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  1. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Sesam, ich glaube wir reden doch von ein und demselben so ein bisschen.

    Ich gehe davon aus, dass die Aktion des Schnüffelns alleine dafür gut ist, die Person aus einer unguten destruktiven Beziehung zu lösen. Keiner redet von einer gesunden Beziehung oder?
    Sobald jemand auf die Idee kommt zu schnüffeln, wäre das für mich keine gesunde Beziehung mehr - das ist genau der Grund weshalb ich dann auch Schnüffeln nicht mehr für nötig halte.

    Wer will denn mit jemanden zusammenbleiben, dem man nicht vertraut.
    Warum trennt man sich dann nicht?

    Deshalb wundert es mich auch, dass du deine Freundin Vorhaltungen machen würdest, statt dich zu freuen, das sie endlich nach Jahren aus der Beziehung draußen ist.
    Ich würde mich freuen, aber ihr trotzdem sagen, dass ich ihr Vorgehen nicht gutheißen kann.

    Ihre zukünftigen Beziehungen oder Urteile darüber gehen dich übrigens nichts an, das wäre bei mir zumindest eine Überschreitung der Privatspäre.
    Wenn ich mit einer Freundin so gut befreundet bin, dass sie mir so tiefgehende Dinge (Status, Vertrauensverlust, Schnüffeln etc.) über ihre aktuelle Beziehung erzählt, dann gebe ich auch Tipps für die aktuelle und ggf. auch für eine neue Beziehung.

    Würde ich aber eben auch nur dann tun, wenn es so eine enge Freundschaft ist.

    Für Beziehungen, in denen man bleiben möchte und die gut für einen sind, stimme ich übrigens völlig mit dir überein
    Ist es denn nicht so, dass man auch schnüffelt, um bestätigt zu bekommen, dass da nichts ist?

  2. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Hmmm,

    ihr bringt mich doch irgendwie ins Grübeln, ich habe zwar bislang nicht geschnüffelt, hätte es aber nie so kategorisch ausgeschlossen.

    Gibt es auch Geschichten, in denen das Schnüffeln zu etwas positivem geführt hat ? Beziehungserhaltend im positiven Sinne war ? Oder führte es eigentlich immer zu Beweisen und damit zur Trennung ?
    Gibt ja verschiedene Möglichkeiten.

    1. Man findet den Beweis für das schlechte Bauchgefühl, daraus kann dann folgen:
    1.1 Man konfrontiert den anderen und trennt sich
    1.2 man konfrontiert nicht, weil man nicht zugeben will, dass man geschnüffelt hat, sucht weiter, findet weiter, quält sich, bleibt aber trotzdem zusammen

    2. man findet nichts
    2.1 man sucht weiter, weil das Bauchgefühl ja sagt, dass da was sein muss
    2.2 man versucht das schlechte Bauchgefühl - sollte es bleiben, zu verdrängen und bleibt in der Beziehung
    2.3 man kann wirklich das schlechte Bauchgefühl hinter sich lassen

    zusätzlich noch

    3. man findet nichts, aber wird beim Schnüffeln erwischt und
    3.1 der Partner trennt sich, weil er nun kein Vertrauen mehr hat
    3.2 der Partner ist jetzt vorgewarnt und wird im Falle eines Betrugs ganz sicher vorsichtiger vorgehen....


    Mein einziges "Schnüffeln" war das lockere Durchstöbern seiner Wohnung in den ersten Wochen unserer Fernbeziehung und es hat mich enorm beruhigt, nichts gefunden zu haben, was mich beunruhigt hätte. Und die Beziehung ist zwei Jahr später an etwas vollkommen anderem gescheitert. Aber - wie schon geschrieben - ich habe weder Handy, noch Computer, noch Briefe oder andere Dokumente auch nur angefasst, es ging mir einfach nur um den Eindruck von CDs, Büchern und Schrankinhalten. Und ich denke, das fände ich auch umgekehrt nicht schlimm.

    Liebe Grüße

    promethea

    Ich fände das nicht so gut. Sind ja meine Sachen in den Schränken und grade hinsichtlich Büchern und CD's kann man da doch auch ganz offen drüber sprechen oder sich die auch in Gegenwart des Partners ansehen.

  3. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Ist es denn nicht so, dass man auch schnüffelt, um bestätigt zu bekommen, dass da nichts ist?
    Gute Frage!

    ich kann nur von mir sprechen, ich habe geschnüffelt, weil ich nicht wusste, ob mein schlechtes Bauchgefühl echt ist oder nicht. Ich konnte nicht glauben, dass ich aufeinmal zum eifersüchtigen Mädel mutierte. Und das komische war, dass meine eigene Veränderung in meinem Verhalten mir eher Misstrauen eingeflößt hat, wie das meines damaligen Freundes. Und dass es da wirklich ein Alarmsystem gibt, dass dir sagt, der Typ ist untreu, das wusste ich garnicht, weil nie erlebt. Im Endeffekt war ich überrascht, dass es so untrüglich ist.

    Wenn der worst case einsetzen würde und es auf derartige Weise nochmal auftritt, würde ich meinem Bauchgefühl sogar viel eher glauben, ähnlich wie du es beschreibst: allein die Tatsache, dass es da ist, würde mir reichen. (hoffentlich!)

    Allerdings lässt sich das für mich nicht mit einer moralischen Diskussion erklären oder bewerten oder gar gleichsetzen. Ich bin froh, dass ich gelernt habe, mir zu vertrauen. Auch wenn ich mich dafür mal kurz selber auf den Prüfstand setzen musste und eine Grenze übertreten musste. Im Grunde kommt es für mich darauf an, ob es reflektiert geschieht oder als Kontroll Suchender Automatismus.

    Ich finde es zu schwierig zum ersten Mal zu erkennen, so etwas wie Untreue und Betrug kann auch mir passieren; denn erstmal ist das ja ein grundsätzliches Ding der unmöglichkeit, dass das eigentlich geliebte Gegenüber gerade etwas vom Pferd erzählt.

  4. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Ich würde die Liste gerne erweitern, denn was mir dabei fehlt ist, dass heir und da auch der gesunde Menschenverstand einsetzt und die Situation reflektieren kann.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    1. Man findet den Beweis für das schlechte Bauchgefühl, daraus kann dann folgen:
    1.1 Man konfrontiert den anderen und trennt sich
    1.2 man konfrontiert nicht, weil man nicht zugeben will, dass man geschnüffelt hat, sucht weiter, findet weiter, quält sich, bleibt aber trotzdem zusammen
    1.3 man konfrontiert mit der Sicherheit die Wahrheit zu wissen, ohne, dass man sagt, dass man geschnüffelt hat. Schaut, ob das Gegenüber endlich ehrlich sein kann und trifft daraus seine Entscheidung ob man in der Beziehung bleibt oder nicht.

    2. man findet nichts
    2.1 man sucht weiter, weil das Bauchgefühl ja sagt, dass da was sein muss
    2.2 man versucht das schlechte Bauchgefühl - sollte es bleiben, zu verdrängen und bleibt in der Beziehung
    2.3 man kann wirklich das schlechte Bauchgefühl hinter sich lassen
    2.4 Man trennt sich, weil man sich glaubt. Und eine Beziehung nicht möchte, in der die Basis verloren gegangen ist.

    3. man findet nichts, aber wird beim Schnüffeln erwischt und
    3.1 der Partner trennt sich, weil er nun kein Vertrauen mehr hat
    3.2 der Partner ist jetzt vorgewarnt und wird im Falle eines Betrugs ganz sicher vorsichtiger vorgehen....


    Im Grunde genommen widerspricht das deiner Behauptung, dass allein das Gefühl die Vertrauensbasis verloren zu haben ja schon reicht um die Beziehung zu beenden. Wenn es also zu No. 3 kommt, kann man auch genausogut guten Gewissens gehen und es ist egal ob oder was passiert ist.

    Ich finde immer noch Grundfrage sollte gestellt sein, will man in der Beziehung bleiben oder nicht?
    Wenn man es dann schafft ohne einen Beweis zu gehen und sich einzugestehen, dass die Beziehung an sich nichts ist, dann ist ja alles gut.

    Nur meistens klafft da ja ein riesiges Loch an Widersprüchen...

  5. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Ich sehe es so, dass ich das Thema doch gar nicht auf den Partner kaprizieren muss. Wenn ich den Impuls verspüre, schnüffeln zu wollen, also so verunsichert bin, dass ich eine übergriffige Handlung zumindest gedanklich in Erwägung ziehe, dann ist unsere Beziehung hinsichtlich MEINES Anteils daran definitiv in der Bredouille. Das wiederum sollte ich zum Anlass nehmen, Laut zu geben.

    Was dann folgt, ist ein guter Indikator hinsichtlich des Zustands der Beziehung: Nimmt mein Partner mich ernst? Setzt er sich mit mir auseinander? Können wir Vereinbarungen treffen (und einhalten), die es mir temporär leichter machen, Vertrauen nicht weiter abzubauen? Ich kann an der Entwicklung deutlich ablesen, ob mein Partner ebenso engagiert und interessiert an unserer Beziehung ist. Einen Beweis brauche ich nicht mehr zu suchen.

    Schnüffeln halte ich u.a. auch deshalb für äusserst fragwürdig, weil es viel zu häufig zu einer Endlosgeschichte wird, ohne dass die Beteiligten bereit wären, Konsequenzen zu ziehen. Dafür gibt es auch in diesem Strang Beispiele.

  6. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir reden hier doch über den Fall, dass einer wirklich betrogen wird. Oder ?
    Ihr habt das zwar schon weiter ins Detail diskutiert - aber trotzdem noch einmal, weil es so wichtig ist:

    wenn ich weiß, dass ich betrogen werde, brauche ich nicht zu schnüffeln.

    und wenn ich es nicht weiß, weiß ich auch nicht, in welchem Fall ich bin.

    ich kann so keine Rechtfertigung für Schnüffeln ableiten.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Grunde finde ich schnüffeln jeglicher Art nicht in Ordnung.
    Aber es gibt Ausnahmen, die man mit keiner wenn-dann-Formel definieren kann sondern wo Emotionen mit hineinspielen.
    genau das, dass man sich manchmal nicht ganz in der Hand hat, heftige Emotionen mit hineinspielen etc. macht es so wichtig, das Nicht-Schnüffeln als Grundsatz ganz fest zu verankern - um sich selbst davor zu schützen, Unsinn zu machen.

    Das ist der Sinn von "Moral" im positven Sinne. Handlungsanleitungen zu geben, Situationen "im Voraus zu denken", und sich klar zu machen, was die richtige Handlung ist. Damit dass dann trägt, wenn Emotionen mir gerade den Verstand vernebeln.

    Das gilt beim Schnüffeln, genauso wie wenn Wut einen in die Versuchung bringen könnte, den anderen zu schlagen, genauso wie wenn Verliebtheit die Versuchung zu Untreue bringt.
    Da muss es einfach eine Bremse in jedem geben, die immer wirkt, auch und gerade wenn es schwierig wird.
    Denn jeder bleibt verantwortlich für sein Tun - und kann sich nicht hinter "Emotionen" verstecken.

    Gruß, Leonie

  7. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ihr habt das zwar schon weiter ins Detail diskutiert - aber trotzdem noch einmal, weil es so wichtig ist:

    wenn ich weiß, dass ich betrogen werde, brauche ich nicht zu schnüffeln.

    und wenn ich es nicht weiß, weiß ich auch nicht, in welchem Fall ich bin.

    ich kann so keine Rechtfertigung für Schnüffeln ableiten.
    Hallo Leonie,

    ich glaube der Unterschied liegt darin, ob man das Pferd von vorne oder von hinten betrachtet.

    Ich selber würde einfach nicht im vorhinein urteilen, ich würde warten, was rauskommt. Nach drei vier Situation kann ich erst sagen, ob da jemand, was im Griff hat oder nicht. Ein Punkt macht keine Linie.
    Situationsloses Betrachten macht zwar Spaß bei einem Wein und einer ewiglangen Diskussionsnacht aber hat für mich nicht wirklich anwendbaren Wert.

    Ich finde Schroedingers Katze viel zu illustrativ

    Rechtfertigen will ich garnichts, das muss ich erst wenn ich nicht damit klarkomme die Verantwortung für etwas zu übernehmen.

    Übertragen auf die Situation, einer schnüffelt und verletzt den anderen damit, trifft das genauso zu, wie einer betrügt und der andere findet es heraus.
    Wie reagiert derjenige, kann er für seine Handlung Verantwortung übernehmen oder nicht.

    In meinem Fall war es notwendig um zu merken das ich wirklich ein Frühwarnsystem habe, dem ich glauben kann. Und dann muss ich mich höchstens bei meinem Frühwarnsystem entschuldigen, dass ich ihm nicht geglaubt habe... bei niemanden sonst.

    Farmelli

  8. Inaktiver User

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Situationsloses Betrachten macht zwar Spaß bei einem Wein und einer ewiglangen Diskussionsnacht aber hat für mich nicht wirklich anwendbaren Wert.
    einige Dinge gelten absolut - und nur in größten Ausnahmen nicht.
    und "Achtung der Privatsphäre" gehört dazu.
    genauso, wie nicht stehlen und keine körperliche Gewalt.
    da kann ich die Sache nicht von hinten aufziehen.



    Und dann muss ich mich höchstens bei meinem Frühwarnsystem entschuldigen, dass ich ihm nicht geglaubt habe... bei niemanden sonst.
    und dass Du die Privatsphäre von jemandem verletzt hast, ist egal?
    ein Unrecht kann man nicht gegen ein anderes aufrechnen.

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    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und dass Du die Privatsphäre von jemandem verletzt hast, ist egal?
    ein Unrecht kann man nicht gegen ein anderes aufrechnen.
    Eben.

    Deswegen sollte jede, wenn sie schon spioniert und etwas gefunden hat, dann auch so tough sein, ihren Fund anzusprechen und sein Gegenangriff, der Vorwurf der Schnüffelei ist dann gerne Punkt 2 auf der Tagesordnung.

    Wenn der dann überhaupt noch wichtig sein sollte.
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Schnüffeln, spionieren...

    Schnüffeln betrifft diejenige Zeit, die der Partner NICHT mit mir verbringt.

    Wichtig ist mir die gemeinsame Zeit:
    Wie ist die Stimmung in dieser gemeinsamen Zeit, werden Vereinbarungen eingehalten, gehen wir respektvoll miteinander um usw.

    Damit bin ich gut gefahren und ich glaube, dass sogar
    bindungsunwillige Menschen keine Veranlassung sehen, von einem großzügigen liebevollen Partner wegzugehen oder ihn zu hintergehen.

    Lügen entstehen meist dadurch, dass Druck ausgeübt wird oder ein gewisses Verhalten erzwungen werden soll.
    Deshalb würde ich meinen Partner nie unter Druck setzen. Nur so ist ein Gespräch über kritische Themen möglich.


    Ich meine, dieser jeweilige Partner ist mir nicht zufällig "zugeflogen", sondern passt zu meiner aktuellen Persönlichkeit. Deshalb habe ich auch schon dolle Sachen erlebt das war nicht immer so solide.

    Aber entscheidend ist, dass man daraus lernt und nicht der Beziehung seine Bedürfnisse überstülpt sondern schaut, was findet da eigentlich statt ?

    Daher meine Maxime: kein Druck und kein Schnüffeln.

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