Ich bin ratlos, meine Therapeutin ist offenbar auch ratlos, meine Freunde, meine Familie und Bekannten, die ich befragt habe auch und jetzt bin ich also hier gelandet, obwohl ich weiß, dass es hier schon so viele Stränge zum Thema Dauersingles gibt. Es tut mir auch leid, dass ich mich jetzt trotzdem hier breit mache…ich würde mich über Ideen zu irgendeindem der Punkte, die ich geschrieben habe, einfach sehr freuen. Wahrscheinlich liefere ich meiner Therapeutin nämlich zu wenige oder die falschen Ansatzpunkte. Wenn jemand dazu (vielleicht sogar aus eigener Erfahrung) einen Ansatz hat, wäre das auch sehr hilfreich..Danke!
Seit einem Jahr gehe ich zu einer Therapeutin, weil ich für mich klären wollte, warum ich bisher noch keine Beziehung haben konnte, was ich falsch mache, ob ich irgendwelche unbewussten Blockaden habe. Schon mal eine gute Nachricht: irgendwelche grundsätzlichen Macken im Umgang mit anderen Menschen habe ich angeblich nicht. Ich würde sogar sehr offen wirken und sei ein guter Gesprächspartner. Immerhin. Nach zehn Jahren unfreiwilligem Single-Sein hätte mich langsam nicht gewundert, wenn sie mir irgendeine seelische Störung attestiert hätte. Ich bin jetzt Ende zwanzig und hatte noch nie eine Beziehung, nur eine ganze Reihe von für mich mehr oder weniger fürchterlich schmerzhaften Beziehungsversuchen. Ich fühle mich wie ein grünes Kalb in meinem Bekanntenkreis..völlig abnorm im Vergleich zu all den verpartnerten Menschen. Was „normal“ für andere Menschen ist, wäre mir eigentlich auch egal. Das Problem ist: ich bin einfach unglücklich damit dauerhaft keinen Partner zu haben. Ich kann es drehen und wenden wie ich will, mir fehlt etwas.
Die Gespräche in der Therapie tun mir gut. Es ist wie Balsam für die Seele mal eine Stunde sich einiges von der Seele reden zu können. Aber wirklich neue Erkenntnisse habe ich leider nicht gewonnen. Von meiner Therapeutin kommen immer nur folgende Aspekte:
- ich wirke wohl zu perfekt und zu kühl auf Leute, die mich noch nicht wirklich kennen. Ich sollte mich verletzlicher, mehr mit „seelischen Qualitäten“ beim Kennenlernen zeigen. (dazu: ich habe schon sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht, zu früh einer Bekanntschaft von meinen Ängsten und Wunden aus der Vergangenheit zu erzählen..daher halte ich das für keine so gute Idee). Wie genau ich den zweiten Aspekt umsetzen soll, konnte sie mir bisher auch nicht erklären.
- ich sollte noch mehr unter Leute gehen. (dazu: Vereine, Hobbies, Singleveranstaltungen, Singlebörsen, Freundeskreis, Ausgehen..- Ich habe alles durch, seit Jahren. Ich bin wirklich ein sehr aktiver Mensch..was soll ich sagen, es glaubt einem ja keiner: ich habe bei meinen Hobbies, in den Vereinen in denen ich war, beim Ausgehen oder im beruflichen Umfeld trotzdem noch nie einen Mann kennen gelernt, bei dem ich den Eindruck hatte, er sein an mir als Frau interessiert und er wolle mich wirklich als Mensch kenne lernen. Meistens sind da einfach überhaupt keine alleinstehenden Männer. Die Männer, die mir gefallen, reagieren nicht auf mich. Zumindest nicht positiv. Was ich öfters merke, sind ziemlich intensive Blicke von verbandelten Männern, gerne auch wenn die Partnerin sogar daneben steht – was ich unmöglich finde. Und mit diesen Herren ergibt sich ja sowieso nichts. Was mache ich falsch??)
- Der Klassiker: ich sei wohl zu anspruchsvoll.
( dazu: In den letzten Jahren habe ich einige Männer z.B. in Singlebörsen oder in meiner Freizeit kennen gelernt die ich liebend gerne näher kennen gelernt hätte. Ein paar Mal war ich auch verliebt. Betreffender Mann leider nicht, man(n) wollte maximal lockeren Sex. Ich finde nicht, dass ich zu anspruchsvoll bin, denn es gibt ja durchaus eine ganze Reihe von Männern, die meinen Ansprüchen mehr als genügen würden. Ich wurde ja nicht gewollt. Kann mir jemand dieses Paradoxon bitte erklären?)
- Ich solle es mal mit einem „Loser“ versuchen und diesen dann in eine Beziehung ziehen, denn viele Beziehungen würden so zustande kommen. (Ganz ehrlich: ich kenne keine „Loser“, ich finde es despektierlich einen Menschen so zu nennen und jemanden gegen seinen Willen in eine Beziehung mit mir zerren, möchte ich auch nicht. Ich habe das Bedürfnis freiwillig gewollt zu werden. Ist das wirklich zu anspruchsvoll?)
- Ich würde die positiven Bemühungen von Männern nicht genug zu schätzen wissen, sei zu kritisch, bzw. zu verletzt und das würde alles kaputt machen. Wie ich diese Verletzungen alleine überwinden soll, damit ich unempfindlicher werde, konnte sie mir aber nicht sagen.
Da ich von den Männern, die ich gerne näher kennen gelernt hätte, bzw. mit denen ich liebend gerne eine Beziehung geführt hätte, auch keine konkrete Rückmeldung bekommen habe, was sie denn an mir gestört hätte, kommen wir in diesem Bereich auch nicht weiter. Das hieß dann meist nur: es passt leider nicht, man(n) sei einfach noch nicht soweit, oder er ist einfach kommentarlos abgetaucht. Sie meint, ich solle mir mehr Rückmeldungen von anderen holen, warum sie mich nicht wollen. Das finde ich schwer umzusetzen. Ich habe Angst vor noch mehr Zurückweisungen und Kränkungen.
Ich würde so gerne etwas ändern, wenigstens ein paar neue Erkenntnisse gewinnen, damit ich mir wenigstens selbst sagen kann, warum ich alleine bin. Manchmal habe ich das Gefühl unsichtbar zu sein. Ich glaube ich kann auch gar nicht richtig flirten. Jedenfalls lerne ich bei meinen Freizeitaktivitäten und in meinem „normalen Leben“ ausschließlich Frauen bzw. Mütter oder Männer im Rentneralter kennen, wenn ich unterwegs bin. Ich sehe zwar einige Männer, die ich schon mal äußerlich attraktiv und sympathisch finde, aber es kommt kein Kontakt zustande. Die meisten Männer, die mir gefallen, sind auch vergeben..denn offenbar stehe ich eher auf einen etwas ruhigeren Typ, meist sind die dann schon Familienväter oder mit Freundin unterwegs. Der offensive Flirttyp bin ich nicht und auf meine eher zaghaften Versuche á la anlächeln und Augenkontakt suchen, steigt keiner ein. Ich habe das Gefühl, ich werde einfach ignoriert. Mir wird andererseits gesagt, dass ich attraktiv sei. Es gibt auch einige Herren (aus SBs), die durchaus sexuelles Interesse an mir haben. Leider nicht mehr als das. Ganz unscheinbar kann ich wohl doch nicht sein. Meine Therapeutin argumentiert eher in die Richtung, ich würde „zu“ perfekt äußerlich wirken, vielleicht für manchen schüchternen Mann eher zu gut aussehen. Ich weiß nicht mehr, was ich noch glauben soll oder was ich noch machen soll.
Bitte keine Ratschläge in Richtung „liebe dich selbst“ „versuche ansonsten ein erfülltes Leben zu führen, sorge dafür dass es dir ansonsten möglichst gut geht“ „konzentriere dich auf andere Lebensbereiche – kümmere Dich um Freunde, Familie, Hobbies, Job“ – tue ich alles, ehrlich
Ein Gedanke, den ich hier öfters gelesen habe war, dass es wichtig sei mehr mit seiner Weiblichkeit in Kontakt zu treten. Rein äußerlich bin ich ein sehr weiblicher Typ (lange Haare, weiblicher Körper, habe viel Freude an Make-up und Mode, tanze sehr gerne, mag eigentlich sehr viele typisch weibliche Aktivitäten, auch in künstlerischer Hinsicht). Vielleicht kann mir hier jemand sagen, wie man mehr „mit seiner Weiblichkeit“ in Kontakt kommt?
Mein Empfinden ist: ich bin einfach den Männern nie gut genug, jedenfalls nicht gut genug für etwas Ernsthaftes. Oder nur gut genug als eine Art seelischer Mülleimer. Ich genüge einfach nicht.
Diese Therapie war quasi der letzte Joker den ich noch im Ärmel hatte. Die letzten Jahre habe ich mir immer bei meinen vielen Versuchen etwas zu ändern oder wenigstens ausgeglichener und glücklicher mit meinem Singlesein umzugehen, gesagt: wenn das alles nichts hilft, musst Du eben irgendwann mal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Aber das scheint ja auch nichts zu helfen. Ich bin einfach am Ende. Was kann ich noch machen bzw. wie soll ich weitermachen, es macht mich alles so fertig. Ich ertrage die Vorstellung einfach nicht, dass das alles auch die nächsten Jahren so weitergeht und das dann mein Leben ist. Ich möchte mir wenigstens erklären können, warum das alles so ist.
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Ergebnis 1 bis 10 von 134
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11.07.2010, 03:42Inaktiver User
Mit Therapie am Ende, überhaupt am Ende?
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11.07.2010, 07:10Inaktiver User
AW: Mit Therapie am Ende, überhaupt am Ende?
Liebe Marlissa,
ich bin ehrlich beeindruckt von der Aufzählung Deiner Versuche, einen Mann zu finden. Das scheint inzwischen das zentrale Thema in Deinem Leben. Klingt alles viel zu krampfhaft.
Ich vermute, dass Dir die Lockerheit fehlt, das Spielerische, was unabdingbar Voraussetzung für Flirten ist. Männer haben eine Antenne für krampfhaft suchende Frauen, beiden einen weckt es den Fluchtinstinkt, bei anderen das Gefühl, da bestehe auf rein sexueller Ebene für sie eine Möglichkeit.
Eine Empfehlung, wie Du Dein Verhalten adäquat und zum Erfolg führend verändern könntest, kann ich Dir aus der Ferne leider nicht geben. Nur das möchte ich Dir sagen, Du klingst sehr sympathisch, bei solchen Aussagen
Deine Einstellung und Wünsche halte ich für absolut vernünftig und realistisch. Akzeptiere Dich, wie Du bist und wie Deine Situation ist, denn Du bist ok.Ganz ehrlich: ich kenne keine „Loser“, ich finde es despektierlich einen Menschen so zu nennen
Nur mal eine Frage für Dich selbst, Du brauchst nichts zu schreiben. Machen Dir denn deine Freizeitaktivitäten wirklich Spaß? So sehr, dass Du im Flow aufgehst rund um Dich herum alles vergisst und nur geniesst? Oder hast Du immer ein Auge auf den anwesenden Männern und beobachtest Deine Wirkung?
Alles Gute,
Nathalie
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11.07.2010, 07:18
AW: Mit Therapie am Ende, überhaupt am Ende?
welche männer gefallen dir?
bitte, beschreibe!lg
legrain
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11.07.2010, 12:09Inaktiver User
AW: Mit Therapie am Ende, überhaupt am Ende?
Hallo Nathalie, Hallo Legrain,
Ganz lieben Dank für Eure Antworten
Meine Freizeitaktivitäten sind vor allem künstlerischer und kultureller Art und machen mir wirklich Spaß
Aber da sind so gut wie keine Männer. Außerdem machen mir eine ganze Reihe von Dingen Spaß, die man typischerweise alleine macht - oder in kleinen Gruppen mit Freunden, was dann das Kennenlernen neuer Menschen auch ausschließt: lesen, schwimmen, fotografieren, kochen..Meine Lieblingssportarten sind auch typische "Frauensportarten", beim Yoga und beim Pilates habe ich jedenfalls noch nie einen Mann gesehen. Mir wurde gesagt, dass ich, wenn ich mit jemandem ausgehe zu sehr auf diesen jemand konzentriert sei und sich dann keiner trauen würde, sich in das Gespräch einzumischen. Wäre es besser, desinteressiert an meinem Gesprächspartner zu sein und anderen zu signalisieren, "dass ich mich langweile"?? (was ich nicht tue, denn ich mag die Leute mit denen ich ausgehe und wenn ich alleine ausgehe, habe ich immer ein Buch dabei, was mich auch nie langweilt). Aber auf diese Art lernt man nie jemanden kennen.
Eine Freundin hat mir empfohlen, während der WM zum public viewing zu gehen. Natürlich ist das ein Ort, an dem typischerweise viele Männer sind. Aber ich interessiere mich nun mal nicht für Fussball, sondern fürs Tanzen. Vielleicht ist das falsch, aber ich glaube, es wäre einfach nicht authentisch, wenn ich mich in so eine typische Männerveranstaltung stellen würde, denn man spürt bestimmt, dass das eigentlich nicht mein Ding ist.
Aber es ist sicher schon etwas dran, dass ich zu verkrampft bin und mir zu sehr wünsche, mich endlich mal glücklich zu verlieben. "Endlich mal"..tja, das ist wahrscheinlich schon der falsche Ansatz. Aber wie stellt man diese Sehnsucht ab? Das konnte mir nicht mal meine Therapeutin erklären. Ich lenke mich natürlich ab, was auch gut klappt. Auch wenn das in meinem nächtlich geschriebenen Text so klingen mag, kreise ich zum Glück sicher nicht die ganze Zeit um das Thema, dazu habe ich auch beruflich einfach zu viel um die Ohren
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11.07.2010, 12:16Inaktiver User
AW: Mit Therapie am Ende, überhaupt am Ende?
Puh, schwere Frage. Das ist ganz unterschiedlich!
Äußerlich habe ich keinen bestimmten Typ. Na gut, ich mag gepflegte Männer, die gut riechen. Aber es ist mir vollkommen egal, ob er etwas kleiner ist, eine Brille trägt oder einen kleinen Bauch hat. Im Gegenteil: zu schöne Männer verunsichern mich. Wichtig ist eigentlich vor allem, dass ich es mir als schön vorstellen können muss, von ihm im Arm gehalten zu werden.
Die Männer, in die ich mal verliebt war, fand ich so attraktiv, weil sie neben ihrer männlichen Seite auch eine stark sensible und sehr nachdenkliche Seite hatten. Oder weil es ein gemeinsames Thema gab, z.B. das Interesse für Literatur. Oder weil sie irgendeine Krise in ihrem Leben gemeistert hatten und man ihnen dieses "trotzdem" anmerkte..weiß auch nicht, wie ich das beschreiben soll. Das waren einfach spannende Charaktere, weil sie sowohl starke als auch schwache Seiten hatten. Dieser Kontrast hat mir gefallen.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass mir unglaublich für einen Mann das Herz aufgeht, wenn ich sehe, dass er sich um andere Menschen kümmert: das kann der Vater im Schwimmbad sein, der sich liebevoll um sein kleines Kind kümmert oder ein Mensch im öffentlichen Leben, bzw. in einem der Vereine in dem ich mich engagiere, der sich (ehrlich!) für die Interessen Benachteiligter einsetzt.
Mein Problem ist, dass ich typischerweise Männer dann ganz toll finde, wenn ich sehe, dass sie sehr aufmerksam und respektvoll mit ihrer Partnerin umgehen - diese Männer, sind dann ja typischerweise nicht zu haben. Was ich gar nicht mag ist, wenn jemand zu cool oder rücksichtslos wirkt.
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11.07.2010, 12:35Inaktiver User
AW: Mit Therapie am Ende, überhaupt am Ende?
Public Viewing erscheint mir völlig ungeeignet, um Männer kennen zu lernen. Dort treten sie eher im Rudel auch und sind zu beschäftigt. Außerdem glaube ich nicht, dass Du einen Typus Mann, den Du suchst, dort finden könntest.
In welcher Altersklasse suchst Du denn? Was würde solch ein Mann an Dir attraktiv finden? Wie stellst Du Dir die Beziehung vor? Traute Zweisamkeit? Familiengründung?weil sie neben ihrer männlichen Seite auch eine stark sensible und sehr nachdenkliche Seite hatten. Oder weil es ein gemeinsames Thema gab, z.B. das Interesse für Literatur. Oder weil sie irgendeine Krise in ihrem Leben gemeistert hatten und man ihnen dieses "trotzdem" anmerkte..weiß auch nicht, wie ich das beschreiben soll. Das waren einfach spannende Charaktere, weil sie sowohl starke als auch schwache Seiten hatten. Dieser Kontrast hat mir gefallen.
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11.07.2010, 13:46Inaktiver User
AW: Mit Therapie am Ende, überhaupt am Ende?
Ich bin 28 und suche gleichaltrige bis etwa 10 oder maximal 15 Jahre ältere Männer. Beim Alter bin ich aber wirklich flexibel, ich habe mich auch schon öfters gewaltig verschätzt, wenn ich einen Mann "in der freien Wildbahn" getroffen habe. Also wenn er 1-3 Jahre jünger sein sollte, wäre das auch nicht das große Problem für mich.
Tja, langsam habe ich das Gefühl, Männer finden (vielleicht außer meines Äußeren, manchmal) gar nichts attraktiv an mir.
Meine Freunde schätzen an mir meine Zuverlässigkeit, dass ich gut zuhören kann, mir Zeit für andere und deren Probleme nehme, nicht oberflächlich bin, zu vielen Themen etwas beitragen kann und manchmal jemanden zum lachen bringe. Außerdem mag ich an mir, dass ich (glaube ich) eine gute Atmosphäre in meiner Umgebung verbreite - sowohl ästhetisch, was z.B. Einrichtung von Räumen oder Bewirtung von Gästen betrifft, als auch was einen respektvollen Umgang miteinander angeht. Zumindest wurde mir das bei meinem ehrenamtlichen Engagement so gesagt.
Aber ich weiß auch nicht mehr, was ich glauben soll. Wenn ich mir anschaue, wie erfolglos ich beim Thema Partnersuche bin, komme ich zu dem Ergebnis, dass ich ein schrecklich unsympathischer Mensch sein muss. Vielleicht sehen mich meine Freunde und Bekannte auch falsch oder ich habe zwei Gesichter, ich weiß es nicht mehr. Was Männer, glaube ich, verschreckt, ist, dass ich schon darauf achte mit Respekt behandelt zu werden und mich nicht gerne ausnützen lasse.
Mittel- bis längerfristig würde ich mich sehr freuen, wenn auch das Thema Familiengründung nicht ausgeschlossen wäre. Das hängt aber von so vielen Faktoren ab, auch davon, wie sich das dann mit meinem und seinen Job bzw. den finanziellen Möglichkeiten regeln lässt. Mein Kinderwunsch ist bisher nicht so drängend zumal ich gerade nicht weiß, wie lange mein Arbeitsplatz noch sicher ist.Für mich steht die Partnerschaft oder, wenn man so will, erst mal "traute Zweisamkeit" im Vordergrund.
Wenn er bereits ein Kind hätte und sich das einigermaßen mit unserem Lebensrhythmus vereinbarn ließe, sollte das auch nicht das Problem sein. Ich mag Kinder sehr. Ob ich eigene will, hängt für mich auch davon ab, wie es beruflich mit mir weitergeht. Falls ich arbeitslos werden sollte, wäre das Thema Kinder natürlich bis auf weiteres nicht aktuell. Ich kann mir auch ein zufriedenes Leben ohne eigene Kinder als engagierte Patentante vorstellen
Also ich suche jedenfalls zunächst mal einen Partner, der mir gut tut, dem ich auch menschlich etwas geben kann und mit dem ich mir zusammen eine gemeinsame Zukunft aufbauen kann. Ich bin nicht der Typ, der die ganze Zeit alles mit seinem Partner zusammen machen will, weil ich auch viele Interessen habe, denen ich gerne alleine nachgehe. Gut finde ich, wenn man bewusst und intensiv Zeit zusammen verbringt, aber auch jedem seinen Freiraum lässt auch mal etwas alleine zu machen. Sehr wichtig ist für mich, dass man ehrlich miteinander umgeht, miteinander reden kann und sich aufeinander verlassen kann.
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11.07.2010, 13:58
AW: Mit Therapie am Ende, überhaupt am Ende?
hallo marlissa (sorry, da hatte ich mich zuerst wohl vertan... zu heiß),
zuerst mal: du bist nicht allein. irgendwo hier im persönlichkeitsforum dümpelt auch mein singleblues-thread herum...
arbär... was mir gerade spontan kam: hast du ecken und kanten? ich weiß nicht, ob ich es richtig in worte packen kann, aber... aus deinen posts geht hervor, dass du "eigentlich" alles "richtig" machst. was läuft bei dir für ein programm ab, wenn du jemanden kennenlernst, der dich interessiert? geht's dann für dich darum, "alles richtig zu machen", um ihm zu gefallen? oder bleibst du bei dir, vertrittst du eigene klare standpunkte?
ich bin der überzeugung, dass männer ecken und kanten viel interessanter finden, als "alles richtig machen"... hast du in die richtung mal über dein verhalten nachgedacht? nur mal so, als gedankenanstoß
das hat für mich auch viel mit meiner weiblichkeit zu tun - damit meine ich jetzt nicht kindisches rumzicken, sondern ... hach, ich krieg's nicht richtig gepackt. so ein intuitives wissen, was passt und was jetzt diskutiert werden muss, und dann auch darauf beharren... a propos weiblichkeit, was ich immer wieder großartig finde ist Die Wolfsfrau von Clarissa Pinkola Estes, das klingt zwar auf den ersten blick reichlich esoterisch (was sonst so gar nicht mein fall ist), aber gerade in bezug auf weiblichkeit (und auch eine weitläufig "falsch" verstandene!) ist es reichlich erhellend.
liebe grüße von
der ratteGeändert von Bisamratte (11.07.2010 um 14:11 Uhr) Grund: nick verpeilt
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11.07.2010, 14:07Inaktiver User
AW: Mit Therapie am Ende, überhaupt am Ende?
Hi Marlissa,
ich stimme Bisamratte zu.
Ich habe nur den letzen Post von Dir gelesen.
Es ist nicht ungewöhnlich so lange zu schreiben wenn einen etwas bewegt aber ich habe das Gefühl es ist zuviel was Dich bewegt.
Kannst das nachvollziehen?
Da sausen so viele Sachen in Deinem Kopf rum, die Du irgendwie bewältigen musst, da bleibt kein Platz für einen anderen, das strahlt man dann meistens auch aus.
Dann zu den Ecken und Kanten:
Das gibts auch bei Männern, der Kumpeltyp, das sind keine schlechten Eigenschaften, die Du da aufzählst und ich bin begeistert wenn Du diese hast aber und das ist das blöde dran, Du wirs als erotisches Wesen wenig bis gar nicht wahrgenommen.
Mit Dir kann man zwar Pferde stehlen aber wo ist der Vamp in Dir?
Und in dem Zusammenhang würde ich mal den Fokus weg von den Männern und dem was nicht funktioniert hin zu Dir richten.
Was bedeutet Frau sein für dich, Weiblichkeit, welche Wünsche und Erwartungen hast Du an Deine Sexualität, was hattest Du für Vorbilder, wer hat Dir was über Frauen erzählt.
Sind Frauen, die ihre Sexualität leben Schlampen für Dich?
Hast Du evtl. sogar eine Freundin, die das so ähnlich praktiziert?
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11.07.2010, 14:10Inaktiver User
AW: Mit Therapie am Ende, überhaupt am Ende?
Hallo liebe Ratte

Vielen lieben Dank für Dein Posting, ich werde auch gleich Deinen Thread suchen
Irgendwie glaubt man ja manchmal, man sei der einzige Mensch mit diesem Problem..ich finde es jedenfalls sehr lieb, dass Du geschrieben hast. Alles Gute für Dich und ganz viel Glück für Deine Suche
PS: kein Proble
Ganz liebe Grüße an Dich
Oh das ist ein gutes Stichwort!
Meine Therapeutin meint, ich sei vielleicht zu zickig, zu anspruchsvoll..meine Freunde sagen, ich sei vielleicht eher "zu" nett. Ich bin keine Frau, die sich alles gefallen lässt. Es kam auch schon mal vor, dass ich ein Date abgebrochen habe, weil er mir zu unverschämt wurde. Ich wurde aber auch schon abserviert, weil ich ihm zu schwierig war. Andererseits rede ich in der Therapie gerade Stunde und Stunde rum, weil ich den Eindruck habe, von manchen Männern ziemlich respektlos behandelt zu werden und nicht verstehe, was an meinem Verhalten diese Menschen dazu motiviert.
Das Buch "Warum die nettesten Männer bei den schrecklichsten Frauen bleiben etc. " habe ich übrigens auch mit großem Interesse gelesen...
...war teilweise sehr erhellend
Ich sags mal so: ich versuche Menschen - auch und gerade die Männer, die mich interessieren - so zu behandeln, wie ich gerne selbst behandelt werden möchte. Ich möchte gerne rücksichtsvoll, entgegenkommend, einfach "nett" behandelt werden..Vielleicht ist das der Fehler?Geändert von Inaktiver User (11.07.2010 um 14:17 Uhr)


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