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    Quarterlife Crisis - Wie kann ich helfen?

    Liebe Community,

    eine sehr gute Freundin macht gerade eine harte Krise durch. Ich weiß leider nicht wirklich, wie ich ihr dabei helfen kann, bin aber im Moment für sie ganz wichtig, denn mit all ihren Sorgen kommt sie zu mir. Folgende Situation:
    Sie ist 28 Jahre alt und hat bereits ein Lehramtsstudium absolviert. Das Lehrer sein schien aber nichts für sie gewesen zu sein. Dann verbrachte sie einige Zeit in München und seit 2009 studiert sie nun mit mir Journalistik. Allerdings ist sie sich überhaupt nicht sicher, ob das das richtige für sie sei und weiß nicht, welchen Weg sie gehen soll. Sie sagt mir immer wieder, dass sie ja mit 28 endlich Geld verdienen müsse, aber nicht wisse, womit (also was sie glücklich macht). Dazu kommt, dass sie unglaublich an sich selbst zweifelt, sich ständig mit anderen (jüngeren) vergleicht und deren Arbeit als viel besser ansieht. Also eigentlich das, was man als Quarterlife Crisis bezeichnet. Dazu kommt, dass sie sich selbst als total unsicher und unselbstbewusst einschätzt (was nach außen aber ganz anders wirkt) und jetzt auch noch anfängt zu behaupten, sie sei zu fett!

    Weiteres Problem ist, dass sie für sich selbst keinen Heimat sieht. Also keinen Ort, an dem man, egal was passiert ist, jederzeit zurückkehren kann und behütet ist. Ihre Eltern haben sich schon vor langer Zeit getrennt. Ihre Mutter hat den Lebensmut total verloren und hat schon mehrfach versucht, sich umzubringen. Und meine Freundin muss nun regelmäßig in die alte, aber für sie verlorene, Heimat fahren, die Wohnung der Mutter aufräumen und sich deren Vorwürfe anhören. Sie ist die einzige in der Familie, die sich um ihre Mutter kümmert, will das aber eigentlich gar nicht, da ihre Mutter ihr immer vorwirft, dass allein meine Freundin an deren Absturz schuld sei. Und darunter leidet sie natürlich.
    Neulich meinte sie, dass sie alles hinschmeißen will und einfach zurück nach München, da sie in ihrer Zeit dort mit ihren Freunden sehr glücklich war. Aber dann sprach sie mit ihrem Ex-Freund und der meinte, es sei keine gute Idee zurück zu kommen. Eine ehemalige Freundin ist jetzt mit ihm zusammen und die sei dagegen.
    Das also in Kurzform zur Situation meiner guten Freundin. Ich habe schon versucht ihr zu signalisieren, dass ich immer für sie da bin. Hin und wieder hab ich ihr auch ganz praktisch geholfen und ihr nen Job abgenommen, damit sie Zeit für sich hat. Denn der ganze Druck der Uni kommt ja noch dazu.
    Aber kann ich ihr helfen? Und wie sollte ich mich ab Besten verhalten? Mir ist schon klar, dass sie nur glücklich werden kann, wenn sie sich selbst da herausholt. Ich hab auch schon von verschiedenen Beratungsstellen gehört, auch speziell für Studenten in allen Lebenslagen. Allerdings glaube ich kaum, dass ich sie überreden kann, dort mal hin zu gehen. Das würde sie wahrscheinlich nur noch mehr runterziehen. Und letztendlich besteht so eine Beratung ja auch vor allem daraus, die richtigen Fragen zu stellen und den Betroffenen Mut zu machen. Irgendwas muss ich doch tun können, oder? Ich hab echt Angst, dass sie da nicht wieder raus kommt und daran kaputt geht. Wäre großartig, wenn ihr mir einen Tipp geben könntet. Vielen Dank

    Torsten

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    AW: Quarterlife Crisis - Wie kann ich helfen?

    Hallo Torsten,

    ich bin ein wenig verwirrt, dass es so scheint, als wenn Du hier Deinen korrekten Namen, und quasi Uni etc. angibst.

    Habe danach gegoogelt und Deinen Beitrag auch noch hier gefunden.


    mod.: link rausgenommen, bitte in browser eingeben: www punkt psychotherapiepraxis punkt at

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du das Problem Deiner Freundin lösen kannst.

    -ND-
    Geändert von Lizzie64 (22.07.2010 um 19:44 Uhr) Grund: Bitte keine Seiten mit massenhaft Werbelinks drin verlinken, danke!

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    AW: Quarterlife Crisis - Wie kann ich helfen?

    Hallo Torsten,

    wie du schon selber geschieben hast, kannst du deiner Freundin die Selbstfindung nicht abnehmen.

    Ich sehe eher ein Problem darin, das du dich in ihren Problemen verlierst. Um so mehr DU dich reinhängst um so weniger wird SIE die Verantwortung übernehmen. Willst du das?

    In der Pädagogik geht man davon aus das jeder die Lösung seines Problems in sich trägt. Das Problem ist nur, das die Person oft blockiert ist von Vorerfahrungen und so den Weg nicht sieht.
    Deine Freundin braucht professionelle Hilfe. Hilfe zur Selbstheilung.
    Diese Einsicht muß sie aber selber haben, von aussen kann man ihr einen Rat geben den sie dann annimmt oder auch nicht. Wenn du sie dazu bringen willst wird sie warscheinlich ablehnen.

    Es ist schwer zuzusehen wie jemand leidet, du kannst nur geduldig zuhören und mit Gegenfragen antworten, so kannst du ihr helfen über sich selber nachzudenken.



    Liebe Grüße
    Früchtchen
    Sich selbst bekriegen ist der allerschwerste Krieg
    Sich selbst besiegen ist der allegrößte Sieg

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