Dann sind wir in der Grundauffassung gleicher Meinung - nur ziehen wir eben unterschiedliche Konsequenzen daraus.![]()
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04.07.2010, 21:56Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
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04.07.2010, 21:57
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Da stimm ich Dir doch völlig zu, dass es in jedem Menschen beides gibt. Aber eben beides. Eben auch das Gute. Ausschliesslich gut ist imho vielleicht der Dalai Lama. Und auch das nur vielleicht.
Deswegen muss man doch nicht nur gut über andere sprechen. Es gibt viel Beschiss auf der Welt. Viel Unfreundlichkeit, viel Egoismus. Viel Neid. Viel Intoleranz. Das ist die Realität. Klar. Trotzdem gibt es in allen Menschen auch das Gute.Und manchmal finde ich das eine besonders penetrante Selbstdarstellung, die vorrangig zum Zweck hat, sich selbst als wahnsinnig gut darzustellen, weil man ja nur gut über andere spricht und denkt.
Und es gibt viele viele Menschen in denen das Gute sehr stark ist und überwiegt. Auch Realität.
Und ein klein wenig liegt es auch an einem selber, ob man im anderen besonders die schlechten Seiten hervorruft, oder vielleicht die Guten.
Du bist doch diejenige, die sonst immer recht gut differenzieren kann...
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04.07.2010, 22:00
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04.07.2010, 22:05Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Wie gesagt, ich denke da an ganz bestimmte Leute.

Ich für mich finde das eben differenzierter, an beides zu glauben anstatt vorrangig an "das Gute". Ich halte das für genauso unsinnig wie von der Schlechtigkeit der Welt überzeugt zu sein.
Für mich ist das eben eine große Spannbreite, und so wie es auf der einen Seite Menschen gibt, die wirklich im umfassenden Sinne gut sind, gut leben und gutes tun - seh ich eben auch, dass es auf der anderen Seite jene gibt, wo für mich persönlich ein Gutes eigentlich nicht mehr zu erkennen ist. Deshalb tu ich mir einfach schwer damit zu sagen, jeder hat einen guten Kern und daran glaub ich. Ich kann das nicht. Manchmal wird der vom schlechten eben so überlagert, das er für mich kaum mehr wahrnehmbar ist. Eigentlich gar nicht.
Was bringt es dann sich zu sagen, auch der hat einen guten Kern??
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04.07.2010, 22:10
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
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04.07.2010, 22:14
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Außerdem - wie Du schreibst. Manchmal.
Die meisten Menschen wollen einem doch nicht wirklich was Böses. Sind halt nur manchmal unbedacht. Oder können es halt einfach nicht beser. Aber sie wollen Dir nicht wirklich schaden.
Deswegen ja - ich möchte erstmal an das Gute im Menschen glauben.
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04.07.2010, 22:18Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
OK, aber ich hab noch nicht verstanden wozu man dazu den Glaube an das Gute braucht anstatt jeden einfach so zu nehmen wie er ist?
Obwohl ich das obige unterschreiben könnte brauche ich persönlich diesen Glauben an das Gute halt nicht. Ich muss grad deshalb niemand hassen weil ich ja davon ausgehe, dass jeder auch "schlechte" Anteile hat und ich das völlig selbstverständlich finde. Ich hab das für mich so angenommen und es macht mir auch keine Angst, es ist eben einfach so, dass alle unterschiedlich sind in ihrem "Gutsein", manche sind eher gut, manche normal und manche halt weniger gut - und das hab ich für mich so akzeptiert.
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04.07.2010, 22:23Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Die meisten vielleicht nicht, aber immer noch genügende, und deshalb glaub ich eben nicht an das Gute in jedem. Das ist absolut nicht meine Weltsicht, ich sehe zu viele Menschen, die durchaus anders könnten und denen es scheißegal ist, wem sie schaden.
Bei einem Dutroux seh ich das nicht, und auch wenn der ein Extrem ist, gibt es in meiner Welt eben auch solche Leute.
Wenn ich anerkenne dass das Gute nicht in jedem zur Wirkung kommt schließt das ja nicht aus, dass es das in den meisten gottlob tut.
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04.07.2010, 22:31
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Ich glaub, im Grunde liegen wir gar nicht so weit auseinander.
Weil ich denke, daß auch Du erstmal nach Hintergründen fragst und bei anderen nicht grundsätzlich vom Negativen oder Schlechten ausgehst, wenn mal was passiert, was Du nicht so toll findest.
Und wie luna auch geschrieben hat, auch Dir sind die Beweggründe wichtig. Auch wenn jemand mal was falsch macht. Die Absicht zählt - nicht wahr ?
Aber ich glaub, ich kann mich heute auch nicht gut ausdrücken

Die wenigen Ausnahmen, wo wirklich gar nichts Gutes zu finden ist, das seh ich auch wie luna. Psychopathen sind krank. Da fehlen irgendwelche entscheidenden Synapsen im Gehirn oder sowas. Das kannst Du nicht an normalen Maßstäben messen....
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04.07.2010, 22:35Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Ich seh einfach die Verknüpfung nicht, die hier entsteht.
Ich möchte objektiv urteilen, und ich fürchte, wenn ich an das Gute glaube, beeinflusst mich das, genau wie wenn ich immer davon ausgehe, dass alles gegen mich gerichtet ist. Ich denke, beides trübt den Blick.
Natürlich interessieren mich auch die Hintergründe - ich weiß eben nicht, wieso das nur möglich sein soll, wenn ich an das Gute glaube.
Da hakt es bei mir.


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