Nichts trifft auf alle Leute zu - aber ich finde, man sollte alle Aspekte beleuchten.
Ich finde es z.B. sehr aufschlußreich, dass gerade in Bereichen, wo der Glaube an das Gute sozusagen zur Profession gehört, wie in kirchlichen Bereichen oder in Gewerkschaften etc nachweislich mehr Mobbing stattfindet als in der freien Wirtschaft.
Das hat für mich genau damit zu tun: dass der Druck so groß ist, "gut zu sein", dass man daher Konflikte nicht offen austrägt. Und es nicht ins Menschenbild passt, dass es eben einfach Leute gibt, denen mit nett sein allein nicht beizukommen ist.
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Ergebnis 61 bis 70 von 188
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30.06.2010, 09:13Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
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30.06.2010, 09:15
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Den Unterschied von ellipell finde ich schon auch sehr richtig: Nicht hinter allem, was uns nicht passt, steckt eine böse Absicht. Wer mit dem Gedanken an die Welt herangeht, dass überall nur Bösewichter dahinter stecken, der wird bald paranoid. Verschwörungstheorien haben ihren Ursprung oft in so einer Haltung. Oft kann es eben nur Gedankenlosigkeit oder Gleichgültigkeit sein.
Ob es nun böse ist, wenn jemand einen um des eigenen Vorteils willen über den Tisch zieht, diese Frage möchte ich jedoch eindeutig mit ja beantworten, denn dieser Menschen nimmt es bewußt in Kauf, dass der andere Nachteile erleidet.
Ich habe nicht die Forderung an mich, grundsätzlich an das Gute im Menschen zu glauben, egal, wie meine Erfahrungen aussehen und wie sich meine Wahrnehmung im aktuellen Fall dazu stellt. Ich handhabe das so, wie ich denke, dass ich am besten damit fahre, und das bedeutet eben im Zweifelsfall etwas mehr Vorsicht. Was nützen mir Haltungen, die nicht in mein Leben passen? Nur weil die Menschen, die grundsätzlich an das Gute im Menschen glauben wollen, mich dann sympathischer finden?Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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30.06.2010, 09:30Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
öööhm; wie ich schon schrieb: ich hab nen spaß gemacht. soll ich hingehen und sagen "so; ich habe das jetzt gemacht, weil ich nen spaß machen will" - wo bleibt da der überraschungseffekt des spaßes (wenn er denn funktioniert hätte)?
mit "ärgern" hats also absolut nichts zu tun! offenbar hat derjenige es aber genau wie du (und andere hier) aufgefasst.
heißt im umkehrschluss: ich habe wohl ein "anderes" humorlevel
ansonsten bin ich (mittlerweile; früher war das anders) durchaus in der lage zu sagen, was ich will und auch wo meine grenzen sind und tue das mindestens im privatleben auch offen.
mir fehlt einfach ab und zu die "wohlwollende gesamtbetrachtung individuellen menschlichen handelns". jemand, der zu allerlei spökes und unsinn zu haben ist, aber genauso auseinandersetzungen nicht scheut soll also "hintenrum" irgendwas negatives mitteilen?! für mich passt das nicht zusammen.
und da liegt ein stück des kerns des stranges für mich: es wird nicht geschaut "passt diesunddas zu demjenigen", sondern es wird platt nach eigenen maßstäben gewertet. sprich: die betrachtung des anderen findet nicht statt, sondern nur das launische 1x1 des eigenen seins.
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30.06.2010, 09:54Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Ich bin ja immer noch der Meinung, dass das mit "gute" im Menschen herzlich wenig zu tun hat.
Du hast mit Deinem Spass bei ihm einen wunden Punkt getroffen. Dafür kannst Du nichts aber ihn hats halt erwischt. Er kann doch in dem Moment gar nicht an das "gute" in Dir glauben weil das nicht notwendig ist, das hat doch damit nichts zu tun.
So wie ich Dich verstanden habe liegt da schon für Dich die Frage drin, er müsste doch wissen wie ich ticke, warum berührt ihn das so, warum versteht er den Spass nicht?
Ist das so? Bist Du in jeder Lage so souverän, dass Dein launisches Sein nicht zum Tragen kommt?und da liegt ein stück des kerns des stranges für mich: es wird nicht geschaut "passt diesunddas zu demjenigen", sondern es wird platt nach eigenen maßstäben gewertet. sprich: die betrachtung des anderen findet nicht statt, sondern nur das launische 1x1 des eigenen seins.
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30.06.2010, 11:14Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Und nochmal: Auch du wertest nach deinem eigenen Bild: Warum fällt dir auf, dass es staubig ist, warum ist das für dich eine Bemerkung wert, warum das Wort "Sau" (wenn das nicht negativ ist, was dann?)? Hast du dich gefragt, ob deine Aktion zu demjenigen passt? Hast du gecheckt, ob er in der Lage ist, einen kleinen Scherz dahingehend normalerweise oder in dem Moment zu verkraften? Du wertest genauso nach deinen eigenen Maßstäben.
Übrigens, dieses: Ach, war doch nur Spaß, ist für mich eine der blödesten Ansagen der Welt: Wenn der andere es nicht versteht, isser halt selber schuld? Drück dich doch so aus, dass dein Gegenüber mitlachen kann. DANN ist es Spaß!
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30.06.2010, 11:40Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
DAS unterschreibe ich voll und ganz. Leider wird Aggression zu oft per se als negativ angesehen. Ich finde Aggression nicht grundsätzlich schlecht, sondern manchmal auch sehr befreiend und es ist mir lieber, wenn berechtigte Aggression zutage tritt, möglichst in einer angemessenen und kultivierten Form, als dieses falsche Klima, das entsteht, wenn sie um jeden Preis gemieden oder negiert wird. Ein offenes Wort -auch im Zorn- zur Rechten Zeit ist im ersten Moment nicht angenehm, kann aber für Bewegung in die richtige Richtung und für ein viel besseres Klima insgesamt sorgen. Und wie sagt Anselm Grün: An der Grenze begegnen wir uns. Und Grenze ist z.B. Konflikt. Und das ist mit emotionen beladen.
Ich weiß, dass meine Schreibe von vielen als aggressiv empfunden wird. Wie oft kommen solche Rückmeldungen. Wenn mich etwas emotional berührt, schreibe ich auch dementsprechend. Aber die Resonanz besteht oft darin: Du bist aggressiv. Und das wird als Vorwurf gehandelt und soll Appell an mich sein: Aggression=Schlecht, zu vemeiden. Ich bin da anderer Ansicht. Mir ist vieles zu weichgespült und politisch korrekt und ich finde klare Worte erfrischend, als immer diese Mäntelchen drumrum.Geändert von Inaktiver User (30.06.2010 um 11:46 Uhr)
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30.06.2010, 12:09
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Diesen "sogenannten Scherz" auf Kosten anderer habe ich mir erlaubt,
als ich im zarten Alter von 13 Jahren für einige Zeit bei meinem Onkel und meiner Tante lebte.
Ich hatte diesen Schriftzug auf sehr verdreckten Autos gesehen und fand es (damals) ausgesprochen witzig,
es auf die sehr verstaubte Mattscheibe des Fernsehers meines Onkels zu schreiben.
Onkel und Tante waren beide voll berufstätig, doch sie hatten mich gern für einige Zeit bei sich aufgenommen.
Ich fühlte mich dort wohl, ich war gern dort ...
Mein Onkel kam früher von der Arbeit nach hause als meine Tante,
sah, was ich dort in Schönschrift in den Staub gemalt hatte und rief mich zu sich.
Er nahm mich in den Arm und sagte zu mir:
Weisst du, Schätzchen, wir sind ja nur abend zuhause und kaputt und müde,
und wenn der Fernseher läuft, sehen wir den Staub gar nicht.
Aber es wäre schön, wenn du einen Lappen in die Hand nimmst, wenn du sowas siehst und den Staub wegwischt?
Es wird wohl nicht länger dauern als die Zeit, die du zum Schreiben gebraucht hast, oder?
Und wenn Tante Helga das sieht, wirst du ihr auf eine gewisse Weise sehr weggetan haben.
Ich denke nicht, dass du das wolltest?
Nein, DAS w o l l t e ich nicht!!! Und hätte es doch getan!
Tief beschämt und (bis heute noch beeindruckt von dieser tollen Lektion),
nahm ich einen Lappen und wischte den Staub gründlicher weg,
als ich es je zuvor bei meiner sehr pingeligen Mutter gemacht hatte.
(dh. wir hatten seinerzeit noch gar keinen Fernseher!).
Es ist fast 50 Jahre her, aber diese unüberlegte, unbewusste Ungezogenheit habe ich nie vergessen.
Es hat nix, aber absolut nix mit dem "Guten im Menschen" zu tun, auch nicht mit Spass und Humor.
Es ist für mich eher einer von winzigen Entwicklungsprozessen gewesen,
mir die unterschiedlichen Ansichten und Handlungsweisen anderer "bewusst" werden zu lassen.
Solange ich nicht daran glaube, es nicht "erfahre",
dass ich "auch" das "Gute" bin oder in mir habe, glaubt es auch kein anderer.
Dabei durfte ich erfahren, dass ich "alles" bin, gut und böse,
fröhlich und traurig, schwarz und weiss, lieb und frech,
hilfreich und egoistisch, zänkisch und verträglich, verständnisvoll und unverständig und noch vieles mehr, was jetzt hier den Rahmen sprengen würde!
So ist das nunmal hier auf dieser Erde:
Das eine gibt es ohne das andere nicht!
Es ist in JEDEM Menschen vorhanden, ob nun bewusst oder unbewusst.
Und ich weiss, dass JEDER, wirklich jeder, zur Bestie mutieren könnte,
wenn er nur genug gereizt und gefordert wird.
Deshalb glaube an den Menschen als das vollkommene, unvollkommene Wesen!
Jeder ist "perfekt", so wie er ist.
Alles andere, die zwischenmenschlichen Dinge und der Umgang damit,
müssen selbst erfahren werden.
SO läuft das Spiel hier in unserer Welt, Aktion, Reaktion, Interaktion -so ist es angelegt und es gibt nur wenige,
die sich dem gänzlich entziehen können.
Und das auch erst nach für sie wichtigen und wertvollen Erkenntnissen und gelebten Umsetzungen.
DAS ist das Leben, wie es sich mir heute darstellt.
Huch, nun ist es mir wieder aus den Fingern geflossen, soviel wollte ich gar nicht schreiben.
Und das NUR wegen des Schriftzuges auf dem Fernsehstaub.
Jetzt lass ich es so.
Vielleicht erkennt sich der ein oder andere in meinen Worten wieder oder kann etwas damit für sich anfangen?
ALLES ist möglich.
Lieben Gruss
Lyanna
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30.06.2010, 12:38Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Diesen "sogenannten Scherz" auf Kosten anderer habe ich mir erlaubt,
als ich im zarten Alter von 13 Jahren für einige Zeit bei meinem Onkel und meiner Tante lebte.
Ich hatte diesen Schriftzug auf sehr verdreckten Autos gesehen und fand es (damals) ausgesprochen witzig,
es auf die sehr verstaubte Mattscheibe des Fernsehers meines Onkels zu schreiben.
Onkel und Tante waren beide voll berufstätig, doch sie hatten mich gern für einige Zeit bei sich aufgenommen.
Ich fühlte mich dort wohl, ich war gern dort ...
Mein Onkel kam früher von der Arbeit nach hause als meine Tante,
sah, was ich dort in Schönschrift in den Staub gemalt hatte und rief mich zu sich.
Er nahm mich in den Arm und sagte zu mir:
Weisst du, Schätzchen, wir sind ja nur abend zuhause und kaputt und müde,
und wenn der Fernseher läuft, sehen wir den Staub gar nicht.
Aber es wäre schön, wenn du einen Lappen in die Hand nimmst, wenn du sowas siehst und den Staub wegwischt?
Es wird wohl nicht länger dauern als die Zeit, die du zum Schreiben gebraucht hast, oder?
Und wenn Tante Helga das sieht, wirst du ihr auf eine gewisse Weise sehr weggetan haben.
Ich denke nicht, dass du das wolltest?
Nein, DAS w o l l t e ich nicht!!! Und hätte es doch getan!
Tief beschämt und (bis heute noch beeindruckt von dieser tollen Lektion),
nahm ich einen Lappen und wischte den Staub gründlicher weg,
als ich es je zuvor bei meiner sehr pingeligen Mutter gemacht hatte.
(dh. wir hatten seinerzeit noch gar keinen Fernseher!).
Es ist fast 50 Jahre her, aber diese unüberlegte, unbewusste Ungezogenheit habe ich nie vergessen.
Es hat nix, aber absolut nix mit dem "Guten im Menschen" zu tun, auch nicht mit Spass und Humor.
Es ist für mich eher einer von winzigen Entwicklungsprozessen gewesen,
mir die unterschiedlichen Ansichten und Handlungsweisen anderer "bewusst" werden zu lassen.
Solange ich nicht daran glaube, es nicht "erfahre",
dass ich "auch" das "Gute" bin oder in mir habe, glaubt es auch kein anderer.
Dabei durfte ich erfahren, dass ich "alles" bin, gut und böse,
fröhlich und traurig, schwarz und weiss, lieb und frech,
hilfreich und egoistisch, zänkisch und verträglich, verständnisvoll und unverständig und noch vieles mehr, was jetzt hier den Rahmen sprengen würde!
So ist das nunmal hier auf dieser Erde:
Das eine gibt es ohne das andere nicht!
Es ist in JEDEM Menschen vorhanden, ob nun bewusst oder unbewusst.
Und ich weiss, dass JEDER, wirklich jeder, zur Bestie mutieren könnte,
wenn er nur genug gereizt und gefordert wird.
Deshalb glaube an den Menschen als das vollkommene, unvollkommene Wesen!
Jeder ist "perfekt", so wie er ist.
Alles andere, die zwischenmenschlichen Dinge und der Umgang damit,
müssen selbst erfahren werden.
SO läuft das Spiel hier in unserer Welt, Aktion, Reaktion, Interaktion -so ist es angelegt und es gibt nur wenige,
die sich dem gänzlich entziehen können.
Und das auch erst nach für sie wichtigen und wertvollen Erkenntnissen und gelebten Umsetzungen.
DAS ist das Leben, wie es sich mir heute darstellt.
Huch, nun ist es mir wieder aus den Fingern geflossen, soviel wollte ich gar nicht schreiben.
Und das NUR wegen des Schriftzuges auf dem Fernsehstaub.
Jetzt lass ich es so.
Vielleicht erkennt sich der ein oder andere in meinen Worten wieder oder kann etwas damit für sich anfangen?
ALLES ist möglich.
Lieben Gruss
Lyanna
Cooooool!
Glückwunsch das du mit der Geschichte hier alles ganz hübsch bereinigt hast.
Ja, ich würde über sowas lachen, aber manchen Leuten ist es eben viel wichtiger, (wie deinem Onkel und deiner Tante) das das Auto nicht verstaubt ist, da kann sowas verletzend sein. Oder man ist aus was für Gründen auch immer gerade total genervt und regt sich drüber auf oder ist enttäuscht, wo es einem sonst nichts ausmachen würde.
So wie du schreibst, könntest du jetzt nicht mehr drüber lachen. Hängt halt mit den Erfahrungen zusammen, die man gemacht hat. Deswegen bringen uns auch die einen Menschen zum Lachen und die anderen nicht.
Genau! Ich hatte vor nicht all zu langer Zeit mit Freunden eine Diskussion, das das schlechte in jedem Menschen, auch im Besten haust und meine Freunde hatten das vehement abgelehnt.Solange ich nicht daran glaube, es nicht "erfahre",
dass ich "auch" das "Gute" bin oder in mir habe, glaubt es auch kein anderer.
Dabei durfte ich erfahren, dass ich "alles" bin, gut und böse,
fröhlich und traurig, schwarz und weiss, lieb und frech,
hilfreich und egoistisch, zänkisch und verträglich, verständnisvoll und unverständig und noch vieles mehr, was jetzt hier den Rahmen sprengen würde!
Zwei Seelen, ach, wohnen in meiner Brust!
Falscher Film, ich weiß.
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30.06.2010, 13:11Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
n-e-i-n.
dass er ihn nicht verstanden hat und es ihn aus einem grund, den wiederum ich bis dahin nicht kennen konnte, getroffen hat, bleibt ihm doch völlig unbenommen.
es geht mir bei diesem beispiel und in dem ganzen strang darum, dass er sofort negativ reagiert, statt auch nur eine millisekunde drüber nachzudenken, ob es denn noch anders sein könnte, als er es jetzt sieht.
es geht mir _nicht_ darum, dass _ich_ _mich_ unverstanden fühle und der andere für das gemeinsame verständnis allein verantwortlich ist. kommunikation ist von mensch zu mensch im zweifel vollkommen unterschiedlich und muss "einfach" nur "funktionierend" gemacht werden; von beiden/allen.
mir geht es drum, dass lieber sofort negativ gewertet wird, statt erstmal a) zu versuchen, das ganze auf ne neutrale weise zu betrachten und b) sich somit danach zu vergewissern, ob es überhaupt tatsächlich negativ gemeint war (oder eben nicht).
naaaajaaaaa.
ein stückweit hats schon damit zu tun. wenn derjenige wüsste, dass ich ihm, wenn ich wirklich ein problem hätte, direkt sagen würde, was ich doof finde, wäre der umkehrschluss, dass ich hintenrumereien nicht für nötig erachte; es also nur spaß sein kann. aber wie schon gesagt: soweit geht meine erwartung nicht. mein wunsch ist: wenn man meint, was persönlich-negatives kommuniziert zu bekommen, nachfragen, ehe man stinkig wird.
heieiei; sicherlich nicht in _jeder_ lage (wobei ich dein "launisch" jetzt gerade mit eher wut, zorn etc. definiere; positives sieht man mir so gut wie immer an).
aber ich kann durchaus emotionales recht weit außen vor lassen, um gemeinsame _lösungen_ zu finden. das benötigt das wissen um den willen, manchmal auch den persönlichen hintergrund des anderen. den erfrage ich mir dann.
und ja: wenn mein gefühl mir sagt, dass jemand auf irgendwas von mir als stellvertreter für jemanden / etwas anderes stark reagiert, lege ich die reaktion an sich beiseite und frage, was der eigentliche grund ist. bisher lag ich damit jedes mal richtig.
edit: und was meine reaktionen angeht: auch da versuche ich, von anfang an beide seiten zu betrachten und mögliche andere hintergründe zu sehen. im zweifel: frage ich.
was mich aber nicht von einer gereiztheit in der stimme freispricht ;-)
ellipell, bitte nicht IM zitat antworten; deine antworten fallen beim zitieren deiner antworten raus. danke.
und genau sowas hätte ich mir gewünscht!
was für die vollständige geschichte aber fehlt: kurz vorher habe ich in ebengleichem haushalt den boden gewischt, der nicht durch mich mit ner runtergefallenen likörflasche verklebt war.
das war für mich keinerlei problem; da war jemand im vollstress und der boden klebte - also schnapp ich mir den feudel und mach´s fix weg.
auch dies ist für mich nicht passend für das staub-beispiel: ich putze ohne trara fremden boden wegen fremder missgeschicke - wieso sollte ich dann ein problem haben, staub wegzumachen, wenn er mich wirklich stören würde?!
ich denke, humorgeschmack würde jetzt gänzlich zu weit OT führen.
_ich_ hätte gegrinst über ne kleine unverschämtheit auf der fensterbank.
? an welcher stelle? es wurden mir dinge unterstellt, die in keinster weise meinem denken entsprachen. ein ruhiges "find ich doof; lass ma sein" war da nirgendwo enthalten.
- was ich nicht bestreiten will. ich hatte aber nunmal kinder im kopf, die auf LKWs malen. blumen habe ich da noch nie gesehen.
weil ich augen im kopf habe
weil ich bei solchen kleinigkeiten des lebens nich über alles bis ins letzte nachdenke; manchmal bin ich einfach.
wie schon erklärt: kinder - lkw - ...
wollen kinder dem lkw-fahrer denn auch _allen ernstes_ mitteilen, dass er ne sau is? ich glaube, denen gehts auch mehr um den spaß.
seine erste reaktion war: hihihaha, wie lustig. was es in wahrheit in ihm war, erfuhr ich leider erst später.
dies passt wiederum zu "seinen wahren willen zeigen"; ein paar posts vorher.
siehe vorherige antwort.
...was jeder im ersten moment tut und tun muss; so sind menschen gestrickt. die frage ist aber, was danach, nach dem ersten, intuitiven moment kommt.
das habe ich an keiner stelle geschrieben oder damals gesagt. denn auch ich finde diese umdeklarierung total bescheuert. es war aber nun mal ein spaß und keine hintenrum-klatsche, also gabs auch nichts umzudeklarieren.
ich habe seinen ärger doch ernst genommen - was mehr hätte ich in dieser situation tun sollen; können?
hat sich m.e. durch die obenstehende antwort erklärt: an anderer stelle putze ich auch den kram, der mich nüscht angeht + hätte den staub auch wegmachen können, wenn mir ein spaß nicht wichtiger gewesen wäre als: staub.
und: manchmal bin ich ganz persönlich gern ein kind mit sauerkraut im kopf. ich bewahre es mir mit absicht. und kann (aber auch dies ist nur meine persönliche ansicht) die nicht verstehen, die es auf biegen und brechen nicht mehr wollen.
lgS
p.s.: können wir, nur so ganz eventuell, von diesem einen beispiel langsam wieder zum eigentlichen strangthema zurückkommen? fänd ich ganz schön gut.Geändert von Inaktiver User (30.06.2010 um 14:01 Uhr) Grund: edit
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30.06.2010, 13:17Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
das sehe ich auch so.
ich denke, es ist niemals, die frage, des "ob", sondern eher die frage des "warum".
ich würde auf die schnelle mit "nein" antworten, wenn mich jemand fragt "könntest du töten". aber was, wenn du bspw. dem missbrauchstäter / mörder / ... deines kindes gegenüber stehst?!
tja; aber is wohl echt OT



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