Antworten
Seite 3 von 7 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 66
  1. Inaktiver User

    AW: Mein Leben auf dem falschen Dampfer...

    Zitat Zitat von DesertSolitaire Beitrag anzeigen
    Im Prinzip ist ihre Einstellung nämlich, "Mach' was du willst, Kind, Hauptsache, du wirst damit glücklich!" - ich weiss zumindest, dass es das ist, was sie mir vermitteln wollten, und wenn sie das vielleicht nicht immer so hingekriegt haben, dann deswegen, weil sie selbst auch nicht so aus ihrer Haut konnten...
    Hm dieses "Mach was Du willst..." das kenne ich auch aber von der Mimik vom ganzen Ausdruck schwingt da was negatives mit. Also ich weiss nicht wie das so war zu Hause bei Dir, das kann ich nicht beurteilen aber schau da mal genau hin.
    Meist werden da Schuldgefühle transportiert, muss aber nicht sein in Deinem Fall.

    Zu der ganzen Fragestellung ist mir allerdings noch etwas eingefallen: Die Frage, welche Talente als "entfaltenswert" betrachtet werden; man hat ja nicht immer nur ein einziges! Und da ist es glaube ich schon so, dass zu der Einschränkung oben, "solange du damit glücklich bist", noch ein paar andere dazukommen: "solange du damit finanzielle Sicherheit hast" z.B....
    Das bestärkt mich, dass es nicht so frei klingt wie es eigentlich sein sollte. Völlige Akzeptanz und Vertrauen macht kein "aber".

    Also: Kind mach was Du willst, aber...


    Den Zusammenhang verstehe ich nicht ganz, wie kommst du von dem, was ich geschrieben habe, auf "innere Antreiber"? (Nicht, dass du nicht recht haben könntest... )
    Wie ich das genau mache weiss ich auch nicht aber in mir ist das angeklungen!

    Das ist lustig, dass du mit den "deutschen Tugenden" ankommst... Ein Freund von mir meinte mal, es sei wohl kein Zufall, dass ich momentan im Ausland gelandet sei - ich sei vor dem "German way of doing things" geflüchtet...
    Nur ist es so, dass man sich immer selber mitnimmt. Vor sich selber kann man nicht weglaufen.
    Frag ihn mal was er genau damit meinte!

    Uh, interessante Fragen... Meinst du mit "einen anderen Menschen" eine Beziehung, oder allgemeiner ganz normale Freundschaften?
    Sowohl als auch, das zieht sich ja durch alle sozialen Kontakte. Beim Partner wirds dann schwieriger.

    Von daher dachte ich, erst einmal bei mir selbst "aufräumen"...
    Ist ne gute Einstellung.


    Dass meine gesamte Energie im Beruf verschwindet, den Eindruck habe ich auch - das ist ja gerade das, was ich ändern möchte!!! Ich frage mich auch oft, wie andere Leute das hinkriegen, dass sie neben der Arbeit noch Energie haben für Freunde, Hobbies, Familie - ich bin meistens so was von k.o., wenn ich nach Hause komme, da reicht es gerade noch zum Abendessen und schlapp-vorm-Computer-Hängen, aber zu den wirklich wichtigen Dingen fehlt mir die Kraft... Da bleiben dann die Emails an Freunde unvollendet und nie-abgeschickt, weil ich einfach das Gefühl habe, nicht mehr klar denken zu können, und alles auf morgen, morgen, morgen verschiebe... (Auf dieses Post hatte ich eigentlich auch schon viel früher mal antworten wollen.)
    Das hört sich nach BurnOut an. Deine ganze Energie verwendest Du im Job und dann bleibt nichts mehr übrig. Ich kenne das gut was Du da beschreibst!
    Geändert von Inaktiver User (14.06.2010 um 13:59 Uhr) Grund: Relativierung für Burnout eingefügt!

  2. User Info Menu

    AW: Mein Leben auf dem falschen Dampfer...

    Zitat Zitat von DesertSolitaire Beitrag anzeigen
    Ich frage mich auch oft, wie andere Leute das hinkriegen, dass sie neben der Arbeit noch Energie haben für Freunde, Hobbies, Familie - ich bin meistens so was von k.o., wenn ich nach Hause komme, da reicht es gerade noch zum Abendessen und schlapp-vorm-Computer-Hängen, aber zu den wirklich wichtigen Dingen fehlt mir die Kraft...
    "Andere Leute" arbeiten nicht als Wissenschaftlerin wie du.
    Als Wissenschaftler muss man sich mit Haut und Haar seinem Fach verschreiben, das gilt heute wie schon immer.
    Neu ist nur, dass auch Frauen diesen Weg gehen und scheinbar schlechter damit zurecht kommen als Männer.
    In der Generation meiner Mutter gibt es so gut wie keine weiblichen Wissenschaftler, vor allem nicht in den Naturwissenschaften.
    Ich glaube, du musst dich fragen, ob du wirklich ein traditionelles Frauenleben wünscht, in dem das Privatleben an erster Stelle steht oder das Leben einer Wissenschaftlerin.
    Als naturwissenschaftlicher Postdoc musst du "hoppen", meist von Zeitstelle zu Zeitstelle in der ganzen Welt herum. Feste Stellen gibt es kaum noch.
    Du allein kannst wissen, ob du dafür geschaffen bist.
    Nur wirf nicht einfach das, was du schon erreicht hast, weg.
    Du bist zu jung für ein Sabbatical und kannst dir auch kürzere Auszeiten nicht unbedingt erlauben.
    Du wirst im Beruf gemessen an dem, was den Wissenschaftler ausmacht.
    Arbeiten auch am Wochenende und ohne normalen Feierabend ist die Regel.
    Das ist auch in der freien Wirtschaft der Fall.
    Die stellen eine Promovierte nicht ein, damit sie ein gemütliches Arbeitsleben hat.
    Zu deiner Arbeit gehört ein gesteigertes Interesse am Fach, das der normale Arbeitnehmer nicht kennt. Aber wenn du das hast, ist die Arbeit energetisierend!
    Ist es nicht so, dass dir im Moment nur die Begleitumstände nicht zusagen?
    An deiner Stelle würde ich diese 2-Jahres Zeitstelle erstmal zu Ende machen und dann mit Bedacht eine neue Postdoc Position annehmen.
    Da sieht es unter Umständen mit Teamarbeit und Kontakten ganz anders aus.
    Man muss heutzutage keine Familie gründen als Frau, die Zeiten sind vorbei.
    Außerdem steht das in deinem Fall ja gar nicht zur Debatte, weil der passende Partner fehlt.
    Stell dir nur mal vor, du backst beruflich kleinere Brötchen, falls das in deinem Fall überhaupt geht und der Traumpartner erscheint trotzdem nicht, was dann?
    Aber ich merke schon, richtig raten kann ich dir nicht.
    Ich weiß nur, was von Wissenschaftlern erwartet wird.
    Vielleicht findest du bei der nächsten Stelle bessere Begleitumstände.

    Kiss
    Zeit ist das, was verhindert, dass alles auf einmal passiert.

    John A. Wheeler

  3. Inaktiver User

    AW: Mein Leben auf dem falschen Dampfer...

    Kann mir bitte jemand erklären was ein

    Postdoc

    ist?

  4. User Info Menu

    AW: Mein Leben auf dem falschen Dampfer...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kann mir bitte jemand erklären was ein

    Postdoc

    ist?
    Ein Postdoc ist ein junger Wissenschaftler nach vollendeter Doktorarbeit für einige Jahre.
    post = nach, doc = erklärt sich von selbst.
    Es gibt an Instituten extra Postdoc Stellen, alle auf ein paar Jahre begrenzt.
    Das System ist vergleichbar dem der Lehr- und Wanderjahre von Gesellen früher, die auch von Meister zu Meister und Stadt zu Stadt wechselten, um Erfahrung im Berufsleben zu sammeln.
    Dafür ist es gedacht. Heute machen die Postdocs die Knochenarbeit, nur um nach ein paar Jahren wieder die Stelle wechseln zu dürfen, denn eine Postdoc Stelle mündet nie in eine Festanstellung.
    Dazu muss man sich wieder woanders bewerben, geht aber nur, wenn man genügend Berufserfahrung und Veröffentlichungen vorweisen kann. Mit 30 hat man die noch nicht, wenigstens nicht in Deutschland, wo die Ausbildungswege so lange dauern.
    In Italien gibt es schon promovierte Leute mit 22!
    Viele junge Wissenschaftler hangeln sich mit Postdoc Stellen durch die Jahre, bis sie etwa 40 sind, dann wird es kritisch.
    Diese Stellen sind nur für den wissenschaftlichen Nachwuchs gedacht, und wenn du 3 - 4 von ihnen inne hattest, ist meistens Sense.
    Dann bist du ein "senior scientist" und musst schon eine feste Stelle finden.
    Die TE befindet sich hier wirklich in einem Dilemma, was ihre Zukunftsplanung betrifft. Sie kann eigentlich nicht planen, wenn sie in der Wissenschaft bleiben will.
    Deshalb muss sie wissen, welchen Stellenwert ihr Fachgebiet und ihre Arbeit in ihrem Leben hat.
    Aber auf der nächsten Postdoc Stelle fühlt sie sich vielleicht pudelwohl!

    Kiss
    Zeit ist das, was verhindert, dass alles auf einmal passiert.

    John A. Wheeler

  5. Inaktiver User

    AW: Mein Leben auf dem falschen Dampfer...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hm dieses "Mach was Du willst..." das kenne ich auch aber von der Mimik vom ganzen Ausdruck schwingt da was negatives mit. Also ich weiss nicht wie das so war zu Hause bei Dir, das kann ich nicht beurteilen aber schau da mal genau hin.
    Meist werden da Schuldgefühle transportiert, muss aber nicht sein in Deinem Fall.
    Sehe ich vollkommen anders. Jeder Mansch entscheidet auf Grund seiner Lebenserfahrung und seiner Präferenzen. Wenn DesertSolitaire sich anders entscheidet als ihre Eltern es würden, so ist der Spruch "Mach was Du willst ..." ein Ablehnen der Verantwortung für die möglicherweise negativen Konsequenzen. Ein Entlassen in das selbstverantwortliche Alltagsleben und ein letztes Abnabeln seitens der Eltern.

    Das nennt man BurnOut. Deine ganze Energie verwendest Du im Job und dann bleibt nichts mehr übrig. Ich kenne das gut was Du da beschreibst!
    Ich weiß nicht, ob man einen Burn Out auf Distanz auf Grund von ein paar Posts diagnostizieren kann - bist Du denn erfahren in solchen Diagnosen und Arzt?

  6. Inaktiver User

    AW: Mein Leben auf dem falschen Dampfer...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sehe ich vollkommen anders. Jeder Mansch entscheidet auf Grund seiner Lebenserfahrung und seiner Präferenzen. Wenn DesertSolitaire sich anders entscheidet als ihre Eltern es würden, so ist der Spruch "Mach was Du willst ..." ein Ablehnen der Verantwortung für die möglicherweise negativen Konsequenzen. Ein Entlassen in das selbstverantwortliche Alltagsleben und ein letztes Abnabeln seitens der Eltern.
    Gut möglich. Ich wollte nur zum Nachdenken anregen ob diese Haltung wirklich so ist wie sie ist!


    Ich weiß nicht, ob man einen Burn Out auf Distanz auf Grund von ein paar Posts diagnostizieren kann - bist Du denn erfahren in solchen Diagnosen und Arzt?
    Nö ist ja keine Diagnose, hörte sich für mich so danach an, ich habe bloss vergessen es realtiv zu schreiben: Hört sich nach BurnOut an.
    Dieses Ausbrennen ist ja gar nicht mal so selten und wird viel zu wenig beachtet und behandelt. Und ja ich habe Erfahrung damit!

    Das Verhaltensmuster entspricht den ersten Phasen davon. Ist ja eigentlich egal wie es heisst, sie soll nur aufpassen auf sich!

  7. Inaktiver User

    AW: Mein Leben auf dem falschen Dampfer...

    @kisskiss

    Danke für die Erklärung!

  8. Inaktiver User

    AW: Mein Leben auf dem falschen Dampfer...

    Zitat Zitat von Kisskiss Beitrag anzeigen
    "Andere Leute" arbeiten nicht als Wissenschaftlerin wie du.
    Deshalb sind andere Leute aber auch nach der Arbeit müde.

    Und mit Familie erst recht. Kinder kriegen ist absolut keine "bequeme" Alternative zur Karriere in der Wissenschaft.

    Ich war auch mal Wissenschaftlerin und habe dieses Aufopfern nicht hingekriegt. Dieses Dilemma kenne ich bestens. Und raten kann ich auch nicht wirklich.

    Nur, mein Gedanke, weshalb ich das hier schreibe, ist: Dieses Gefühl, dass die Welt offensteht, kann sehr trügerisch sein. Genau wie du schreibst, Kisskiss, auch in der freien Wirtschaft warten sie nicht auf Leute, die einen gemütlichen Job machen wollen. Je mehr verschiedene Dinge man anfängt, desto größer die Gefahr, dass überhaupt nichts Gescheites dabei heraus kommt. Auch zum Schafezüchten muss man erst mal qualifiziert sein. Und auch wenn man viele Talente hat - andere Leute haben auch welche, und letztlich zählen nur die, die man entwickelt und übt. Für die anderen ist der Zug irgendwann abgefahren, weil die anderen einen überholt haben.

    Andererseits verstehe ich auch sehr gut, wenn man sich diesem Karrierestreben widersetzen möchte. Dieser Wissenschaftsbetrieb ist halt auch furchtbar selbstherrlich und oft total abgehoben. Dass ich mich nicht "opfern" wollte, hatte auch damit zu tun.

    Das ist eine kritische Phase nach der Promotion. Die Phase, in der die Frauen aussteigen, die eigentlich das Zeugs hätten. Aber andere Leute haben eben in der Zeit auch ihre Erfahrungen gemacht. Wenn man den Absprung nicht rechtzeitig schafft, sieht es auch für den "gemütlichen" Job ziemlich mau aus.

  9. User Info Menu

    AW: Mein Leben auf dem falschen Dampfer...

    Hallo frangipani,

    vielen Dank für deine Nachricht! Das hat sehr gut getan, zu lesen, dass jemand quasi "an mich glaubt"!

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Gibt es in deinem Bereich denn die Möglichkeit, ausserhalb der Uni zu arbeiten?
    Gäbe es prinzipiell wohl schon - da ist mein "Vorgänger" an der Uni ja hinverschwunden - allerdings ist es nicht so, dass ich jetzt aus dem Effeff (schreibt man das so?) eine Liste der Unternehmen aus dem Ärmel schütteln könnte, die mich evtl. einstellen würden/könnten... Was ich im Moment mache, ist schon sehr speziell; da gibt es kein von vorneherein vorgezeichnetes Berufsbild.

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Hast du - den Eindruck hatte ich bei deinem ersten Posting ein bisschen - Angst, aus dem Umfeld nicht rauszukommen und deine restliche Karriere in dem gleichen Törn leben zu müssen und andere Dinge zu verpassen?
    OH!!! JA!!!!!! Das ist im Moment mein Hauptproblem; dass ich das Gefühl habe, ich müsste mich jetzt auf die eine Karriere festlegen und was-auch-immer-das-dann ist bis zu meinem Lebensende machen - bei der Vorstellung schnürt es mir ehrlich gesagt die Luft ab... Und mal ganz unbenommen von dem, was die Poster/innen weiter unten über die Schwierigkeiten einer wissenschaftlichen Karriere geschrieben haben: Ehrlich gesagt finde ich die Vorstellung, Professorin zu sein/zu werden, ziemlich... öde. (Ich trau' mich kaum, das hier hinzuschreiben...) Da würde ich dann hauptsächlich genau das machen, was ich nun schon zu Genüge kenne: forschen, Paper schreiben, unterrichten; forschen, Paper schreiben, auf Konferenzen gehen, Hausarbeiten korrigieren; forschen, Paper schreiben, ...

    Umgekehrt ist es glaube ich auch so, dass ich, wenn ich genau wüsste, ich muss mir zwangsläufig nach meinen zwei Jahren hier was vollkommen anderes suchen, meine Zeit und das, was ich im Augenblick hier lerne, wahrscheinlich viel mehr "genießen"/wertschätzen würde, weil da dann eben nicht dieser ganze Berg der Endgültigkeit dran hängen würde...

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Kann man das heute überhaupt noch sagen, dass man schnurgerade durchs Leben rauschen kann? Oder sollte?
    Das frage ich mich eben auch... Und da schwanke ich in der Antwort je nach Tagesform zwischen "utopistische Spinnerei" und "Warum nicht???"

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Das, was du über diese Netzwerkgeschichten a la Newintown schreibst, kenn ich auch - ich bin da auch in ein paar. Irgendwann ist man es en bisschen leid, immer wieder die gleichen Fragen zu stellen und zu beantworten - where do you come from - how do you find it here - what do you do ... aber ich hab da auch ein paar nette Leute getroffen, die ich dann irgendwann aus dem Zirkel rausgelöst habe und ausserhalb getroffen habe. Kino oder zuhause essen oder so was. Aber ich hab auch 1-2 Jahre gebraucht, bis ich einen einigermassen passenden Freundeskreis hatte.
    Ich habe neulich mit einer Freundin über dieses Thema geredet, die auch (allerdings schon vor fast fünf Jahren!) in eine neue Stadt gezogen ist, und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass man da einfach zäh sein muss, weil sich solche Sachen nicht von jetzt auf gleich entwickeln. In meinen optimistischen Phasen sage ich mir das auch immer wieder; in meinen nicht ganz so optimistischen fühle ich mich einsam... Dazu kommt, dass ich den Eindruck habe, dass sich in der Großstadt gerade in dieser New-in-Town-Gruppe bevorzugt ein bestimmter Menschenschlag versammelt - in einem anderen Thread wurde das glaube ich mal als die "Cocktail-schlürf-und-Salsa-tanz-Fraktion" bezeichnet. Was ich beides ab und an ja auch ganz gerne mache, aber als hauptsächliche Freizeitbeschäftigung isses halt nicht so meins...

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Ich hab beim Lesen deiner Posting eher den Eindruck, du bist schon gut gerüstet, für das, was kommen könnte. Du traust dir nur noch nicht richtig. Es gibt kein 100% Glück. Man muss auch nix müssen - und ausserdem kommt sowieso meistens alles anders als geplant.
    Dass du resilient bist (komm grad nicht auf das deutsche Wort), hast du ja schon bewiesen.
    Vielen Dank für diese aufbauenden Worte!!! Wie gesagt, das tat soooooo gut... Mir hilft es sehr, hier zu schreiben - zuzugeben, dass ich mit meinem "tollen neuen Leben" hier doch nicht so glücklich bin, war schon mal ein erster Schritt, und so langsam fange ich an, eine innere To-Do-Liste zu erstellen mit Dinen, die ich ändern will. Jetzt muss ich nur noch die nötige Energie dazu finden...

    Liebe Grüße,

    DesertSolitaire

  10. User Info Menu

    AW: Mein Leben auf dem falschen Dampfer...

    Hallo Stecher,

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hm dieses "Mach was Du willst..." das kenne ich auch aber von der Mimik vom ganzen Ausdruck schwingt da was negatives mit. Also ich weiss nicht wie das so war zu Hause bei Dir, das kann ich nicht beurteilen aber schau da mal genau hin.
    Meist werden da Schuldgefühle transportiert, muss aber nicht sein in Deinem Fall.

    Das bestärkt mich, dass es nicht so frei klingt wie es eigentlich sein sollte. Völlige Akzeptanz und Vertrauen macht kein "aber".

    Also: Kind mach was Du willst, aber...
    Nun ja, wie ich schon sagte: Meine Eltern können eben auch nicht aus ihrer Haut, auch wenn sie es vielleicht gerne wollten. Sie haben eben ihre ganz eigenen Ängste und Erfahrungen, die bei dieser Thematik mitschwingen. Das ist mir, wie gesagt, letztes Jahr zum ersten Mal so sehr bewusst geworden, und deswegen versuche ich auch, sie aus meinen momentanen Grübeleien so weit wie möglich herauszuhalten - ich möchte das für mich entscheiden...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur ist es so, dass man sich immer selber mitnimmt. Vor sich selber kann man nicht weglaufen.
    Frag ihn mal was er genau damit meinte!
    Kann ich nicht mehr; das war besagter Mann... Aber eigentlich weiss ich, was er damit meinte: Das war im Zusammenhang mit meiner beruflichen Orientierungslosigkeit und bezog sich darauf, dass - meiner Meinung nach - in Deutschland dieses traditionelle Denken immer noch sehr stark in den Köpfen verankert ist: Man macht eine Ausbildung, und dann arbeitet man bis zum Ende seines Lebens/bis zur Rente in seinem Beruf. Er meinte, in anderen Ländern (seinem, jetzt meinem) sei man da viel flexibler, da sei es viel normaler, auch mal die berufliche Laufbahn zu wechseln, und es käme viel mehr darauf an, was man könne, und nicht, welche Zertifikate man vorzuweisen habe...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das hört sich nach BurnOut an. Deine ganze Energie verwendest Du im Job und dann bleibt nichts mehr übrig. Ich kenne das gut was Du da beschreibst!
    Ja, so fühlt es sich an; keine Energie mehr übrig... Da kommt wohl gerade vieles zusammen - ich schlafe im Moment auch nicht besonders gut, das Klima macht mir zu schaffen, und dann trage ich wohl doch noch mehr emotionalen Ballast mit mir rum, als ich mir eingestehen wollte...

    Naja - wird hoffentlich auch mal wieder...

    Viele Grüße,

    DesertSolitaire

Antworten
Seite 3 von 7 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •