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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Liebe Schoenburzel,

    ich kann mich nur wiederholen und sagen, dass Deine Freundin eine sehr verantwortungsvolle und realistische Sicht hat. Freu Dich darüber, dass Du eine so vernünftige Freundin hast.

    Weißt Du, wir haben doch alle unsere Wünsche und Träume, wissen aber, dass wir sie aus den verschiedensten Gründen ganz einfach nicht realisieren können.

    "Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)

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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Hallo Raphaela,

    ja, sicher.

    Mir tut sie nur so leid, weil sie - so glaube ich - ganz besonders leidet.

    Ich mag mich sehr getäuscht haben, aber ich meine gestern rausgehört zu haben, dass sie vielleicht erwägt wieder nach Hause zurück zu gehen, Job hin oder her.

    Viele Grüße

    Schönbürzel

  3. Inaktiver User

    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Zitat Zitat von Raphaela-X Beitrag anzeigen
    Weißt Du, wir haben doch alle unsere Wünsche und Träume, wissen aber, dass wir sie aus den verschiedensten Gründen ganz einfach nicht realisieren können.
    Klingt ziemlich traurig und auch irgendwie sehr nüchtern. Denn die Freundin von schoenbuerzel verspürt ja schon einen ziemlichen Leidensdruck. Sie leidet seelisch und mglw. ist das auch ein Grund für ihre Allergie, die sie entwickelt hat.

    Gut, da war ja noch die Geschichte mit den Urlaubshund und der Streßsymptomatik. Vielleicht hat einfach auch nur die unendliche Freude zu dieser unerklärlichen Streßreaktion geführt?

    schoenbuerzel, was ist eigentlich aus dem Vorschlag des Gassigehens mit dem Hund der gehbehinderten Frau geworden? Hast Du mit Deiner Freundin darüber gesprochen?

    Ich denke, sie hat einfach Angst und will sich der Verantwortung nicht stellen. Ich sehe das ähnlich wie Du. Man kann es natürlich auch als verantwortungsvoll und realistisch bezeichnen. Kommt einfach auf die Sichtweise an. Ich finde, man sollte versuchen, wenn man schon Träume hat, sie auch zu leben. Wo ein Wille ist, da ist nämlich auch immer ein Weg.

    Schon als Kind war mein größter Wunsch ein Hund. Meine Eltern konnten oder wollten mir diesen Wunsch nicht erfüllen. Als ich dann erwachsen war, lernte ich einen Mann kennen, der brachte seinen alten Hund mit als er bei mir einzog. Wenige Jahre danach starb aber der Hund leider schon.

    Es folgten ganz viel hundelose Jahre, bis ich die Idee hatte, in meiner Freizeit Hunde aus dem Tierheim spazieren zu führen. So schön diese Momente auch waren, so traurig waren sie aber auch, als mein Lieblingshund plötzlich vermittelt war. Ich musste dann oft fürchterlich beim Gassi gehen heulen, während ich schon den nächsten wieder an der Leine hatte. Auch wieder so eine arme Kreatur, der die Welt und mich in dem Moment überhaupt nicht verstehen wollte und meine verzweifelte Traurigkeit mit seinen treuen Hundeaugen herzerweichend und fragend zugleich beobachtete. Da wars dann immer wieder um mich geschehen: Mich hatte sie wieder erwischt, im selben Augenblick: Eine neue Hundeliebe.

    Irgendwann war ich routiniert, durch das ständige Loslassen müssen, durch die abrupten Trennungen, den ständigen Abschied von den geliebten Hunden. Mir ist bei manchen wirklich das Herz gebrochen, es hat unglaublich Schmerzen bereitet. Aber ich hab dadurch das Loslassen gelernt, insofern war es auch ein willkommener Reifeprozess.

    Was ich damit sagen will: Möglichkeiten, seine Träume zu leben, gibt’s viele, man darf sich und seine Träume nur nicht aufgeben.

    Selbst wenn es ein ganz alter Hund aus dem Tierheim ist, den man noch seine letzten ein oder zwei Jahre einen schönen Lebensabend bescheren kann. Das wäre eine weitgehend annehmbare und auch überschaubare Zeitspanne und gleichzeitig für Sie die Erfüllung Ihres Lebenstraumes.

  4. Inaktiver User

    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Zitat Zitat von Raphaela-X Beitrag anzeigen
    Liebe Schoenburzel,

    ich kann mich nur wiederholen und sagen, dass Deine Freundin eine sehr verantwortungsvolle und realistische Sicht hat. Freu Dich darüber, dass Du eine so vernünftige Freundin hast.

    Weißt Du, wir haben doch alle unsere Wünsche und Träume, wissen aber, dass wir sie aus den verschiedensten Gründen ganz einfach nicht realisieren können.

    Ich sehe das genauso wie Raphaela:
    Weil sie so ein großes Verantwortungsgefühl hat, will sie keinen Hund!!!
    Und das finde ich toll!
    Wenn ich mir schon denke, was das für ein Stress hier mit den Katzen ist! Dabei sagt man, die seien so selbständig!
    Man kann gar nicht genug bedenken, was für eine Verantwortung man übernimmt!
    Wenn ich mir denke, was für - entschuldige - Deppen sich Haustiere zulegen, nur damit sie was zum Kuscheln und Kuschen haben!
    Und dabei nur an sich selbst denken - nicht an die Tiere und das was sie brauchen!
    Hilf ihr und mach ihr Mut, dass sie darauf hinarbeiten kann, dass es einmal so sein wird, dass sie einen Hund haben wird!
    Alles zu seiner Zeit!

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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Klingt ziemlich traurig und auch irgendwie sehr nüchtern. Denn die Freundin von schoenbuerzel verspürt ja schon einen ziemlichen Leidensdruck. Sie leidet seelisch und mglw. ist das auch ein Grund für ihre Allergie, die sie entwickelt hat.
    Ja - manche Dinge muss man auch mal ganz nüchtern und rational betrachten. Ich sprach ja nicht davon, dass man sich alle Wünsche und Träume versagen muss. Es gibt aber Dinge, die gehen einfach nicht. Das weiß und erkennt jeder für sich selbst und hat auch seine Gründe, warum man sich letztendlich gegen die Realisierung entscheidet. Es heißt ja auch nicht, dass man aufhören muss zu träumen, es passt halt einfach MOMENTAN nicht.

    Ich selbst habe meinen Traum, mir einen Hund anzuschaffen, nachgegeben. Ich bereue nichts und ich würde sagen, ich kriege es auch ganz prima hin. Aber ich habe Leute, die schon mal einspringen, was ich für eines der wichtigsten Kriterien halte. Dies hat die Freundin nicht.
    "Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)

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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Hallo shadow,

    das mit dem Gassigehen in einem Tierheim finde ich großartig, aber bei uns ist es sehr weit bis dort hin. Mit Gassigehen wäre es hin und zurück fast eine kleine Tagesreise, erst recht ohne Auto.

    Du sprichst einen alten Hund an. Ich habe wirklich viele Hunde alt werden sehen und weiß daher, dass es dann so sein kann, dass ein Tier noch weniger allein gelassen werden kann, krank sein kann, vielleicht nicht mehr so lange einhalten kann, schlecht oder gar keine Stufen mehr steigen kann, in Auto oder Bahn gehoben werden muss....Und dann ein sehr baldiger Abschied, vielleicht durch Einschläfern, beim ersten eigenen Hund? Hm, ich glaube, dazu gehört schon einiges, das zu können, das nahe Ende so unmittelbar vor Augen zu haben.

    Und, shadow, Ihr wart zu zweit: Du und Dein Partner. Das ist wirklich ein sehr, sehr großer Unterschied im Vergleich zu einer alleinstehenden Person.

    Hallo marina,

    ich denke, sie ist an einem Punkt, wo sie ganz bewusst überlegt, ob sie noch hier in der Stadt bleiben möchte. Die Sache mit dem Hund ist nur ein Baustein von allem. Wieder in ihrer Heimatgemeinde wäre DAS zumindest kein Problem, auch hätte sie da Anschluss an ihre wirklich sehr nette und große Familie - ich war sogar schon über ein WE dort eingeladen.
    Vielleicht ist man irgendwann auch so weit, dass man sagt, Sch...auf den Job, mir geht es hier einfach nicht gut.

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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Seit dem letzten Treffen hatte ich bis heute nichts mehr von ihr gehört.

    Heute Abend teilte sie mir am Telefon mit, dass sie ihre Wohnung zum 31.10. gekündigt hat und ihren Freelancer-Job ebenfalls aufgeben wird.

    Sie geht zurück in ihre Heimat, wird zunächst im Elternhaus wohnen. In der Nähe gibt es eine Art Künstlerkolonie in einer ehemaligen Tuchfabrik. Dort wird sie zunächst ein Atelier mit nutzen können und dann später weitersehen, vielleicht bietet sich ihr die Möglichkeit, selbst Räumlichkeiten dort anzumieten.

    Für mich wird es ein Verlust sein, sie gehen zu sehen, aber für sie ist es sicher das Richtige. Raus aus der Stadt und der engen Wohnung, raus aus dem Job, der sie nicht richtig glücklich macht und etwas probieren, was ihr richtig liegt: künstlerisch tätig zu sein. Und wieder in der Nähe von Familie und Freunden/Bekannten zu sein.

    Es war grad kein Thema, aber ich bin mir sicher, dass ein Hund nun nicht mehr lange auf sich warten lassen wird .

  8. Inaktiver User

    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Zitat Zitat von schoenbuerzel Beitrag anzeigen
    Es war grad kein Thema, aber ich bin mir sicher, dass ein Hund nun nicht mehr lange auf sich warten lassen wird .
    Das glaub ich auch. Wenn man so wie sie ein so starkes Bedürfnis danach verspürt, dann findet sich das auch. Da bin ich mir ziemlich sicher

    Und übrigens mein Hund ist auch mittlerweile sehr alt. Er bleibt jetzt gern allein, was früher gar nicht ging. Da hatte er massive Verlassensängste, weil er aus dem Tierheim kommt. Und er hält sehr lange aus, er schläft die ganze Zeit auf seiner Lieblingsdecke, zieht sich allerdings auch mehr und mehr zurück, so, als ob er langsam Abschied nehmen möchte.

    Und, im Grunde weiß man sowieso nie, wann der Abschied kommen wird. Es kann auch bei einem jungen Hund plötzlich so weit sein. Es ist ein Trugschluß zu glauben, einen alten Hund hab ich nicht mehr lange, dafür einen jungen Hund um so länger.

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