Antworten
Seite 11 von 19 ErsteErste ... 910111213 ... LetzteLetzte
Ergebnis 101 bis 110 von 188
  1. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    @elinborg:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Beispiel mit den Ehrenamtlichen finde ich immer wieder sehr ärgerlich. Manche Leute mögen in ihrer Freizeit Autorennen fahren, andere helfen Bedürftigen. Vom Standpunkt aus "das ist doch eh alles nur für das eigene Ego" ist es dann ganz egal, ob jemand die Umwelt schädigt oder anderen in der Not hilft. Eine sehr selbstgerechte Einstellung, mit der es sich bequem leben lässt.
    Ich weiss nicht ganz, was das eine mit dem anderen zu tun hat.....denn könnte nicht einer, der Autorennen fährt, danach für eine alte Frau die Einkäufe erledigen??
    Da schliesst doch das eine das andere nicht aus!

    Ich meinte damit doch nur, daß es doch aus einem heraus kommt, was einem gut tut und man dann tut.
    Ich würde mich nicht gut damit fühlen, daß ich Leute blöd anmache....- nur weil ich mal keinen guten Tag habe!

    Aber viele Menschen sind sich da einfach näher.....- wie schon geschrieben- schlechter Tag- rumgemotzt...fertig......und egal, wie es dem Gegenüber dabei geht.

    Ich glaube, wer gut zu sich selber ist- gut mit sich selber umgeht.....wird das auch mit anderen Menschen tun!
    Dürfte doch auch schwer sein, wenn man zutiefst unzufrieden ist- dann mit einem Lächeln jeden Kunden zu begrüssen

    kenzia

  2. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Ich hab noch ein paar wirre philosophisch angehauchte Gedanken:


    Das Gute im anderen!

    Was ist das "Gute" eigentlich?

    Das Gute in einem selber ist doch ein aus mehreren komplexen Faktoren bestehendes Gefühl, Wertvorstellung eine Haltung etc.

    Kann ich aus meinem subjektiv empfunden "Guten" überhaupt dieses auch von anderen erwarten?

    Kann ich dieses Gute im anderen überhaupt sehen, oder sehe ich eher mein Spiegelbild?

    Die andere fehlende Hälfte ist ja dann das "Böse" und so komme ich zu der spannenden Frage:

    Wenn wie in Deinen Ausgangsfragen im Eingangspost bei Dir der Eindruck besteht, dass viele nur noch das "Böse" sehen statt des "Guten" könnte es dann sein, dass man bei sich selber das "Böse" in den anderen reinprojeziert, weil man sich selber damit nicht auseinandersetzen möchte?

    Das "Gute" in einem kann nicht ohne das "Böse" in einem existieren, sonst wäre die Unterscheidung für uns selber gar nicht erst möglich.

    Manche behaupten ja, dass ein Zeitalter des neuen Bewusstseins angebrochen wäre und dass Vertuschungen, Skandale etc. eher ans Tageslicht kommen, vielleicht benötigen wird jetzt gerade die Sicht auf das Böse um es an uns selbst zu entdecken und wieder integrieren lernen um somit "heil" zu werden und die Verurteilungen und Projektionen zurücknehmen zu können?

    Nachdenkliche Grüsse vom Stecher!

  3. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Heute morgen sprachen wir über den privaten Bereich und jetzt geht es um den geschäftlichen.
    Ich habs für den Umgang in sämtlichen Bereichen gemeint.
    Sorry, ich kam heut morgen grad aus der Nachtschicht, schludrig gelesen. So ist das, wenn man überall dazu senfen muss
    Aber ich bin privat nicht anders, vielleicht fällt es mir deshalb so schwer, mich von meiner Mutter abzugrenzen. Sie meint es gut und wird dennoch übergriffig, ich schluck's und sag nix.
    Ich weiß, das sie manches gut meint. Bei der Staubaktion meint sie es nicht gut, das kommt die Übermutter vor.
    Und wenn ich sehe, wie sie zur Zeit meinen Vater behandelt...oh je und langsam benimmt der sich dementsprechend.
    Ich glaub an dem Sprichwort mit dem Waldrufen ist ganz viel dran.

  4. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie meint es gut und wird dennoch übergriffig, ich schluck's und sag nix.
    Die Steigerung von : schlecht, schlechter ist nicht am schlechtesten sondern "gut gemeint"

  5. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    @stecher,
    ich weiß und eine meiner schwersten Baustellen des Lebens. Aber das ist hier OT.

  6. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @stecher,
    ich weiß und eine meiner schwersten Baustellen des Lebens. Aber das ist hier OT.


    Obwohl ich mir nicht sicher bin ob das wirklich OT ist!

    Hier zeigt sich aus meiner Sicht die Diskrepanz des "sieh das Gute im anderen".

    Das verkommt unter Umständen schnell dazu, dass man sich selber aufgibt, vor allem wenn Missbrauch betrieben wird vom anderen.

  7. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht ganz, was das eine mit dem anderen zu tun hat.....denn könnte nicht einer, der Autorennen fährt, danach für eine alte Frau die Einkäufe erledigen??
    Da schliesst doch das eine das andere nicht aus!
    Natürlich schließt sich das aus. Gleichzeitig kann ich nicht Autorennen fahren und für andere sorgen, die Zeit verplant man nur einmal, und die Bereitschaft, diese für andere zu verwenden, schwankt stark, denn es gibt sehr große Unterschiede bei der Hilfsbereitschaft von Menschen, und das meinte ich.

    Und dass es diese Unterschiede gibt, ist nicht zu leugnen. Das merkt man auch ganz rasch, wie viel Ego und Bequemlichkeit in Leuten so drin steckt.

    Aber für andere sorgen wird heutzutage rasch mit Helfersyndrom und Gutmenschelei assoziiert. Das finde ich nun mal doof und eine billige Ausrede für eigene Bequemlichkeit.

  8. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube, wer gut zu sich selber ist- gut mit sich selber umgeht.....wird das auch mit anderen Menschen tun!
    Dürfte doch auch schwer sein, wenn man zutiefst unzufrieden ist- dann mit einem Lächeln jeden Kunden zu begrüssen

    kenzia
    Das hast Du schön gesagt Kenzia

  9. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich schließt sich das aus. Gleichzeitig kann ich nicht Autorennen fahren und für andere sorgen, die Zeit verplant man nur einmal, und die Bereitschaft, diese für andere zu verwenden, schwankt stark, denn es gibt sehr große Unterschiede bei der Hilfsbereitschaft von Menschen, und das meinte ich.

    Und dass es diese Unterschiede gibt, ist nicht zu leugnen. Das merkt man auch ganz rasch, wie viel Ego und Bequemlichkeit in Leuten so drin steckt.

    Aber für andere sorgen wird heutzutage rasch mit Helfersyndrom und Gutmenschelei assoziiert. Das finde ich nun mal doof und eine billige Ausrede für eigene Bequemlichkeit.
    elinborg, das Engagement für andere steht und fällt doch mit der Überzeugung, dass es wichtig und richtig ist zu helfen. Und da spielen die Medien bzw Foren wie dieses hier eine große Rolle, wenn man immer wieder liest, dass die Alten und die sozial schwächer Gestellten undankbar oder zu anspruchsvoll sind.
    Ich würde mich nach den Erfahrungen in meinem Umkreis auch nie bei der Tafel engagieren oder für die Alten einkaufen wollen. Da ist zu viel Ärger vorprogrammiert.
    Bei uns auf dem Dorf hilft man sich eben mal schnell, wenn man merkt, es geht dem Nachbarn heute nicht gut - nur das beruht auf Gegenseitigkeit und keiner würde je auf die Idee kommen Dankbarkeit zu erwarten. Bei ehrenamtlichen Engagement ist diese Erwartung da und wird zu schnell enttäuscht.

  10. Inaktiver User

    AW: "vertrauen in das gute im menschen" - ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber ich bin privat nicht anders, vielleicht fällt es mir deshalb so schwer, mich von meiner Mutter abzugrenzen. Sie meint es gut und wird dennoch übergriffig, ich schluck's und sag nix.
    Ich weiß, das sie manches gut meint. Bei der Staubaktion meint sie es nicht gut, das kommt die Übermutter vor.
    Und wenn ich sehe, wie sie zur Zeit meinen Vater behandelt...oh je und langsam benimmt der sich dementsprechend.
    Ich glaub an dem Sprichwort mit dem Waldrufen ist ganz viel dran.
    Hillary, auch wenn es OT scheint. Bei solch einer Aktion meint es niemand gut, das ist ganz einfach miese Kritik, bei der sich der Kritisierende durchaus bewußt ist, dass er die Grenzen des Zulässigen weit hinter sich gelassen hat.
    Hast Du schon mal überlegt, was es mit dem in solchen Situationen oft geäußerten Spruch "Ich will nur Dein Bestes" auf sich hat? Da maßt sich jemand an, zu beurteilen, was das Gute/Beste für Dich ist und spricht Dir das Urteilsvermögen ab. Kommt auch bei stechers "gut gemeint" ganz deutlich rüber. In solch einem Fall hilft es nur, sich ganz deutlich von der Person abzugrenzen.
    Und schauen, dass man selbst als Mutter nicht in die gleiche Falle tappt.

Antworten
Seite 11 von 19 ErsteErste ... 910111213 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •