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  1. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Zitat Zitat von lina_2010 Beitrag anzeigen
    Der Dauerschnüffler ist psychisch krank und bekommt mildernde Umstände
    Der war richtig gut!


  2. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Wer schnüffelt ist doof. Und wer was anstellt und sich durch Schnüffeln enttarnen läßt - saublöd.

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    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer schnüffelt ist doof. Und wer was anstellt und sich durch Schnüffeln enttarnen läßt - saublöd.
    Falls ich dich nie kennenlernen sollte,
    lass mich wenigstens spüren, wie sehr ich dich vermisse..

    Die Macht der Nacht ist groß - Mazar e Sharif

    ...Cartofen

  4. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sorry nochmal- komm mir grad so vor, als hätte ich doch sehr 'gegen' dein Lebenskonzept geschrieben..wollt ich nicht damit ausdrücken, sondern wirklich nur, was für unterschiedliche Empfindungen es gibt !
    ( und andere als meine finde ich durchaus spannend, auch wenn ich so womöglich nicht leben will ).
    So geht es mir ebenfalls. Jeder entscheidet selbst, wie er leben möchte, und was für ihn richtig und bindend ist. Ich lebe nur mein Leben, und für dieses Leben trage ich Verantwortung. Ich muss mir also überlegen, welche Werte, Ansichten, Haltungen ich darin verwirklichen will, und Menschen finden, die das respektieren und teilen.

    Ich muss dagegen nicht das Leben derjenigen leben, mit denen ich hier diskutiere, und würde auch nicht tauschen wollen. Vieles, was hier als "normal" beschrieben wird, wäre für mich ein Grund zu gehen. Andere bleiben lieber, und setzten dabei sogar ihre Gesundheit auf´s Spiel, verzichten aber zumindest offenbar freiwillig darauf, erfüllende, liebevolle, vertrauens- und respektvolle Beziehungen zu leben. Meins wäre das nicht, und der Zynismus, der teilweise durch die Beiträge transportiert wird, und sich in beissenden Kommentaren entlädt, lässt mich aufhorchen. Da muss etwas sehr weh tun.

    Ein Beispiel aus dem Strang:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das kann ich dir auch nicht sagen. Weil, bei uns war es ja so. Bauchgefühl, Alarmzeichen, immer öfter kam er später von der Arbeit oder ging früher. Gefragt "Du spinnst ja". Geschnüffelt, nix gefunden.
    Rausgekommen ist es später durch ganz was anderes. Eigentlich hätte ich es schon längst wissen können. Aber ich wollt nicht. Ich war grenzenlos naiv und hab gedacht, mir passiert sowas nicht.

    Ja, wir sind immer noch zusammen. Obwohl es schwer ist. Manchmal möcht ich meine Plünnen packen und gehen. Und dann rauft man sich doch wieder zusammen.
    Dieses Zusammenraufen schaut dann offenbar so aus:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    jepp. Manchmal bin ich mir gar keiner Schuld bewusst und er schreit entweder oder schweigt mich tagelang an. Irgendwann kommt raus, das ich wieder mal zuviel "ich" statt "wir" und zuviel "mein" statt "unser" gesagt habe oder "mein Auto" oder "unser Sohn".(Das Auto ist auf meinen Namen zugelassen, wird natürlich gemeinschaftlich bezahlt und der Sohn ist aus erster Ehe)
    Manchmal bin ich soweit, dass ich nicht ans Telefon gehe oder nur noch stereotyp "ja" nein", "weiss ich nicht" oder "da muss ich meinen Mann fragen" sage, wenn wir irgendwo in Gesellschaft sind. *seufz*
    Möchte ich so leben? Kann ich mich einem Partner anvertrauen, der so agiert? Ist das, was hier beschrieben wird, überhaupt als "Beziehung" zu verstehen, also ein Zusammensein auf einer Basis der Gemeinsamkeit und Gemeinschaft, in der Menschen zueinander in Beziehung treten?

    Wenn ich glaube, mich selbst nicht wertschätzen zu müssen, indem ich mir auferlege, an einer Beziehung fest zu halten, die mir ganz offenbar nicht gut tut, in der ich gar nicht entspannt ich sein kann - warum sollte mich dann der Partner, mit dem ich diesen destruktiven Tanz aufführe, mir wertschätzend begegnen?

    Zudem werden hier wieder aus Schnüffeleien keine Konsequenzen gezogen. Es ändert also letztlich: nichts.

    Ebenso hier:

    Zitat Zitat von Kyria Beitrag anzeigen
    Wir hatten das Thema schon mal: Wenn ich davon ausgehen muß, daß mein Partner ohne Gummi mit anderen Frauen schläft, dann wäre das für mich eine Extremsituation, wo ich mich aus reinem Selbstschutz und Verantwortungsbewußtsein mir und meinen Kindern gegenüber vermutlich zur Infobeschaffung genötigt fühlen könnte.

    Aus dem banalem Grund, weil ich keine Lust darauf hätte, Aids oder andere Geschlechtskrankheiten zu bekommen.
    Wenn ich davon ausgehen müsste, dass mein Partner, mit dem ich in einer deutlich vereinbarten monogamen Beziehung lebe, andere Sexualpartner hat, dann kommt das auf den Tisch, und ich habe mit Sicherheit keinen Sex mit ihm. Mit einem Menschen, von dem ich annehme, dass er bereit ist, nicht nur seine, sondern auch meine Gesundheit leichtfertig auf´s Spiel zu setzen, kann ich keine Beziehung führen.

    Für mich tritt da derselbe Mechanismus in Kraft, wie vor einigen Seiten in der Argumentation Farmellis: Die "Was, wenn" Konstellation erfährt durch das Schnüffeln keine Lösung. Die Lösung läge meines Erachtens darin, eigenverantwortlich zu handeln, und klar Grenzen aufzuzeigen. Ein Partner, dem unsere Beziehung wichtig ist, wird meine Signale ernst nehmen, und sich mit mir auseinander setzen. Einer, der das nicht tut, schweigt weiter, hat keine Lust, mit mir gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten, und kann dann eben nicht mehr mein Partner sein.

    Die Schieflage existiert bereits bei meinem Verdacht, da braucht es keine "Beweise". Wenn ich keine "Beweise" finde, besteht sie fort - DAFÜR wird aber dann keine Verantwortung übernommen, auch wenn das bedeutet, dass die Beziehung längst einer Pflanze gleicht, die sukzessive verkümmert.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vertrauen ist für mich vielmehr- das sich der andere jederzeit nach seinen besten Möglichkeiten für mich auch vertrauensvoll verhält.
    Das er mir gegenüber das als wirklichen Wert sieht.
    Das er mir das auch schenkt.
    Ach..schwierig grad in Worte zu fassen

    lara
    Ich würde es anders ausdrücken. Vertrauen fängt bei mir an, in Form von Selbst_Vertrauen: Ich vertraue meinen Wahrnehmungen, meinen Empfindungen und den Bedürfnissen, die sich regen, und trete aktiv für sie ein. Das bedeutet in der Konsequenz, dass ich mich zeige, und für andere greifbar werde. Sie können sich dazu in Beziehung setzen, oder entscheiden, dass es für sie nicht passt.

    Der Mensch, mit dem ich mein Leben teile, handhabt das ähnlich.

    So kann das was werden: Indem wir uns zeigen, und darauf vertrauen, vom anderen wert geschätzt zu werden. Das ist eine gute Basis für Kommunikation, Konflikt, Nähe, und damit eine vertrauensvolle Beziehung.

    So halte ich es in meinen Beziehungen, anders kann und will ich es mir nicht vorstellen. Natürlich ist das nicht immer einfach. Es gab schon heftige Krisen, und wir brauchten einen langen Atem, um die Kuh vom Eis zu holen. Entscheidend war dabei, dass wir BEIDE interessiert daran waren, diesen langen Atem zu haben, inklusive aller besonderen Vereinbarungen, die es beispielsweise brauchte, um Vertrauen in diese Beziehung, und den anderen, wieder wachsen zu lassen. Ohne die Bereitschaft dazu hätte ich einen toten Gaul gesattelt, und dazu ist mir mein Leben ehrlich gesagt zu schade. Für Schnüffeleien ebenfalls.

  5. gesperrt

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    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Andere bleiben lieber, und setzten dabei sogar ihre Gesundheit auf´s Spiel, verzichten aber zumindest offenbar freiwillig darauf, erfüllende, liebevolle, vertrauens- und respektvolle Beziehungen zu leben.

    Hallo Seewespe,

    ich bezweifle deine Aussage oben, keiner macht das lieber, das ist der Unterschied. Nur alle machen Fehler und wollen dafür nicht auch noch be oder verurteilt werden.

    Ansonsten sehe ich es ähnlich, hier wäre ein bisschen mehr Humor angebracht.




    Möchte ich so leben? Kann ich mich einem Partner anvertrauen, der so agiert? Ist das, was hier beschrieben wird, überhaupt als "Beziehung" zu verstehen, also ein Zusammensein auf einer Basis der Gemeinsamkeit und Gemeinschaft, in der Menschen zueinander in Beziehung treten?
    Auf einer Skala von 1-10 von Beziehung, kann man durchaus sagen, dass da wer eine Grippe hat. Aber ehrlich gesagt auch Humor. Lass sie doch ihre Entscheidung treffen, ist doch ihr Leben

    Wenn ich glaube, mich selbst nicht wertschätzen zu müssen, indem ich mir auferlege, an einer Beziehung fest zu halten, die mir ganz offenbar nicht gut tut, in der ich gar nicht entspannt ich sein kann - warum sollte mich dann der Partner, mit dem ich diesen destruktiven Tanz aufführe, mir wertschätzend begegnen?


    Meistens besteht die Beziehung aus Abhängigkeiten und zwar beiderseitige. Das ist Suchtverhalten.



    Zudem werden hier wieder aus Schnüffeleien keine Konsequenzen gezogen. Es ändert also letztlich: nichts.
    Hier gab es zwei bis drei Beispiele in denen die jeweilige Person gegangen ist und zwar sogar sofort. Wo siehst du, dass keine Konsequenzen gezogen werden?




    Wenn ich davon ausgehen müsste, dass mein Partner, mit dem ich in einer deutlich vereinbarten monogamen Beziehung lebe, andere Sexualpartner hat, dann kommt das auf den Tisch, und ich habe mit Sicherheit keinen Sex mit ihm. Mit einem Menschen, von dem ich annehme, dass er bereit ist, nicht nur seine, sondern auch meine Gesundheit leichtfertig auf´s Spiel zu setzen, kann ich keine Beziehung führen.
    die Frage wurde häufig gestellt und nie beantwortet. Wie merkst du dass er lügt? Ich habe dazu gestern einen Post geschrieben, der leider übersehen wurde....


    Ein Partner, dem unsere Beziehung wichtig ist, wird meine Signale ernst nehmen, und sich mit mir auseinander setzen. Einer, der das nicht tut, schweigt weiter, hat keine Lust, mit mir gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten, und kann dann eben nicht mehr mein Partner sein.
    Die Tatsache dass es hier allein in dem selben Wortlaut auf jeder Seite einmal gesagt wurde, macht das nicht plausibler.


    "Was..wenn" habe zumindest ich als Antwort auf die Frage gelesen "Was ...wenn " man nichts findet.

    Die Schieflage existiert bereits bei meinem Verdacht, da braucht es keine "Beweise". Wenn ich keine "Beweise" finde, besteht sie fort - DAFÜR wird aber dann keine Verantwortung übernommen, auch wenn das bedeutet, dass die Beziehung längst einer Pflanze gleicht, die sukzessive verkümmert.
    Ich habe da Gefühl du gehst automatisch davon aus, dass jemand nicht gehen würde. Stimmt das?




    So kann das was werden: Indem wir uns zeigen, und darauf vertrauen, vom anderen wert geschätzt zu werden. Das ist eine gute Basis für Kommunikation, Konflikt, Nähe, und damit eine vertrauensvolle Beziehung.
    Stechers Eingangspost bezieht sich aber ausdrücklich auf die Situation, wenn die Ratio und die Harmonie aussetz. Du sprichst von einem anderen Fall

    So halte ich es in meinen Beziehungen, anders kann und will ich es mir nicht vorstellen.
    ..nur leider reden wir hier von etwas anderem. Von destruktiven Beziehungen, Lügen und Situationen die man nicht erleben möchte.


    Ich mag deine Posts, nur deiner und Sesamöffnedichs Meinung "das ist so und das bleibt so" läd nicht sehr dazu ein darauf zu antworten, warum auch, entweder es gibt sympatisierende oder nicht. Das gleicht eher einer Umfrage. Gegen deine Meinung habe ich reingarnichts. Würde und werde es hoffentlich mit dem Schnüffeln genauso halten.

    Lina
    Geändert von lina_2010 (11.06.2010 um 09:19 Uhr)

  6. gesperrt

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    AW: Schnüffeln, spionieren...

    möchte mich gerade nochmal selber zitieren, wenn es erlaubt ist...da ich mir gestern abend echt Mühe gemacht habe und es in der Hitze des Gefechts untergegangen ist.

    Meine erfahrung beruht auf den Berichten einer Freundin, der ich irgendwie nichts übel nehmen kann. In dem Fall ist sie die betrügende, ihr Freund weiß seit Jahren nichts davon und sie möchte ihn behalten.

    Ich selber habe damit noch keine Erfahrung gemacht...nur einmal als ich mich nicht wehren konnte gegen jemanden...da stand ich da wie der Ochs vorm Berg und wusste nicht was ich tuen sollte.

    "
    Zitat von sesamoeffnedich Beitrag anzeigen
    Nicht unbedingt, aber auch an der Reaktion bzw. auch an der Bereitschaft auf die Ängste/Bedenken einzugehen, kann man einiges ablesen."


    Ich denke, wenn er mit dir zusammenbleiben will, dann wird er auch auf deine Bedenken und auch dich eingehen. Es gibt Leute die fühlen sich nicht angegriffen, wenn man ihren Betrug anspricht, da sie ihren Betrug garnicht als Betrug sehen, also auch keine Veränderung in ihrem Verhalten aufzeigen.

    Die Bereitschaft auf deine Ängste/Bedenken einzugehen besteht also weiterhin abhängig, ob er weiß dass er dich behalten will, oder ob er (sorry natürlich auch sie) sich überhaupt "schuldig" fühlt.


    Zitat:
    Was wenn ich wegen eines Bauchgefühls nicht offen rede, sondern anfange zu suchen und zu suchen und ich finde nichts.


    Das Bauchgefühl sollte immer ein Grund sein dem zu folgen.
    Ich frage mich nur was passiert, wenn es verschüttet ist?

    Zitat:
    Ist dann das Bauchgefühl weg, weil ich nichts gefunden habe bei der Suche in dieser "Extremsituation"

    Was wenn ich nichts finde und das Bauchgefühl bleibt trotzdem? Suche ich dann weiter?
    Woher weiss ich denn, ob wirklich nichts da ist, oder ob er es nur gut versteckt?


    Ich würde sagen, wenn jemand so viele Zweifel aufeinmal anfängt zu haben, sollte er hier in der Brigitte posten




    PS: auch zum Strang (hat denn keiner meinen Marsilstein gelesen? )

    Irgendwo wurde ein interessanter Aspekt genannt. Druck. Unter Druck läuft vieles in ganz verquerte Richtungen. Egal wer wie den Druck aufbaut.

    Manchmal bauen Urteile extrem viel Druck auf.
    Geändert von lina_2010 (11.06.2010 um 09:59 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Hallo, und ich hoffe, es stört euch nicht, wenn ich mich hier kurz einklinke. Ich habe nicht den ganzen Thread gelesen, entschuldigt bitte, wenn mein Beitrag "Schnee von gestern" ist.

    Zitat Zitat von Kyria
    Sesam, Du hast es erlebt, daß Einmal-Schnüffeln zum Dauerschnüffeln ausgeartet ist. Das war für Dich sicher nicht angenehm und vermutlich bist Du auch daher so vehement gegen schnüffeln.

    Aber das muß doch überhaupt nicht sein. Meist findet man ja beim punktuellen Schnüffeln was, wenn`s was zu finden gibt.

    Damit ist dann das Schnüffeln beendet und vielleicht auch die Beziehung.

    Oder man findet nix und ist froh darüber. Kann sich wieder mit offenem Herzen dem Partner zuwenden.
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Geschnüffelt wird ja meist dann, wenn man den Verdacht hat, dass ein Partner gegen eine gemeinsame Regel verstoßen hat (z.B. in einer monogamen Beziehung fremdgeht). Somit gibt es da einen Zusammen hang zwischen Regelverstoß und Schnüffeln. Letztendlich möchte man doch die Bestätigung haben, dass der Partner wirklich gegen eine Regel verstoßen hat.
    Ich habe in zwei ganz früheren Beziehungen selbst schon einmalig und dauer-geschnüffelt, im Alleingang und gemeinsam mit Freundinnen. (Das waren noch Zeiten ... ) Daraus habe ich für mich zwei Dinge gelernt:

    Erstens: Es ist absolut in Ordnung für eine Frau, ihrem Mann oder Partner hinterher zu spionieren, wenn sie an seiner Ehrlichkeit oder Aufrichtigkeit zweifelt und nicht mehr weiter weiß. Sie muss deswegen keine Skrupel haben und auch kein schlechtes Gewissen. Sie handelt in Notwehr, nimmt ihre eigenen Interessen wahr und macht - solange sie keine Straftat begeht - nichts falsch.

    Zweitens: Ich werde es nie, nie wieder tun und würde jeder Frau dringend davon abraten.

    Gute Liebesbeziehungen basieren auf gegenseitigem Vertrauen. Das wurde hier schon hundertmal geschrieben, und es stimmt IMMER. Wenn das Vertrauen gestört ist, muss es wieder aufgebaut werden. Gelingt das nicht, wird/bleibt die Beziehung sehr destruktiv für Beide, oder sie ist vorbei. Es gibt keine Ausnahmen.

    Schnüffeln oder Spionieren sind aber keine geeigneten Mittel, um Vertrauen wieder herzustellen, weder beim Schnüffler noch beim Beschnüffelten. Sie schaffen vielmehr neue Geheimnisse und Heimlichkeiten (Aus: "Er darf nicht erfahren, dass ich ihm [immer noch] misstraue." wird: "Er darf nicht erfahren, dass ich ihm [immer noch] misstraue und ihm am Wochenende hinterhergefahren bin.")
    Eine stabile, funktionierende Liebesbeziehung kann auch solche Situationen ab, aber sie sind nicht hilfreich, sondern eine zusätzliche Belastung.

    Der Sinn/Das Gute beim Schnüffeln und Spionieren liegt nicht im Beziehungsförderlichen, sondern im Kampf um die eigene Wirklichkeit. Wer sich hinter dem Rücken des anderen oder gegen den Willen des anderen Informationen beschafft, tut das als einen "Befreiungsschlag". Er gibt sich nicht mit den Informationen zufrieden, die er vom anderen bekommt, sondern will selbst, mit eigenen Augen "sehen, was Sache ist". Das ist durchaus eine Art, Verantwortung für die eigene Wahrnehmung, die eigenen Entscheidungen und das eigene Handeln zu übernehmen, und es kann ein emanzipatorischer Akt sein.

    Manchmal hat man kein Vertrauen mehr in die eigene Wahrnehmung. Dieses Vertrauen kann durch Schnüffeln gestärkt oder wieder aufgebaut werden. Das ist gut. Schnüffeln kann aber niemals Vertrauen in die andere Person schaffen oder bestärken, das funktioniert nicht.

    Wenn ich für mich selbst beschlossen habe, nicht zu schnüffeln oder zu spionieren, dann nicht, weil ich denke, dass ich damit schöne Liebesbeziehungen beschädigt oder zerstört habe (habe ich nicht, die Beziehung war schon vorher Murks) oder dem Partner Unrecht getan habe (habe ich nicht). Ich schnüffle nicht, weil - und das hat hier auch schon jemand vorher gut ausgedrückt - es ein unnötiger Umweg, eine kräftezehrende "Ablenkung" vom eigentlichen Ziel ist.
    Wenn ich meinem Partner misstraue, dann rede ich mit ihm darüber. Gerne auch zwanzig-, dreißigmal. Wenn ich ihm dann immer noch misstraue, kann ich die Beziehung nicht weiterführen. Eigentlich simpel.

    Schnüffelaktionen können zwar einerseits Gewissheit und damit Sicherheit verschaffen, andererseits kosten sie auch Zeit und Energie, und man fühlt sich danach blöd.
    Anstatt sich durch irgendwelche Mailordner und Handys zu wühlen, kann man sich auch direkt trennen und ein Eis essen gehen oder mit der Trauerarbeit beginnen. Jede Minute zählt.

    Oder? Sonnige Grüße!

  8. gesperrt

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    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Sinn/Das Gute beim Schnüffeln und Spionieren liegt nicht im Beziehungsförderlichen, sondern im Kampf um die eigene Wirklichkeit. Wer sich hinter dem Rücken des anderen oder gegen den Willen des anderen Informationen beschafft, tut das als einen "Befreiungsschlag". Er gibt sich nicht mit den Informationen zufrieden, die er vom anderen bekommt, sondern will selbst, mit eigenen Augen "sehen, was Sache ist". Das ist durchaus eine Art, Verantwortung für die eigene Wahrnehmung, die eigenen Entscheidungen und das eigene Handeln zu übernehmen, und es kann ein emanzipatorischer Akt sein.

    Manchmal hat man kein Vertrauen mehr in die eigene Wahrnehmung. Dieses Vertrauen kann durch Schnüffeln gestärkt oder wieder aufgebaut werden. Das ist gut. Schnüffeln kann aber niemals Vertrauen in die andere Person schaffen oder bestärken, das funktioniert nicht.

    Ich bin auch Schnee von gestern, aber muss sagen, dass hast du wirklich schön ausgedrückt

  9. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Dankeschön @lina!

  10. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Die Seewespe und Yarrow-


    Tolle beiträge, kann mich da inhaltlich auf jeden Fall wiederfinden !
    Und Yarrow beschreibt das ganze als (Lern-) Prozess auch wirklich gut, find ich bzw erweitert in ihrem post das ganze um die Aspekte, die ich auch noch wichtig finde

    lara

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