@elinborg
Du schreibst:
Aber für andere sorgen wird heutzutage rasch mit Helfersyndrom und Gutmenschelei assoziiert. Das finde ich nun mal doof und eine billige Ausrede für eigene Bequemlichkeit.
Aber darum geht es gar nicht.
Der Punkt jetzt ist doch, daß wir hinterfragen, warum jemand als"schlecht"empfunden wird....-- aber wir sollen nicht hinterfragen, warum jemand gut ist!!
Alles hat eine Ursache und wird es weniger gut, wenn jemand hilft, weil es ihm selber gut tut??
Ich finde nicht!
Du sprichst von "Ausrede", aber glaubst Du wirklich, daß sich ein Mensch weniger engagieren wird, wenn er das will, nur weil er Hintergründe dazu weiss??
Sowas steckt doch tief in einem und er wird sich von solchen Argumenten weder zum helfen noch zum nicht-helfen aninimieren lassen.
Muss es einem Angst machen, wenn man Hintergründe weiss......warum man so handelt?
Sicherlich- isoliert sich ein Mensch, der nicht "so gut" ist- immer von anderen.
Ob in Sprache oder Handlung spielt da keine Rolle.
Ich glaube aber, daß die Menschen das auch so "wollen"...und sei es nur aus Schutz vor sich selber.
Ein Mensch, der einen anderen anpflaumt...hat normal "seine Ruhe", denn der Gegenüber ist zumindest irritiert- ansonsten verärgert, verletzt......und wird sich zurückziehen.
Taktgefühl spielt doch auch eine grosse Rolle.
Auch da...fehlt den Menschen dann die Empathie, sich in den anderen hineinzuversetzen....- ich kenne genug Leute, die wirklich stur nur ihr Dingen machen und wenn es zu Diskussionen kommt, dann wirklich nur SICH sehen.....nicht zuhören- weiterdiskutieren.....ohne den Kern der Aussage des anderen zu erkennen.....-- weil einfach ein stehenbleiben und hinsehen für die Menschen-- ich denke- zu schwer ist.
kenzia
Antworten
Ergebnis 111 bis 120 von 188
-
02.07.2010, 06:55Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Geändert von Inaktiver User (02.07.2010 um 07:03 Uhr)
-
02.07.2010, 13:25Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Also mein soziales Engagement beschränkt sich auch auf alltägliche Hilfsbereitschaft, Spenden, Familie und den nicht unerheblichen sozialen Anteil in meinem Beruf - ich sage nicht, dass jeder unbedingt bei der Tafel helfen muss. Ich finde es nur zu billig, zu unterstellen, dass ohnehin alles nur aus Eigennutz geschieht. Wer wirklich auf Dankbarkeit lauert, ist mit so einer Tätigkeit ohnehin nicht gut beraten. Das weiß man doch vorher, dass alte Menschen oft eben nicht für jeden Handgriff dankbar sind, und doch werden viele Griesgrame im Familienkreis versorgt.
Und ich achte diese Art von Arbeit sehr. Ich achte die Geduld von Menschen, die Angehörige pflegen, und Leute, die ihre Zeit für allgemeinnützige Projekte aufwenden, haben meinen Respekt. Ich muss mich nicht rausreden mit ihren angeblich so egoistischen Motiven - warum? Kann man das nicht einfach anerkennen?
-
02.07.2010, 14:20Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
---------------------
Geändert von Inaktiver User (02.07.2010 um 14:31 Uhr)
-
02.07.2010, 15:33Inaktiver User
-
02.07.2010, 23:39
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Doch ich mach das. Und ich kenn mehr als einen Menschen, der das auch macht. Finde ich normal...
Ja. Denk ich auch. Und geb ich auch für mich zu. Aber das schmälert die Unterstützung für die anderen nicht, oder ?

Nö. Geht trotzdem. Wenn man will. Und beim dritten Lächeln spätestens schwindet auch die Unzufriedenheit


Ich hab bei der Tafel nur ganz vereinzelt negative Erfahngen gemacht. Das waren wirklich die Ausnahmen. Fast alle Bezieher waren sehr freundlich und dankbar.
Obwohl ich glaube, daß die meisten Helfer keine Dankbarkeit erwarten. Sie tun das einfach gern. Und eben auch für sich.
-
02.07.2010, 23:54
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Das funktioniert aber nur, wenn einem bewußt ist, dass man es für sich selber tut.
In dem Moment, wo man im Gegenzug Dankbarkeit oder Anerkennung erwartet, kommt man bald an seine psychischen Grenzen, wirkt unecht oder geht den Hilfsbedürftigen auf die Nerven.
Warum kann man nicht einfach egoistische Motive anerkennen und die Hilfe dankbar annehmen.
Ich habe das Glück, eine ehrenamtliche Helferin zu kennen, die das auch so ausspricht: Sie hilft, weil sie das Bedürfnis dazu hat. Sie tut das für sich selber. Sie ist einfach klasse.
Ich kenne auch andere, die ständig Lob und Anerkennung benötigen und traurig sind, wenn sie (Achtung ich übertreibe) für einen viertelstündigen Einsatz nicht eine halbe Stunde Lobhuddelei bekommen. Und sich wundern, warum sie nicht so gefragt sind, dabei sind sie doch sooo hilfreich und gut ...Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
-
03.07.2010, 00:00
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
Die sind aber eher selten - zumindest unter denen, die ich kennengelernt hab.
Ich selber konnte zB mit zu viel Dankbarkeit nie gut umgehen.... es war mir immer unangenehm. Ich hab dann auch immer gesagt, ich mach das in erster Linie für mich
... Auch wenn nicht alle was mit dieser Antwort anfangen konnten....
-
04.07.2010, 13:30Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
doch; ich schon. auch deswegen, weil ich aus meiner bankausbildung noch weiß, wie nervig es ist, wegen einer kassendifferenz alles aufrollen zu müssen.
auch das sehe ich nicht so. ich will und werde niemandem auch nur halbabsichtlich schaden. ein schlechtes gefühl hätte ich so oder so; egal, wie nahe mir jemand steht.
ich kann mit fug und recht von mir behaupten, mich mit meinen schattenseiten sehr intensiv auseinandergesetzt zu haben und sie zu kennen. manche konnte ich durch diese beschäftigung sogar bereinigen; andere nicht - aber mit ebendiesen kann ich nun umgehen und weiß, wann ich was bei mir zu suchen habe und wann nicht. das is nich immer angenehm (sich dinge einzugestehen is ja nun kein schokokuchen), aber überaus hilfreich beim "uns".
sicherlich viel, aber nich alles.
wenn ich eine verkäuferin nett inkl. eines "entschuldigen sie bitte..." nach etwas frage / um etwas bitte und sie mürrisch antwortet und auch die körpersprache mürrisch ist, hats mit meinem waldrufen nichts zu tun. selbiges ist mir dann aber auch klar und ich bleib trotzdem nett, statt ihre laune auf mich zu beziehen.
ein ähnliches thema, was mir hier in der bri schonmal aufgefallen ist: angriffige ansprachen anderer ("du bist dick / hässlich / ...") können doch nur treffen, wenn man selbst von sich nicht überzeugt ist?!
wenn ich auch der meinung bin, dick/hässlich/... zu sein, es aber noch nicht ausgesprochen zu haben, werde ich mich sehr ärgern.
bin ich hingegen überzeugt von mir, habe ich keinen grund, eine solche aussage als bösartigen angriff zu werten/ankommen zu lassen.
is aber auch nur meine theorie.
lgS
-
04.07.2010, 13:46Inaktiver User
-
04.07.2010, 17:05Inaktiver User
AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?
hä? vasteh ick nich.
jeder hat doch schattenseiten? die frage is m.e. aber, ob und wie er damit umgeht?
erklär´ mal bitte, wie du es meinst.


Zitieren

