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    AW: hilfe- single"blues", die 2.500ste

    Zitat Zitat von amethyst30 Beitrag anzeigen

    Es stimmt, auch in Beziehungen ist nicht immer alles toll. Sonst hätte ich mich ja auch nicht getrennt.
    Aber momentan bilde ich mir manchmal ein, dass mir die Kleinigkeiten, die gepasst haben, so wichtig wären, dass ich es einfach wiederhaben will
    na, dann gehen wir doch einfach mal davon aus, dass mit deinem nächsten mr. right nicht nur die kleinigkeiten passen?! was anderes kommt dir ja wohl nicht ins haus!!!

    es geht glaube ich - jedenfalls bei mir - oft gar nicht so sehr um "toll" oder "nicht so toll" - sondern einfach darum, dass mein höchstpersönlicher lebensentwurf einfach anders aussah. "eigentlich" habe ich nämlich jetzt schon mindestens ein kind, und mit einem partner bin ich glücklich seit einigen jahren liiert... so jedenfalls war dieser plan ursprünglich mal. und wenn ich dann so um mich herum sehe, wie ANDERE menschen MEINEN lebensplan leben, und ich nicht.... grumpf. dann ... naja. grumpf eben. ICH hatte mir das eben anders vorgestellt, und deswegen bin ich dem leben, oder besser: meinem schicksal gelegentlich etwas gram. und dann blues-t es halt los.

    Die anderen Beispiele sind toll Ratte...es stimmt, bei all diesen Dingen ist man allein. Das werde ich mir jetzt immer mal wieder sagen. Danke dafür
    gerne! wie gesagt, ich fand das damals sehr einleuchtend... und es ändert zwar nichts an dem gefühl, aber es verändert die sichtweise darauf... mit hilft es, diese phasen besser auszuhalten.

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    AW: hilfe- single"blues", die 2.500ste

    Hallo, liebe Ratte,

    Deine Betrachtung über Einsamkeitsgefühle finde ich sehr interessant. Darüber habe ich auch schon oft nachgedacht, und meine schlimmste Einsamkeitserfahrung habe ich in einer Beziehung gemacht, als ich meinen Partner so schmerzlich vermisste, obwohl er doch anwesend war...

    Aber Du hast Recht:
    es IST eine ganz einsame Erfahrung, diese Art von Einsamkeit.
    Vielleicht ist das aber unser Lebenssinn: diese Einsamkeit in der Liebe überwinden zu wollen, in diesem Verschmelzenwollen mit einem Partner, und es doch niemals ganz zu schaffen, selbst nicht in der innigsten Verbundenheit.

    Einsamkeit ist für mich heute das Basisgefühl des Lebens. Am meisten Zuhause sind wir eigentlich doch in uns selbst. Erst in der Einsamkeit kann ich mich selbst so völlig unvoreingenommen und ungehindert wahrnehmen.

    Wünsche auch gute Genesung, liebe Amethyst,
    und allen eine gute Nacht!

    L.G.E.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


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    AW: hilfe- single"blues", die 2.500ste

    Zitat Zitat von Bisamratte Beitrag anzeigen
    und ein schlaue coach"in" hat mir dazu mal gesagt, und ich fand das einleuchtend: die auseinandersetzung mit der einsamkeitserfahrung muss jeder machen. und zwar jeder für sich. so ein bisschen in die richtung: die wirklich großen dinge im leben erlebt man für sich allein... also, so elementare erfahrungen wie geburt und tod (sorry), aber auch, hm, so "banale" sachen wie prüfungen, vorstellungsgespräche, das erste mal in der neuen stadt weg gehen, das erste mal allein mit frischem führerschein auf der autobahn.... vesteht ihr, was ich meine? ich meine, selbst sex, oder besser: ein orgasmus ist eine zutiefst individuelle erfahrung! und die ist für jeden eine "einsame"- selbst wenn jemand anders dabei ist...
    Liebe Ratte, das ist sehr wahr, nur mein Denken kommt aus der anderen Richtung. Das soll nicht protzig klingen, aber von Platons Kugelmenschen bis Leibnitz' Monaden - die Kälte der Einsamkeit durchzieht die Philosophie, und es ist in der Tat so wie du es beschreibst, und zwar dass du faktisch immer einsam bist, egal wie zweisam du dich fühlst. Es mag sein, dass bei einem tollen Gespräch mit Freunden ein Glücksgefühl des Verstehens, der Gemeinsamkeit entsteht, oder man beim Sex, besser beim Orgasmus, einen Dualismus aufhebt.
    Aber das sind besondere Momente, und wenn man wüsste, wieviel man von dem weiß, was die oder der andere denkt und fühlt, die anderen denken und fühlen - das Gefühl der Einsamkeit wäre noch viel größer.

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    AW: hilfe- single"blues", die 2.500ste

    Zitat Zitat von Einzelne Beitrag anzeigen
    Erst in der Einsamkeit kann ich mich selbst so völlig unvoreingenommen und ungehindert wahrnehmen. L.G.E.
    Das kannst du? Alle Achtung.

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    AW: hilfe- single"blues", die 2.500ste

    Zitat Zitat von amethyst30 Beitrag anzeigen
    @sunwell: Was hast du dir denn für schöne Dinge für den Winter überlegt?

    Ich bin im Moment auch noch krank und vegetiere zu Hause auf dem Sofa herum...die trüben Gedanken nehmen da natürlich extrem zu

    Wäre jetzt lieber auf dem Weihnachtsmarkt und würde zumindest in einer Gruppe von Leuten mich nicht ganz so einsam fühlen.
    Oh Nein, erst mal gute Besserung!!!
    Das kenn ich auch ich war auch letzte Woche krank, da kann man dann fast gar nicht vorm fiesen Gedankenkarussell fliehen! Hoffe Dir gehts bald wieder gut!

    Was ich mir vorgenommen habe...Zu allererst mal nur Dinge zu machen auf die ich wirklich Lust habe, mich nicht vom allgemeinen Weihnachtsstress anstecken zu lassen und ich habe für Januar Skirurlaub mit Freunden gebucht. So habe ich was zum drauf freuen und was hast Du so vor?????
    Von nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!

    Liebe ist nix für Feiglinge!!!

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    AW: hilfe- single"blues", die 2.500ste

    Zitat Zitat von Susykuek Beitrag anzeigen
    Liebe Ratte, das ist sehr wahr, nur mein Denken kommt aus der anderen Richtung. Das soll nicht protzig klingen, aber von Platons Kugelmenschen bis Leibnitz' Monaden - die Kälte der Einsamkeit durchzieht die Philosophie, und es ist in der Tat so wie du es beschreibst, und zwar dass du faktisch immer einsam bist, egal wie zweisam du dich fühlst. Es mag sein, dass bei einem tollen Gespräch mit Freunden ein Glücksgefühl des Verstehens, der Gemeinsamkeit entsteht, oder man beim Sex, besser beim Orgasmus, einen Dualismus aufhebt.
    Aber das sind besondere Momente, und wenn man wüsste, wieviel man von dem weiß, was die oder der andere denkt und fühlt, die anderen denken und fühlen - das Gefühl der Einsamkeit wäre noch viel größer.
    nee, tom, (überhaupt, tom, du bist ja erstmal schön unter irreführendem nick gesegelt aber lass mich raten, das war absicht? passt schon) ich find das gar nicht protzig, denn bei dem post von einzelne kam mir auch sofort der gedanke an platon.

    letztendlich bestätigt es ja nur, was jeder von zeit zu zeit fühlt, nämlich, dass einsamkeit eine überwältigende erfahrung ist, für die es scheinbar zu keiner zeit eine "lösung" gibt. aber die jeder mensch stets bestrebt ist, zu überwinden. was natürlich politisch/biologisch (zoon politikon, reproduktion) total rational ist: allein kann kein mensch überleben, und schon gar nicht seinen biologischen zweck der reproduktion erfüllen. folglich ist es sinnvoll, dass das streben nach zwei- oder mehrsamkeit in uns angelegt ist. bloß ungünstig, dass es nicht aufhört, sobald man mehrsam ist....

    und im zusammenhang mit der gefühlten überwindung des dualismus beim sex oder beim vertrauten gespräch ("der/die versteht genau, wie ich mich fühle/was ich meine" *erstauntguck*) würde ich ja gern korrigieren: wenn man wüsste, wie wenig man von dem weiß....

    hach. philosophie am nicht mehr ganz so frühen morgen, das hat charme.

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    AW: hilfe- single"blues", die 2.500ste

    Zitat Zitat von Susykuek Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Einzelne Beitrag anzeigen
    Erst in der Einsamkeit kann ich mich selbst so völlig unvoreingenommen und ungehindert wahrnehmen. L.G.E.
    Das kannst du? Alle Achtung.
    Einsamkeit hat seine guten Seiten. Die Grenzen sind aber fließend, ab wo es für uns soziale Wesen destruktiv wird. Das ist sicher individuell sehr unterschiedlich, aber es ist auch ein Lernprozess.

    Als Einzelne musste ich mich irgendwann mit Einsamkeit abfinden, wie mit einem dunklen Raum. Darin kann man umkommen, das weiß ich. Man kann aber in der Dunkelheit auch anfangen, seine Sinne zu schärfen für das eigene Licht.

    Es erlöst einen von der Vorstellung, dazu einen Partner zu brauchen, der mit seiner Liebe und Nähe "das Licht" anknipst, die Wärme ins Herz bringt, sich selbst erkennbar und spürbar macht. So, als könne man ohne Partner nicht überleben.

    Das ist wohl die Vorstellung von der romantischen Liebe, die einen ohne diese so einsam sein läßt.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


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    AW: hilfe- single"blues", die 2.500ste

    Zitat Zitat von Bisamratte Beitrag anzeigen
    nee, tom, (überhaupt, tom, du bist ja erstmal schön unter irreführendem nick gesegelt aber lass mich raten, das war absicht? passt schon)
    Ach nee, nicht schon wieder
    Darf ich mich zitieren? "Der Name "Susykük" entstand vor ca. 20 Jahren. Wir waren in Wien, es war brechend heiß und auch auf einem Berg gab es keine Linderung. Was macht man da? Richtig, einen Regentanz. Wir haben dem ganzen Projekt mit authentischeren Namen auf die Sprüge helfen wollen, Asabaulittle, Usnigül, Wakabulla. Und eben Susykük. Lange Rede - kurzer Sinn: "Susy" hat nichts mit Susanne zu tun, eigentlich heiße ich Tom."
    Ich wollte meinen Nick schon ändern, geht nicht. Ich habe ein Bild von mir im Profil, jetzt ein Bubi im als Nickbild, unterschreibe manchmal meine Beiträge, aber ich mag keinen Disclaimer schreiben: Achtung, Mann!

    Zitat Zitat von Bisamratte Beitrag anzeigen
    und im zusammenhang mit der gefühlten überwindung des dualismus beim sex oder beim vertrauten gespräch ("der/die versteht genau, wie ich mich fühle/was ich meine" *erstauntguck*) würde ich ja gern korrigieren: wenn man wüsste, wie wenig man von dem weiß....
    Das meine ich auch, aber habe das nicht richtig ausgeführt. Also: trotz des Näherkommens ist man sich nicht bewusst, wieviel vom anderen unbekannt bleibt. Das meinte ich mit:" Aber das sind besondere Momente, und wenn man wüsste, wieviel man von dem weiß, was die oder der andere denkt und fühlt, die anderen denken und fühlen - das Gefühl der Einsamkeit wäre noch viel größer." - auch in den Momenten. Eyes wide shut, sozusagen.

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    AW: hilfe- single"blues", die 2.500ste

    Zitat Zitat von Einzelne Beitrag anzeigen
    Einsamkeit hat seine guten Seiten. Die Grenzen sind aber fließend, ab wo es für uns soziale Wesen destruktiv wird. Das ist sicher individuell sehr unterschiedlich, aber es ist auch ein Lernprozess.

    Als Einzelne musste ich mich irgendwann mit Einsamkeit abfinden, wie mit einem dunklen Raum. Darin kann man umkommen, das weiß ich. Man kann aber in der Dunkelheit auch anfangen, seine Sinne zu schärfen für das eigene Licht.

    Es erlöst einen von der Vorstellung, dazu einen Partner zu brauchen, der mit seiner Liebe und Nähe "das Licht" anknipst, die Wärme ins Herz bringt, sich selbst erkennbar und spürbar macht. So, als könne man ohne Partner nicht überleben.

    Das ist wohl die Vorstellung von der romantischen Liebe, die einen ohne diese so einsam sein läßt.
    Oh, das alles kann ich unterschreiben. Ich habe das eher so verstanden: Ich kann mich völlig unvoreingenommen und ungehindert wahrnehmen - ok, da steht nicht: ich liebe mich, so habe ich das interpretiert. Ich lese immer wieder "ich muss mich lieben" und finde das falsch. Wenn ich mich völlig unvoreingenommen und ungehindert wahrnehme könnte ich mir manchmal eins auf die Mütze geben.

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    AW: hilfe- single"blues", die 2.500ste

    @susykuek:
    danke für die aufklärung, und sorry, wenn ich dir damit auf die nerven gefallen bin. sagt doch letztlich eh sehr viel über mich aus, und wenig über dich... soll heißen: ich sollte mir künftig etwas an die eigene nase fassen von wegen vorurteile ob nicknames und so. ich musste nur einfach herzlich lachen, als ich in einem anderen thread deine unterschrift entdeckte und mich gestern nochmal durch diesen hier las, und merkte, dass ich die ganze zeit von dir als weiblichem wesen ausgegangen war. aber macht ja nichts, wir sind sowieso alle menschen

    @einzelne:
    prinzipiell würde ich dir zustimmen, und das bild mit dem licht finde ich sehr schön... aber was du zur romantischen liebe schreibst, ich weiß nicht. bei mir geht das empfinden eher so in richtung von: ich möchte den lebens"kampf" gern zu zweit aufnehmen, und nicht allein... finde das eher einen pragmatischen ansatz.

    und nein, bitte nicht falsch verstehen: leben ist nicht nur kampf, aber manchmal eben schon.

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