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  1. Inaktiver User

    AW: ein Mann fragt: Cholerische Partnerin - Wie geht man damit um ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe Ibeth

    das war nur klar und deutlich und da du mich zum zweiten Mal zitiert hast und mich eindeutig falsch verstanden hast, dachte ich ich mach dich mal darauf aufmerksam.

    Ich werde Dich nie mehr zitieren...scouts honor.

    Ibeth

  2. Inaktiver User

    AW: ein Mann fragt: Cholerische Partnerin - Wie geht man damit um ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich werde Dich nie mehr zitieren...scouts honor.

    Ibeth

    Liebe Ibeth,

    du kannst mich sogar sehr gerne zitieren aber vielleicht ein bisschen den Kontext miteinbeziehen. Ich habe mich manchmal echt gewundert, was du in meine Zeilen reininterpretiert hast und wusste dann einfach nicht mehr, was ich antworten sollte.

    Farmelli

  3. Inaktiver User

    AW: ein Mann fragt: Cholerische Partnerin - Wie geht man damit um ?

    Zitat Zitat von Schnupps Beitrag anzeigen
    Ich bin allerdings sicherlich auch nicht einfach im Umgang, da selbständig, lange Einzelgänger gewesen und sicherlich aufgrund des fortgeschrittenen Alters nicht mehr so leicht in der Lage, mich an neue Gewohnheiten und alltägliche andere Lebenvorstellungen anzupassen.
    was heißt das genau? es hört sich nicht an wie ein gut funktionierendes team bei euch...

    Zitat Zitat von Schnupps Beitrag anzeigen
    Vielmehr musste ich erleben, dass Sie eine typische Cholerikerin ist:
    schublade auf, partnerin rein, schublade zu... beziehung auf augenhöhe stelle ich mir anders vor.

    Zitat Zitat von Schnupps Beitrag anzeigen
    Sie regt sich schnell über Dinge auf, die nicht nach Ihren Vorstellungen laufen. Auf Störungen ihre geregelten Ablaufs oder "Fehler" meinerseits oder aber auch der Kinder reagiert sie extrem gereizt, wird zornig, beginnt zu schimpfen und steigert sich zunehmend in ihre Eskalation hinein. Sie erinnert mich immer wieder an das altbekannte HB-Männchen aus der Werbung der 70er und 80er Jahre. Gerät sie in diese Situation, steigert sie sich in ihren Zorn, redet sich in Rage und kann sich solange nicht bremsen, bis Tränen fliessen und sie wutentbannt flüchtet, um über Stunden und auch bis zum Ende des nächsten Tages unansprechbar zu sein. Versöhnungsversuchte in dieser Zeit sind aussichtslos, ich habe viel probiert....
    dieses ihr verhalten kann ich nachvollziehen, wenn ich folgendes lese:

    Zitat Zitat von Schnupps Beitrag anzeigen
    Ich selbst bin -ein relativ- ausgeglichener Typ und eher der harmoniebedürftige Mensch, ich suche eigentlich immer den Ausgleich und das Gespräch, solch eine Situation wie jetzt habe ich tatsächlich noch nie persönlich erleben müssen. Ich habe es auch schon mit den unterschiedlichsten Methoden versucht: mit dem Versuch, beruhigend auf sie einzureden, einfach aus dem Zimmer zu gehen, nichts zu sagen und abzuwarten, Beschwichtigungsversuche, mit Apellen, doch "mal vernünftig miteinander zu reden" – nichts hat bisher gefruchtet, obwohl ich gelegentlich doch den Eindruck hatte, dass sie sich mit ihrer Art, die sie auch gegenüber den Kindern nicht einschränken kann, selbst nicht so glücklich ist.
    puh, also wenn ich dich so reden höre, stellen sich meine nackenhaare hoch, sorry.
    kommt es nur mir so vor, dass du dich über sie stellst und ihr verhalten verurteilst, dich selber aber als den darstellst, der den überblick hat und das wissen, vernünftiges benehmen zu erkennen?

    Zitat Zitat von Schnupps Beitrag anzeigen
    Sie würde es aber auch nie zugeben, dass sie vielleicht im Unrecht sein könnte, erst recht kann man anschliessend keine Entschuldigung von ihr erwarten. Sie ist -bis auf wenige Ausnahmen- meist aus ihrer eigenen Sicht der Meinung, sie habe mit ihrer Kritik und ihrer Aufregung recht.
    das würde ich auch nicht, wenn jemand mich so wenig ernst genommen hätte.

    Zitat Zitat von Schnupps Beitrag anzeigen
    ...ein Teufelskreis manchmal, die Gespräche enden meist mit Wutausbrüchen, Vorwürfen, Tränen und der Aussage, ich solle doch am besten gehen.
    an dieser stelle muss ich mal schlucken.
    ich frag mal ganz vorsichtig: vielleicht erkennt sie schon instinktiv, dass ihr euch nicht gut tut.

    was ich sehe, wenn du beschreibst, ist eine frau, die weit über ihre grenzen hinaus belastet ist -vermutlich aufgrund eines erlernten musters und den daraus folgenden anforderungen.
    sie scheint bemüht, alles perfekt zu schaffen -und scheitert an 2 söhnen in der pupertät und ihrem mann, der scheinbar nicht der teamplayer ist, den sie bräuchte?!
    was ich nicht will, ist, ihren lebensentwurf als den einzig richtigen darstellen.
    ich will auch nicht dir schuld für ihr -übergriffiges- verhalten zuschieben.
    mir scheint aber, dass ihr euch gegenseitig bedingt -du unbewußt ihre impulsivität triggerst -dich aber dann als der überlegene darstellst!

    ich wünsche euch, dass ihr euch professionelle unterstützung holt -im gegensatz zu der mehrheit hier sehe ich das problem auf beiden seiten...

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    AW: ein Mann fragt: Cholerische Partnerin - Wie geht man damit um ?

    Hallo, hier ein paar Gedankenanstöße von mir. Ich neige auch zum Austicken, wobei mein Problem ist, dass ich schnell anfange zu weinen und in der Diskussion kein Ende finde. Ich beleidige meinen Partner dabei aber nicht, drohe keine Trennung an und werde nicht gewalttätig o.ä.

    Ich schreibe jetzt halt einfach mal von mir, vielleicht passt ja auch was auf deine Partnerin.

    Als Kind war ich sehr ruhig und schüchtern, dieses Lautwerden kam erst so mit Anfang 20. Woher, konnte ich mir lange selbst nicht erklären.

    These 1: Ich bin zum ersten Mal auf Widerstand gestoßen. Meine Eltern sind sehr gleichgültig und wirken desinteressiert an allem, dennoch ging es mir als Kind gut und ich bekam im Prinzip, was ich wollte.
    In meiner ersten richtigen Beziehung bin ich zum ersten Mal im Leben auf einen Menschen gestoßen, der eigene Interessen hat und die auch klar anzeigt! Das kannte ich nicht. (In Mädchenfreundschaften gab es natürlich auch mal Knatsch, aber dieser erreichte nie diese Tiefe wie in einer Beziehung.) Ich konnt damit gar nicht umgehen, dass Jemand mir mal widersprochen hat!

    Mit meinen Eltern hatte ich (vermutlich wegen der Gleichgültigkeit) kaum Streit. Wenn, dann kam ihr Angriff aber völlig überraschend und sehr heftig.

    These 2: Das habe ich mir abgeguckt.

    Ich bin sehr harmoniebedürftig, Streit macht mir angst. Ich kann Kritik nicht gut sachlich anbringen.

    These 3: Ich muss das, was mich stört, laut und gewaltig herauströten, um mich selbst davon zu überzeugen, dass ich jetzt was zu sagen habe. Ich habe angst vor der Antwort und stapele gleich hoch, vielleicht stimmt mein Partner mir dann gleich zu, weil er merkt, "wie Recht ich habe".

    These 4: Die Gelassenheit meines Partners deute ich in die Gleichgültigkeit meiner Eltern um. Dann schmerzt es, weil ich denke, ich bin ihm egal, obwohl er eigentlich nur de-eskalieren will.


    Streit dreht sich oft um andere Themen als das eigentliche Problem.

    Ich bin unzufrieden mit X, aber über Y fällt es mir leichter zu reden. Oder ich weiß, X kriege ich auf keinen Fall, also versuche ich wenigstens, Y zu bekommen.

    These 5: Der Streit wird unkontrolliert, weil ich selbst nicht so genau durchblicke, worum es mir eigentlich gerade geht. Oder: Ich habe A noch im Hinterkopf, aber will es nicht (wieder) ansprechen, weil das schon das letzte Mal nicht geklappt hat. Meine Unzufriedenheit bleibt aber und zum Ausgleich muss ich an anderer Stelle "mehr rausholen".

    Mein Ex war nach einem Streit immer sehr lieb zu mir, hat mich in den Arm genommen etc.
    Mein jetziger Partner tut das nicht, er redet erst sehr lange mit mir, wenn er die Schnauze voll hat, lässt er mcih einfach stehen.

    These 6: Ich mache so lange weiter, bis er mich endlich umarmt. (Ziel noch nicht erreicht.)

    Ich habe ihm auch schon gesagt, dass es mir in solchen Momenten, in denen ich selbst nicht klar denken würde, helfen würde, wenn er mich einfach umarmen würde. Ich halte das für eine gute Möglichkeit, aber wie manche schon geschrieben haben, klappt das nicht bei allen.

    These 7: Ich fühle in der Situation ein großes emotionales Loch, das ich füllen will. Eigentlich will ich Zuneigung, wenn ich die nicht in der Form bekomme, wie ich es gerade will, ist der heftige Streit eine Art betäuben der eigentlichen Gefühle.

    Zumindest für mich ist es das schlimmste, wenn der andere dann weggeht oder nicht mehr auf mich eingeht. Ich bin enttäuscht, habe Angst, dass er mich nicht mehr liebt etc., dann "spreche ich es an", also tobe los - und dann geht er weg. Also weiß ich dann definitiv, dass er mich wirklich nicht mehr liebt. Es ist sicher verständlich, das Weite zu suchen, aber es kann auch absolut kontraproduktiv sein!!

    Manchmal raste ich aus, wenn mich die vergangenen Tage etwas an ihm gestört hat, ich aber nichts gesagt habe, weil ich keinen Ärger wollte, es mir dann doch nicht wichtig genug war.
    Dann kritisiert er vielleicht was an mir und dann werde ich richtig wütend. Ich habe mich so zusammengerissen und jetzt macht er alles kaputt, indem er was "gegen" mich sagt?! Ich fühle mich verraten und bitter enttäuscht.


    Ich bin übrigens genauso wie deine Partnerin: Mit anderen Leuten habe ich keine Probleme, keinen Streit, bin da auch immer gut drauf. Ich denke, das liegt größtenteils daran, dass mir die anderen nie so nahe kommen wie mein Partner. Ich mag sie, aber nicht mehr. Sie können mich vielleicht mal kränken, aber nie so "abgrundtief" verletzen wie mein Partner. An den Partner hat man ja außerdem noch viel höhere Erwartungen, er soll eigentlich alle Bedürfnisse stillen, die man so hat. Wehe, er tut es nicht.

    Die Tatsache, dass sie bei anderen aber ruhig bleiben kann, spricht doch eigentlich dafür, dass sie nicht generell cholerisch ist, sondern wirklich ein Problem mit dir hat.

    Es kann auch sein, dass du - vielleicht entgegen deiner eigenen Auffassung, auch eine unangenehme Art der Streitführung hast. Wie auch ähnlich im vorstehenden Tread von Jeanne... geschrieben, vielleicht kommst du einfach so selbstüberzeugt rüber, dass sie so lospoltert, weil sie glaubt, du würdest sie dann (endlcih mal?) ernster nehmen?

    Natürlich, so wie du es schreibst zumindest, hat sie die Hauptverantwortung, verhältst du dich richtiger. Aber damit kommt ihr nicht weiter, ihr müsst herausfinden, was eigentlich dahinter steckt. Das kann, wie beschrieben, entweder irgendein Bedürfnis von ihr sein, das du nicht erfüllst, oder es kann auch deine Art sein, die dazu führt, dass sie nicht - wie bei anderen Leuten - im normalen Ton sagen kann, was sie auf dem Herzen hat. Vielleicht hast du zu oft ihre Wünsche ignoriert, ihre Bemerkungen einfach weggewischt, einfach nicht ernst genommen?

    Mir fällt es leichter, Diskussionen zu vermeiden, wenn ich insgesamt zufrieden mit der Beziehung bin. Dann kann ich auch mal ein Auge zudrücken, wenn er sinnbildlich die Zahnpastatube offen lässt. Wenn ich aber schon unzufrieden bin, weil er zu lange vorm PC gesessen hat, mich nicht gefragt hat, wie es mir geht, nachts noch geschnarcht hat, dann bin ich einfach schon genervt-angespannt und dann eskaliert es natürlich schneller.

    Überprüfe vielleicht mal für dich, ob du sozusagen auch Defizite hast und ihr wichtige Bedürfnisse nicht (mehr) erfüllst. Dann könnte da schon der Hase im Pfeffer liegen. Frag sie. Frag sie mal, was sie sich wünschen würde, wenn sie jetzt einen Wunsch (auf dich bezogen) frei hätte. Frag sie, ob sie findet, dass du dich gut genug um die Söhne kümmerst. Frag sie, ob sie abends auch mal die Fernbedienung möchte ;-) Lauter so Sachen.

    Wenn ihr allerdings zwischen den Eskalationen gar keine schönen Erlebnisse habt, halte ich es für ziemlich aussichtslos. Denn dann könnte es auch sein, dass sie sich quasi nicht traut, schlusszumachen und dich so lange provozierst, bis du es für sie übernimmst. Wenn es zwischendrin aber schön ist und du spürst, dass sie dich liebt, dann lohnt es sich meiner Meinung nach weiterzumachen.

    These 8: Könnte es auch an gesundheitlichen Problemen liegen? Meine Schwachstelle ist ein bestimmter Zeitpunkt im Zyklus. Dann bin ich extrem "gefährlich".
    Ich nehme (eigentlich aus anderen Gründen) in letzter Zeit eine hohe Dosis Magnesium ein. Und ich bilde mir ein, dass ich seitdem ruhiger und gelassener geworden bin.

    In letzter Zeit habe ich es geschafft, viel schneller das Thema abzuhaken. Nicht immer weiterzubohren und zu nerven. Und konnte sehen, dass er sofort darauf anspringt und auch das Streitthema sein lässt.

    Vielleicht könntest du sie auch komplett irritieren, indem du sie während der Eskalation einfach auf ein ganz anderes, banales Thema ansprichst, als hätte alles zuvor gar nicht stattgefunden. Das bringt sie vielleicht so aus dem Konzept, dass sie aus ihrem Strudel gerissen wird.

    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig die andere Seite nahe bringen..
    ´
    Gruß, i.

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