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27.01.2014, 18:50
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
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28.01.2014, 19:29
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Hallo "nachdenken",
ich muss mich jetzt doch mal melden. Ich hab deinen ersten Beitrag gelesen und gedacht: hey, der schreibt genau das, wie es mir auch geht. Ich habe seit mehr als einem Jahr einen Kollegen, der mir auch emotional so nahe ist, dass mir das anfangs echt Angst gemacht hat. Er weiß immer sofort, wie es mir geht und ich spüre, ich brauche niemals unehrlich bezüglich meines Gefühlszustandes zu sein. Ich bin immer entlarvt. Das bedeutet für mich, ich bin verletztlich und angreifbar. Inzwischen kann ich es sogar akzeptieren, es ist eh nicht änderbar, und ihm vertrauen. Die "unglaubliche Nähe" spüre auch ich. Ich glaube, er auch. Aber immer wieder versuchen wir uns abzugrenzen. Diese Nähe passt doch eigentlich nur für ganz enge Freunde oder Partner. Auch ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich versuche, eine gewisse Distanz zu halten.
Ob dies eine Freundschaft werden kann, weiß ich nicht. Braucht es dazu nicht eine gewisse Distanz und auch so was wie Smalltalk, ein unverfängliches Miteinander, gleiche oder ähnliche Interessen?
Aber auch wir sprechen über Alltägliches kaum. Worte sind nicht wichtig. Wir sehen uns an und alles ist klar.
Eine echt komische "Beziehung".
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28.01.2014, 21:01Inaktiver User
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Wenn ich die letzten Beiträge hier so lese, ist es doch klar, dass es nicht um Freundschaft geht (oder um das Ausloten: ist da Freundschaft oder mehr?).
Es geht wohl eher um sowas wie "jemanden lieben, ohne vorher in ihn verliebt gewesen zu sein".
Einfach eine tiefe und innige Verbundenheit, die auf einmal da war. Und verwirrt.
Und alleine die Tatsache, dass man hier schreibt, bedeutet doch, dass der andere einem mehr "bedeutet" als Freundschaft.
Nachdenken, du liest dich recht wirr...das klingt jetzt etwas kurz angebunden, aber ich würde dir auch raten, da Klarheit reinzubringen. An allen Fronten ;)
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28.01.2014, 23:00
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
@espoir:
Ja, ich bin auch verwirrt. Und ich weiß auch, dass ich diese Situation klären muss. Aber leichter gesagt als getan.
@spitzbub:
Ich würde dir gerne ausführlicher antworten. Daher verschiebe ich das auf morgen.
Viele Grüße
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29.01.2014, 15:40Inaktiver User
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
@nachdenken: ja, entschuldige, das klang etwas kurz angebunden bzw. war ich gestern Abend auch schon müde, als ich das noch geschrieben hab ;)
Dass man immer klug reden kann, wen man nicht selber involviert ist, ist klar. ;)
Ich glaube aber, ich habe nicht zuletzt gemeint, dass du erstmal für dich selbst bzw. "in dir" selbst Klarheit schaffen sollst. Was willst du denn von ihr?
Deine Frau wirst du nicht verlassen. Und sonst? Du schreibst ja selbst, dass es so eine Art "sexlose Affäre" ist. Also gehst du deiner Frau doch im Grunde "im Geiste" fremd. Nicht in dem Sinn, dass du irgendwelche erotische Phantasien hinsichtlich dieser Kollegin hast, sondern dass du sie anscheinend als engste Verbündete siehst, der du dich sehr stark verbunden fühlst. Soll es das auf Dauer sein?
Du schreibst ja auch, dass du nicht weißt, was sie von dir hält bzw. für dich empfindet, aber ich glaube, du solltest selber erstmal dir klar werden, was du willst bzw. erwartest.
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29.01.2014, 17:30
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
@spitzbub:
alvorada schrieb oben, dass es recht normal sei, dass man diese zwischenmenschlichen Zustande einsortieren und benennen will.
Ich glaube, für deine Situation gibt es auch keine klassische Bezeichnung.
Gut ist und dass macht es dir sicher leichter, dass du deinem Kollegen vertrauen kannst und dich auf die Situation einlassen kannst.
Ich denke, dass das sehr wichtig ist, um seinen eigenen Frieden zu finden und um zu verhindern, dass man ständig nur grübelt.
Ja, es ist wohl üblich, dass Freunde gemeinsame Interessen haben. Aber ist es schlimm, wenn du jemanden getroffen hast, dem du vertrauen kannst? Ich finde, das ist doch sehr schön. Gerade im Job kann man so einen Kollegen gut brauchen. Und was sonst noch daraus wird, werdet ihr sehen :)
Was empfindest du für ihn? Geht es dir genauso wie ihm, dass auch er nichts sagen muss?
Wir schreiben hier aber nicht übereinander, oder? :)Geändert von nachdenken (29.01.2014 um 22:24 Uhr)
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29.01.2014, 22:14
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
@espoir:
Ich habe deinen Kommentar nicht als unfreundlich empfunden. Und du hast recht.
Was ich will?
Ich denke, ich muss lernen damit umzugehen, dass es diese enge Verbindung gibt. Diese Verbindung zu lösen würde nur über einen kompletten Kontaktabbruch gehen. Und dafür wäre ein jobwechsel nötig, was ich als einen viel zu hohen Preis empfinde.
Ich könnte mir eine Freundschaft mit ihr vorstellen, wobei ich nicht weiß, ob sie diese Verbundenheit auch empfindet. Wenn nicht, könnte ich sie gut verstehen, wenn sie nicht das vertrauen aufbringt, das spitzbub ihrem Kollegen schenken kann.
Auch hier im Forum wird immer wieder geschrieben, dass man genau in seine eigene Partnerschaft schauen soll, ob da irgendwas fehlt. Ich habe nichts gefunden und deshalb ist eine Trennung oder eine Affäre undenkbar.
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30.01.2014, 09:21
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Hallo "nachdenken",
also erstmal glaub ich nicht, dass wir "übereinander" schreiben oder uns vielleicht kennen. Dazu sind einige Details nicht stimmig. Andererseits wären die Gedanken und zum Teil die Gefühle mal ausgesprochen und die Beziehung könnte sich weiter entwickeln. Ob zur Freundschaft oder was auch immer. Wäre es nicht schade, solch ein "Geschenk an Verbundenheit" einfach wegzuwerfen?
Du fragst, wie es mir mit ihm geht? Ich weiß, da ist viel mehr, als ich auszusprechen wage. Wenn dir jemand so nahe ist, dann ist er auch irgendwie ein Teil von dir. Ungefragt akzeptiert und geliebt.
Das macht es für mich schwierig, da auch ich liiert bin und diese Gefühle eigentlich nicht zulassen darf.
Ob er es weiß? Ich denke, er spürt das schon, will das aber nicht. Deutliche Ansage wurde von ihm schon gemacht.
Für mich, eigentlich ein klarer Fall. Wenn das mit den Gefühlen einfach abschließbar wäre...
Übrigens kann ich mir das Verhalten deiner Kollegin nur so erklären. Sie weiß, du bist verheiratet und du willst keine weitere Liaison eingehen. Da kann sie sich doch nur distanzieren, wenn sie mehr für dich empfindet.
Eine "Ohrfeige" von dir, wenn sie dir sagt, was sie für dich empfindet, will sie sich bestimmt nicht abholen. Aber ihre Gefühle dir gegenüber total abzugrenzen, schafft sie vielleicht auch nicht.
So könnt ich mirs zumindest vorstellen.
Ich wünsch dir jedenfalls eine, für euch beide, gute Lösung.
Viele Grüße vom Spitzbub
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30.01.2014, 18:47
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Hallo Spitzbub,
Nein, du bist wirklich nicht meine Kollegin. Aber du hast recht, dass es vielleicht gar nicht schlecht wäre, diese Gedanken und Gefühle einfach mal zu lesen.
Und ja, es wäre schade, aus so einer engen Verbindung gar nichts zu machen, die Verbundenheit zu leugnen und zu unterdrücken.
Deine Erklärung über meine Kollegin ist sehr naheliegend. Aber ich weiß nicht, ob es so einfach ist. Vielleicht steckt auch der Versuch dahinter, Abstand zu bekommen, weil die Situation nicht einfach und auch nicht alltäglich ist. Was mich angeht, muss ich mit ihr sprechen, um rauszufinden was los ist. Natürlich nicht mit der Tür ins Haus fallen...
Viele Grüße :)
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08.02.2014, 00:39
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig

Hallo!
Lang ist es her - schön von den "alten Hasen" zu lesen. Wenn ich alles richtig durchgelesen habe geht es euch gut!? Das ist schön
Und den neuen Hasen und Häsinnen hier kann ich nur raten sich alles von der Seele zu schreiben. Mit anderen auszutauschen und evntl. die gewonnenen Erkenntnisse ins reale Leben mit zu nehmen.
Das tut gut und hilft.
Wenn man nicht den Leidensdruck verspüren würde, das irgendwas nicht ganz "rund läuft" im RealLife mit den BestenFreunden und Freundinnen / Kollegen/Kolleginnen etc. würde man ja schliesslich nicht im Internet nach diesen Themen suchen und sich in Foren anmelden.
Oder?
Ich hatte heute mal wieder Zeit hier zu lesen und in die Vergangenheit zu blicken.... mannomann. Das war ein Scheiß bei mir *sorry*-
rückwirkend betrachtet! Es war eine wahnsinnig tolle intensive Zeit aber gleichzeitig auch total verworren.
Um euch Neuen hier einen Tipp zu geben, wie man am besten mit so einer Situation umgeht, wurde eigentlich schon alles geschrieben: Abstand hilft. Und die Zeit. Bei sich bleiben - und wie es so schön heisst: Achtsam zu sich selbst sein.
Dieser Distanzverlust bei Arbeitskollegen ist oft ganz schwierig. Schwer zu vermeiden - man hat noch eine weitere Gemeinsamkeit (neben der Sympathie)- die vielleicht der eigene Partner - wenn man einen hat - und der ja im Job nicht dabei ist- gar nicht so verstehen kann. Und da der Job soviel Raum in unseren Leben einnimmt, ist dieser Kollege/Kollegin ein Mensch der einem viel geben kann.
Zumindest habe ich das rückblickend in meinem Umfeld so erlebt. Die meisten Affären am Arbeitsplatz haben/hatten die Leute, die ihre Haupterfüllung im Job finden. Ist mein subjektiver Eindruck.
Zu dem eigentlichen "BestenFreund" Thema kann ich rückblickend sagen: Ich war furchtbar in meinen BF verliebt - gut er hat in meinem Fall auch ganz schön was aufgefahren. Ich glaub mit jedem anderen (normalem) Mann wäre ich schon längst verheiratet nach den ganzen Dramen, die er mir geboten hat - und auf die ich voll eingegangen bin.
Und bevor das alles angefangen hat, waren wir echt einfach nur gut befreundet. Aber das war individuel bei uns so. Dann kam natürlich noch die gemeinsame Arbeitssituation hinzu und das wir beide zeitweise ungebunden waren. Und ich hab mich manchmal sehr allein gefühlt, weil ich immer nur funktioniert habe - für andere. Da kam er mir grad recht.
Also es ist immer eine ganze Reihe von Faktoren. Am besten, wenn es einen Anlass gibt, die Situation schnell klären oder Abstand gewinnen und mit sich selbst klären.
Man kann niemals einen anderen Menschen für sein Glück verantwortlich machen.
Und manche Dinge dauern eben ein bisschen länger, bis man klarer sieht.



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