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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    @ Uli

    Gerade unfreiwillige Singles können es als doppelt ungerecht empfinden, wenn sie dann auch noch auf ein Haustier verzichten müssen.

    Es gibt natürlich immer "Schlimmeres", aber es ist eben auch so das ganze Thema: Oft wohnen Singles in winzigen Wohnungen (zumindest in sehr teuren Städten), fahren kein oder das kleine Auto, haben aus Vernunftsgründen kein Haustier.....

    Hängst schon ganz schön viel dran am Singledasein. Gerade als Frau, wo Frauen doch oft eben auch in typischen Frauenberufen arbeiten und ganz häufig weniger verdienen.

    Ich kenne z.B. eine Erzieherin von 28 und eine Fotografin von 31 Jahren, die aus Kostengründen bei den Eltern wohnen. Trotz Vollzeittätigkeit können sie sich in unserer Stadt unmöglich eine Wohnung leisten.

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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Schoenburzel, dass ich es eher verantwortungsvoll denn als Angst vor Verantwortung betrachte, habe ich Dir schon gesagt. Du schreibst doch selber, dass Du Dir aus den genannten Gründen z.B. keinen Hund anschaffen könntest und Du weißt - auch durch Deinen Freund - welcher Aufwand manchmal damit zusammen hängt.

    Ich verstehe nun aber nicht, warum Du das ausgerechnet bei Deiner Freundin so anders siehst. Warum bestätigst Du Deine Freundin nicht lieber in ihren Zweifeln? Sie hat doch Recht.

    Ich z.B. würde ihr sagen "Du hast Recht, in Deiner momentanen Situation wäre das sehr verantwortungslos. Aber Du musst es nun auch so akzeptieren, vielleicht ändern sich die Gegebenheiten auch mal." Punkt.
    "Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)

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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Zitat Zitat von Raphaela-X Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nun aber nicht, warum Du das ausgerechnet bei Deiner Freundin so anders siehst. Warum bestätigst Du Deine Freundin nicht lieber in ihren Zweifeln? Sie hat doch Recht.

    Ich z.B. würde ihr sagen "Du hast Recht, in Deiner momentanen Situation wäre das sehr verantwortungslos. Aber Du musst es nun auch so akzeptieren, vielleicht ändern sich die Gegebenheiten auch mal." Punkt.
    Ich hatte doch geschrieben, dass ich da selbst nicht mehr genau weiß, wie ich es sehen soll.

    Manchmal denke ich dann eben, wir machen uns alle was vor, ich auch. So von wegen, wenn wir wirklich wollten hätten wir auch einen Hund!

    Es gibt Millionen von Hunde in Deutschland und viele Leute kriegen das hin.

    Indem ich über meine Freundin nachdenke, geht es dabei sicher auch um mich.

    Da fällt mir auch noch was vielleicht Wichtiges ein: So vor 2 Jahren hatte sie für 10 Tage den kleinen Hund einer Bekannten, als die mit ihrem Mann in ein südliches Land fuhr, das für den Hund wohl zu warm gewesen wäre. Es ging meiner Freundin ganz schlecht in der Zeit, sie klagte über Schlafstörungen und darüber, dass sie sich sogar erbrechen (!!) musste. Der Arzt stellte nichts fest und meinte, ob sie sehr starken Stress hätte, es sähe eben nach akuten Stresssymptomen aus. Der Hund wurde abgeholt und sofort war sie wieder gesund.

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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Zitat Zitat von schoenbuerzel Beitrag anzeigen
    Da fällt mir auch noch was vielleicht Wichtiges ein: So vor 2 Jahren hatte sie für 10 Tage den kleinen Hund einer Bekannten, als die mit ihrem Mann in ein südliches Land fuhr, das für den Hund wohl zu warm gewesen wäre. Es ging meiner Freundin ganz schlecht in der Zeit, sie klagte über Schlafstörungen und darüber, dass sie sich sogar erbrechen (!!) musste. Der Arzt stellte nichts fest und meinte, ob sie sehr starken Stress hätte, es sähe eben nach akuten Stresssymptomen aus. Der Hund wurde abgeholt und sofort war sie wieder gesund.
    Dann sprich diesen Punkt beim nächsten doch an. Es hört sich für mich so an, dass sie sich damals so sehr reingesteigert hat, alles richtig zu machen und Angst hatte, dem Hund könnte es nicht gut gehen.... das es für sie zu einer Belastung wurde. Vielleicht hat der Hund auch gelitten und sich in der Umgebung nicht zurecht gefunden und seine "Leute" vermisst.

    Andererseits kann man diese Situationen nicht damit vergleichen, wenn man einen eigenen Hund hat. Denn dann stellen sich in der Regel Mensch und Tier aufeinander ein und das Miteinander wird nach und nach problemloser bzw. "normal".
    "Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)

  5. Inaktiver User

    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Hi Schoenbuerzel

    ich möchte das Thema anders angehen, die Frage nach Hund oder nicht und die sachliche Abwägung (Stadt, Auslauf, Singel, Hudesitter, Geld, Pflege etc.)
    wurden bereits angesprochen.

    Ich möchte daraufhinaus, dass der Hund für Deine Freundin wahrscheinlich einen emotionalen Anker darstellt.

    Das geht auch mit Essen. Wenn man sich mies fühlt, dann sollte man sich das Lieblingsgericht aus der Kindheit zubreiten. Meist geht es einem dadurch schon viel besser.

    So empfinde ich auch den Antrieb Deiner Freundin. Unbewusst klopft da ihre innere Stimme an und sagt, mit Hund wärs einfacher, dem kannst Du Dich anvertrauen wie Du es als Kind schon getan hast, der hat nicht gemeckert sondern war da für Dich - verständlich?

    Ich bin in einem grossen Haus aufgewachsen, beruflich bin ich dann umgezogen in eine Stadt in eine Wohnung. Ich habe mich nie richtig Wohlgefühlt obwohl die Quadratmeter mehr als ausreichend waren. Ich führe es auch darauf zurück, dass ich diesen riesen Raum gewohnt war.

    Ich glaube, Deine Freundin hat ganz andere Probleme, die gerade anklopfen und sie bräuchte einen Freund (=Hund) der sie da begleitet, quasi als Krücke.
    Nur wie gesagt ein Hund ist kein Zuckerschlecken und ich würde ihr zumindest nicht zuraten einen zu kaufen in der Situation und mit den Bedingungen.

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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Zitat Zitat von Raphaela-X Beitrag anzeigen
    Dann sprich diesen Punkt beim nächsten doch an. Es hört sich für mich so an, dass sie sich damals so sehr reingesteigert hat, alles richtig zu machen und Angst hatte, dem Hund könnte es nicht gut gehen.... das es für sie zu einer Belastung wurde. Vielleicht hat der Hund auch gelitten und sich in der Umgebung nicht zurecht gefunden und seine "Leute" vermisst.

    Andererseits kann man diese Situationen nicht damit vergleichen, wenn man einen eigenen Hund hat. Denn dann stellen sich in der Regel Mensch und Tier aufeinander ein und das Miteinander wird nach und nach problemloser bzw. "normal".
    So sehe ich es auch. Sie hat sich 24 St./Tag um den Hund gekümmert, war 5 Mal Gassi am Tag, war völlig von der Rolle. Total gestresst.

    Sie reagiert generell auf Veränderungen schwierig.

    Insgesamt ist sie der Typ "Perfektionist".

  7. Inaktiver User

    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Schoenbuerzel, jetzt muss ich Dich direkt mal fragen, wie es kommt, dass Du so oft über andere Menschen hier schreibst, Dir so weitreichende Gedanken über sie machst... Auch wenn das, das ist gerade meine Spezialität , mal wieder OT ist...

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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Ich kann mal einen Psychologen zu Rate fragen, wenn Dich die Antwort sehr interessiert.

    Aber nur bei Gelegenheit im Bekanntenkreis, extra eine Stunde möchte ich dafür nicht bezahlen, ist das okay für Dich ?

    Ich finde es verstörend, wenn es als auffallend betrachtet wird, wenn man sich für seine Mitmenschen interessiert.

    Ob dies ein Phänomen unserer Zeit ist?

    Ich könnte auch Dich fragen, weshalb Du Dich dafür interessierst, weshalb ich mich interessiere....Und?

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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Zitat Zitat von schoenbuerzel Beitrag anzeigen
    Da fällt mir auch noch was vielleicht Wichtiges ein: So vor 2 Jahren hatte sie für 10 Tage den kleinen Hund einer Bekannten, als die mit ihrem Mann in ein südliches Land fuhr, das für den Hund wohl zu warm gewesen wäre. Es ging meiner Freundin ganz schlecht in der Zeit, sie klagte über Schlafstörungen und darüber, dass sie sich sogar erbrechen (!!) musste. Der Arzt stellte nichts fest und meinte, ob sie sehr starken Stress hätte, es sähe eben nach akuten Stresssymptomen aus. Der Hund wurde abgeholt und sofort war sie wieder gesund.
    DAS finde ich jetzt interessant.
    Was sagst sie, wenn du sie auf diese Begebenheit ansprichst?

    Als ich meine erste Katze hatte, reagierte ich übrigens genauso - ich war komplett tierlos aufgewachsen und dachte anfangs, ich mach alles falsch - das hat sich aber nach zwei Tagen gegeben - und seitdem nie wiedergekommen

    Für mich klingt es, als ob der imaginäre Hund bei deiner Freundin so viel Platz einnimmt, damit sie sich nicht mit anderen Dingen, die dringender wären - z.B. ihre 10jährige Single-Zeit (das muss doch auch schmerzhaft sein) nicht beschäftigen muss.

    (Morchebaa, hier hast du eine Antwort, wenn du zwischen den Zeilen liest)

    Kitty
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

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    AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?

    Gestern Abend waren wir zusammen im Biergarten und da war am Nachbartisch ein junger Rauhhaardackel und sie konnte sich nicht losreißen.

    Ich habe sie dann nochmal ganz konret gefragt, was denn nun wirklich der ausschlaggenbende Grund ist, der für sie die Sache so schwierig macht. Und sie sagte, dass Wohnung mit Hundehaltung und anderes sicher zu schaffen seinen, sie aber Angst davor hat, ganz allein für das Tier sorgen zu müssen und niemanden zu haben, auf den sie zuverlässig, stets und auch ggf. kurzfristig zurückgreifen kann. Sie wäre auf eine Tierpension angewiesen. Sie sagte, von ihrem Elternhaus her sei sie es so gewohnt, dass immer mehrere Leute verfügbar waren, im Zweifel eben Oma und Opa. Und Onkel und Tanten lebten auch im Umkreis weniger km mit ihren Familien, alle mit Haus und Garten. Ein Hund war dort ein Familienmitglied, nicht der Gefährte nur einer Person.

    Mal machte der was, mal ging der andere mit dem Hund raus. Aber nicht eine Person 15 Jahre lang morgens, mittags und abends.

    Sie sagte - und damit ist das Thema für mich auch durch - dass es eben ein großer Traum für sie ist, sie aber weiß, dass es im Augenblick nur mit extremem Einsatz überhaupt gehen könnte und dass sie denkt, dass es für sie jetzt nicht das Richtige wäre, die alleinige Sorge für einen Hund zu übernehmen.

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