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  1. Inaktiver User

    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Okay, dann klinke ich mich aus.
    Ich dachte immer, dass Empathie eine Fähigkeit ist, die es einem ermöglicht, auch zu Dingen Stellung zu nehmen, die man nicht selbst erlebt hat.

    Hallo Nancissima,

    das sollte kein Rauswurf sein und mit Sicherheit sind Stellungnahmen von Aussenstehenden hilfreich.

    Aber das wirkliche Gefühl, wenn man keine Mutter mehr hat, in dieses kann man sich nicht hineinversetzen, wenn man es nicht selbst erlebt hat.
    Ebenso andere Lebenssituationen. Man kann darüber nachdenken, wie würde ich mich fühlen, was würde ich machen, was wäre richtig?

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    @all

    Vielleicht habe ich auch meine Überschrift unglücklich gewählt! Vielleicht hätte es heissen müssen: Ich vermisse eine Mutter!

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie fehlt mir heute nach 10 Jahren immer noch. Ich sehe sie noch genau vor mir, ich kann mich an ihren Duft erinnern. Ein Gemisch aus Parfüm, Haarspray, wenn sie gerade geraucht hatte, dann roch sie auch noch nach Zigarettenrauch.
    Ich ertappe mich dabei, dass ich viele Handgriffe so mache, wie sie es auch getan hat. Und dann sehe ich sie vor mir.
    Ich möchte sie in den Arm nehmen und von ihr ebenfalls gedrückt werden.
    Weder Mann, noch Kinder, noch gute Freunde können das Muttergefühl ersetzen.
    Hallo Dreamfly,

    ich denke, ich kann das sehr gut nachvollziehen und Flip-Flops Beschreibung trifft bei mir ins Schwarze. Ich habe meine Mutter verloren, kaum, dass ich in die Ausbildung gegangen war. Noch nicht erwachsen, aber auch nicht mehr recht Kind... Ihrem Tod sind Jahre schwerster Krankheit voraus gegangen.

    Ich musste meine Mama ziehen lassen und fühle mich noch heute unendlich allein, wenn ich an sie denke. Häufig träume ich noch von ihr: gesund, mir und meinem Bruder zugewandt, liebevoll. Und eben dieser Duft, der sie umgab.

    Ich kann ihn noch heute riechen.

    Ich denke, ich kann nachempfinden, was Du spürst, was Dir fehlt. Es ist dieser eine Mensch, zu dem man ein ursprüngliches Vertrauen hat, der einen großzog und mit man gemeinsam dann doch den Sprung ins Erwachsenendasein geschafft hat. Dem man sich zuwenden kann und der einen ohne große Worte versteht.

    Das Dasein einer Mutter oder einer Mutter-gleichen Person ist etwas, das meiner Meinung nach keine Freundin, kein Partner ersetzen kann. Für mich war meine Mutter auch immer ein Punkt, an dem ich mich erden konnte: unaufgeregt, unaufdringlich, aufmerksam. Das fehlt mir unglaublich - so sehr, dass es mir fast körperlich weh tut.

    Auch der Aspekt der "Blutsverwandtschaft" spielt vielleicht ein bißchen hinein: über meine Mama wusste ich, wo ich herkomme, wo ich hingehöre, wo meine Wurzeln sind. Mein Vater lebt noch, aber dennoch fühle ich mich ent-wurzelt. Das schmerzt.

    Bislang ist es mir nicht gelungen, eine solche Tiefe, eine solche Intensität und Vertrautheit je wieder zu einem Menschen aufzubauen...

    Ich kann es nachempfinden, was Du fühlst.

    Es grüßt herzlich

    *wiesenblume*

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    Dreamfly

    Ich hab verstanden, was Du meinst.

    Es geht mir genauso.
    Meine Mutter lebt noch. Ich habe auch "familiären Kontakt" zu ihr. Wie es sich eben gehört und wie es erwartet wird.

    Dennoch VERMISSE ICH MEINE MUTTER

    Ich werde sie niemals mit meinen grolligen Gedanken konfrontieren können.
    Sie würde es nicht verstehen.

    Ja, sie hat mich geboren, gefüttert, umsorgt, erzogen....
    ABER: ich habe kein Mutter-Kind-Gefühl.
    Mit meinem Vater habe ich eine "innere Verbundenheit". Mit ihr nicht (sie leben gut als Ehepaar immer noch zusammen und lieben und respektieren sich!)

    Kann es sein, dass wir sauer auf unsere Mütter sind? Ihnen nicht verzeihen WOLLEN?

    Oder hab ich gar auch das Thema verfehlt

    LG, Gezzo
    Let´s go!

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    @gezzodanie

    KLAR bin ich grollig auf meine Mutter...grollig ist auch sehr untertrieben.

    Grollig deshalb, weil sie keine Mutter war. Ja...sie hat mich geboren, sicher auch gefüttert, gewickelt, mich zur Schule geschickt...etc.

    ABER sie hat mich auch Bier holen geschickt, hat mich gezwungen Sachen zu essen, die ich nicht mochte, wo ich mich dann übergeben musste. Ach Gott, sie hat einfach Dinge getan, die man einem Kind nicht antut. Sicher hat sie sich auch irgendwo gekümmert. Sie hat mich zum Arzt geschickt, als ich stressbedingt mit 11 eine Neurodermitis bekam, sie hat mich zum Arzt geschickt als ich mit 13 oder 14 kreisrunden Haarausfall bekam, ja und sie hat mir verboten zur Disco zu gehen, nur weil ich studieren wollte. Vielleicht hat sie mich deshalb vor vielen "Fehlern" bewahrt...( JA ich bin sarkastisch!)

    Mein Paps hat mir zur Jugendweihe mein Lieblingsessen gekocht, er hat mit mir zum Abiball getanzt...und ich war soooo stolz.

    Er wollte nicht zu früh Opa werden, doch als er es dann doch wurde, sagte er..."Du hast die schönste Tochter der Welt bekommen...meine Enkelin" .

    Wenn ich so darüber nachdenke..ja... dann bin ich nicht nur grollig!

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    @gezzodanie

    Warum bist Du denn so grollig auf Deine Mutter? Wie mir scheint hattet ihr zumindest ein scheinbar intaktes Familienleben!?!

  7. Inaktiver User

    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    Dreamfly,
    so, wie ich das verstehe, fehlt Dir ein Mensch mit den Eigenschaften, die deine reale Mutter gar nicht hatte. Gab es in deinem Leben nicht einmal eine Frau, die diese Eigenschaften hatte und mit der Du dich hättest anfreunden können? Sowas gibt es ja. Eine mütterliche Freundin. Gehört natürlich Glück dazu, das zu finden.
    Ich hatte mir als Kind immer eine jüngere Schwester gewünscht. Ich habe nicht danach gesucht, aber ich habe als längst erwachsene Frau eine gute Freundin gefunden, die dem ziemlich nahe kommt. Sie war -ähh- ist Einzelkind und hätte so gerne Geschwister gehabt. Heute führen wir eine solche geschwisterliche Freundschaft. Und sind uns das, soweit das geht, was wir vermisst haben.

    Und ich kenne solche Beispiele aus dem Nachbars- und Bekanntenkreis, dass sich Menschen auch in diesen "Rollen" finden können. Wär vielleicht mal einen Gedanken wert ...

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    @Wiesenblume

    Es ist schön, dass Du mit guten Gefühlen an Deine Mum zurück denkst. Sie war sicher eine tolle Mum.

    Trauer, das kann ich gut verstehen! Ich hab sehr um meinen Paps getrauert. Als er starb..und ich wusste es vorher schon, als ich ihn 4 Tage vorher das letzte Mal sah, hat es mir den Boden unter den Füssen weggezogen und viele sagten..."Du wusstest es doch!" Ja...ich wusste es und doch war es der grösste Verlust bisher!

    Wiesenblume....Du kannst so dankbar sein, dass Du eine liebevolle Mama hattest.

    Mich versöhnt es auch, dass mein Paps und ich uns immer gut verstanden haben...und das wir uns um uns gesorgt haben.

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    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    @Uli----:-)

    NEIN...leider ist mir solch ein Mensch noch nicht wirklich begegnet.

    Ich merke, dass ich eine Affinität zu älteren Menschen habe...meine Mutter wäre jetzt 71.

    Ich habe liebe ältere Kundinnen und Kunden, um die ich mich besonders bemühe....:-)

    Um die anderen Kunden ganz klar auch.

    Ich habe zwei liebe Bekanntschaften, als ich noch nebenerwerbstätig war...die ich beide sehr mag.....aber sie sind beide selber sehr problembelastet. " Gleich und glech gesellt sich gern"

    Meine Schwiegermama ist eine tolle Frau aber auch ein wenig....naja eigenartig.....Esoterik, Weltuntergangstimmung..zig Klosteraufenthalte zur Selbstfindung...!

    Ich mag sie sehr...aber sie doch sehr weit von meinem mann und mir entfernt...Leider.

  10. Inaktiver User

    AW: Seit 24 Jahren fehlt mir EINE Mutter

    Hallo dreamfly,
    schön, daß Du scheinbar dafür offen bist. Ich wünsche Dir noch viele nette Begegnungen in der Richtung und wenn Du Glück hast, mag dich eine wie 'ne Tochter. Ich drück dir die Daumen. Das wäre doch schön....

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