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    AW: Wie handhabt man einen "Feldwebel"?

    Mit manchen Feldweblern ist es wie mit unerzogenen Hunden: Sie müssen lernen, wer der Chef ist, dann klappts wunderbar. Mit Höflichkeit kommt man oft nicht weit, diese wird oft als Schwäche ausgelegt.

    Karla probiers mal mit entschiedenen Kommandos" Sie machen jetzt dies, sie machen jetzt das" und im schlimmsten Fall "Ruhe dahinten" Bei AUsfragen hilft ein: "das geht Sie überhaupt nichts an" wahre Wunder.

    Ich bin wirklich nicht für einen rüden Umgangston, bevor ich mir eine Veranstaltung versauen lasse, würde ich trotzdem zu dieser Methode greifen.

    Grüße von

    türkis

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    smile AW: Wie handhabt man einen "Feldwebel"?

    Tja, Grenzen setzen, das ist so eine Sache. Ich weiß auch nicht, warum ich manchmal so hilflos dastehe. Eigentlich bin ich selber nicht auf den Mund gefallen. Aber ich bin oft einfach dermaßen erstaunt, über so dermaßen dämliche Antworten oder Fragen, da bleibt mir die Spucke weg.

    Der einen habe ich ihre Grenzen gezeigt. Tja. Das war´s dann endgültig. Erst wurde ich ignoriert (beim wöchentlichen Zwangstreffen, dem ich nicht ausweichen KANN). Dann musste sie mich zurückgrüßen, weil sie sonst im Umfeld dumm aufgefallen wäre. Jetzt reißt sie sich einigermaßen zusammen, aber wenn es geht, grüßt sie nicht. Als erste schon gar nicht, eher fällt sie tot um.

    Das Grenzen setzen ging so:
    Sie: "Was machst du eigentlich genau den ganzen Tag". Ich: "Tausend Aufgaben, Mann selbständig, viel los, großes Haus, Garten, reichtlich mit Ärzten und so zu tun...". "Ja und was GENAU?". "Entschuldigung, aber das würde viel zu weit führen, das alles aufzuzählen". "Wie soll man dich kennenlernen, wenn du nicht antwortest". "Indem man einfach hin und wieder Zeit mit mir verbringt". "Das tue ich gerade, aber du antwortest ja nicht". "Das geht auch nicht in Frage-und-Antwort, kennenlernen ist etwas ganz anderes." "Also ich habe dich eingeladen und jetzt bist du so, also brauche ich dich nicht mehr einzuladen". "Nö, brauchst du nicht. Und jetzt GEHE ich auch". Alles in RUHE und überhaupt nicht zickig von mir.

    Dummer- dummer- dummerweise bin ich mit der und mit der anderen schwierigen Frau jetzt in einer Teamgruppe gelandet (das habe ich vorher nicht gewußt), das versaut mir echt die Tage, ich habe NULL Bock mehr auf das Ganze.

    Ich hoffe, ich schreibe nicht zu verworren, aber das Ganze regt mich echt so tierisch auf...

    Mir ist völlig klar, dass es sich bei solchen Menschen um Gestörte handelt. Aber: Nur wenige trauen sich im Umfeld, ihnen etwas entgegen zu setzen. Sie wissen auch, wie sie anecken. Kokettieren noch damit. Ihre Antwort auf das Problem ist leider nicht, an sich zu arbeiten (merke ich jedenfalls nicht), sondern sich Positionen zu suchen, in denen man irgendwie wichtig ist, und dort dann ihre unterdrückerische Art auszuleben. Frau Wichtig. Toll. Aber dabei keinerlei Ahnung von strukturiertem Arbeiten in Teams.

    Ich überlege, ob ich aus dem Team rausgehe. Meine Zeit und Energie, die mich diese Frauen immer wieder kosten, so die Woche über, gedanklich, ist mir zu schade, ich mache vielleicht statt dessen lieber etwas Sinnvolles.

    Nur: Wenn ich das tue, muss ich begründen, also möchte ich begründen,und dann gibt´s richtig Trouble. Will ich den? Was folgt im Weiteren daraus für mich? Ich KANN denen nicht ausweichen auf Dauer. Da müßte ich umziehen. Ich kann es hier - anonym - nicht genauer erklären, sorry.

    "Das geht dich nichts an", klar, das kann man sagen. Werde ich tun nächstens.

    Aber doofe Antworten kann man sich schlecht verbitten, wenn sie den Grad zur offenen Beleidigung nicht erreicht haben. Und immer, IMMER sind andere dabei. Da bin ich erst recht blockiert immer.

    Ich muß bald etwas tun, sonst platzt mir irgendwann der Kessel, und dann fallen womöglich Worte, die letztlich mir selber schaden. "Mein Gott musst du unzufrieden und frustriert sein, dass du dich so benehmen musst, wie du es tust. Kann ich irgendwas für dich tun?".

    Total schwierig.
    Wenn nur der Moment schon da wäre, in dem mir klar ist: "So. Ich tue jetzt dies-und-jenes. Basta". Der kommt. Aber wann???

    Ich kenne es nur zu gut, irgenwie subtil unterdrückt zu werden. Meine Ex-Schwägerin , jahrzehntelanges Abwerten, Runterdrücken. Weil mein Bruder mich so lieb hatte.
    Und natürlich die Eltern-Nummer, aber da kann ich wahrlich nicht groß klagen, einfach das ganz "normale" als-Kind-unterdrückt-sein.

    Es tut gut, dass ihr mich versteht.

    Beim Schreiben wird mir auch vieles deutlicher in mir. Ich bin dem Schritt des "ohne mich in diesem Team" schon ein Stück näher als zuvor.

    Schreibt ihr mir weiter?

    LG
    und einen schönen Sonntag!
    Karla
    The original Karla
    est. 2006


  3. Inaktiver User

    AW: Wie handhabt man einen "Feldwebel"?

    Das Grenzen setzen scheint doch schon recht gut zu klappen.

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Dummer- dummer- dummerweise bin ich mit der und mit der anderen schwierigen Frau jetzt in einer Teamgruppe gelandet (das habe ich vorher nicht gewußt), das versaut mir echt die Tage, ich habe NULL Bock mehr auf das Ganze.

    Ich überlege, ob ich aus dem Team rausgehe. ...

    Nur: Wenn ich das tue, muss ich begründen, also möchte ich begründen,und dann gibt´s richtig Trouble. Will ich den? Was folgt im Weiteren daraus für mich? ...
    Es ist schwierig zu raten, wenn man nicht weiß, worum genau es geht. Wie viele Personen sind es in diesem Team insgesamt? Bist Du die Einzige, die ihnen Paroli bietet, oder kannst Du Dich mit jemandem zusammen tun?

    Wenn Du aus dem Team rausgehst, ist ein Ende mit Schrecken in jedem Fall besser als ein Ende ohne Schrecken, der Deine Kraftreserven zu sehr erschöpft. Im übrigen, was ist verkehrt daran zu sagen, mit den beiden ist eine sachliche, konstruktive Zusammenarbeit nicht möglich?

    Dir auch einen schönen Sonntag,
    Nathalie2000

  4. Inaktiver User

    AW: Wie handhabt man einen "Feldwebel"?

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen

    Das Grenzen setzen ging so:
    Sie: "Was machst du eigentlich genau den ganzen Tag". Ich: "Tausend Aufgaben, Mann selbständig, viel los, großes Haus, Garten, reichtlich mit Ärzten und so zu tun...". "Ja und was GENAU?". "Entschuldigung, aber das würde viel zu weit führen, das alles aufzuzählen". "Wie soll man dich kennenlernen, wenn du nicht antwortest". "Indem man einfach hin und wieder Zeit mit mir verbringt". "Das tue ich gerade, aber du antwortest ja nicht". "Das geht auch nicht in Frage-und-Antwort, kennenlernen ist etwas ganz anderes." "Also ich habe dich eingeladen und jetzt bist du so, also brauche ich dich nicht mehr einzuladen". "Nö, brauchst du nicht. Und jetzt GEHE ich auch". Alles in RUHE und überhaupt nicht zickig von mir.
    Auf so eine Frage antworte ich eher:
    "Ich? Ich liege den ganzen Tag auf dem Sofa und esse Pralinen."
    Dann ist meistens Ruhe.

    Kann Dich aber gut verstehen, ich selber habe im letzten Jahr nach über 8 Jahren ehrenamtlicher Arbeit aufgehört, u.a. wegen solcher Leute.
    Irgendwo schrieb hier jemand "das muss ich mir in meiner Freizeit nicht antun".
    Ja, das stimmt und schlussendlich habe ich ja auch meine Konsequenzen gezogen und bin gegangen.
    Trotzdem ist es bitter, wenn man eine Arbeit/Tätigkeit, die gut und einem wichtig ist und die man gern macht, aufgeben (muss), weil sie einem durch solche permanenten Missstimmungen vergrällt wird.
    Ich MÖCHTE ja diese Sache machen, nur nicht so, bzw. mit solchen Leuten.

  5. gesperrt

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    AW: Wie handhabt man einen "Feldwebel"?

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Tja, Grenzen setzen, das ist so eine Sache. Ich weiß auch nicht, warum ich manchmal so hilflos dastehe. Eigentlich bin ich selber nicht auf den Mund gefallen. Aber ich bin oft einfach dermaßen erstaunt, über so dermaßen dämliche Antworten oder Fragen, da bleibt mir die Spucke weg.

    Der einen habe ich ihre Grenzen gezeigt. Tja. Das war´s dann endgültig. Erst wurde ich ignoriert (beim wöchentlichen Zwangstreffen, dem ich nicht ausweichen KANN). Dann musste sie mich zurückgrüßen, weil sie sonst im Umfeld dumm aufgefallen wäre. Jetzt reißt sie sich einigermaßen zusammen, aber wenn es geht, grüßt sie nicht. Als erste schon gar nicht, eher fällt sie tot um.

    Das Grenzen setzen ging so:
    Sie: "Was machst du eigentlich genau den ganzen Tag". Ich: "Tausend Aufgaben, Mann selbständig, viel los, großes Haus, Garten, reichtlich mit Ärzten und so zu tun...". "Ja und was GENAU?". "Entschuldigung, aber das würde viel zu weit führen, das alles aufzuzählen". "Wie soll man dich kennenlernen, wenn du nicht antwortest". "Indem man einfach hin und wieder Zeit mit mir verbringt". "Das tue ich gerade, aber du antwortest ja nicht". "Das geht auch nicht in Frage-und-Antwort, kennenlernen ist etwas ganz anderes." "Also ich habe dich eingeladen und jetzt bist du so, also brauche ich dich nicht mehr einzuladen". "Nö, brauchst du nicht. Und jetzt GEHE ich auch". Alles in RUHE und überhaupt nicht zickig von mir.

    Dummer- dummer- dummerweise bin ich mit der und mit der anderen schwierigen Frau jetzt in einer Teamgruppe gelandet (das habe ich vorher nicht gewußt), das versaut mir echt die Tage, ich habe NULL Bock mehr auf das Ganze.

    Ich hoffe, ich schreibe nicht zu verworren, aber das Ganze regt mich echt so tierisch auf...

    Mir ist völlig klar, dass es sich bei solchen Menschen um Gestörte handelt. Aber: Nur wenige trauen sich im Umfeld, ihnen etwas entgegen zu setzen. Sie wissen auch, wie sie anecken. Kokettieren noch damit. Ihre Antwort auf das Problem ist leider nicht, an sich zu arbeiten (merke ich jedenfalls nicht), sondern sich Positionen zu suchen, in denen man irgendwie wichtig ist, und dort dann ihre unterdrückerische Art auszuleben. Frau Wichtig. Toll. Aber dabei keinerlei Ahnung von strukturiertem Arbeiten in Teams.

    Ich überlege, ob ich aus dem Team rausgehe. Meine Zeit und Energie, die mich diese Frauen immer wieder kosten, so die Woche über, gedanklich, ist mir zu schade, ich mache vielleicht statt dessen lieber etwas Sinnvolles.

    Nur: Wenn ich das tue, muss ich begründen, also möchte ich begründen,und dann gibt´s richtig Trouble. Will ich den? Was folgt im Weiteren daraus für mich? Ich KANN denen nicht ausweichen auf Dauer. Da müßte ich umziehen. Ich kann es hier - anonym - nicht genauer erklären, sorry.

    "Das geht dich nichts an", klar, das kann man sagen. Werde ich tun nächstens.

    Aber doofe Antworten kann man sich schlecht verbitten, wenn sie den Grad zur offenen Beleidigung nicht erreicht haben. Und immer, IMMER sind andere dabei. Da bin ich erst recht blockiert immer.

    Ich muß bald etwas tun, sonst platzt mir irgendwann der Kessel, und dann fallen womöglich Worte, die letztlich mir selber schaden. "Mein Gott musst du unzufrieden und frustriert sein, dass du dich so benehmen musst, wie du es tust. Kann ich irgendwas für dich tun?".

    Total schwierig.
    Wenn nur der Moment schon da wäre, in dem mir klar ist: "So. Ich tue jetzt dies-und-jenes. Basta". Der kommt. Aber wann???

    Ich kenne es nur zu gut, irgenwie subtil unterdrückt zu werden. Meine Ex-Schwägerin , jahrzehntelanges Abwerten, Runterdrücken. Weil mein Bruder mich so lieb hatte.
    Und natürlich die Eltern-Nummer, aber da kann ich wahrlich nicht groß klagen, einfach das ganz "normale" als-Kind-unterdrückt-sein.

    Es tut gut, dass ihr mich versteht.

    Beim Schreiben wird mir auch vieles deutlicher in mir. Ich bin dem Schritt des "ohne mich in diesem Team" schon ein Stück näher als zuvor.

    Schreibt ihr mir weiter?

    LG
    und einen schönen Sonntag!
    Karla
    Liebe Karla,

    Oh mein Gott, dass kenne ich auch. Sei bitte von mir herzlich umarmt .

    Von diesen Menschen gibt es leider soooo viele.

    Ich sage inzwischen gar nichts mehr bei solchen Menschen und/oder schütze Migräne oder Kopfschmerzen vor, oder versuche ihnen komplett aus den Weg zu gehen. Es bringt m.E. nichts, diese Menschen mit Argumenten oder irgendwelchen Sätzen "zur Ruhe" zu bringen. Diese Menschen haben eine mangelnde Wahrnehmung und keine Emphathie und würden deine Satze nur als Angriff auf sie bewerten.

    Ja, man ist m.E. fast chancenlos gegen solche Menschen. Erst recht, wenn du umziehen müsstest, um denen aus den Weg zu gehen.

    Verstehen tue ich nicht, warum du dich rechtfertigen muss, warum du begründen musst eine Tätigkeit, ehrenamtlich?, zu beenden. Wohnst du auf einem Dorf oder so? Dann könnte ich deine Gedanken besser verstehen.

    Sag doch einfach, dass du gesundheitliche Probleme hast, die keinen was angehe oder kannst auch berufliche Gründe vorschieben etc. wenn es dir leichter fällt, dieses "Argument" zu nehmen.

    Es muss doch einen Weg gehen, um diesen Leuten dezent und geschickt aus dem Weg gehen zu können?

    Zu allerletzt, vielleicht wäre ein Umzug doch eine Alternative, auch wenn es ein großer Schritt wäre, aber egal was du tust, eine Retourkutsche erwartet dich so oder so und ewig bist du diesen Leuten in irgendeiner Art und Weise ausgesetzt. Für mich wäre das eine zu große Belastung, die meine Lebensqualität sehr einschneiden würde.

    Halte uns mal bitte auf dem Laufenden.

    Viel Erfolg für dich .

    Wildblume

  6. User Info Menu

    AW: Wie handhabt man einen "Feldwebel"?

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Das Grenzen setzen ging so:
    Sie: "Was machst du eigentlich genau den ganzen Tag". Ich: "Tausend Aufgaben, Mann selbständig, viel los, großes Haus, Garten, reichtlich mit Ärzten und so zu tun...". "Ja und was GENAU?". "Entschuldigung, aber das würde viel zu weit führen, das alles aufzuzählen". "Wie soll man dich kennenlernen, wenn du nicht antwortest". "Indem man einfach hin und wieder Zeit mit mir verbringt". "Das tue ich gerade, aber du antwortest ja nicht". "Das geht auch nicht in Frage-und-Antwort, kennenlernen ist etwas ganz anderes." "Also ich habe dich eingeladen und jetzt bist du so, also brauche ich dich nicht mehr einzuladen". "Nö, brauchst du nicht. Und jetzt GEHE ich auch". Alles in RUHE und überhaupt nicht zickig von mir.
    Liebe Karla,

    wie wäre es mit etwas mehr Unverbindlichkeit, die gleichzeitig Deine Grenzen ausdrückt? Du könntest antworten "Ach, Du weißt ja bestimmt selbst, was man so alles um die Ohren - im Detail nichts Wichtiges, in der Summe aber.... bla bla bla....." Das langweilt den anderen und er fragt vielleicht nicht mehr? - und dabei das Lächeln nicht vergessen!

    Bei Deiner Antwort hört sie raus, dass es Dich ärgert. Damit hat sie ihr Ziel doch erreicht. Also nimm ihr die Basis und zeig es nicht.....

    "Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)

  7. Inaktiver User

    AW: Wie handhabt man einen "Feldwebel"?

    Hallo Karla,

    was ist Deine ursprüngliche Motivation dort mitzumachen?
    - Ich nehme an irgendein Thema, das Dir am Herzen liegt, Freizeitgestaltung, die Idee, mit netten Leuten zu tun zu haben .... formuliere es Dir konkret und fokussier Dich darauf.
    Wenn es im Team schwierig wird, würde ich das ab und zu auch klar sagen: Für mich ist die Aufgabenteilung unklar / ungerecht. Mir liegt vor allem daran, dass das Thema vorwärts kommt, deshalb mache ich den Vorschlag .....

    Wenn Du unter Leute / in Gruppen gehst, geht es auch immer darum, "sich zu zeigen", sich auch "kennenlernen zu lassen", auch wenn andere darunter etwas anderes verstehen als Du. Man will wissen, was der andere macht, was den anderen ausmacht, will ihn einsortieren. Die meisten zumindest. Ist die Schublade gefunden, hast vor Schubladenleuten eh meist Deine Ruhe.

    Wenn Du im Moment selbst unsicher bist, bei dem was Du tust oder nicht tust, dann gesteh Dir das selbst ein. Erster Schritt.

    Was Dein Umfeld betrifft, kannst Du irgendwas erzählen, was so eine Frage beantwortet .... ob es stimmt oder nicht ... ist nicht so wichtig (Buchhaltung / Tierpflege / Renovierung). Was wichtig ist, erzähl den Leuten nicht, wie "kennenlernen geht" oder ähnliches. Zeig Dich soweit Du willst und unterscheide Du, wen Du näher kennenlernen willst, beschäftige Dich mit denen - mit den anderen machst Du Smalltalk. - Anstatt Dich ausgerechnet mit ihnen zu verbeißen. Ich denke schon, dass das was mit Dir zu tun hat. Ich kenne auch naseweise, gaaanz wichtige Menschen mit denen ich nicht nah befreundet sein will - *denen biete ich keine Angriffsfläche. Im Zweifel lächle ich sie freundlich an und sage, dass ich darauf nicht weiter eingehen möchte, das sei mir (im Moment) zu persönlich. - Damit wagt sich das Gegenüber eine lange Zeit nicht wieder vor.

    Ich weiß nicht ob Du beruflich oder krankheitsbedingt viel mit Ärzten zu tun hast. Wenn privat, dann könntest Du auch sagen, dass Du gesundheitlich angeschlagen bist oder warst. Und bei Detailfragen dann, das Du nicht mehr drüber sagen möchtest. So bist Du wenigstens in der Schublade " nicht so belastbar, lieber hinter ihrem Rücken tuscheln" und Du hast auch Deine Ruhe.

    Ob es Dir die Sache wert ist, drin zu bleiben, kannst nur Du beantworten. Wenn Du allerdings grundsätzlich etwas in so einer Zusammensetzung machen willst, dann hast Du das Thema auch woanders.

  8. User Info Menu

    AW: Wie handhabt man einen "Feldwebel"?

    Das Grenzen setzen ging so:
    Sie: "Was machst du eigentlich genau den ganzen Tag". Ich: "Tausend Aufgaben, Mann selbständig, viel los, großes Haus, Garten, reichtlich mit Ärzten und so zu tun...". "Ja und was GENAU?". "Entschuldigung, aber das würde viel zu weit führen, das alles aufzuzählen". "Wie soll man dich kennenlernen, wenn du nicht antwortest". "Indem man einfach hin und wieder Zeit mit mir verbringt". "Das tue ich gerade, aber du antwortest ja nicht". "Das geht auch nicht in Frage-und-Antwort, kennenlernen ist etwas ganz anderes." "Also ich habe dich eingeladen und jetzt bist du so, also brauche ich dich nicht mehr einzuladen". "Nö, brauchst du nicht. Und jetzt GEHE ich auch". Alles in RUHE und überhaupt nicht zickig von mir.
    Diese Schilderung zeigt genau die Impertinenz solcher Menschen. Sie zu ändern gelingt nicht, es gehört zu ihrem Charakter. Sie glauben allen Ernstes ein Recht auf exakte Beantwortung ihrer inquisitorischen Fragen zu haben. Da sie immer wieder auf Menschen treffen, die ihr Spiel, wenn auch widerwillig, mitspielen, sind sie nicht gezwungen ihr Fehlverhalten zu ändern oder zumindest zu überdenken.

    Ich frage mich immer wieder, wie es möglich ist, dass sich so viele Mitmenschen von so einer Person "beherrschen" lassen, ihr nicht angemessenes Verhalten hinnehmen.

    Man muss sich einfach wehren. Wenn die Person mich dann nicht mehr ankuckt - was schadet es mir? Nichts. Sie ist nicht wichtig für mich. Wichtig ist meine Familie, sind meine Freunde.

    LG juri
    Die gefährlichste aller Weltanschauungen
    ist die Weltanschauung der Leute,
    welche die Welt nie angeschaut haben.

    von Alexander von Humboldt
    (1769-1859 Naturwissenschaftler, Ethnologe und Geograph)

  9. User Info Menu

    AW: Wie handhabt man einen "Feldwebel"?

    aloha,

    das klingt doch gut - also, die sache mit der abgrenzung. für mich klingt es so, als sei da "zum persönlichkeitsschutz" ein erster schritt getan.

    was ich allerdings schwierig finde, ist die, hm, ausgebufftheit, mit der da grenzen überschritten werden. mir fiel nämlich gerade noch ein, dass metakommunikation in solchen situation auch mal hilft - wenn also wer richtig offensiv unhöflich ist (? "ich war da mal richtig offensiv unhöflich" - mir fällt gerade keine bessere formulierung ein), "darf" man den menschen durchaus in höflichkeitsgrenzen verweisen und da erfahrungsgemäß auch auf unterstützung von anderen hoffen. im sinne von: "moment mal, geht's denn eigentlich noch? wir versuchen hier was zu erreichen, und du muss hier den feldwebel spielen? es wäre sehr freundlich, wenn du dir, was deinen umgangston angeht, ein wenig höflichkeit aneignen würdest."

    ich weiß, sowas ist schwierig, weil man selbst aufpassen muss, nicht anmaßend zu werden/zu klingen, vor allem auch, weil es tierischen widerstand in den anderen wecken kann... aber oft ist es in solchen konstellationen ja so, dass auch andere ein problem mit dem feldwebel haben, aber nicht so ganz wissen,wie damit umgehen. wie sehen das denn die anderen aus eurer gruppe?

    und ansonsten stimme ich damit überein, was auch schon andere schrieben: es gibt solche menschen, aber mit denen musst du ja nicht zusammenarbeiten, schon gar nicht in deiner freizeit.

    lg und einen schönen sonntag

    (ENDLICH IST SOMMER!!!)

    wünscht
    die ratte

  10. Inaktiver User

    AW: Wie handhabt man einen "Feldwebel"?

    Hi Karla,

    ich habe die Beobachtung gemacht, dass in ehrenamtlichen Feldern viele dabei sind, die sich nur wichtig machen wollen.

    Manche führen sich auf wie die letzten Deppen machen einen auf Führer und kuschen zu Hause. Andere wollen sich nur wichtig machen sind überall dabei und machen aber keinen Finger krumm für die eigentlichen Tätigkeiten bzw. stellen sich bewusst so blöd an, dass die Projekte gefährdet werden so dass andere den Job übernehmen müssen.

    Egal ob das in Vereinen, Hilfsorganisationen oder Elternbeiräten war wo ich dabei war, immer das gleiche Grundmuster. Sie melden sich an und wenn es dann um die Tätigkeiten geht sind sie nicht mehr gesehen und diejenigen, die die Sache vorantreiben möchten haben doppelte arbeit und das frustriert mit der Zeit.

    Bei Deiner Schilderung ist mir aufgefallen, dass Du sehr in der Verteidigungshaltung drin bist was auch verständlich ist wenn man mit solchen Fragen bombardiert wird.

    Ich habe früher genauso reagiert wie Du es beschrieben hast.

    Ich habs so gemacht, dass ich mir erstens zugestanden habe keine Fragen mehr reflexhaft beantworten zu müssen, das war deswegen ein schwieriger Prozess weil ich als Kind systematisch ausgefragt wurde und wenn die passenden Antworten nicht gekommen sind oder in der entsprechenden Zeit wurde ich geschlagen oder bestraft.

    Ich weiss nicht ob da vielleicht bei Dir auch so ein Muster dahintersteckt?

    Und dann bin ich in aktiv geworden und bin genau auf diese Leute zugegangen und habe sie mit Fragen bombardiert oder wenn ich gar kein Interesse hatte habe ich mir die Person geschnappt und ihr gesagt, dass ich keinerlei Interesse habe mit ihr im Kontakt zu sein.

    Das muss aber wirklich der inneren Haltung entsprechen um so beim anderen anzukommen.
    Sollte die Person dann wieder anfangen dann strikt ignorieren.

    Nachtrag:

    Das hört sich so einfach an, war es aber nicht, da gabs viele Rückschläge aber ich bin drangeblieben. Das war ein Prozess über einige Jahre und manchmal passiert es mir heute auch noch wenn ich auf dem falschen Fuss erwischt werde aber es belastet mich nicht mehr so oder begleitet mich durch die Woche. Also nur Mut!

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