigen. Bist Du da schon weiter?
... ich habe dieses Jahr so viele Dienstreisen, daß ich den Urlaub lieber in meiner eigenen Wohnung verbringe oder ein paar Tage in ein Wellness-Hotel gehe.
Tja, und ich hatte Dir noch ein Posting zum Thema "Sinn" versprochen. Großes Wort ... passend für einen Samstagabend und ein Glas Wein. Aber keine Sorge, das wird bei mir nicht so groß. Ich habe nämlich irgendwann beschlossen, nicht nach dem großen (wahlweise: tiefen) Sinn zu suchen. Muß vielleicht hinzufügen, daß ich nicht religiös bin, das fällt zur Sinnstiftung also aus, und ich habe keine Kinder.
Einerseits gehe ich sehr in meinem Beruf auf. Er hat mit Menschen und mit Wissensvermittlung zu tun (nein, nicht Lehrerin). Ich sehe einen Sinn darin, anderen Menschen Wissen weiter zu geben und ihnen bei der Erweiterung ihres Wissens zu helfen, jüngeren Menschen eine mögliche Orientierung zu bieten, Menschen zu beraten, ihnen Brücken in andere Kulturen und Sprachen zu schlagen - und meinen Mitarbeitern durch klare und transparente Vorgaben ein stabiles Arbeitsumfeld zu bieten.
Diese beruflichen Fähigkeiten stelle ich in meiner Freizeit auch gemeinnützigen Organisationen unentgeltlich zur Verfügung, zB als Trainerin oder Moderatorin. Damit versuche ich, ihre Ziele zu unterstützen.
Andererseits versuche ich, "im Kleinen die Welt zu verbessern". Das heißt für mich, in meinem privaten Umfeld Werte wie Freundschaft, Wärme, Herzlichkeit, Uneigennützigkeit, Solidarität, Zuverlässigkeit etc. zu leben und weiterzugeben.
Zum Glück bekomme ich viele positive Rückmeldungen, sowohl beruflich wie privat. Der Nachteil dieser Form der Sinnfindung ist, daß sie von anderen Menschen abhängt bzw.an andere Menschen gekoppelt ist. Natürlich hätte ich lieber einen großen Sinn des Lebens, der nur in mir selbst liegt. Aber irgendwann habe ich festgestellt, daß ich mich für tiefe Philosophie nicht so eigene ...
Lieber Paul, ich wünsche Dir, daß Du in diesem Jahr im Großen oder im Kleinen irgendwo Sinnhaftes und Sinnstiftendes findest,
Alvorada
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16.01.2011, 14:06
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Liebe Regenwetter,
da würde ich mich auch anschliessen.
Wenn auf "Wortschwall" so wenig zurückkommt, weiss ich ehrlich gesagt nicht, ob das nicht einfach ein Zeichen ist, dass Gespräche über die Beziehung zwischen euch einfach erstmal keine Nahrung mehr brauchen.
Noch vor Monaten war die Situation zwischen euch so schwierig, dass du überlegt hast, den Job zu wechseln, weil du es nicht mehr ertragen konntest. Hinzu kam die vermeintliche "Rivalin", die ja auch immer im Kopf "herumspukt", selbst wenn man das verdrängt.
Jetzt ist die Situation einfach wieder ruhiger, im Job hast du wenigstens eine gewisse Konstanz gefunden zu ihm und bewältigst die Begegnungen dort jetzt auch schon viel besser, ohne diese Zweifel, ob du dein ganzes Lebenswerk auch noch hinschmeissen musst - wegen ihm... (nicht was den Job an sich angeht, das steht ja auf einem anderen Blatt). Und ihr habt eine derzeit relativ ausgeglichene Freundschaft, wenn auch weniger intensiv. Das ist doch schon mal was.
Gemessen an der Ausgangssituation ist es jetzt erstmal wieder viel besser geworden, auch wenn natürlich die Gefühle noch da sind.
Aber die gehen - glaube ich - nicht so schnell vorbei, sowas dauert (und wie man die wegkriegen soll/kann ist individuell wohl verschieden, wie ich bisher versucht habe, auf rationalem Weg auszudrücken).
In Bezug auf euch beide hast du halt noch eine Erwartungshaltung, die Freundschaft wieder intensiver, sicherer, verlässlicher werden zu lassen. So habe ich jedenfalls deine Beiträge verstanden, in denen du schriebst, dass er immer etwas hinterherhinkt mit Antworten und Reaktionen auf deine Kontaktaufnahme. Mag sein, dass ich mich irre, denn jetzt schreibst du, dass du seine Kontaktversuche eher blockst. So ganz verstehe ich es nicht.
Aber - entschuldige meine Ehrlichkeit - mehr Kontakt kannst du nicht mehr herbeireden - (genausowenig wie andere hier oder ich selbst, das hätte ich nämlich auch gern...aber Reden und Forderungen machen das, was immerhin jetzt ohne Groll und Streit ist, wieder kaputt, da bin ich mir absolut sicher). Da kann man nichts einfordern oder bereden, auch bei "normalen" Freundschaften nicht. (Eben hat mir ne Freundin abgesagt und unser Treffen auf irgendwann mal verschoben, tja, schade...aber kein Beinbruch.) Es ist doch immer schwierig, so eine klare Verlässlichkeit, ein mündliches "Ja, ich melde mich und werde dies und das dann auch für dich tun..." in einer Freundschaft festzulegen. Selbst beste Freunde halten sich nicht immer daran, auch bei mir nicht.
Und daher würde ich versuchen, erstmal nichts mehr zu forcieren und abzuwarten - auch wenn ich schon das Wort "warten" kritisch sehe, denn es wäre sicher besser für dich, nicht mehr auf irgendetwas an "Mehr" zu warten. So was kommt - wenn - von selbst.
Wenn ich es hier auf einen Nenner bringen würde, dann ist es - egal um welche (präsente oder weniger präsente) Beziehung/Freundschaft es sich handelt - das "Wegkriegen" einer Erwartungshaltung gegenüber jemandem, der das nicht so erfüllt wie wir es am allerliebsten hätten.
Und ich glaub wirklich, dass das nur weggeht, wenn man Trost, Ausgleich, Alternativen und neue Perspektiven dazu findet. Dem einen fällt das schwerer, dem anderen leichter, das kommt auf die Ausgangssituation an.
Ich glaub, darum gehts im Endeffekt...
@Alvorada
du klingst echt, als wärst du damit schon auf dem allerbesten Weg!
Geändert von Elwyn (16.01.2011 um 15:49 Uhr)
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16.01.2011, 15:16
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Liebe Regenwetter,
Ich möchte noch hinzufügen, dass dein Freund schon ein paarmal bewiesen hat, dass er deine Gefühle versteht und auch das ein oder andere mit dir ausdiskutiert. Er ist garantiert kein Vertreter der eher vermeidenden Männerzunft - derer gibts auch einige.
Aber "lösungsorientiert" ist das richtige Stichwort, nicht nur in Männerfreundschaften. Ich glaube, fast alle Menschen sehnen sich danach, in eine Freundschaft irgendwann eine Konstanz und Ruhe hineinzubringen, ohne selbst immer weiter nachhaken zu müssen oder von anderen nachgehakt zu werden.
Irgendwann bringen solche Gespräche nichts mehr, denn es erzeugt eine Spannung, eine Kompliziertheit, die man sich in Freundschaften generell nicht dauerhaft wünscht. Ich muss mich aus denselben Gründen wie du generell immer etwas zurückhalten, nicht alle Menschen wollen immer alles ausdiskutieren. Damit fahre ich langfristig besser, trotz Verlustängste, denn meistens kommt dann etwas Positives zurück oder die Sache wird nicht mehr so heiss gegessen, wie gekocht! Und ich lerne hoffentlich, es besser auszuhalten, wenn mal ne Weile etwas unklar, unbeantwortbar bleibt.
Ich glaube auch, dass er dir in seiner Situation keine tieferen Antworten mehr geben kann, denn er hat immerhin selbst eine Trennung hinter sich und möchte vielleicht auch wieder einfach zu einer persönlichen Normalität und Spontanität zurück.
Wenn, dann könnten dir andere Menschen weitere Gespräche geben, damit du deine eigene Situation besser bewältigst.
Ich denke auch, dass es mit ihm soweit immerhin so gut läuft, dass es nicht zu einem dauerhaften Totalabsturz gekommen ist. Das wäre doch das Allerschlimmste gewesen.
Nochmals an alle...
und noch einen schönen verfrühten Frühlingstag.
Geändert von Elwyn (16.01.2011 um 15:45 Uhr)




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