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  1. Inaktiver User

    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    Zitat Zitat von Dreamfly Beitrag anzeigen
    Aber diese kleine Sehnsucht nach einer richtigen Familie...mit Eltern..bleibt eben doch.
    Dreamfly

    Es ist auch irgendwie richtig schwer jemandem davon zu erzählen und ihm dabei ins Gesicht zusehen...weil es fassungslos und sprachlos macht.

    Vielleicht hab ich ja das Glück und "finde" mal eine mütterliche Freundin.................
    Ich wünsche es Dir sehr, nur sei Dir dessen bewusst, dass kaum jemand in der Lage ist, dieses geballte Leid auch nur in der Erzählung zu ertragen.

  2. Inaktiver User

    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    Hallo Dreamfly,

    ich habe auch keine Mutter mehr. Seit letztem November und sie fehlt mir sehr!
    Meinen Vater habe ich nie wirklich gehabt.
    Meine Eltern trennten sich, da war ich 6. Ein inniges Verhältnis hatte ich nie zu ihm.
    Das war dann als Teenager noch richtig destruktiv. Bis ich keinen Kontakt mehr wollte.

    Ich kann also einerseits deine Gefühle sehr gut verstehen.
    Was mich von dir unterscheidet: Ich hatte ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter.
    Und es ist genau SIE, die mir fehlt.

    Mich wundert bei deinen Aussagen ein bisschen, dass dir EINE Mutter erst fehlt, nachdem deine nicht mehr da ist.
    Bzw. dass du das miteinander verbindest. Denn eigentlich hattest du doch vorher auch keine. Oder nicht die, die du dir wünschen würdest.

    Warum also diese Verknüpfung: Tod der eigenen Mutter/Fehlen einer (idealen) Mutter?


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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    Liebe Babette,

    Danke für Deine lieben Worte. Mutig? Hmmm....es sind Tatsachen...und es hat lange gedauert, dass ich diese als solche annehmen konnte. Ich hab zum Beispiel früher immer gesagt, meine Mutter hätte Krebs gehabt. Ich hab mich dafür unendlich geschämt, dass meine Mutter alkoholkrank war, so als wäre ich es selbst und müsste es verbergen.......Co-alkoholiker.....??? Und vor 30 Jahren...bis? ging man auch nicht offen damit um.
    Natürlich waren viele Reaktionen die sie zeigte auf die Wesensveränderung zurückzuführen, die der Alkohol verursacht. Und da ertappe ich mich wieder dabei, wie sich das Teufelchen auf die Schulter setzt und mir ins Ohr flüstert, " siehste die Gewalt kam doch nur dadurch" (entschuldigt!)
    NEE! Man sollte es einfach nicht entschuldigen, egal welche Umstände zu all dem geführt haben.

    Offen sein? Ja hier, weil anonym. Hier schaut mir keiner in die Augen und sieht beim genauer Hinsehen....die Pippi.....

    Meine Schwiegermama ist ne liebe...aber sie lebt schon seit ganz vielen Jahren ihr ganz eigenes Leben.....das gibt es zwischen Mutter und Söhnen auch einiges zum Aufarbeiten. Ich hab sehr versucht sie in unsere Familie zu integrieren und wir telefonieren auch regelmässig aber sie selbst schliesst sich oft aus. Sie hat viel Zeit im Zusammensein mit meinem Mann und ihren Enkeln verloren und sie selber glaubt, dass man das nicht kitten kann. Mein Mann ist wirklich der beste Mann, den man sich wünschen kann, er ist ein toller Papa...für seine 2 und ein Freund für meine 2.....aber er ist und das darf ich ihm auch sagen nicht der beste Sohn.....er versucht es...aber da gibt es von beiden Seiten auch unterschiedliche Aussagen woran die Mutter-Sohn-Beziehung krankt.
    Ich finde das sehr schade, weil die beiden die Chance haben Zeit miteinander zu verbringen und sie nicht wirklich nutzen. Und ich möchte mich da auch aus Respekt zu meinem Mann nicht vordrängeln. Es macht Spass mit ihr spazieren zugehen, mal ins Konzert oder ins Kino....aber sie kommt halt einfach zu keiner Familienfeier. Ich respektiere das und möchte mich da auch nicht allzu sehr einmischen. Man kann es ja nicht erzwingen!

    Was ich halt an mir sehr merke, dass ich gern mit meinen älteren Kundinnen einen Plausch halte, ganz speziell zwei Damen kommen doch ganz gern mal, wenn ich Zeit habe auf ein Pläuschchen ins Büro...und da wird in Erinnerungen geschwelgt, ein bischen getratscht , mal ein Käffchen getrunken....oder gegenseitig Ratschläge verteilt. Einige meiner älteren Kunden winken oft ins Geschäft und rufen schnell einen schönen Tag hinein und ich freu mich dann wie ein Schneekönig...

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    @Betty Trumper

    Es tut mir leid, dass Deine Mama auch nicht mehr lebt.

    Ich war 20 als sie starb. Und es gab viel was ich in darauffolgenden Jahren aufgearbeitet habe. Und viel was mir auch durch ihren Tod erst bewusst wurde. Ich bin jetzt 44 und seit, ja ich denke gut 2 Jahren ist da diese Sehnsucht in mir so präsent. Vielleicht ist es auch jetzt weil ich älter werde, weil ich endlich auch mit anderen Dingen endlich zur Ruhe gekommen bin. Ich weiss es ja auch nicht.

    Ich weiss auch, dass es schlimm klingt, wenn man seine eigene Mutter nicht vermisst...aber es ist ganz einfach so. Ich denke an sie und da ist halt ganz einfach nur die Frage....warum war das alles so? Da ist einfach keine Sehnsucht da.

    Meinen Vater vermisse ich schmerzlich immernoch nach 3 Jahren. Er fehlt mir.

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    Zitat Zitat von Dreamfly Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht, wie sie gerochen hat. Ich weiss, wie sich meine Angst angefühlt hat, nach Hause zukommen und ihren Schatten hinter der Tür zu sehen.
    Ich spüre noch die Panik die ich hatte, wenn es an der Tür klingelte ( nach dem sie tod war) und ich dachte, sie ist zurück! Ich weiss, das klingt paranoid.
    Für mich klingt es nicht paranoid. Gar nicht.

    Sich nach Mütterlichkeit zu sehnen (so nenn ich das mal, weil Du Dich ja nicht explizit nach Deiner eigenen Mutter sehnst), wie man sie bei anderen beobachtet finde ich auch sehr natürlich. Und ich kann mir heute vorstellen, dass es vielleicht für andere sehr schön sein muss, bei einer Mutter Geborgenheit zu finden und sich bemuttert zu wissen und angenommen.

    Ich weiß nicht, aber vielleicht hast Du durch das Fehlen (d)einer Mutter ja auch etwas gewinnen können in Deinem Leben? Ich glaube, dass ich nicht die wäre, die ich bin, hätte ich eine liebevolle Mutte gehabt. Ich habe so einiges lernen können, das Frauen, die liebevolle Mütter haben vielleicht fehlt.

    Begonnen, mit mir in Reine zu kommen und mir diese Mütterlichkeit die mir fehlte zu verzeihen, habe ich mit Hilfe der Arbeit mit dem inneren Kind.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber das wirkliche Gefühl, wenn man keine Mutter mehr hat, in dieses kann man sich nicht hineinversetzen, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

    Den Verlust, den Du spürst, spürst Du nach der wirklichen Mutter, die Du gehabt hast und nach der Du Dich sehnst. Oder?

    Grüße
    -ND-

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    Dreamfly: auch von mir:


    Hut ab vor Deiner Offenheit !

    Es tut mir Leid, dass Du grad bei dem Versuch der Aufarbeitung an jemanden geraten bist, der wohl nicht den richtigen Ansatz gefunden hast...
    Während meiner Therapie war die Beziehung zu meiner Mutter nur ein Nebenthema, aber ich bin froh über die Stunden, die mir dann doch weitergeholfen haben. Manches heutige Verhalten resultiert eben dann doch aus der Zeit....ich will jetzt auch nicht weiter drin rumrühren- denn nichtsdestotrotz fehlt mir dieser Rückzugsort ja auch ohnehin.

    Manchmal kann man nur hoffen, dass die Phase vorbeigeht...

    Ich beglückwünsche Dich zu Deinem Mann, nicht jeder Mann ist emotional so stark, dass er Dich auffangen kann und sei stolz auf DICH, was Du geleistet hast, was Du -trotz Deiner Erfahrunge für eine starke Frau bist- und auf Deine Familie...
    DU kannst Deinen Kindern diesen Rückzugsort, den Du Dir jetzt selbst manchmal wünschst, immer und auch später bieten!!
    Mir hilft das dann. Dieses Bewußtsein, dass ich trotzdem immer noch wahnsinniges Glück habe...

    lg polilla
    Geändert von polilla (16.07.2010 um 16:43 Uhr) Grund: blöde formuliert

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    @ND und polilla

    Vielen Dank auch noch einmal für Eure Antworten.

    Der Tipp sich vielleicht mit dem inneren Kind zu beschäftigen, ist sehr hilfreich. Bisher kannte ich diesen Begriff noch nicht, habe mich aber am WE ein bischen dazu im Internet belesen und werde da auch einmal versuchen anzusetzen.

    Mein bisheriges Leben hat mich geprägt und sicher hab ich in den Jahren auch durch die Ereignisse dazu gelernt. Vorallem was MIR in meiner Familie wichtig ist und wie meine Kinder aufwachsen sollen. Dass ich es so ganz anders als meine Mutter gemacht habe, macht mich natürlich auch stolz.

    @Nathalie

    Danke für Deinen Wunsch! Dass es auch für Aussenstehende schwer ist, mit meiner Geschichte umzugehen, weiss ich. Aber ich weiss mittlerweile auch, dass garnicht darüber reden, nicht hilft. Sicher muss nicht jeder alles wissen.

    Liebe Grüsse an alle....Dreamfly

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    mach das...
    auch hier in den verschiedensten Strängen liest man immer wieder Hilfreiches. So geht`s mir zumindestens.

    Ich habe auch sehr lange verdrängt und nicht über meine Probleme gesprochen. Im RL hab ich nach dem Tod meiner Mutter ein ausgeprägtes Helfersyndrom entwickelt und mich nach außen hin vollkommen anders dargestellt, als ich tief drinnen in mir fühle...
    Das hatte zur Folge, dass ich mich psychisch selbst total überfordert habe, ohne es zu merken.
    Mein Umfeld dachte natürlich ich "gehöre" so..

    Irgendwann stand ich miit dem Rücken an der Wand und dann blieb mir nichts anderes übrig, als auf MICH zu schauen...und da ich auch total nachvollziehen kann, dass Muster entwickelt werden, die aus der Vergangenheit hervorgehen, musste ich da auch ran. Da hatte ich auch einige Szenen aus meiner Kindheit, die mich heut noch verfolgen, vor Augen. Natürlich ist es ein langer Prozeß, nichts fällt einem wie Schuppen von den Augen und zwingt einen sofort zum Umdenken...

    In meiner neuen Offenheit hab ich aber gemerkt, wie nah mir doch einige -bis dato- Bekannte stehen und natürlich auch wer nicht.
    Bis dahin konnte ich nicht so gut "Frauen-Freundschaften" halten.
    Ich habe keine beste Freundin, die mich z.b. seit Jugendtagen begleitet....
    Ich war immer eine jungenhafte Kumpelin, die besser mit Männern klarkommt. Frauen haben mich verunsichert. Bestimmte Verhaltensmuster von Frauen untereinander sind mir fremd. Ich "traute" Frauen irgendwie nicht, hatte bis dahin auch oft schlechte Erfahrungen gemacht bzw. hab die Mädels, die es gut mit mir meinten, gar nicht richtig "wahrgenommen" Männer kann ich besser verstehen, weil ich auch eine störungsfreie Beziehung zu meinem Vater hatte.

    Seitdem ich die Kontakte zum weiblichen Geschlecht intensiver pflege und mich auch nicht mehr so schnell verunsichern lasse, habe ich dieses "Vermissen" nicht mehr so stark.
    Ich habe unterschiedliche Themen/Unternehmungen mit unterschiedlichen Frauen......Dinge, die ich tatsächlich sonst gern mit meiner Mutter erlebt hätte.....aber so ist es auch schön....

    Es wird !

    Viel Kraft
    polilla

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    Hallo, Dreamfly

    Bin seit 2 Tagen am grübeln, was ich zu Deinem Beitrag sinnvolles hinzufügen kann.
    Mein Ergebnis: GAR NICHTS - das bedeutet aber nichts negatives! Habe mich in den letzten Tagen verstärkt mit meiner Mutter auseinandergesetzt (ähm - also, ICH mit MIR alleine) und bin mitten in der Überlegungs- Abwägungsphase.
    Ich hänge quasi dazwischen - schwebe so herum und weiss nicht, wie ich voran komme und OB ich voran komme.

    Sorry, alles ein bisschen wirr - aber Frau Dreamfly verseht schon, was ich meine.

    Ich denk an Dich!

    LG,

    Gezzo
    Let´s go!

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    Hallo Frau gezzo

    Ach, ja das kenn ich doch...manchmal hat man ziemlich viel "gequirltes" im Kopf...das braucht dann ne Weile bis man es irgendwohin einsortiert hat. Oder man bekommt hier Anregungen um die eine oder andere Sichtweise zu überprüfen.

    Ich hatte in den letzten Tagen viel zutun, mal ganz gut um den Kopf abzuschalten und nicht zuviel nachzudenken. Es ist auch ganz gut, dass ich "Dinge" ruhenlassen kann. Das war aber ein langer Prozess bis dahin...aber es funktioniert
    Und wenns mal zu arg wird, schnapp ich mir mein Rad und radel bis mir die Beine wehtun, das macht irgendwie den Kopf frei.

    Schön, dass Du Dich gemeldet hast...

    LG von Frau Dreamfly

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