Antworten
Seite 12 von 19 ErsteErste ... 21011121314 ... LetzteLetzte
Ergebnis 111 bis 120 von 188
  1. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    @elinborg
    Du schreibst:
    Aber für andere sorgen wird heutzutage rasch mit Helfersyndrom und Gutmenschelei assoziiert. Das finde ich nun mal doof und eine billige Ausrede für eigene Bequemlichkeit.

    Aber darum geht es gar nicht.
    Der Punkt jetzt ist doch, daß wir hinterfragen, warum jemand als"schlecht"empfunden wird....-- aber wir sollen nicht hinterfragen, warum jemand gut ist!!

    Alles hat eine Ursache und wird es weniger gut, wenn jemand hilft, weil es ihm selber gut tut??
    Ich finde nicht!

    Du sprichst von "Ausrede", aber glaubst Du wirklich, daß sich ein Mensch weniger engagieren wird, wenn er das will, nur weil er Hintergründe dazu weiss??
    Sowas steckt doch tief in einem und er wird sich von solchen Argumenten weder zum helfen noch zum nicht-helfen aninimieren lassen.

    Muss es einem Angst machen, wenn man Hintergründe weiss......warum man so handelt?

    Sicherlich- isoliert sich ein Mensch, der nicht "so gut" ist- immer von anderen.
    Ob in Sprache oder Handlung spielt da keine Rolle.

    Ich glaube aber, daß die Menschen das auch so "wollen"...und sei es nur aus Schutz vor sich selber.
    Ein Mensch, der einen anderen anpflaumt...hat normal "seine Ruhe", denn der Gegenüber ist zumindest irritiert- ansonsten verärgert, verletzt......und wird sich zurückziehen.

    Taktgefühl spielt doch auch eine grosse Rolle.
    Auch da...fehlt den Menschen dann die Empathie, sich in den anderen hineinzuversetzen....- ich kenne genug Leute, die wirklich stur nur ihr Dingen machen und wenn es zu Diskussionen kommt, dann wirklich nur SICH sehen.....nicht zuhören- weiterdiskutieren.....ohne den Kern der Aussage des anderen zu erkennen.....-- weil einfach ein stehenbleiben und hinsehen für die Menschen-- ich denke- zu schwer ist.

    kenzia
    Geändert von Inaktiver User (02.07.2010 um 07:03 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    elinborg, das Engagement für andere steht und fällt doch mit der Überzeugung, dass es wichtig und richtig ist zu helfen. Und da spielen die Medien bzw Foren wie dieses hier eine große Rolle, wenn man immer wieder liest, dass die Alten und die sozial schwächer Gestellten undankbar oder zu anspruchsvoll sind.
    Ich würde mich nach den Erfahrungen in meinem Umkreis auch nie bei der Tafel engagieren oder für die Alten einkaufen wollen. Da ist zu viel Ärger vorprogrammiert.
    Bei uns auf dem Dorf hilft man sich eben mal schnell, wenn man merkt, es geht dem Nachbarn heute nicht gut - nur das beruht auf Gegenseitigkeit und keiner würde je auf die Idee kommen Dankbarkeit zu erwarten. Bei ehrenamtlichen Engagement ist diese Erwartung da und wird zu schnell enttäuscht.
    Also mein soziales Engagement beschränkt sich auch auf alltägliche Hilfsbereitschaft, Spenden, Familie und den nicht unerheblichen sozialen Anteil in meinem Beruf - ich sage nicht, dass jeder unbedingt bei der Tafel helfen muss. Ich finde es nur zu billig, zu unterstellen, dass ohnehin alles nur aus Eigennutz geschieht. Wer wirklich auf Dankbarkeit lauert, ist mit so einer Tätigkeit ohnehin nicht gut beraten. Das weiß man doch vorher, dass alte Menschen oft eben nicht für jeden Handgriff dankbar sind, und doch werden viele Griesgrame im Familienkreis versorgt.

    Und ich achte diese Art von Arbeit sehr. Ich achte die Geduld von Menschen, die Angehörige pflegen, und Leute, die ihre Zeit für allgemeinnützige Projekte aufwenden, haben meinen Respekt. Ich muss mich nicht rausreden mit ihren angeblich so egoistischen Motiven - warum? Kann man das nicht einfach anerkennen?

  3. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    ---------------------
    Geändert von Inaktiver User (02.07.2010 um 14:31 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ---------------------
    Respekt!
    Unübertrefflich, klar, einfach, gehaltvoll, äusserst präzise auf den Punkt gebracht.

    sorry für OT

  5. User Info Menu

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich will auch keinem Fremden schaden- aber wir wollen doch mal so ehrlich sein, daß kaum einer 1 Euro zurückträgt, wenn wir im Geschäft zuviel ausbezahlt bekommen, aber das doch wohl kaum bei einem guten Freund tun würden!- oder??
    Doch ich mach das. Und ich kenn mehr als einen Menschen, der das auch macht. Finde ich normal...


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @elinborg:
    Ich bleibe dabei- der Mensch ist ein Egoist und schaut, daß es ihm gut geht!
    Selbst die Menschen, die ehrenamtlich arbeiten tun das doch für sich! Anderen zu helfen- ist nämlich auch ein sehr schönes Gefühl! Im übrigen wird das ja auch bei Menschen als Idee angeboten, wenn sie sich besser fühlen sollen....weil das eben sehr gut tun kann....
    Ja. Denk ich auch. Und geb ich auch für mich zu. Aber das schmälert die Unterstützung für die anderen nicht, oder ?



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dürfte doch auch schwer sein, wenn man zutiefst unzufrieden ist- dann mit einem Lächeln jeden Kunden zu begrüssen
    Nö. Geht trotzdem. Wenn man will. Und beim dritten Lächeln spätestens schwindet auch die Unzufriedenheit



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .... wenn man immer wieder liest, dass die Alten und die sozial schwächer Gestellten undankbar oder zu anspruchsvoll sind.
    Ich würde mich nach den Erfahrungen in meinem Umkreis auch nie bei der Tafel engagieren oder für die Alten einkaufen wollen. Da ist zu viel Ärger vorprogrammiert.

    Ich hab bei der Tafel nur ganz vereinzelt negative Erfahngen gemacht. Das waren wirklich die Ausnahmen. Fast alle Bezieher waren sehr freundlich und dankbar.
    Obwohl ich glaube, daß die meisten Helfer keine Dankbarkeit erwarten. Sie tun das einfach gern. Und eben auch für sich.

  6. User Info Menu

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich achte diese Art von Arbeit sehr. Ich achte die Geduld von Menschen, die Angehörige pflegen, und Leute, die ihre Zeit für allgemeinnützige Projekte aufwenden, haben meinen Respekt. Ich muss mich nicht rausreden mit ihren angeblich so egoistischen Motiven - warum? Kann man das nicht einfach anerkennen?
    Das funktioniert aber nur, wenn einem bewußt ist, dass man es für sich selber tut.
    In dem Moment, wo man im Gegenzug Dankbarkeit oder Anerkennung erwartet, kommt man bald an seine psychischen Grenzen, wirkt unecht oder geht den Hilfsbedürftigen auf die Nerven.

    Warum kann man nicht einfach egoistische Motive anerkennen und die Hilfe dankbar annehmen.

    Ich habe das Glück, eine ehrenamtliche Helferin zu kennen, die das auch so ausspricht: Sie hilft, weil sie das Bedürfnis dazu hat. Sie tut das für sich selber. Sie ist einfach klasse.
    Ich kenne auch andere, die ständig Lob und Anerkennung benötigen und traurig sind, wenn sie (Achtung ich übertreibe) für einen viertelstündigen Einsatz nicht eine halbe Stunde Lobhuddelei bekommen. Und sich wundern, warum sie nicht so gefragt sind, dabei sind sie doch sooo hilfreich und gut ...
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

  7. User Info Menu

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Ich kenne auch andere, die ständig Lob und Anerkennung benötigen und traurig sind, wenn sie (Achtung ich übertreibe) für einen viertelstündigen Einsatz nicht eine halbe Stunde Lobhuddelei bekommen. Und sich wundern, warum sie nicht so gefragt sind, dabei sind sie doch sooo hilfreich und gut ...
    Die sind aber eher selten - zumindest unter denen, die ich kennengelernt hab.

    Ich selber konnte zB mit zu viel Dankbarkeit nie gut umgehen.... es war mir immer unangenehm. Ich hab dann auch immer gesagt, ich mach das in erster Linie für mich ... Auch wenn nicht alle was mit dieser Antwort anfangen konnten....

  8. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    aber wir wollen doch mal so ehrlich sein, daß kaum einer 1 Euro zurückträgt, wenn wir im Geschäft zuviel ausbezahlt bekommen,
    doch; ich schon. auch deswegen, weil ich aus meiner bankausbildung noch weiß, wie nervig es ist, wegen einer kassendifferenz alles aufrollen zu müssen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke- daran kann man doch gut sehen, daß es leichter fällt zu "schaden"- je weiter uns ein Mensch entfernt ist!
    auch das sehe ich nicht so. ich will und werde niemandem auch nur halbabsichtlich schaden. ein schlechtes gefühl hätte ich so oder so; egal, wie nahe mir jemand steht.




    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    könnte es dann sein, dass man bei sich selber das "Böse" in den anderen reinprojeziert, weil man sich selber damit nicht auseinandersetzen möchte?

    Das "Gute" in einem kann nicht ohne das "Böse" in einem existieren, sonst wäre die Unterscheidung für uns selber gar nicht erst möglich.
    ich kann mit fug und recht von mir behaupten, mich mit meinen schattenseiten sehr intensiv auseinandergesetzt zu haben und sie zu kennen. manche konnte ich durch diese beschäftigung sogar bereinigen; andere nicht - aber mit ebendiesen kann ich nun umgehen und weiß, wann ich was bei mir zu suchen habe und wann nicht. das is nich immer angenehm (sich dinge einzugestehen is ja nun kein schokokuchen), aber überaus hilfreich beim "uns".



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaub an dem Sprichwort mit dem Waldrufen ist ganz viel dran.
    sicherlich viel, aber nich alles.

    wenn ich eine verkäuferin nett inkl. eines "entschuldigen sie bitte..." nach etwas frage / um etwas bitte und sie mürrisch antwortet und auch die körpersprache mürrisch ist, hats mit meinem waldrufen nichts zu tun. selbiges ist mir dann aber auch klar und ich bleib trotzdem nett, statt ihre laune auf mich zu beziehen.

    ein ähnliches thema, was mir hier in der bri schonmal aufgefallen ist: angriffige ansprachen anderer ("du bist dick / hässlich / ...") können doch nur treffen, wenn man selbst von sich nicht überzeugt ist?!
    wenn ich auch der meinung bin, dick/hässlich/... zu sein, es aber noch nicht ausgesprochen zu haben, werde ich mich sehr ärgern.
    bin ich hingegen überzeugt von mir, habe ich keinen grund, eine solche aussage als bösartigen angriff zu werten/ankommen zu lassen.
    is aber auch nur meine theorie.

    lgS

  9. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich kann mit fug und recht von mir behaupten, mich mit meinen schattenseiten sehr intensiv auseinandergesetzt zu haben und sie zu kennen. manche konnte ich durch diese beschäftigung sogar bereinigen; andere nicht - aber mit ebendiesen kann ich nun umgehen und weiß, wann ich was bei mir zu suchen habe und wann nicht. das is nich immer angenehm (sich dinge einzugestehen is ja nun kein schokokuchen), aber überaus hilfreich beim "uns".
    Und damit hast Du die Erklärung dafür geliefert warum andere nicht das gute im Menschen sehen!

  10. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    hä? vasteh ick nich.

    jeder hat doch schattenseiten? die frage is m.e. aber, ob und wie er damit umgeht?

    erklär´ mal bitte, wie du es meinst.

Antworten
Seite 12 von 19 ErsteErste ... 21011121314 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •