halb OT:
äh; das is ja ´n ding.
heute morgen schaute ich "best of plasberg" und dort wurde ein deutscher philosoph, richard david precht zu einem thema befragt; leider sehr kurz.
drum googelte ich mal rum und schaute bei amazon, was der mann so verzappt hat.
im oktober wird ein buch erscheinen, was wohl relativ genau das thema dieses stranges trifft (wenn ich mir das video, was auf amazon läuft, so ansehe): "Die Kunst, kein Egoist zu sein: Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält".
tihi.
wird sich supawetta bestimmt kaufen. auch wenns wohl nur ein weiteres buch ist, was an der realen umsetzung ggf. scheitern wird.
lustiger zufall.
nein; ich bin nicht mit dem autor verwandt oder bekomme provisionen vom online-buchhändler. denke nur, dass, wen das thema (auch) interessiert, für den wäre vielleicht das buch auch gut zu lesen. kanns aber auch erstmal antesten, wenn gewünscht.
oder hat jemand noch andere literaturvorschläge?
Antworten
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04.07.2010, 20:03Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
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04.07.2010, 20:05Inaktiver User
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04.07.2010, 20:10Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Du meinst, wenn dir jemand eine Seite von sich zeigt, die gar nicht echt ist oder unehrlich? Ein Fake?
Ich denke, dass auch diese Anteile echt im Sinne von authentisch sind. Wenn dir jemand vorspielt, er sei ein netter Mensch (treu, ehrlich etc.) - dann wäre er/sie das vermutlich gerne. Aber Schwäche oder ein Hang zur Manipulation lässt diese Menschen etwas vorgeben, was sie nicht mit Handlung einlösen können.
Wie leicht sagen sich Worte, aber wie schwer ist es, dazu zu stehen.
Etwas davon steckt in jedem von uns, und manchmal erfindet man sich genau auf diese Weise neu und wird zu dem Menschen, von dem man bisher nur eine Vorstellung hatte. Wenn man es will.
Ja, das verstehe ich. Wobei ich eben einen Unterschied mache:und ich bin nun mal bestrebt, nicht übergriffig zu denken im sinne von bspw. "er/sie sagt, dass er/sie nie wieder lügen will; stimmt ja eh nicht" - ich will glauben und _wirkliche_ chancen geben.
sicher, wenns dann zum dritten mal passiert, dann wird meine laune auch etwas, ähem, unlustiger.
ist da jemand gescheitert an einem Vorhaben, oder war es von vorn herein gelogen (um zu manipulieren).
Ich empfinde deine Haltung nicht als naiv.hat das schon was mit naivität zu tun? die frage ist wertfrei und ernst
gemeint.
Es ist etwas sehr schönes, offen und vertrauensvoll auf Menschen zuzugehen, davon profitieren beide Seiten.
Es ist aber auch gefährlich, weil man sich damit in eine unklare Situation begibt: meint der andere es gut mit mir, oder will er mich nur ausnutzen oder Spielchen spielen?
Ein gewisser Selbstschutz im Sinne von: "Ich glaube gern, dass er/sie die Wahrheit sagt, halte aber auch eine Lüge für möglich" halte ich pauschal für empfehlenswert, zumindest bis man mehr Erfahrungswerte hat mit einem Menschen.
Wer mich z.b. hängen lässt in einer Notlage, kann mir lang erzählen, dass er mich mag oder mein Freund ist - da gehen dann eben die Auffassungen zu weit auseinander, bzw.: heisse Luft......
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04.07.2010, 20:21Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
ja.
und das wäre dann die frage: unter einem fake verstehe ich das absichtliche falsch-erzählen, was ich auch recht schnell für mich unterbinden würde, indem ich mich zurückziehe.
aber was ist, wenn jemand (noch) zu schwach ist, um das umzusetzen, was er gerne würde...?! aber da muss eh jeder selbst entscheiden, wo die grenze liegt, wie lange er "mitspielt".
!
tja, und was sind die indizien zum erkennen, ob es jemand wirklich will oder nich? das kann man wiederum ja nur mit der zeit sehen.
siehe oben; da unterscheide ich auch.
mmh, und wie sagst du das demjenigen, falls er nachfragt ob du ihm glaubst/vertraust? "ja" wäre gelogen; "ja aber" und auch "nein" kommen echt schlecht an?!
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04.07.2010, 20:42Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Die erste Frage ist doch: will dieser Mensch überhaupt durchschaut werden?
Das ist gar nicht so selbstverständlich, denn Lüge bedeutet bestenfalls Scham, schlimmstenfalls eben Manipulation, die auf deine Befindlichkeiten keinerlei Rücksicht nehmen wird, wenn du die Lüge aufdeckst. Die Konfrontation mit der eigenen Lüge wird dann als Angriff verstanden.
Wenn dem anderen aber mehr an seiner tollen Fassade gelegen ist, wirst du kaum Chancen haben, an so jemanden heranzukommen.
Dann bedeutest du, bzw die Beziehung zu dir (ob Freundschaft oder Liebe, ist egal) dem anderen leider weniger als der Gewinn, der aus dieser Fassade gezogen wird. Meine Theorie....
Falls sich da jemand "verritten" hat mit seiner mehr oder weniger übertriebenen Selbstdarstellung und daran scheitert - dann lässt sich vermutlich drüber reden.
Dann kannst du deinen Vertrauensvorschuß auch damit vermitteln, dass du ehrlich bist und zu deinen Zweifeln stehst und diese aussprichst.
Daraus kann sich ein Dialog entwickeln. Geht aber auch nur, wenn es eine zwischenmenschliche Verbindung gibt, also Sympathie oder mehr auf beiden Seiten vorhanden ist.
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04.07.2010, 21:04
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Das sind doch 2 verschiedene Dinge, ewk
Ich kann doch grundsätzlich an das Gute im Menschen glauben, mir aber trotzdem der Tatsache bewusst sein, dass die Menschen nicht nur gut sind. Und die Anteile gut/schlecht auch nicht bei jedem gleich verteilt sind, manchmal eins von beiden überwiegt.
Deswegen muss ich ja nicht blind durch die Gegend laufen und jedem Dahergelaufenen völlig vorbehaltlos zu 100% vertrauen und zu 100% davon ausgehen, daß er es ausschliesslich gut mit mir meint.
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04.07.2010, 21:05Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Schließe mich Jolanda an...

Ich hatte das auch schon weiter vorne ähnlich zu erklären versucht.
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04.07.2010, 21:18Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Und wie ich schon ausgeführt habe erschließt sich mir der Sinn dieses Glaubens nicht. Das Gute in den Menschen - das gibt es für mich nicht. Hieße das dann nicht, dass Menschen, die gar nicht gut (und das gibt es ja nun leider auch, wirklich böse Menschen, wenn auch nur selten) sind eigentlich keine Menschen mehr sind??? Für mich ja, und daher glaub ich lieber an der Gute und an das Böse in jedem.
Die Menschen, die den sehr vehement vertreten erlebe ich tatsächlich überwiegend als Verdränger, was wiederum viel mit ihrem Selbstbild zu tun hat, das Aggression oder auch nur "Schlecht-Denken über andere" warum auch immer nicht zulässt.
Und manchmal finde ich das eine besonders penetrante Selbstdarstellung, die vorrangig zum Zweck hat, sich selbst als wahnsinnig gut darzustellen, weil man ja nur gut über andere spricht und denkt.
Es sei mir verziehen wenn das allzu zynisch rüberkommt, ich denke da speziell an meine Ex-Schwiegermutter, bei der das nur Fassade war und bigott bis zum Umfallen.
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04.07.2010, 21:39Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
ewk,
es geht hier doch auch um das Menschenbild an sich - wie man sich die Persönlichkeitsstruktur vorstellt.
Für mich klingt deine Auffassung nach schwarz-weiß (ich mag mich täuschen): die Guten und die Bösen eben, erkennbar an ihren Taten.
Mir ist das zu eindimensional, viellicht bin ich auch nur neugierig, wie unterschiedlich Menschen "ticken".
Es bedeutet aber nicht, daß Menschen, die trotz allen Widrigkeiten an "das Gute" im Menschen glauben bzw. glauben wollen, naiv oder bigott sind.
Oder verbietet dir gerade diese deine Einstellung, den anderen diesen Glauben "abzukaufen"?
Vieles an dem, was andere Menschen tun, verstehe ich nicht oder ich kenne die Hintergründe nicht, und für mich zählt das immer: die Hintergründe, die Motivation.
Ich versuche über einen Menschen nicht vorschnell zu urteilen und ich bin auch immer wieder bereit, ein einmal gefälltes Urteil zu revidieren. Weil ich eben an die guten Anteile glaube und dies auch noch gern mache. Das bedeutet nicht, dass ich die schlechten Anteile nicht sehe oder leugne.
Böse Menschen - das sind für mich Psychopathen und ja: denen fehlt etwas ganz entscheidendes, um ein "ganzer" Mensch zu sein: die Fähigkeit zu menschlichem Mitgefühl. Das kannst du sogar anhand der Hirnströme messen, dass es sich hier um etwas pathologisches handelt. Natürlich sind das trotzdem enschen - aber sie sind auf massive Weise in ihrem Menschsein eingeschränkt.
Mal ganz neutral formuliert, das war zumindest meine Absicht.
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04.07.2010, 21:44Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Nein, so will ich mich nicht verstanden wissen, ich seh es grad andersrum: wer an das Gute in jedem Menschen glaubt blendet das Böse aus und will nur weiß sehen.
Wenn überhaupt dann glaub ich an das Gute und an das Böse in jedem, in unterschiedlicher Gewichtung, aber als beides in jedem angelegt und vorhanden. Schwarz und weiß und hell- und dunkelgrau.
Mich auf das Gute zu focussieren, darin seh ich einfach keine Notwendigkeit.


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