Liebe Elwyn
Du bringst das super auf den Punkt, genau das würde nach meinem Gefühl passieren. Und genau auf diese Reaktion (Hilflosigkeit, Mitleid, distanzierte Nettigkeit) habe ich absolut keine Lust! Und deshalb gehe ich ihm lieber aus dem Weg, denn ich möchte, dass sich jemand mit mir abgibt, weil er sich ehrlich für mich interessiert und mich toll findet und nicht aus Mitleid. Ich glaube fast, du hast den Kern meines Unbehagens entdeckt...
Ja, das mache ich eh gerade. Und ich habe überhaupt keine Lust, ihn vertiefter daran teilhaben zu lassen als all die anderen Kollegen in der Kaffeepause.
Auch dir
regenwetter
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17.08.2010, 21:18
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
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17.08.2010, 23:58
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Hallo Ihr alle , und einen schönen Abend dir regenwetter,
hier tut sich ja einiges.
Zunächst einmal: Hier geht es nicht mehr um die "normale-Nur Freundschaft" zwischen Mann und Frau .
Hier ist doch deutlich mehr im Spiel.
Eine normale "Nur-Freundschaft" sieht anders aus - oder?
Man - in diesem Fall frau - hat sich nicht mal unbedingt "mehr" erhofft - sondern man hat einfach deutlich die Grenzen der normalen "freundschaftlichen Beziehung" langsam aber sicher verwischt. Das hat nicht immer mit Sex zutun - aber trotzdem sind das hier Schilderungen, die nichts mehr mit normaler Freundschaft zu tun haben.
Letztendlich habe ich das auch für mich realisiert. ENDLICH!
Man macht sich etwas vor. Nur bei diesem "einen" Mann/Freund reagiert man so..... sonst würde einen das nicht so auswühlen!!!!! Man führt eine Beziehung und doch ist alles unverbindlich und man schützt sich vor dem "bösen Herze-Aua"! Trugschluß.
Ich wollte gerne noch etwas anmerken zu dem was Dir, regenwetter, hier geschrieben wurde:
Ich verstehe den Rat einiger hier aus "Selbstschutz-Gründen" dem Freund/Arbeitskollegen/Mann nichts zu sagen sehr gut - da es im ersten Moment auch meine Reaktion war.
Ich hatte es anders gemacht - anders gelebt - und es war verdammt hart damals und auch bis vor kurzem.
Ich hoffte, mein Rat würde Dir regenwetter den Schmerz ersparen, den ich erlebt habe. Doch: auch dieser Schmerz, hat mich weiter gebracht. Für mich.
Ich weiß nicht, wie ich es genau erklären soll, aber ich versuche es:
Für mich begründet sich vieles auf Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit. Es ist nicht immer klug, schonungslos die Wahrheit zu sagen, aber eine wirkliche Verbindung zwischen den Menschen - eben Freundschaft - begründet sich doch gerade darauf im wesentlichen ehrlich miteinander zu sein. Oder?
Das bedeuted eben auch verletzlich zu sein. Warum soll ich / oder du,regenwetter, weiterhin "dieses Spiel" spielen? Verstehst Du/ihr was ich meine?
Warum habe ich unbewußt dem anderen nie meine wahren Gefühle gezeigt? Und liegt - oder lag darin nicht vielleicht auch die ganze Zeit das Problem?
@Destiny: Wenn ich deine Geschichte lese Destiny, bekomme ich Gänsehaut. Deja Vu. Ich habe soviele tolle Sachen mit meinem Freund erlebt - wunderschöne Situationen, die ich teilweise mit meinem Partner nicht so erlebt habe - und hab es doch nicht realisieren können, was einen da verbindet.
Ich wusste, das dieser Mann/Freund nicht mein Lebenspartner sein kann. Als man die "Zeichen" nicht mehr wegleugnen konnte, dass sich da eine tiefere Beziehung entwickelt, hat er die Notbremse (Thema:beziehungsunfähig) gezogen. Und das hat mich hellhörig werden lassen, (ich kannte die Problematik durch eine Freundin und alles gab plötzlich einen Sinn. Und fragte mich: Warum suchte ich mir so einen Mann aus? Irgendwie wusste ich das doch schon vorher.)
Ich war so verwirrt.
Und doch hatte das alles einen Grund, wieso sich jahrelang nichts weiterentwickelt hat. So wie letztendlich bei Dir regenwetter.
Irgendetwas sehr wichtiges passt da einfach nicht. Auf beiden Seiten.
Trotzdem "liebt" man sich. Man hat im anderen seinen "Gegenpart". Da ist etwas- vielleicht auch ein Problem, das man unbewusst miteinander teilt.
Versteht ihr das? Ich habe diesen Mann wirklich nach wie vor sehr lieb. Und er mich - aber wir werden nie ein Paar. Und doch verbindet uns zur Zeit noch etwas ganz Tiefes, ein unsichtbares Band. Doch ich spüre langsam, dass dieses "band" für mich immer länger wird. Er steht mir nicht mehr so nahe wie noch vor kurzen - und doch ist er da.
Man kann sicher auch lernen ganz ohne den anderen zu leben - aber es tut sehr weh.
Da hilft nur die Zeit und das vertrauen darauf, selber innerlich wieder zu heilen. Und das wird wieder - denn es liegt nur in einem selber.
Wenn man die Situation so annimmt wie sie ist, wird es irgendwann leichter. Es wird sowieso nie wieder so unbekümmert wie es war.
- Es ist einfach an der Zeit bei sich selber etwas zu ändern!
Und das ist in erster Linie POSITIV zu sehen.
Bei all dem Schmerz und der Verwirrung, freue ich mich mittlerweile wie es gekommen ist, denn jetzt bin ich nicht mehr so blockiert von diesem Mann/Freund. Ich hab ihn immer noch gern, und:
Jetzt fühl ich mich frei.
YouTube - Rosenstolz Auch im Regen Lyrics
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18.08.2010, 07:22
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
regenwetter,
ich wuensch dir einfach mal einen schoenen tag!
weisst du, dein kumpel schwebt momentan auf einer rosa wolke . . da wird er wahrscheinlich gar nicht so erreichbar sein. also gib ihm einfach die zeit . . und nutze diese zeit, um dein soziales netz zu knuepfen und zu staerken.
wenn du gerne liest, hier ein buchtipp zum lachen: das buch heisst "hummeldumm".
alles liebe
luciernago
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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18.08.2010, 13:43
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
@ regenwetter
junebug hat es schon gesagt: das zwischen euch ist keine normale Freundschaft.
Ich würde aufgrund Deiner Schilderungen sogar noch weiter gehen und sagen, ihr habt eine Beziehung geführt - nur eben ohne Sex.
Deine Trauer ist die eines Menschen, der von seinem Partner verlassen wurde, um sich einer anderen Frau zuzuwenden.
Ich kenne die Situation umgekehrt, also dass ein guter Freund im Laufe der Zeit stärkere Gefühle entwickelte und sehr verletzt war, als ich eine Beziehung einging. Ich habe von seiner Trauer erst viel später erfahren und heute tut es mir unendlich leid, dass ich damals so "blind" war. Ich war verliebt, hatte einen Partner und meldete mich viel weniger bei meinem Freund. Aber das war mir gar nicht wirklich bewusst! Auch nicht, wie wichtig ihm der tägliche Kontakt mit mir geworden war.
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18.08.2010, 16:00
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Das ist ja interessant, wie die Gegenseite das wahrnimmt. Mich interessiert das sehr, liebe Schoenbuerzel.
Hast du das wirklich nicht gemerkt, oder war es einfach für dich in der euphorischen Verliebtheitsphase nicht mehr so wichtig?
Wann und wie hast du denn davon erfahren?
Und wie hast du dann reagiert? Habt ihr noch Kontakt? Oder ist es dann eingeschlafen?
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18.08.2010, 19:18
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
liebe junebug,
Du sprichst mir aus der Seele. Ganz herzlichen dank für Deinen Beitrag, ich hatte beim Lesen das Gefühl, Du kannst durch mich durchsehen.
auch und vor allem was das folgende angeht:
Man, bei Deinem gesamten Beitrag hatte ich Gänsehaut.
Ich weiß nur, es war letztlich für mich wichtig ehrlich zu sein, auch wenn ich an den Konsequenzen heute noch knabbere. Ja, da ist dieses unsichtbare Band, das ganz besondere, das einen verbindet (bei uns wars das Verständnis der persönlichen wie beruflichen Bedeutung der Musik in unserem Leben, aber auch der Alltag, die gemeinsamen Unternehmungen, die Liebe zu Kindern, die Art der Zärtlichkeiten, das Mitteilungsbedürfnis uvm.) und dennoch werden wir kein Paar. Auch ich hab ihn immer noch lieb, aber der Knall am Ende, als ich dann ehrlich war, hatte auch etwas gutes, denn:
Man neigt leicht dazu, den Freund zu idealisieren. Wie toll war es doch, dass endlich gelang, es mal langsam angehen zu lassen...erst den Mann kennenlernen, anstatt gleich in die Kiste zu hüpfen, man freundet sich sogar so intensiv an, kennt sich schon fast in und auswendig und wenn dann daraus Liebe wird, ja perfekt.
Tja aber so ist es nicht. Wenn dann endlich die Fronten klar werden, wird, wie auch ich dann erkannt habe, auch deutlich, dass da viele Eigenschaften sind, mit denen ich als Partnerin nicht gut leben könnte. Das idealisierte Traumbild zerplatzt Gott sei Dank. Und dennoch bleibt da der Mensch, den ich liebe. Und das Fehlen der Intensität und der Fähigkeit, wieder aufeinander zugehen zu können sowie die (fast schon) Gewissheit, dass das auch wohl so bleibt. Das tut noch immer weh, obwohl es nun schon einige Zeit her ist.
Doch auch ich fühle mich durch meine Ehrlichkeit freier.
Junebug, nochmals danke.
Geändert von Destiny68 (18.08.2010 um 19:27 Uhr)
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar - Antoine de Saint-Exupéry
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18.08.2010, 20:30
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Liebe Regenwetter!
Zeigt dieser Satz Dir nicht doch sehr deutlich, dass Du Dir eigentlich nichts anderes als Partnerschaft mit ihm vorstellen kannst, bzw diese willst? Wenn das so ist, dann würde ich versuchen mit ihm abzuschließen und ihm dann auch sagen, wie das für Dich ist. Diese Ehrlichkeit kann dann auch befreiend sein. Eine normale Freundschaft wirst Du so wie ich es sehe nicht mehr hinbekommen, oder?
LG Destiny
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar - Antoine de Saint-Exupéry
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18.08.2010, 22:45
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Hallo Elwyn,
das ist nett, dass Du Dich für meine Geschichte und damit den Blick von der anderen Seite interessierst
.
Vorneweg: Ich war ziemlich jung damals, Anfang 20 und gerade Single. Mein damaliger Partner wollte bereits Kinder und mir war das zu früh, ich wollte studieren und dann mal sehen. Ich hatte dann eine schwierige Zeit, wegen der Trennung und noch wegen ein paar anderer Baustellen.
Und dann war da plötzlich dieser junge Mann, den ich noch von der Schule kannte, aber bisher nur flüchtig. Ein attraktiver, netter und intelligenter Typ - der aber bei mir nie ein Interesse auf "mehr" geweckt hatte. Er war einfach nicht "mein Typ", wie das eben so geht.
Er kümmerte sich sehr um mich in dieser Zeit, wo ich sehr neben mir stand. Er meldete sich täglich, kam fast jeden Tag vorbei, half mir, wo er konnte, motivierte mich zu Unternehmungen. Innerhalb kürzester Zeit war er fester Bestandteil meines Lebens, ich teile jede Kleinigkeit mit ihm und er mit mir. Später, im Rückblick, war mir total klar, dass er mehr Interesse hatte. Aber damals war ich einfach nur dankbar für die Aufmerksamkeit und schöpfte aus seiner Sorge um mich viel Kraft. Er kam mir körperlich nie näher, war insgesamt ein sehr zurückhaltender, feinfühliger Mensch. Ich glaube, er hat sich damals fast mit nichts anderem beschäftigt, als damit, dass es mir gut geht. Und war glücklich, mit mir Zeit zu verbringen. Schrieb mir Briefe, sobald er ein paar km von mir weg war - immer lustige, aber auch tiefsinnige Briefe - es ging darin aber nie um uns, oder seine Gefühle zu mir, mit Ausnahme seiner Sorge um mich.
Es kam dann so, dass ich wieder "auf die Beine" kam, wieder ausging, andere Freunde traf und bald darauf mit einem Mann zusammen kam und 4 Jahre lang zusammen blieb.
Bei meinem Freund meldete ich mich nicht mehr und er zog sich zurück, teilte mir aber in seiner sehr zurückhaltenden Art mit, dass er verstehe, wenn ich nun wenig Zeit habe und er sich aber immer über einen Anruf von mir freuen würde.....
Heute weiß ich, ich war ungerecht und egoistisch. Ich hatte einfach nicht erkannt, was in ihm vorging, dass er sich verliebt hatte.
Mit Mitte 20 war ich dann wieder Single und er muss es irgendwie erfahren haben. Jedenfalls kam ein Brief von ihm, in dem er mir seine Liebe gestand. Und mir sagte, dass er schon in der Schule für mich geschwärmt habe und bis zum damaligen Zeitpunkt nie eine Beziehung eingegangen wäre (er war da 27), weil er immer nur an mich denken würde.
Dieses Liebesgeständnis, nachdem wir 4 Jahre (!) keinen Kontakt mehr hatten, hat mich damals völlig erschüttert. So weit hatte ich nie gedacht. So überfordert war ich, dass ich auf den Brief gar nicht reagierte und betete, dass er sich nicht melden möge.
Heute würde ich ganz anders handelt, ich habe in den letzten Jahren oft über ihn nachgedacht. Und ihn dann letztlich nach 10 Jahren gesucht und mich bei dafür entschuldigt, die Zeichen damals nicht erkannt zu haben und dann später nicht den Mut gehabt zu haben, auf seinen Brief zu reagieren.
Er ist nun verheiratet, sagte mir aber dass ich seine erste und einzige Liebe sei. Damit hat er mich erneut überfordert.
Ich weiß nicht, ob diese Geschichte hier herein passt, denn es war so, dass er mich schon immer als Freundin gewollt hätte, wir von seiner Seite her also zu keinem Zeitpunkt "nur Freunde" waren.
Ach ja, ich fragte ihn dann nun nach all den Jahren auch, wieso er Jahre gewartet hatte, bis er mir seine Liebe gestand. Er sagte, als es mir schlecht ging, wollte er die Lage nicht ausnutzen und dann hätte ich über Jahre einen festen Freund gehabt, wie auch vor meiner schlechten Phase. Er habe also so lange gewartet, bis ich frei war. Seit der Schulzeit.
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19.08.2010, 06:56Inaktiver User
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Für die meisten Frauen hier in diesem Thread ne schöne,"mutmachende" Geschichte...für alle anderen Frauen ist sie wohl eher sch***e (im Sinne von bestätigend).

Ich hatte auch mal nen besten Freund mit 16/17.
Wir haben alles zusammen gemacht,ich hatte ihn sehr gern und er war in mich verliebt.
Irgendwann lernte er eine andere Frau kennen und plötzlich spürte ich,das mir das schon was ausmacht,ich hab mich für ihn gefreut,aber irgendwo hat mir auch nicht gepaßt,das ich diesen Mann nicht mehr sicher für mich hatte,ich war mir bis dato seiner zu sicher - ja so wars.
Da ich auch damals nicht auf den Mund gefallen war,redeten wir darüber und er sagte:
"Tja Pommesbude,du warst meine Prinzessin,meine Nummer Eins,aber jetzt hab ich ne neue Nummer Eins..."
(Er nannte mich immer "meine Prinzessin".)
Die einzig richtige Reaktion,auch wenn sie mir damals nicht so richtig gepaßt hat.
Ich war selbst Schuld daran,das wußte ich damals schon.
Seine Freundin wurde dann auch meine Freundin und wir haben auch viel zu Dritt gemacht,sie kannte die Geschichte und stand da locker drüber - konnte sie ja auch.
Manchmal haben wir noch darüber gelacht,wir zwei Frauen...mit Mitte/Ende Zwanzig haben wir uns dann aus den Augen verloren,aber aus anderen Gründen.
Wie gesagt,das war damals im Teenager-Alter...
Es kam kein bester Freund nach,zumindest keiner,der nicht mehr wollte als Freundschaft und wenn ich nicht mehr wollte,hab ich das dann fairerweise immer schnell geklärt.
LGGeändert von Inaktiver User (19.08.2010 um 07:15 Uhr)
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19.08.2010, 09:08
AW: Bester Freund frisch verliebt - ich bin traurig
Irgendwie scheint es da zig Konstellationen zu geben, auf die ein oder andere Art.
Vor über 20 Jahren hab ich auch mal dies erlebt:
Einen sehr netten Mann mehr oder weniger wiedergetroffen, der sich recht schnell in mich verliebt hat. Kurz bevor er in den Urlaub fuhr, wollte er die Sache mit mir klarmachen, aber ich war leider noch nicht soweit und hab um Bedenkzeit gebeten.
Nun ja, er fuhr in den Urlaub drei Wochen und während dieser Zeit (damals ohne SMS und E-Mail, hihi) fehlte er mir dann doch sehr. Als er zurückkam, war ich entschlossen, diese Beziehung einzugehen, aber...
...er hatte sich im Urlaub bereits anderweitig verliebt!
Das war ein ziemlicher Schock für mich, aber ich schöpfte nochmals Hoffnung, als aus dieser Urlaubsliebe dann nichts bei ihm wurde.
Eine ganze Zeitlang, mehrere Monate, waren wir dann noch "Freunde" und beide Single, aber ich gab schliesslich auf, weil sich definitiv nichts mehr daraus entwickelte. Der Kontakt schlief dann relativ schmerzfrei ein und ich war selbst soweit, mich anderweitig zu orientieren.
Später ging er dann eine Beziehung zu einer Frau ein, die ich aus dem gemeinsamen Umfeld flüchtig kannte, eine Wahl, die ich überhaupt nicht verstehen konnte. Diese Frau war wirklich ein komplett anderer Typ, nicht nur äusserlich, auch in ihrer Lebensweise.
Spätestens das hat mir sonnenklar gezeigt, dass weder er zu mir, noch ich zu ihm gepasst hätte. Übrigens bestätigte das auch meine anfänglichen Bedenken, als ich noch diejenige war, die keine engere Beziehung wollte...
Und genau das lese ich hier auch aus vielen Beiträgen heraus. Wenn eine Beziehung trotz vieler Gemeinsamkeiten nicht zustandekommt, dann fragt man sich am besten, was NICHT passen würde. Es hilft, den anderen nicht zu sehr zu idealisieren und dieses Wunschbild abzulegen. Mir hat dieser klare ehrliche Blick immer geholfen, es trotz aller Enttäuschung besser zu verstehen, abzuschliessen und das eigene Selbstwertgefühl zu wahren.
Geändert von Elwyn (19.08.2010 um 09:36 Uhr)



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