Dann bist Du Spielball Deiner Emotionen und Du wirst für Dich immer unberechenbarer, Dein Selbswertgefühl nimmt ab, die Anpassungsschwankungen werden kürzer aber extremer.
Anstrengend, so ein Leben, oder?
Gerade scheint's noch zu gehen ....
Im Grunde weißt Du, worum es geht:
Daru Dein eigenes (gesundes) Maß zu finden.
So dass Du weder abhängig bist "vom Maßstab der Gesellschaft" noch von dem Deines Freundes.
Ein eigenes gesundes Maß entwickelt man in sich selbst - in dem man sich spürt, bei dem was man macht, bei dem was man fühlt, was man nach außen hin darstellt ... bis es in wesentlichen Punktenmit sich selbst stimmig ist.
Wenn Du das nicht kannst, weil Du Schwierigkeiten hast Dich zu spüren und realistisch einzuschätzen, wäre eigentlich weitere Therapie dran.
Es ist Deine Entscheidung welchen Weg Du gehst.
Eins kann ich Dir sagen:
Wenn gesund werden zuzunehmen bedeutet, dann ist das Zunehmen kein Problem mehr, dann bist Du nämlich auf dem Weg gesund - oder zumindest gesünder -* zu werden.
Zunehmen ist jedoch nicht gleichbedeutend mit gesund werden - man kann auch zunehmen und krank bleiben. Oder zuviel zunehmen. Ums Zunehmen geht es dabei wie gesagt nicht primär - es geht ums gesund werden. Und das hat Konsequenzen. Lebensqualitätskonsequenzen.
- Ich meine, dass Du davor keine Angst zu entwickeln brauchst, denn es geht dabei wiederum um DICH - um DEINE Maßstäbe, die gilt es herauszuarbeiten. Nicht um die gesellschaftlichen Maßstäbe, das ist ein Irrtum.
Gesund zu werden ist ein Weg zu Dir selbst.
Wobei manche schon ein Problem damit haben, einen Tisch = einen Tisch sein zu lassen. Ein paar Grundsätze gelten schon.
WENN man leben möchte. In dieser oder jener Gesellschaft.
Leben ist auch immer gleich in Gesellschaft zu leben.
- Am besten in einem gesunden Umfeld.
Das kann man sich auch gestalten.
Möchtest Du leben?
Was heißt leben für Dich?
Was krank?
Was gesund?
Wie stellst Du es Dir vor, wenn es gut und gesund für Dich ist?
Antworten
Ergebnis 11 bis 19 von 19
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29.06.2010, 18:07Inaktiver User
AW: Haben wir uns gegenseitig nötig? (Beide psyisch krank)
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29.06.2010, 21:17
AW: Haben wir uns gegenseitig nötig? (Beide psyisch krank)
Liebe Limbiskus
,
deine ganze Argumentationskette spricht eine deutliche Sprache: Du bist immer noch krank. Und diese Krankheit bringt dir irgendeinen Vorteil (was immer das bei solch einer Erkrankung auch sein mag), drum verharrst du darin.
Niemand kann dir da raus helfen, wenn du es nicht wirklich willst. Und all deine Erklärungen und Ausflüchte zeigen auf, dass du davon noch meilenweit entfernt bist.
Praktischerweise hast du dir auch einen Freund gesucht, der genau in deine Denkstruktur einhakt (was ich übrigens auch nicht wirklich gesünder finde). Einen Freund, der normalgewichtige oder mollige Frauen schön fände, würdest du gar nicht an deine Seite lassen. Denn du willst in deiner Krankheit verharren. Da fühlst du dich zu Hause.
Von daher kann ich deine Eingangsfrage nur mit "JA" beantworten. Ihr braucht euch gegenseitig, um eure von Krankheit gesteuerte Gedanken und Verhaltensmuster aufrecht erhalten zu können.
Solange das alles so ist, wird alles so bleiben wie es ist. Auch dein Umfeld, die Nachfragen und die Ausflüchte. Das kostet viel Energie. Das muss man wollen. Und mir scheint, du willst das.Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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29.06.2010, 21:27Inaktiver User
AW: Haben wir uns gegenseitig nötig? (Beide psyisch krank)
So sehe ich das auch

Was erwartst du hier, empörte Aufschreie ?!
Mädchen, es ist dein Leben, dein (eventueller) Tod und hier ist nicht der Ort Empörung zu pishen, sind alles erwachsene Leute ........
Du hast den idealen Partner, ist doch alles ok soweit, oder ?
Mit etwas Disziplin wird das noch klappen, mit den paar Kilo noch weniger. Obgleich: Hochsommer haben wir ja schon, musst dich also ran halten.........
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29.06.2010, 22:24
AW: Haben wir uns gegenseitig nötig? (Beide psyisch krank)
Ich frag mich grad, warum du diesen Thread ( vor allem mit GENAU DIESER Überschrift) eröffnet hast?
Wenn doch alles super läuft zwischen dir und deinem Freund, ist doch alles prima, oder nicht ?????
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30.06.2010, 08:28Inaktiver User
AW: Haben wir uns gegenseitig nötig? (Beide psyisch krank)
Liebe Limbiskus,
ich verstehe deine Frage aucht nicht - haben wir uns gegenseitig nötig? Du beantwortest sie dir doch selbst - offensichtlich ja. Und ihr habt eine funktionierende Beziehung, habt den gleichen Geschmack ect.
Dich stört dass du dich bezüglich deines Gewichtes rechtfertigen musst. Das hat doch nichts mit deiner Beziehung zu tun. Fast alle Menschen müssen sich in der Gesellschaft rechtfertigen - wegen igendetwas.
Warum sie keine Kinder haben? Warum wird nicht geheiratet? Warum bekommt die ein Kind nach dem anderen? Warum studiert man "brotlose Kunst"? Warum, weshalb, wieso????
So ist das nun einmal - damit musst du leben - wie jeder andere auch.
Die Fragen deiner Familie und Freunde kommen wahrschienlich aus ihrer Sorge heraus. Natürlich nervt es dich - aber sie lieben dich, darum fragen sie nach. Vielleicht hilft dir das etwas versöhnlicher mit diesen Fragen umzugehen.
Denn letzendlich ist der Mensch nun mal ein "Herdentier" - in dieser Gesellschaft musst du leben.
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30.06.2010, 08:58
AW: Haben wir uns gegenseitig nötig? (Beide psyisch krank)
Hallo Limbiskus
Ich denke, das was du hier beschreibst geht deutlich über einfachen "unterschiedlichen Geschmack" heraus und du weisst das auch.Alleine damit dazustehen ist die eine Sache; zu zweit zu sein und das Gefühl zu haben, dass das eben tatsächlich eine Geschmackssache ist und man durchaus damit gar nicht alleine auf weiter Flur ist, tut gut.
Du willst magersüchtig sein. Um das zu können, suchst du dir sogar einen Mann, der dich mies behandelt - nur um die Bestätigung zu bekommen, es wäre doch völlig okay, krank sein zu wollen.
Er behandelt dich mies nicht weil er halt auf Skelette steht - sondern weil er dich abfällig auffordert, was an deinem Gewicht zu tun. Als hätte er einen Anspruch darauf, dass seine Freundin ihren Körper ihm zu liebe formt. Das finde ich ziemlich ungeheuerlich. Und du machst das mit, weil es dir hilft, an deiner Krankheit festzuhalten, weil er dein mieses Selbstbildnis aufs feinste bestätigt.
Selbst herbei geführtes Untergewicht kann den Körper extremst und dauerhaft schädigen - das heisst, wenn Menschen die dir nahe stehen dich darauf ansprechen, dann nicht nur weil sie es "nicht schön" finden, sondern weil sie sich eventuell richtige Sorgen um deine Gesundheit machen.
Sind denn bei dir schon körperliche Probleme aufgetreten?
Du schreibst
Du hast Recht, inzwischen bist du volljährig und darfst dich nach deinen eigenen Vorstellungen zu Grunde richten. Aber du kannst nicht wirklich bestimmen, dass alle anderen dazu applaudieren.Heute bin ich 26 und weiß, dass ich noch immer krank bin und ich bin auch sehr dünn; aber eben nicht mehr in dem Alter als dass ich mich von irgendwem bevormunden lassen würde.
Viele Grüsse
annapaulemaxThe aim of life is to live, and to live means to be aware, joyously, drunkenly, serenely, divinely aware (Henry Miller)
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30.06.2010, 09:10Inaktiver User
AW: Haben wir uns gegenseitig nötig? (Beide psyisch krank)
Ist es nicht fürchterlich anstrengend, immer die Figur im Fokus des ganzen Lebens zu haben ?
Wie sieht Euer sonstiges Leben aus ? Beruflich, privat, Freunde ?
Könnt Ihr mit "dicken" Menschen freundschaftlich umgehen ?
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30.06.2010, 09:47
AW: Haben wir uns gegenseitig nötig? (Beide psyisch krank)
*unterschreib*
genau das frage ich mich auch. wenn du kein problem hast, im sinne von "mir geht es doch gut in meiner krankheit", und du (offenbar) glücklich und zufrieden bist in deiner beziehung dann... ist doch alles in butter? oder für dich meinetwegen auch in margarine?
mir tun bloß die leute leid, die dich "wirklich" lieben - die wirst du vermutlich viel zu früh aus gesundheitlichen gründen verlassen müssen....
aber auch das ist allein deine entscheidung.Geändert von Bisamratte (30.06.2010 um 16:25 Uhr)
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30.06.2010, 14:25Inaktiver User
AW: Haben wir uns gegenseitig nötig? (Beide psyisch krank)
Nun ja, irgendwie auch nicht. Ich frage mich, Limbiskus, ob Du hier etwas hervor provozieren willst oder ob Du wirklích an der ein oder anderen Stelle merkst, dass Dein Freund Dir nicht gut tut. Ob ihr auf dünne oder dicke Menschen steht, ist eure Sache. Aber Du wirst abfällig von Deinem Freund darauf hingewiesen, auf Dein Gewicht zu achten. Während Du wiederum nicht gerade wohlwollend seine Essgewohnheiten beschreibst. Von Liebe schreibst Du nichts.
Wenn Du schreibst, dass Du Freunden und Familie gegenüber so reagieren musst, wie Du meinst reagieren zu müssen, spielst Du ein falsches Spiel. Deine Freunde sind keine Freunde, wenn sie bestimmte Reaktionen von Dir erwarten. Andererseits kannst Du auch nicht erwarten, dass sie Dein Idealbild teilen.
All das deutet für mich auf eine große Beziehungslosigkeit und Einsamkeit hin. Und ich frage mich, ob das nicht auch Dein Verhältnis zu Dir selbst spiegelt. Wenn Du andere Normen und Vorstellungen hast als der Mainstream, dann lebe sie doch! Du wirst möglicherweise nicht viele Gleichgesinnte haben, aber wärest wenigstens ehrlich Dir selbst gegenüber. Und bräuchtest nicht einen "Freund", der Dich auffordert, Deinen Körper gesundheitlich zu ruinieren. Ihr könnt Sex im Normalmaß haben oder mehr oder weniger, das ist kein Ausdruck von Nähe. Nähe entsteht dort, wo man sich öffnet und im Gegenüber eine Akzeptanz findet, vielleicht sogar ein Erkennen.



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