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Thema: Schnüffeln, spionieren...
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07.06.2010, 14:29
AW: Schnüffeln, spionieren...
Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
(c) ASP
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07.06.2010, 14:51
AW: Schnüffeln, spionieren...
[QUOTE=Inaktiver User;7123194]Aus meiner Sicht würde das dann auch rechtfertigen, dass Dein Mann jeden Tag seine Passworte anpasst etc.
Aus der Passwortwechseldichphase sind wir schon lange raus und würde sowieso nichts bringen, weil ich keine Schwierigkeiten hätte ein Passwort zu knacken aber das war auch noch nicht nötig. Auf seinen PC läuft im Hintergrund ein Kindersicherungsprogramm mit meinem Passwort und habe zu jeder Zeit die Möglichkeit den Verlauf zu kontrollieren. Mein Mann hat dieses Programm installiert, weil er fast 10 Jahre lang Pornosüchtig war. Mit diesem Programm ist er von seiner Sucht losgekommen und zweitens sollte mir dieses Programm die Sicherheit geben, dass er es Ernst meint und damit aufhört.
Das er süchtig ist, habe ich erst nach 10 Jahren erfahren. Zu diesem Zeitpunkt war unsere Ehe völlig am Ende. Einige Jahre zuvor gab es zwar schon einen Onenightstands, die gesundheitlich nicht ohne Folgen blieben aber ich dachte nur an einen einmaligen Ausrutscher, bei dem es aber nicht blieb.
Mein Mann hatte immer sehr viele Freiheiten, die er auch ausgiebig nutzte. Ich hätte meine Hand für ihn ins Feuer gelegt auch wenn er alleine um die Häuser zog und erst morgens um 6 Uhr nach Hause kam. Mein Mann lebte sein Eigenleben mit Pornos und Party und unser Eheleben schlief nach und nach ein. Dafür hielt ich ihn auch noch den Rücken frei indem ich mich um die Kinder und Haushalt kümmerte.
Ich hab soviel mit meinen Mann durch und würde glatt für 2 Leben reichen und dabei blieb auch meine Gesundheit auf der Strecke. Ich hatte nur 2 Möglichkeiten; entweder die Trennung und den finanziellen Ruin oder zusammen bleiben, unter der Bedingung, sein lustiges Junggesellenleben komplett einzustellen, den PC nur noch für die Arbeit zu nutzen. Er war damit einverstanden und hält sich weitesgehend an die Abmachung. Eine andere Lösung sehe ich nicht und auf Kompromisse lasse ich mich nicht mehr ein auch wenn er es immer mal wieder versucht.
Es gab etliche Chancen, die nie genutzt wurden. Deshalb sei mir nicht böse, wenn ich über die moralische Keule, nur müde gähnen kann. Er hat ja die Wahl und kann gehen, wenn ihm seine Freiheit wichtiger ist oder er sich gegängelt fühlt. Ich verlange ja auch nichts unmögliches. Die meisten Familienväter, die ich kenne, würden gar nicht auf die Idee kommen, alleine wegzugehen.
Ich lebe seit dem jedenfalls etwas ruhiger auch wenn ich ihm immer noch nicht vertrauen kann.
Meinst du das Ernst?
Meine Beziehung, nenne ich da als Beispiel.
Den oder die Partner/in würde ich gerne kennenlernen, wenn der Verdacht besteht, dass der eigene Partner fremdgeht und moralische Bedenken hat, nach Beweisen zu suchen? Wer würde sich den da freiwillig zum Deppen machen und wer Spionieren mit Fremdgehen moralisch auf eine Stufe stellt, der hatte noch nie wirklich Liebeskummer, wem interessiert da noch das durchsuchte Handy, wenn sich der Verdacht bestätigt.
Da würde mich wirklich einmal interessieren, wie du dich in so einer Situation verhälst?
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07.06.2010, 15:08Inaktiver User
AW: Schnüffeln, spionieren...
Warum bist Du noch mit Deinem Mann zusammen?
Ganz ehrlich gäbe es für mich keine Möglichkeit zusammen zu bleiben egal welche Konsequenzen das bedeuten würde.Ich hab soviel mit meinen Mann durch und würde glatt für 2 Leben reichen und dabei blieb auch meine Gesundheit auf der Strecke. Ich hatte nur 2 Möglichkeiten; entweder die Trennung und den finanziellen Ruin oder zusammen bleiben, unter der Bedingung, sein lustiges Junggesellenleben komplett einzustellen, den PC nur noch für die Arbeit zu nutzen. Er war damit einverstanden und hält sich weitesgehend an die Abmachung. Eine andere Lösung sehe ich nicht und auf Kompromisse lasse ich mich nicht mehr ein auch wenn er es immer mal wieder versucht.
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Dauernde Kontrolle und Schnüffeln wären für mich nicht denkbar.
Wäre für mich kein Leben.Es gab etliche Chancen, die nie genutzt wurden. Deshalb sei mir nicht böse, wenn ich über die moralische Keule, nur müde gähnen kann. Er hat ja die Wahl und kann gehen, wenn ihm seine Freiheit wichtiger ist oder er sich gegängelt fühlt. Ich verlange ja auch nichts unmögliches. Die meisten Familienväter, die ich kenne, würden gar nicht auf die Idee kommen, alleine wegzugehen.
Ich lebe seit dem jedenfalls etwas ruhiger auch wenn ich ihm immer noch nicht vertrauen kann. .
Im übrigen kenne ich viele Familienväter, die alleine weggehen. Eigentlich kenne ich keinen Familienvater, der nicht mal alleine weggeht.
Wie ich schon schrieb, für mich ist das was Du lebst keine funktionierende Beziehung.
Meinst du das Ernst?
Meine Beziehung, nenne ich da als Beispiel.
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Hier bin ich. Ich würde es nicht tun, weil ich weiss wie man sich fühlt, wenn einem nachgeschnüffelt wird.Den oder die Partner/in würde ich gerne kennenlernen, wenn der Verdacht besteht, dass der eigene Partner fremdgeht und moralische Bedenken hat, nach Beweisen zu suchen?
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Mich interessiert es. Es ist und bleibt für mich moralisch verwerflich. Ganz egal ob sich ein Verdacht bestätigt oder nicht.Wer würde sich den da freiwillig zum Deppen machen und wer Spionieren mit Fremdgehen moralisch auf eine Stufe stellt, der hatte noch nie wirklich Liebeskummer, wem interessiert da noch das durchsuchte Handy, wenn sich der Verdacht bestätigt.
Wie rechtfertigst Du Dich vor Deinem Partner, wenn sich der Verdacht nicht bestätigt? Wie rechtfertigst Du den Vertrauensbruch?
Da würde mich wirklich einmal interessieren, wie du dich in so einer Situation verhälst?
Hatte ich schon. Ich habe mich getrennt als ich mich nicht mehr ernst genommen gefühlt habe. Als meine Bedenken mehrfach als "Blödsinn" und "Fantasien" abgetan wurden. Da gab es egal ob Betrug oder nicht keine Basis für eine Beziehung mehr, also eben die Trennung.
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07.06.2010, 17:14Inaktiver User
AW: Schnüffeln, spionieren...
Hier möchte ich ja etwas Essig in den Wein kippen. Meiner Erfahrung nach haben Menschen, die ohne Not ständig beteuern, für etwas bestimmtes einen "guten Grund" zu haben, meistens einen versteckten Grund, der meist nicht so prima präsentabel ist.
Kurz: Du behandelst ihn wie ein Kind. Die Haltung, die du beschreibst, ist angemesen für Eltern ihren Kindern gegenüber - bis zu einem bestimmten Alter der Kinder.Mein Mann hat mich schon öfters betrogen und belogen und weil ich "ihm" immer noch nicht 100% vertraue, brauche ich hin und wieder den Beweis, ob er die Wahrheit sagt oder mir etwas verheimlicht.
Und nun zu meiner Vermutung - es ist wirklich nur eine Spekulation, eine Ahnung, die mir kommt beim Lesen deines Beitrags. Ich kann damit völlig falsch liegen.
Dies vorab gesagt habend: Ich denke, dass es genau das ist, was du eigentlich möchtest. Du möchtest ihn in der abhängigen Position haben. (Und er will sich wahrscheinlich innerlich auch in der Kinderposition haben. Ihr passt da vermutlich wunderbar zusammen.)
Um es einmal ganz drastisch zu sagen: Eigentlich ist es dir ganz recht, dass er dich hintergangen hat. Das gibt dir die Rechtfertigung, ihn zu kontrollieren wie ein kleines Kind. Das ist die Art von Position, die du wirklich ihm gegenüber haben möchtest. Das macht dir ein gutes Gefühl der Überlegenheit.
In so fern glaubeich dir auch nicht ganz deine Entrüstung über den "Betrug" nicht. Das ist vielehr dein "masochistischer Triumpf" gewesen. Weißt du, in der Transaktionsanalyse nennt man das ein "Hab-ich-dich-du-Schweinehund"-Spiel. Vordergründig ist derjenige, der darauf aus ist, jemanden anderen zu ertappen oder zu überführen oder zu entlarven im Modus der Entrüstung. Man ist empört. Und dahinter schwingt eine Zufriedenheit. Ein Triumpf. JETZT habe ich DEN HEBEL, DIE unanfechtbare BEGRÜNDUNG für das, was ich immer wollte.
Noch anders gesagt: Stell dir selber mal lieber keinen Heiligenschein aus. Ich vermute, deine Motive sind nicht so rein und edel, wie du es dir selber einreden willst.
Eben! DAS ist dein Triumpf. Er hat den Fehler gemacht und auch noch sich dabei erwischen lassen. Genau das ist das, was du immer wolltest. JETZT hast du die Handhabe, ihn zu demütigen.Mein Mann hat mein Vertrauen schamlos ausgenutzt und deshalb habe ich nicht einmal ein schlechtes Gewissen.
[Disclaimer: Bitte jetzt nicht herauslesen, ich würde dich irgendwie verurteilen wollen. Weit gefehlt. Er wird genau auch diesen heimlichen Wunsch haben. Er hat sich erwischen lassen, weil ein Teil in ihm WOLLTE, das du ihn erwischst. Und danach die "strenge Mama" spielst. Und dankbar nimmst du diese Vorlage auf und spielst ihm zu liebe und dir selber zu liebe diese Rolle.]
Genau aus diesen Sätzen spricht dein heimlicher Triumpf, die heimliche Befriedigung.
Und deswegen ist deine vorgebliche Entrüstung reine Heuchelei. So zumindest ist mein Eindruck.
Vertrauen funktionert andersherum. Wenn Vertrauen da ist, braucht es keine "Rückversicherung". Wenn ich "Rückversicherung" brauche, habe ich kein Vertrauen. So simpel ist das.Wie sollte ich ihn denn jemals wieder vertrauen, wenn ich mich nie rückversichern kann?
Ich sage nicht, man soll jedem in allem vertrauen. Oft ist nicht oder zumindest nicht blind zu vertrauen angemessen.
Aber du solltest nicht so tun, als ob du "eigentlich" vertrauen wollen würdest. Das willst du gar nicht. Du bist sehr zufrieden mit der Situation, wie sie ist. Das passt alles ganz perfekt und befriedigt dein eigentliches Motiv für diese Beziehung.
Weißt du, wenn es wirklch dein Ziel wäre, eine Beziehung mit einem Mann zu führen, dem du vertrauen kannst, dann hättest du dich getrennt. Du weißt, das du ihm nicht vertrauen kannst. Wenn du dich nicht trennst, ist das, was du derzeit lebst, das was du insgeheim wirklich möchtest.
Eine Beziehung zu einem Mann, den du kontrollierst wie eine Mutter ein Kind, das ist es, was du wirklich willst.
(Bitte nicht falsch verstehen: Das ist dein Ding - und für mich ok so, wenn es auch sein Spiel ist, er es also aktiv mit Einverständnis so mitspielt.
Was mich stört ist die Heuchelei, die in der vorgeschobenen moralischen Entrüstung liegt. Wen du ehrlich bist dir selbst gegenüber ist es dir doch eigentlich sehr recht, wie er ist und was er macht.)
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07.06.2010, 17:17
AW: Schnüffeln, spionieren...
Hi,
ich habe jetzt nicht alle Seiten lesen können...sorry...
Wie ist das mit diesem Bauchgefühl...kann man sich da
Eurer Meinung nach 100 % drauf verlassen?
Wieviel kann man von etwas fehlinterpretieren?
??
Gr
SevenIch bin ein Capulcu
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07.06.2010, 17:22Inaktiver User
AW: Schnüffeln, spionieren...
warum ist das wichtig?
ich würde ein Bauchgefühl immer ernstnehmen und geklärt kriegen wollen - würde aber nie sagen, dass meines 100% stimmt.
bei "Fremdgehen" würde mein Bauchgefühl vermutlich viel zu spät etwas signalisieren - ich würde höchstens spüren, dass "etwas" ist, aber nicht auf Untreue tippen - das liegt außerhalb meines Denkens.
aber noch einmal - was hat das mit Schnüffeln zu tun? Warum ist das wichtig?
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07.06.2010, 17:27Inaktiver User
AW: Schnüffeln, spionieren...
Touché.
It takes two to tango.
Inzwischen bin ich der Meinung, das sehr sehr oft genau das Verhalten, was jemand bei einem anderen beklagt, sich auch genau beim klageführenden Part findet.
Oder kurz: Beide seiten spielen dasselbe Spiel. (Wenn auch in leicht unterschiedlichen Varianten). Aber beim Thema Heimlichkeiten sind die beiden doch wunderbar beieinander.
Das ist der Kitt, der die Beziehung zusammen hält.
Zustimmung - bis auf die "Selbstdemütigung". Im vorliegenden Fall lautet das eingespielte Spiel zwischen den beiden, dass sie ihn demütigt. Und er sich selbst demütigt, in dem er das Kontrollspiel mitspielt. (Nicht ohne ab und zu "gegen den Stachel zu löcken" - aber das gehört eben auch zur Rolle des "unartigen Kindes" ...)Mewia, wenn du nicht in der Lage bist, mit deinem Mann gemeinsam seinen Betrug aufzuarbeiten, dann wirst du ein Leben in Misstrauen und Selbstdemütigung führen.
Also, die Selbstdemütigung sehe ich bei Mewia nicht ...
Ich hinggegen glaube inwzischen, dass das niemand im inneren ernsthaft glaubt. Das sind nur die verbalen Rechtfertigungen, die man sich für sich selber und manchmal auch für Dritte zurecht legt.... sie könnten mit Schnüffeln Kontrolle über einen anderen Menschen ausüben und sich damit dessen Liebe sichern.
Aber: Wer kontrolliert, will nicht Liebe. Wer kontrolliert, will Kontrolle. (Und die Möglichkeit, zu strafen und zu sanktionieren, wenn er oder sie Verstöße findet).
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07.06.2010, 17:30
AW: Schnüffeln, spionieren...
Naja, das liegt doch auf der Hand - das Bauchgefühl wird ja hier immer ins Rennen geführt, warum jemand schnüffelt (oder auch nicht schnüffelt): das Bauchgefühl sagt einem was bestimmtes...
Seven, ich würde sagen, dass das Bauchgefühl kurzfristig auch mal "spinnen" kann, aber so "im Großen und Ganzen gesehen" kann man sich da immer drauf verlassen! Aber - und da bin ich wieder bei Leonie - es hat nichts mit dem Schnüffeln zu run!
Tabea
Edit: bissel wirr, vielleicht wisst Ihr, was ich meine...Bis auf Weiteres a.D.
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07.06.2010, 17:37
AW: Schnüffeln, spionieren...
Aber: Wer kontrolliert, will nicht Liebe. Wer kontrolliert, will Kontrolle. (Und die Möglichkeit, zu strafen und zu sanktionieren, wenn er oder sie Verstöße findet).[/QUOTE]
Zu einem gewissen Teil gebe ich dir Recht...
WENN ich kontrolliere ( und, wie gesagt, habe ich das erst 1 Mal in meinem Leben getan ) WILL ich das...
ABER ich habe das aus Selbstliebe getan und nicht SEINER Liebe wegen.... Und ich habe auch nicht "bestraft" Ich habe es beendet...
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07.06.2010, 18:06Inaktiver User



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