Sie sagt, sie habe sich ihr Leben nicht als Single vorgestellt und würde gerne ansprechender wohnen, nicht in einer Mietskaserne.
Ihre Arbeit gefällt ihr, wirft aber aktuell zu wenig ab und der Job ist unsicher. Aber sie ist begeistert von der Sache an sich.
Und mit dem Tier das ist wirklich ständig Thema.
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15.07.2010, 11:38
AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?
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15.07.2010, 11:42
AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?
Bei meiner ersten Hündin hab ich diese lektion leider auch verpasst.
Es geht, und zwar so:
Hund durfte mit zur Arbeit.
Nur noch Veranstaltungen, wo sie mit hin durfte, nur noch hundefreundliche Bekanntschaften.
Ansonsten Papa, Schwestern, Freundin,
wenn der Hund mit zum einkaufen musste immer Schatten-bzw. Frostfreie Parkplätze in Tiefgaragen suchen (und entsprechend weitere Strecken in Kauf nehmen)...
Mein Hund blieb immer auf dem Stand eines Kleinkindes (gut, das würd ich jetzt nicht im Auto sitzen lassen, aber ansonsten trifft es das schon...)
Auf das allein bleiben-lernen hab ich dann bei Nummer zwei viiiiiel Wert gelegt!---
In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
Dalai Lama
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15.07.2010, 11:46
AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?
Es geht alles. Anfangs waren wir ja noch zweit, da war es unproblematischer. Wir versuchten auch noch, das Alleinebleiben hinzukriegen (Sondertraining usw.), aber es ging nicht.
Tagsüber geht sie mit mir arbeiten, das ist kein Thema. Wenn ich das Büro mal verlassen muss, bleibt sie bei den Kollegen. Und privat ist sie einfach voll integriert. Viele meiner Freunde haben selbst Hunde, so dass auch schon mal Spaziergänge usw. gemeinsam gemacht werden. Auf diese Leute könnte ich dann auch im Notfall zurückgreifen, wenn ich absolut nicht weiß, wohin mit dem Hund. Das tue ich im Gegenzug auch.
Wenn ich einkaufen gehe, lasse ich sie zu Hause. Meine Nachbarn wissen das und sagen immer, ich soll mir keinen Kopf machen, wenn der Hund jault....
Urlaub mache ich mit Hund, ich miete Wohnungen oder Häuser - absolut kein Problem.
Ansonsten gibt es noch meinen Ex, mit dem ich mich sehr gut verstehe. Er fragt mich ab und an, ob er den Hund haben darf und dann kann es sein, dass ich mal 2-3 Tage hundelos bin. Das sind aber keine festgelegten Zeiten, kommt aber relativ regelmäßig vor. Er ist da auch mein erster Ansprechpartner und bisher hat es zeitlich immer funktioniert. Wenn ich beruflich mal unterwegs bin oder eine Städtetour mache, springt er ein, wenn es passt."Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)
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15.07.2010, 11:51
AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?
Mir fällt noch ein, dass es wichtig ist, Leute zu haben, die einspringen können. Mit denen man vor der Anschaffung ganz genau abspricht, ob sie den Hund mal nehmen. Das ist unabdingbar, wenn das nicht vorhanden ist, würde ich gar nicht erst über eine Anschaffung nachdenken.
Bei mir ist es allerdings vorgekommen, dass eine Freundin, die den Hund manchmal nahm, nun eine Katze hat. Das geht leider gar nicht gut.....
- und somit ist die Freundin als Betreuung schon mal ausgeschieden.
"Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)
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15.07.2010, 12:14
AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?
Und da ich das auch nicht habe (meine Familie lebt auch weit weg), käme für mich kein Hund in Frage, auch wenn ich auch immer wieder davon träume. Mein privates Umfeld ist voll berufstätig und könnte beim besten Willen keinen Hund sitten. Und das Gegurke zum Hundesitter wollte ich auch nicht.
Mein Freund hat übrigens gut zwei Dutzend Zwergpapageien. Er ist recht erfolgreich in der Nachzucht einer seltenen Art. Es ist fast unmöglich, dass wir wegfahren. Wenn wir es tun, wohnt ein examinierter Tierpfleger bei ihm, der rund um die Uhr bezahlt wird. Es ist echt der Hammer. Und ich muss sehen, wie es mit meinem Katzen geht.
Aber die Papageien sind ein viel schwierigerer Fall als die Katzen. Wenn eine Brut da ist, geht absolut nichts. Wir sehen uns zwar fast täglich, aber er muss dann auch immer wieder heim. Auch ohne Nachzucht ist immer irgend was. Und wenn es nur so "doofe" Sachen sind, dass ein Tier von der Stang abstürzt und dann ein Füßchen oder Beinchen dick ist.
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15.07.2010, 12:18
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15.07.2010, 12:23
AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?
Und wenn man dann mit einem Menschen zusammen zieht, der einen "Zoo" mitbringt, wird es sicher lustig.
Wenn meine Untermieterin auszieht, steht ernsthaft die Frage an, ob ich mit meinem Freund zusammen ziehe. Er würde dann ganz schön viel Federvieh mitbringen, zig Volieren und so.
Und was wohl meine Katzen "sagen" würden?
Und: Will ich das - eine Wohnung voller Tiere, die so laut sind wie ein ganzer Urwald? Wenn ich mit ihm telefoniere, verstehe ich mein eigenes Wort oft kaum. Bin ich bei ihm, bekommme ich nach einer halben Stunde Kopfweh.
Aber es geht hier ja um meine Freundin und den nicht vorhandenen Hund!
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15.07.2010, 12:36
AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?
Und wenn du es nicht willst?
Angst vor der Verantwortung oder reale Gründe?? *stichel*


Na, also bei Vögeln hörte bei mir persönlich der Spass auf.
Ich kann mit ihnen nichts anfangen,
aber bei Tieren wo das so ist, wäre mir der Bestand relativ egal.
Solange man sich um alle noch ordnungsgemäß kümmern und den einzelnen gerecht werden kann.---
In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
Dalai Lama
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15.07.2010, 12:53
AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?
Ich hoffe nur, meine Freundin kommt nicht auf die Idee, mein Leben inklusive Boyfriend organisieren zu wollen, wenn ich ihr mal wieder erzaehle, dass ich ab und an schon gerne einen Hund haette

Ich koennte naemlich fast 1:1 deine Freundin sein. Ich bin nur etwas aelter. Aber auch auf dem Land aufgewachsen, mit Tieren, jetzt als Designerin selbstaendig von zuhause taetig, Single - und ich weiss, dass es absolut unverantwortlich waere, ein Tier anzuschaffen Abgesehen davon, dass es in den meisten Mietwohnungen hier nicht erlaubt ist, hab ich auch kein Auto - und in die Bahn und den Bus darf man hier auch keine Tiere mitnehmen.
Aufs Land zu ziehen, das waere fuer mein Unternehmen und mein Social Life ganz schlecht, und ich bin so oft zu Kunden und Events unterwegs, dass es ein Jammer waere, das Tier dann ueber mehrere Stunden allein zulassen.
Trotzdem mag ich Hunde sehr, werde wohl auch mal wieder einen haben, wenns passt. Aber deshalb, nur weil ab und an mal die Sehnsucht knabbert, mein Leben auf den Kopf zu stellen, das waere dumm.
Ich halte deine Freundin eher fuer verantwortungsvoll, denn verantwortungsscheu.
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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15.07.2010, 13:04
AW: Angst vor Verantwortung oder reale Gründe?
@ frangipani
Das ist wirklich fast 1:1 der selbe Fall, unglaublich!
Aber bei meiner Freundin spüre ich eben diesen ständigen Leidensdruck, sehen wir unterwegs Hunde (was immer der Fall ist) spricht sie gleich wieder das Thema an....Schwierig.
Auch bei ihr ist es so, dass ein Leben auf dem Land - noch dazu allein - auch aus sozialen Gründen ausscheidet. Es hätte was von "sozialem Selbstmord". Als Single-Frau auf ein Dorf ziehen - Albtraumvorstellung.
Habe selbst auch schon dran gedacht, nach draußen zu gehen mit dem Büro. Aber nee, geht gar nicht, so ohne Ehemann und ohne Kinder. Auch wenn ich nur max. die Hälfte der Miete zahlen würde.
Auf jeden Fall denke ich bei meiner Freundin, es ließe sich was machen, weil sie eh viel oder fast immer von daheim aus arbeitet
Immer wieder eben dieses Thema...würde gerne...kann nicht...wie soll ich es machen....?



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